Begegnung mit Mozart

Anmerkung: Die beiden Porträts sind einer Publikation zur Biografie Mozarts entnommen. Sie haben mich durch Jahrzehnte begleitet!

Vor 250 Jahren wurde Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Ich enthalte mich jeglichen Kommentars zu seiner Person und zu seinem Werk, denn sein Genius entzieht sich jeder gedanklichen Zudringlichkeit und verwahrt sich gegen jeden Übergriff durch Worte. Begegnet bin ich seiner Musik zum ersten Mal als junges Mädchen in einer vorweihnachtlichen Religionsstunde. Die Klänge der 40. Symphonie drangen damals so tief in mich ein, dass ich die Augen weit aufriss und alle meine Konzentrationsfähigkeit aufbot, um nicht vor den anderen drauflos zu weinen ... In den Jahren und Jahrzehnten, die folgten, habe ich immer mehr seiner Werke gehört ... Immer und immer wieder gehört ... In Tagen gehört und ganze Nächte hindurch gehört, gehört, gehört ... Ich wollte diese Musik nicht "verstehen", sie analysieren, ich wollte nichts über sie "wissen" ... ICH WOLLTE - UND WILL - SIE NUR HÖREN, EINZIG UND ALLEIN HÖREN ... Auf diese Weise war mir Mozarts Musik in den schwersten meiner Jahre existentieller Halt und in den finstersten meiner Stunden buchstäblich LICHT ... SIE HAT MICH IM LEBEN GEHALTEN ... UND SIE IST MIR STETS TREU GEBLIEBEN ...

Margaretha Rebecca Hopfner, Wien, am 27. Januar 2006

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