Vatersuche - US-Staatsbürgerschaft - Zum Leitfaden für US-Besatzungskinder

Margaretha Rebecca Hopfner

Beiträge zum Thema Adoption

im
Diskussionsforum von Humane Adoption

2008

 

Seine persönliche Herkunft gehört zum Menschen und sie gehört dem Menschen!
Jeder Mensch hat das Recht auf seine Herkunft!
Die Anonymisierung von Menschen und Inkognito-Adoption
sind menschenverachtend! Sie machen aus Menschen (die ihre Herkunft tief innen immer in sich tragen!!!) zwangsläufig (moderne Nobel-)Sklaven und schaffen weltweit ein ungeheures Missbrauchspotential!!!!!!!
Herkunft darf also dem Menschen nicht vorenthalten, enteignet, geraubt werden!
Herkunft darf niemals vernichtet werden!!!
Adoption ist kein Instrument zur Familienplanung!
Adoption kann ein Weg sein, einem verwaisten Kind eine Familie zu geben.
Es müssen rechtliche Regelungen geschaffen werden, welche die Herkunft dem adoptierten Menschen auf allen Ebenen rechtlich bewahrt und gleichzeitig durch adoptional wirksame Bestimmungen sinnvoll ergänzt.
Adoption muss national und international rechtlich derart geregelt werden, dass die Menschenwürde aller Betroffenen gewahrt bleibt!
Kein einziger Mensch ist ein Bastard!!!!!
"DIE WAHRHEIT IST DEM MENSCHEN ZUMUTBAR."
Ingeborg Bachmann

Seit Mai 2007 beteiligte ich mich mit wechselnder Frequenzdichte an den Diskussionen im neu geschaffenen Adoptions-Forum von Humane Adoption. Es existieren dort bereits registrierte Beiträge von mir, und die inhaltlich mir wichtigsten präsentiere ich nun auch hier. Die Beiträge habe ich im originalen Wortlaut sowie der von mir im Forum verwendeten Orthographie übernommen, Verschreibungen wurden absichtlich nicht wegkorrigiert. Es handelt sich bei meinen Beiträgen - wie seinerzeit bei adoption.de und dem gespraechskreis-adoptierte.de - um jene Bruch-Stücke der "Dinge meines Lebens", die im fortgesetzten Prozess ihres vorläufigen und schließlichen "Erkennens" buchstäblich aus mir herausgebrochen sind! Mein Mitschreiben in diesen Foren hatte wesentlichen Anteil am unumgänglichen Verarbeitungsprozeß zur Geschichte meiner Adoption. Ein Dankeschön an Bianka Wolf und ihre ModeratorInnen, welche diese Webseite zum Thema Adoption geschaffen haben und betreuen und an all jene Diskussionsteilnehmer, die im Lauf der Zeit einen Austausch zum Thema Adoption mit mir gepflegt haben und pflegen. Nur in der direkten Kommunikation mit anderen Betroffenen war mir mein eigener Ausdruck in dieser Form erst möglich!!!


Betreff des Beitrags: Re: Die Rache der Adoptierten
Verfasst: So Aug 10, 2008 08:02
...,
wen meinst du denn mit "ihr" ... bin ich da auch dabei?!!! ;-)))
wenn du wuesstest, wie sehr ich mich bemueht habe, gluecklich und zufrieden zu leben ... ABER: adoption und herkunft und deren folgen haben mich ein leben lang eingeholt ... seit 1973 bin ich daran fortdauernd erkrankt und konnte nicht mehr das tun und leben, WAS ICH EIGENTLICH WOLLTE, beruflich, persoenlich ...
heute bin ich 52. erst vor gut acht jahren habe ich angefangen mich systematisch damit zu befassen. habe vor ca. sieben jahren meine therapeutin gebeten: helfen sie mir, meine leiblichen eltern zu vergessen ... ihre antwort: das ist nicht moeglich ... also, habe ich mich nochmals - mit allen konsequenzen auf ein emotionales und intellektuelles zugehen auf das thema eingelassen ... das ergebnis meiner auseinandersetzung: habe erstmals amtsakten zu meiner "fruehgeschichte" eingesehen, ich habe die leibliche vaterschaft per gericht feststellen lassen (war moeglich!!!), habe erstmals zu einer schwester und einem onkel kontakt aufgebaut (reunions vor 32 und 22 jahren - ich wurde beide male gefunden - gingen den bach runter, und daraufhin habe ich erst recht versucht, alles wieder zu vergessen und MEIN leben zu leben ...) mein intellektuelles ergebnis zu adoption: adoption - so wie sie national und international geregelt ist - basiert vielfach auf dem gezielten ausnuetzen bzw. der gezielten erzeugung einer zwangslage der leiblichen mutter, ihre unterschrift zur adoptionsfreigabe wird dann auch als freibrief angesehen, dass mit dem adoptierten ein leben lang - was seine herkunft anbelangt - gemacht werden darf, was immer "die gesellschaft" will ...
die demuetigungen, entwuerdigungen, die auslieferung an "die gesellschaft", die adoptionale umgebung mit allen folgen einer den/die adoptierten versklavenden inkognito-praxis (rechtlich, sozial etc.) werden - zu unrecht - ausschliesslich der per unterschrift abgebenden leiblichen mutter angelastet, sie wurzeln in einem gesellschaftlich (rechtlich, administrativ, sozial) so und nicht anders arrangierten adoptions-system ... der/die adoptierte wird i.d.r. nicht "erwaehlt" sondern "ausgewählt" und seiner zweckbestimmung als kind fremder leute zugefuehrt, von anfang an sind hier strukturen von versklavung am werk ... heute begreife ich inkognito-adoption (adoptierter von seiner herkunft abgeschnitten!!!) als eine moderne form von nobel-sklaverei ... dabei bleibe ich ... diese erkenntnis hat mich zwar nicht gerade gluecklich gemacht, aber zum ersten mal habe ich eine sehr, sehr grosse DISTANZ zwischen mich und adoption gelegt, in der tat, HEUTE HAT MEINE ADOPTION KEINE ABSOLUTE MACHT MEHR UEBER MICH UND MEIN LEBEN ... und ich bilde mir ein, einige grundlagen von adoption erkannt zu haben, mich vor mehr als dreissig jahren so krank werden haben lassen, dass ich eben nicht mehr in der lage war, meine lebens-sehnsuechte und lebens-traeume zu verwirklichen ... und, sehnsucht, du wirst es mir vielleicht nicht glauben, erst im alter von 52 jahren und nach jahrzehntelangem kranksein, bin ich erstmals in der lage, mein eigenes leben SELBSTBESTIMMT IN DIE HAND ZU NEHMEN ...
ich bin ein mensch, der sehr gerne gluecklich ist, ich bin gluecksfaehig, faehig, freude zu erleben, freude am leben zu haben, bin sogar noch faehig, schoenes in der - eher dunklen - welt wahrzunehmen und zu kultivieren ...
sehnsucht, ich wuensche dir ebenfalls, dass du freude und glueck in deinem leben verwirklichen kannst ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: Die Rache der Adoptierten
Verfasst: Sa Aug 09, 2008 17:20
liebe ...,
beim rekapitulieren habe ich bemerkt, dass ich auf diese deine frage zu antworten uebersehen habe ... entschuldige ... bin z.zt. derart mit aerzten, untersuchungen und und und befasst und doch ein wenig in sorge um meine gesundheit etc. ... darf auch nicht viel zeit verbringen am pc ... deshalb ... sorry ...
meine leibliche mutter war von meinem leiblichen vater (us-besatzungssoldat, der sie vor seiner abreise in die us zu ihr nach hause gebracht hatte, also alle wussten dann, WER der vater war ...) und dann schliesslich - als ich unterwegs und da war - von ihrer GANZEN familie im stich gelassen. sie war gerade einmal 20 jahre alt. zu mir sagte sie, sie wollte alles "allein regeln" ... sie gab bei der behoerde an, dass sie wieder auswandern wolle, u.zw. nach daenemark (!!!!), und ich nehme einmal ganz stark an, dass sie mich DORTHIN NICHT MITNEHMEN WOLLTE ... gleichzeitig gab sie auch an, dass noch nicht sicher sei, ob nicht doch eine heirat mit meinem lbl. vater bevorstehe ... dass sie mit ihm in verbindung sei und er von mir wisse ... daraus schliesse ich, dass sie zwei perspektiven hatte: die eine mit mir und meinem lbl. vater (heirat, usa) und die andere allein (daenemark) ... nachdem ihr mein lbl vater aber unmissverstaendlich mitteilte, "sie solle eine gute mutter sein" (o-ton), ihr ein paar dollars schickte, sich jedoch nicht anschickte, sie mit mir zu sich zu holen, trat plan daenemark in kraft ... sie liess mich bei jenen leuten, aus deren umgebung sie weg wollte (!!!! o-ton von ihr2001 am telefon: "this was not the environment for ME ..." und nach einigen atemzuegen pause fiel ihr dann noch ein "and you"!) zurueck und ging in die schweiz, um zu arbeiten ... verdiente allerdings angebl.nicht genug, um das vereinbarte pflegegeld zu bezahlen ... zu diesem zeitpunkt wartete sie vielleicht noch auf meinen lbl vater ... und ich wurde bei "gesindels" monatelang katastrophal fehl"betreut" ... folge spitalsaufenthalt im 11/1956, vom hausarzt eingewiesen ... im jaenner 1957 erschien meine lbl mutter gemeinsam mit dem wahnsinns pflege"vater" vor der behoerde, um dort einen antrag auf dauerpflege mit-zu-unterschreiben, einige TAGE vor der erneuten spitalseinweisung ... ICH FRAGE ALSO: hat sie nicht gesehen, oder wollte sie nicht sehen, dass ich in katastrophaler verfassung war (1986: "du hast so traurig geschaut"). der antrag auf dauerpflege wurde von der behoerde (die ihrerseits auch katastrophal versagt hatte!!!!) mit hinweis auf die "schwierigen erziehungsverhaeltnisse im haus ..." abgelehnt ... danach verblieb ich im spital bis anfang maerz 1957, da wurde ich von meinen kuenftigen a-eltern noch aus einer fuer mich nicht weniger gefaehrlichen situation im spital (auch dort wurde mir nicht ausreichend zu essen gegeben lt mitteilung meines a-vaters an eine person seines vertrauens ... und dafuer kann meiner lbl mutter dann aber wieder kein vorwurf gemacht werden ...) gerettet ... mir erzaehlte sie, sie haette mich selber an einen ort verbracht, um mich weiter zu vermitteln ... die faktenlage ist aber, dass sie gar nichts dergleichen getan hat ... sie hat vielmehr zugelassen, dass ich bei den leuten, vor denen sie weg wollte, fast zugrunde gegangen bin ... und sie haette mich sogar auf dauer dort belassen ... nun ist meine konklusion die: nachdem sie ja nach daenemark wollte, hat sie vermutlich damit gerechnet, dass ich diese "pflege" nicht ueberleben moege ... 1986: "die haben dich immer ins spital gebracht ..." ... und ... wer faehig ist, mehrfach vor einer behoerde zu erscheinen (fuenf wochen nach meiner geburt und dann wieder ein paar tage vor meiner weiteren spitalseinweisung ...), der ist auch faehig diese behoerde zu ersuchen, einen anderen pflegeplatz zu suchen, weil ich eben - wie sie ja wusste - schon in spitalsbehandlung war ...
meine schlussfolgerung ist also: als meine lbl mutter erkannte, dass mein lbl vater sie nicht zu sich holen wuerde, wollte sie OHNE MICH in die andere richtung auswandern (aus daenemark hatte sie mein lbl vater zu sich nach heidelberg geholt, dorthin wollte sie zurueck in die familie, in der sie gearbeitet hatte vermutlich ... aber da war fuer mich mit sicherheit kein platz!!!) ... und ihre hoffnung ging dahin, dass ich jene katastrophen-pflege nicht ueberleben soll ... sie musste zudem erkannt haben, dass damals und in der dortigen umgebung mein leben als besatzungs-bastard sowieso keinen pfifferling wert war und im grunde niemanden - nicht einmal die behoerde wirklich - interessierte ... ICH WAR IHR IM WEGE ... wie dann auch den rest ihres lebens ... die erste begegnung hatte mein leiblicher grossonkel herbeibefuehrt ... bei ihm wuchs sie auf, und auch er hat komplett versagt und sie allein gelassen damals ... auch er waere verpflichtet gewesen, ihr und mir zu helfen!!!! ... UND SIE IST ABGEHAUEN NACH DTL UND MUSSTE GESUCHT WERDEN, um eine unterschrift von ihr zu bekommen ... schliesslich fand sie sich ein und hat unterschrieben ... daraufhin hatte ich immerhin bis zum tod meiner spaeteren a-mama sieben wunderschoene kindheitsjahre ...
so war das ... und ... das ist natuerlich keine tragfaehige basis fuer reunion ...
so, bianka, jetzt hab ich es fuer dich noch einmal aufgeschrieben ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: Die Rache der Adoptierten
Verfasst: Di Aug 05, 2008 19:31
siehst du ...,
du hast mir wieder einmal gezeigt, dass es dir um's verstehen und besser verstehen geht, dass du auch bereit bist, deine eigenen gedanken immer und immer wieder zu hinterfragen ... das mag ich so sehr an dir!!!!
dass die wiedergefundenen einander - vielfach auch ohne es zu wollen - weh tun, liegt in der "natur" der sache ... bonnie hat es unglaublich gut in worte gefasst ...
in einem gebe ich dir natuerlich auch recht: ich hatte phasenweise ungeheure wutgefuehle gegen meine leibliche mutter und viele male habe ich meiner therapeutin gesagt, dass ich sie am liebsten auf einen sessel binden, an die wand stellen und ihr immer wieder auf's neue ins gesicht schreien wollte, was sie mir ein leben lang angetan hat ... gesteigert hat sich mein zorn auch durch ihren konsequenten entzug ... in meiner perspektive hat sie sich ein leben lang in der hauptsache entzogen, aus dem staub gemacht, ihr leben weiter gelebt, ohne mich ... ABER: es waere mir nie eingefallen, fortdauernde aktionen zu setzen, die ihr leben komplett aus der bahn geworfen haetten!!!!!
freue mich schon auf dich!!!!
liebe gruesse
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: Die Rache der Adoptierten
Verfasst: Mo Aug 04, 2008 20:49
...,
du weisst, ich konnte und kann vielen deiner gedanken zu adoption folgen, in vielem hast gerade du meine augen geoeffnet!!!! ich weiss auch, dass es dir um das verstehen der zusammenhaenge geht!!!!!!!
aber ... was diese aussage ueber "rache" anlangt, darin kann ich dir nicht folgen ... und auch das darf in einem diskurs durchaus sein!!!
ich sehe in dem, was du als "rache" von adoptierten bezeichnest ist vielmehr das verzweifelte bemuehen von adoptierten, endlich zu zeigen, dass sie handlungsmaessig auf gleicher ebene stehen, dass sie nicht mehr jenes der eigenen leiblichen mutter hilflos nach ihrer zuwendung schreiende wehrlos anheim- und dann fortgegebene wesen sind ...
es fehlt die betreuung bei den reunions auf allen seiten, es fehlen gute MEDIATOREN, die kommunikationsuntiefen (durch fehlende geinsame sozialisation, traumata, aengste, missverstaendnisse etc. etc. etc.) UEBERBRUECKEN helfen!!! und das muessen ganz UNABHAENGIGE fachleute sein, solche, die an keiner stelle im adoptions-drei-bis-viereck eingebunden sind ...
unter rache verstehe ich etwas ganz anderes (das hat mir auch meine tochter klar gemacht!!!!): unter rache verstehe ich ganz gezielte massnahmen, die da fortgesetzt umgesetzt werden und die dazu angetan sind, das leben des anderen in seinem wirkungskreis zu zerstoeren. und das wage ich in meinem fall zu behaupten, das habe ich auch in bezug auf meine leibliche mutter niemals getan!!!! ich habe sie in den vergangenen zwanzig jahren vielleicht vier mal - wenn's hoch - geht angerufen. das letzte mal vor sieben jahren.
deine soeben an bianka geschriebene antwort angeht, kann ich sehr gut nachvollziehen!!!!
wie ich schon oftmals sagte: ich werde niemals meine a-eltern irgend etwas vorwerfen, zu gluecklich war ich mit ihnen und zu sehr liebte und liebe ich sie!!! (meine a-eltern haben seinerzeit sogar besuche von meiner leiblichen verwandt- schaft empfangen, ohne mich davon wissen zu lassen ... sie haben eine vornnamens- aenderung beim standesamt unterlassen, um keine unnoetige bewegung in meinen fall zu bringen, sie mussten mich einfach schuetzen und sie haben es getan. die leibliche familie, inklusive meiner leiblichen mutter, hat mein leben aufs spiel gesetzt. auch das wird eben immer fakt bleiben!!!!)
ich verurteile aber eine ganze gesellschaft, die ein regelwerk geschaffen hat, das adoption zu derart bestialischen bedingungen realisiert, da bin ich voll und ganz bei dir!!!!
liebe gruesse und auf bald ;-))))) you know what i mean
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: Die Rache der Adoptierten
Verfasst: So Aug 03, 2008 19:36
nein ...,
ein adoptierter wird sein ganzes leben niemals zur tagesordnung uebergehen koennen, denn die adoptions-wunde brennt solange irgend ein gefuehl noch am leben ist ...
und du darfst die wucht und wirkung der selbstdarstellung der adotpionalen umwelt beim adoptierten menschen nicht unterschaetzen, auch diesen - im grunde ihn so vielfach verachtenden - geistigen emanationen war/ist der adoptierte mensch ausgeliefert ...
ich frage dich, was haetten denn meine a-eltern tun sollen ... weil sie mich zu sich genommen haben, wurde mein leben GERETTET, das meine leibliche mutter GEZIELT AUFS SPIEL GESETZT HATTE ... und ich habe hochachtung vor allen a-eltern, die IN LIEBE sich um ein fremdes kind annehmen, vorausgesetzt, sie tun dies dem GANZEN KIND zuliebe (will meinen mit seiner ganzen herkunft: ich hoere nicht auf, auszudruecken, dass es rechtliche konstruktionen geben muss, sie koennen mit bestimmtheit geschaffen werden, die herkunft im vollen umfang erhaelt und mit adoptionalen zusaetzen schuetzend huellt!!!!)
also, meine leibliche mutter hat da wirklich MIST gebaut, zwangslage hin oder her ... ohne meine adoptiv-eltern waere ich nicht - mehr - am leben ...
ich bin NICHT GEGEN ADOPTION, sondern ich bin gegen die FORM der adoption, die auf HERKUNFTS-VERNICHTUNG (information, identitaet, geschichte, rechte) beruht ... und ich bin so lange gegen adoption, als irgend eine tragfähige option am leben gehalten werden kann, dass eine leibliche mutter IN LIEBE ihr kind selber aufziehen kann!!!!! ... und ich bin - das habt ihr mir beigebracht - fuer einen menschenwuerdigen umgang mit den herkunfts-eltern/familien!!!)
mit unseren wunden sollten wir gegenseitig doch sehr vorsichtig und respektvoll umgehen ... ich sage das auch zu mir selber, denn auch ich habe menschen da nicht verschont, wenn es mir um die sog. wahrheit ging ...
liebe gruesse an dich
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: Die Rache der Adoptierten
Verfasst: So Aug 03, 2008 19:09
...,
diese schemata mögen da und dort zutreffen, allerdings sehe ich als handlungsmotiv auf seiten des adoptierten menschen weniger rache als vielmehr den wunsch bzw. das bestreben, handlungs-oberhand zu gewinnen, souverän auf handlungsebene zu werden, denn schliesslich - so erlebte ich es jedenfalls - gehoerte fuer mich zum demuetigendsten meines lebens die tatsache des abgestossen-werdens, ganz am anfang als vollkommen wehrloses wesen und dann in den reunions erneut ... wer als adoptierte/r diese emotionale flipper-kugel-situation einmal ueber sich ergehen lassen musste - unbetreut besonders schlimm - der/die weiss, dass dies zu den ganz schlimmen erfahrungen des lebens zaehlt ... das einstmalige trauma fuehrt zwangslaeufig in eine unkontrollierbare folge von retraumatisierungen ... und ausdruck davon koennen sowohl flucht als auch der suizid-hilferuf sein (quasi als letzte moeglichkeit, souveraen zu handeln ... i.s. jean amery) ... es ist weniger rache als ein ganz grosser aufschrei ueber die tragik des eigenen lebens ... auf grund mangelnder kenntnis der situation der eigenen leiblichen mutter rund um die zeit der adoption sowie in gaenzlicher unkenntnis ueber die barbarei des adoption-systems wird die leibliche mutter, die ja "die unterschrift" geleistet hat, vielfach zur hauptverantwortlichen deklariert, emotional sowieso, und dann auch rechtlich etc. ...
was fuer mich zu den entwuerdigendsten erfahrungen von reunions zaehlte, war, dass meine leiblichen familien in den usa einfach ihre normalen familienleben weiter lebten - im wissen, dass ich jenseits des teiches am abgrund entlang wankte - und - v.a. auf seiten der leiblichen mutter - NICHT IM TRAUM DARAN DACHTE - mir auch nur einen einzigen schritt (bitte nicht monetaer, das haette ich von ihr nie erwartet, eher, dass sie mich vielleicht alle monate einmal anruft und fragt, wie es mir geht und ob ich es schaffe, aber sie hat es nicht getan, offenbar weil sie befuerchtete, sie koennte helfen sollen ...) entgegen zu kommen ...
ich habe meine leiblichen eltern IMMER als die STAERKEREN erlebt, IMMER WAREN ES IHRE INTERESSEN, DIE WICHTIGER WAREN ALS MEINE ... EIN LEBEN LANG ... und so geht man/frau einfach nicht mit seinem leiblichen kind um ...
vielleicht waeren die dinge besser verlaufen, wenn hier allseits kompetente betreuung anwesend gewesen waere ... war sie offenbar NIRGENDWO ... nicht einmal der mich zum damaligen zeitpunkt betreuende arzt hat hier be-schuetzend und auf-klaerend und beruhigend gewirkt ...
wir sollten nicht vergessen, dass adoptierte DIE TOTALEN OPFER des a-systems geworden sind ... herkunfts-muetter sind vielfach auch opfer geworden, dennoch konnten viele noch einigermassen selbstbestimmt ihre eigenen vorstellungen im leben realisieren, aber fuer den/die adoptierten begann ein leben in der TOTALEN AUSLIEFERUNG SEINER GESAMTEN PERSON (emotional, geistig, physisch, materiell, gesellschaftlich, rechtlich ...)
liebe gruesse
margaretha rebecca
p.s.: schon viele, viele male habe ich mir gewuenscht, ich waere niemals gefunden worden, sondern ich haette selber suchen koennen, denn dann haette ich im handlungsablauf einigermassen souveraen bleiben koennen ... meine erwartungen waren sowieso am NULLPUNKT ... und ich haette sie aus eigenem NIEMALS HOCHGESCHRAUBT!!!!!

Betreff des Beitrags: Re: Adoption - gesellschaftlich uninteressant
Verfasst: Fr Aug 01, 2008 18:40
...,
WIESO sollte sich die gesellschaft denn fuer uns adoptierte interessieren, sie hat uns ja in die VERSENKUNG verschwinden lassen (ebenso wie EUCH!!!) ...
die grundversorgung fuer die zeit des aufwachsens ist einigermassen sichergestellt, also was soll's ...
these are facts
liebe gruesse aus vienna
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: ich hab´s getan und war doch feige
Verfasst: Fr Jul 18, 2008 10:07
ich haette/habe ZU KEINEM ZEITPUNKT in meinem leben ein problem damit gehabt, dass meine leiblichen eltern aus den sog. "unteren schichten" stammen. taten sie nicht (auch die leibliche mutter war keine sog. "asoziale" ... welch ekelerregender begriff fuer menschen, die einfach in not geraten und/oder geblieben sind!!!!f), aber wie gesagt, fuer mich kein problem. im gegenteil, eine moegliche zwangslage haette eher mein verstaendnis fuer die entscheidung der leibl. mutter, mich in die adoption zu geben, geweckt, mein solidaritaetsgefuehl etc. ...

Betreff des Beitrags: Re: Adoption und Sklaverei
Verfasst: Mi Jul 16, 2008 07:56
(...)
p.s.: menschen - adoptierte - deren herkunft (identitaet, geschichte, rechte) via adoption in die versenkung geschickt wird (ist heute eine globale praxis!!!!!!!!!!!), sollen doch gefaelligst "froh, gluecklich und dankbar" sein ohne ende, dass sie es - unter den gegebenen umstaenden (herkunfts-situation) noch sooooo gut getroffen haben und ... deshalb "eruebrigt" sich fuer "die gesellschaft" eine auseinandersetzung mit der herkunfts-situation (via adoption wird ja ein herkunfts-RAUB praktiziert und ge-recht-fertigt wird er mit der UNTERSCHRIFT der herkunfts-mutter!!!!! bzw. mit behoerdlicher ersetzung). sollen diese von ihr en gros als "bastarde" (seinerzeitige von mir im internet in einem gaestebuch, also oeffentlich und fuer alle anonymen leser einsehbar!!!!, aufgefundene und hier schon bekannt gemachte formulierung für diese menschen war/ist ja "sexueller abfall") eingestuften ENDLICH RUHE GEBEN!!!!! DENN SIE HAETTEN ES JA - z.b. als HEIMKINDER, sexuelle und arbeitssklaven z.b. - noch viiiiiiiiiiiiel schlechter treffen koennen.
wie ich schon viele male betont habe: ICH BIN NICHT GEGEN ADOPTION GENERELL, ABER ICH BIN GEGEN EINE ADOPTIONSPRAXIS, DIE AUF DER GEZIELTEN ZERSTOERUNG VON HERKUNFT BERUHT, auch auf der rechtlichen ebene darf herkunft durch adoption nicht ausgeloescht werden!!!!!!!!! (und somit weltweit einen unglaublichen missbrauch am adoptierten menschen erst ermoeglichen ... wenn wir etwa an kinderhandel, "privat- adoptionen", adoptionen zum zweck des organhandels und/oder sexuellen missbrauchs denken ... das gibt es ja alles zuhauf ... und ermoeglicht wird dies WESENTLICH durch die AUSLOESCHUNG von herkunft!!!!!)

Betreff des Beitrags: Re: Das Verkraften von Adoption
Verfasst: Mo Jul 14, 2008 20:10
liebe ...,
es macht es mir um einiges "leichter", die tatsaeche des weggegeben-worden-seins zu "akzeptieren", indem ich es eben als resultat einer absoluten zwangssituation einordnen und es so als ergebnis einer zwangshandlung meiner leiblichen mutter erkennen kann (eben aus grosser not meiner leiblichen mutter geboren). was ich niemals verzeihen koennte, waeren "selbstverwirklichungs-argumente" (studium fertig machen etc. etc.), denn schliesslich wurde ich ja in eine art "sklaverei" hinein- geworfen ...
der SCHMERZ ueber die totale ausgliederung aus meinen leiblichen familien, ueber die nachmaligen ablehnungen, der CHRONIFIZIERTE SCHMERZ durch eine unausgesetzte folge von retraumatisierungen im laufe der adoption (dafuer kann die leibliche mutter dann am allerwenigsten, wird aber - aus der emotion heraus - vom adoptierten menschen vielfach - wegen unterschrift, fortgesetztes distanzverhalten und so und ueberhaupt - dafuer verantwortlich gemacht), die DEMUUETIGUNG durch ein leben als mensch "zweiter bis letzter klasse", DIESE SCHMERZEN LASSEN SICH DURCH REIN GAR NICHTS WEG-UEBERLEGEN, SIE BLEIBEN EIN LEBEN LANG SCHMERZEN ... ja, auch hier haben wir "lebenslaenglich" eingefangen ...
that's the way it is
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: Petition - Die Ablehnung
Verfasst: So Jul 13, 2008 20:25
KINDER FÜR ELTERN ALSO und nicht eltern fuer kinder!!! das kommt doch da ganz klar als absichtserklaerung heraus ...
die schlussbemerkung zum thema menschenwuerde und menschenrechte ist arroganz, präpotenz und zynismus pur!!!!
adoption unter SOLCHEN voraussetzung basiert auf der PERMANENTEN VERLETZUNG DER MENSCHENWUERDE UND MENSCHENWUERDE VON ADOPTIERTEN UND ABGEBENDEN ELTERN!!!!!
ich persoenlich jedenfalls sehe dies aus meiner eigenerfahrung heraus genau so!!!!!(obowohl in oesterreich noch rechtsverwandtschaft zu leiblichen eltern aufrecht bleibt - ueber die absicht des gesetzgebers will ich mich nun nicht auslassen, auch nicht darueber, dass fuer die legistische ausarbeitung der vertraglich geregelten adoption angeblich ein vertragsentwurf fuer gebrauchtartikel herhalten musste - wird weitgehend INKOGNITO praktiziert, was ja auch wiederum eklatante rechtsverletzungen nach sich zieht!!!!) ich frage mich immer deutlicher, WER MICH FUER ERLITTENES UNRECHT UND FUER MASSIVE PSYCHO-SOZIALE UND RECHTLICHE FOLGESCHAEDEN DURCH DIE ADOPTION ENTSCHAEDIGT?????!!!!!!
es ist immer wieder geradezu EKELERREGEND, WAS EINEM DA AN UNWUERDIGKEIT UND VERACHTUNG, ZWEIT- BIS LETZTKLASSIGKEIT EIN LEBEN LANG ZUGEMUTET WIRD ...

Betreff des Beitrags: Re: Petition - Die Ablehnung
Verfasst: So Jul 13, 2008 13:12
auch ich habe ehrlich gesagt nicht viel anderes erwartet, denn da ist "man" sich der eigenen sache sehr, sehr sicher, schon von allem anfang an ...
da ist ein zynismus am werk, der schwer zu durchbrechen ist ...
ganz klar tritt auch zu tage, WESSEN interessen da mit schwergewichten verteidigt werden ... und ... WO da die positionen von jenen sind, welche ihre kinder PER UNTERSCHRIFT "zur verfuegung" stellen ... "sie haben es ja nicht anders gewollt" ... mit ihrer unterschrift nehmen die abgebenden auch noch die rechtliche gesamtverantwortung auf sich ... WIE diese unterschrift zustandegekommen ist, interessiert schlicht nicht mehr ... "also, was wollen die da denn ueberhaupt noch ..."
... und das firmiert dann noch unter dem euphemismus "gleichstellung" mit der rechtsposition leiblicher kinder ...
und es zeigt auch, welche FINALE rechtsposition dem adoptierten menschen zugedacht ist ... ER HAT NUR NOCH DAS KIND DER ADOPTIV-ELTERN ZU SEIN ... ohne wenn und aber, auf gedeih und verderb, ob ihm/ihr das einst passt oder nicht, ist vollkommen egal ...
umso wichtiger, dass weiter die adoptions-finsternisse und -abgruende aufgezeigt werden!!!!!
und ... ich rufe all jenen frauen, die nicht sicher sind, was sie tun sollen, zu: lasst euch eure kinder nicht abschwatzen, wegnehmen, auch wenn's schwer werden sollte, behaltet sie bei euch und in euren familien, liebt sie und sorgt gut fuer sie ... viele von euch gaben/geben aus liebe eure kinder in die adoption, diese liebe reicht auch aus, das kind selber aufzuziehen!!!!! (die liebes- und erziehungsunfaehigen leiblichen eltern sind ja nicht die grossen "sponsoren" per "unterschrift"!!!)

Betreff des Beitrags: Re: Geht mir gerade durch den Kopf...
Verfasst: So Jul 13, 2008 10:43
"(...)Unserem Staat scheint nicht bewußt zu sein, dass es erwachsene Adoptierte gibt, die ihren Status nicht kennen."
doch, doch ..., das wissen die verantwortlichen sehr wohl, aber sie verfolgen ihre eigenen ziele und haben dazu ihre eigenen plaene!!!!
herkunftsraub (entleibung auf psychischer, intellketueller, informations- und rechtlicher ebene!!!!!!!!!!) ist bei der sog. vollstaendigen eigliederung in eine neue familie conditio sine qua non!!!!!
wie ich schon einige male sagte: je laenger und praeziser ich ueber adoption als sozio-krisenmanagement und familienplanungsinsstrumentarium nachdenke, umso uebler wird mir mit blick auf das sog. kindeswohl ... und ... mit blick auf viele, viele leibliche muetter, aber auch manche leibliche vaeter und so manche herkunfts-familie, die urspruenglich ganz und gar nicht an adoption eines ihrer mitglieder interessiert war/ist!!!!!

Betreff des Beitrags: Re: Geht mir gerade durch den Kopf...
Verfasst: Sa Jul 12, 2008 17:15
(...)
die fortpflanzungs- und familieningenieure und ihr cilentel wollen ohne ethische einschraenkungen erschaffen und zusammenfuegen, was IHNEN geeignet erscheint!!!!
der PRODUZIERTE und durch und durch MANIPULIERTE und MANIPULIERBARE MENSCH am gaengelband anderer ist das angestrebte ziel ...
da sind wir adoptierte doch schon seit jahrzehnten ein hervorragendes EXPERIMENTIERTFELD DAFUER ... anhand von uns lernen sie doch nur, wie sie in zukunft die arrangements entlang ihrer interessen zu optimieren haben!!!
p.s.: was wundert uns denn, dass wir als herkunfts-menschen von so gut wie niemandem mehr wahrgenommen, geachtet und respektiert werden ... UND ... mit einem menschen, dem eine ganze gesellschaft SICH SELBST ABGESPROCHEN UND ENTEIGNET (=verbrecherischer Raub!!!) hat, kann man/frau, kann eine ganze gesellschaft auch in der folge tun und lassen, was einem/ihr beliebt ... darin sehe ich einen wesentlichen grund fuer die latent allseits vorhandene verachtungshaltung gegenueber adoptierten in der gesellschaft, ebenso sehe ich darin die menschenverachtende willkuer begruendet, mit der adoptierte bei ihrer herkunfts-suche in so vielen, vielen faellen konfrontiert sind ...
p.s.': apropos amerikanische verhaeltnisse ... wie ernst nimmt es ein land denn mit der menschenwuerde, das ado-"partys" zulaesst, bei denen zur verfuegung stehende - meist aeltere verlassene - kinder an a-interessierten vorbei defilieren laesst, damit diese sich ein passendes produkt fuer ihre private lebenszufriedenheits- maximierung finden und sogleich abtransportieren koennen ... (die bilder des sklavenhandels steigen vor meinem inneren auge auf!!!) auch mit der menschenwuerde IHRER (der von ihnen im feindesland fallengelassenen) besatzungskinder nimmt es die leading nation in the world ja nicht gerade sehr ernst!!!!!

Betreff des Beitrags: Re: an P... Verfasst: Di Jul 08, 2008 22:21
adoption "aus niederen beweggruenden" hat halt auch ihre "schatten"seiten ...
je laenger ich ueber adoption nachdenke und je mehr ich auch lese bzw. NICHT lese, was a-eltern zu ganz bestimmten dingen dazu sagen bzw. NICHT sagen (zum beispiel zum thema herkunfts-RAUB), umso DEUTLICHER tritt die GANZE adoptionsWAHRHEIT vor mich hin ... umso mehr erkenne ich ihre VERBORGENE LOGIK :::

Betreff des Beitrags: Re: Das grosse Schweigen, der lämmer
Verfasst: Di Jul 08, 2008 22:16
wut bis hass auf die eigene leibliche herkunft sind teil der - kalkulierten - adoptions-sozialisation, das gehoert sozusaben zum immanenten "programm" das schliesslich als pas (parental alienation syndrome ... ein krankheitsbild) erkennbar wird ... entsprechend schwer ist es fuer adoptierte, welche erfolgreich auf die selbst-ablehungsschiene (bzgl. leibliche herkunft) gehievt wurden und sich auf dieser identitaetsspur "heimisch" gemacht haben und machen, den weg ZURUECK zur EIGENEN herkunft anzutreten, die ent-taeuschungen der selbst-und-fremd-taeuschungen auszuhalten, sich den ganzen alten und stets neu hinzukommenden traumatisierungen noch einmal face to face zu stellen ... UND ... EVENTUELL ... ENDLICH ... zu einem POSITIVEREN BILD der EIGENEN leiblichen herkunft zu gelangen, emotional (was am schwierigsten ist), intellektuell ...
ihr lieben herkunfts-muetter hier in diesem forum, die ihr euch endlich kontinuierlich hier oeffentlich zu wort meldet, dies nun seit einigen jahren schon ... brigitte hat fuer euch in der ersten zeit ganz allein gekaempft, bianka hat nach dem ersten vernichtungsschlag gegen diese kritische aufarbeitung von adoption (erzwungene schliessung des vorgaengerforums) ein herz und allen mut gefasst und DIESES forum ins leben gerufen ... also, ihr herkunfts-muetter, die wir euch nun endlich zu mehreren kennenlernen durften und sehen koennen, dass ihr so tolle, bewundernswerte frauen seit, die so ganz und gar sich nicht GEGEN das zur adoption gegebene kind sondern FUER das kind entschieden haben, in der - gut- und blauaeugigen annahme, das unter den gegebenen umstaenden buchstaeblich BESTE fuer das kind zu tun - ihr herkunfts-muetter leistet auch einen so wichtigen beitrag
1. fuer jene vielen, vielen, vielen, die es nicht wagen, den sicheren schutz der anonymitaet zu verlassen, fuer sie sprecht ihr ebenso (von jenem - geringen - prozentsatz abgesehen, die sich tatsaechlich absolut nicht mehr um ihre kinder kuemmern) ... schon aus diesem grund ist die verknuepfung entweder adoption oder getoetete kinder in dieser form absolut nicht zulaessig!!!
2. ihr tut es aber auch fuer uns adoptierte, denn wir koennen endlich eine ahnung davon erhalten, wie es um denjenigen menschen seelisch, geistig und sozial bestellt war und ist, der uns geboren und zu fremden eltern gegeben hat ... ihr tut es auch fuer die wuerde der adoptierten ... (so viel zur ehre des adoptierten menschen)
DANKESCHOEN an euch fuer euren mut, eure kraft, eure wahrhaftigkeit ...

Betreff des Beitrags: Re: studien und statistiken
Verfasst: Fr Jul 04, 2008 22:42
"ja den fand ich auch bemerkenswert, mit keinem wort werden in den abschnitten, die sich auf D beziehen, die folgen des inkognitos erwähnt"
ja, es scheint einfach "niemand" mehr "etwas" dabei zu finden, unter bestimmten rahmenbedingungen einem menschen seine gesamte herkunft abzusprechen, sprich zu RAUBEN ... DESHALB hat dieses fakt auch KEINERLEI FOLGEN ZU HABEN!!!! staaten ueber den ganzen erdball, deren wesentliche gesellschaftliche instanzen bis hin zu den meisten menschen koennen nichts "abnormes" dabei finden, dass herkunft zu verschwinden hat, wenn ein "armseliges menschlein" ja ins "schlaraffenland" geholt wird ... die angestammte identitaet (+ geschichte, + rechte) wird ja eingetauscht gegen ein vergleichsweise hochprivilegiertes gesellschaftliches dasein ... dass es sich dabei um einen - gar nicht immer so goldenen - fest verschlossenen kaefig handelt, kuemmert der einfachheit halber auch nicht mehr ... manchmal frage ich mich: ist das wirklich bloss die sprichwoertliche gedankenlosigkeit und naivitaet ... ODER ... WISSEN SIE DENN SEHR WOHL, WAS SIE TUN (was ich eher annehme, will heissen, ich bin vollkommen ueberzeugt davon!!!!) und fuer letzteren fall ... sorry ... da wird mir nun aber wirklich endgueltig uebel, wenn ich mir diese fassadenspiele mit dem "kindeswohl" vor augen fuehre!!!! ADOPTION - UNTER DIESEN MENSCHENVERACHTENDEN INKOGNITO-BEDINGUNGEN FORTGESETZT AN MENSCHEN VERBROCHEN - IST EINE STRAFMASSNAHME FUER ARMUT UND REGELWIDRIGES VERHALTEN, und das scheint - informell wenigstens - weltweit als "rechtens" erachtet zu werden ... "dem der nicht hat, wird noch genommen, was er hat ..." ... den armen wird alles genommen, auch ihre kinder werden ihnen genommen ... durch adoption in den meisten faellen fuer immer und zumeist ohne chance auf reversibilität ...
ok, ich muss jetzt aufhoeren, darueber weiter nachzudenken, sonst bin ich - wieder einmal deswegen - um meinen schlaf gebracht ...

Betreff des Beitrags: Re: Die Ehre des Adoptivkindes Verfasst: Di Jul 01, 2008 23:06
(...)
ich empfehle diesen sich weiss gott wie "christlich" "ueberlegen" und auf der "richtigen" seite der "gesellschaft" fuehlenden und wissenden (!!!!) adoptiv-eltern und sonstigen adoptions-akteuren (so sie sich in ihrem selbstverstaendlich tatsaechlich auf christliche werte beziehen) DIE JESUANISCHE DEMUT (zu WEM ist jesus denn ZUERST gegangen, wessen wuerde hat er entgegen heftigsten widerspruch auch seiner weggefährten be- und geachtet???? es waren die in not geratenen, von der uebrigen gesellschaft ausgestossenen, verachteten ... warum wird dies von diesen "christen" denn gerne soooo gruendlich vergessen!!!) IN RICHTUNG DER HERKUNFTSELTERN ... ansonsten nehme ein pseudo-christliches geschwafel einfach nicht ernst, geschweige denn zur kenntnis, und schon gar nicht zur beachtung ;-))))
dieses ueberlegene, arrogante, nachmalig verletzende gehabe, das ist es, was mich zur ironie und zur kritik daran herausfordert ... und das darf denn wohl sein ... oder?!!!!

Betreff des Beitrags: Re: Die Ehre des Adoptivkindes
Verfasst: Mo Jun 30, 2008 10:34
herkunft gehoert dem adoptierten zunaechst einmal ganz allein, im such-und-wiederfindungsvorgang haben da auch die a-eltern tatsaechlich vollkommen nachrangige bedeutung und zunaechst - zumindest wenn der/die adoptierte sich aals volljaehriger muendiger buerger auf den weg macht - rein gar nichts verloren. hier erwarte ich mir einen respektabstand von den a-eltern. es muss ihnen ja von anfang an klar sein, dass sie NIEMALS die stelle der leiblchen eltern im vollen umfang einnehmen konnten und koennen. so viel respekt vor dem adoptierten menschen sollte vorhanden sein, dass a-eltern zu verstehen geben (ich kenne auch solche geschichten!!!!), geh du nun deinen weg ... wir sind da fuer dich, wenn du uns brauchst ... und selbstverstaendlich freuen wir uns, wenn du uns einmal FREIWILLIG darueber berichtest, wie sich dieser dein weg gestaltet ... ABER wir wollen uns da nicht hineindraengen, aufdraengen, mitmischen etc. (dass die entwuerdigende gesetzeslage ja ganz anders aussieht, wissen ja in den meisten faellen zunaechst auch wieder nur die a-eltern ... na ja ...). deine HERKUNFT gehoert dir und du hast DEIN RECHT darauf!!!! im normalfall wird jede/r adoptierte - so ein einigermassen gutes verhaeltnis zu den a-eltern da ist - irgendwann das grosse beduerfnis haben, seine a-eltern "mit ins boot zu holen", aber eben nicht unter dem vorzeichen: ich muss jetzt meinen a-eltern andauernd beweisen, wie wichtig sie fuer mich sind, wie sehr ich zuallererst nur sie lieb habe, dass sie meine "eigentlichen" eltern sind, dass sie mich niemals verlieren werden etc. etc. etc. das sind ja dann schon wieder alles impacts die ein wirklich befreites zugehen auf die leibliche herkunft (das auf grund der entfremdung, dem ur-trauma und all der a-folgen ohnehin ohne gute fachliche begleitung und betreuung kaum zu schaffen ist!!!) ... DAS AUFFINDEN DER LEIBLICHEN HERKUNFT IN SICH UND IN FORM VON ENDLICH STATTFINDENDEN BEGEGNUNGEN MIT LEIBLICHEN ELTERN UND VERWANDTEN DARF AUF KEINEN FALL DURCH WEITERE PROBLEMFAKTOREN GESTOERT WERDEN, WENN SIE AUCH NUR EINEN FUNKEN CHANCE AUF POSITIVE ENTWICKLUNG HABEN WILL!!!!!
dass man/frau halbwuechsige suchende adoptierte menschen als a-eltern nicht einfach sich selbst ueberlassen kann, versteht sich von selbst!!!!!!!!

Betreff des Beitrags: Re: Adoptionsdramen
Verfasst: Mo Jun 30, 2008 10:18
genau, die trennung von der leiblichen mutter durch adoption ist ein schweres trauma, mit LEBENSLANGEN folgen in JEDEM fall ...
allerdings verwahre ich mich dagegen, den eindruck zu erwecken, dass zwanglaeufig aus jede/m/r adoptierten ein/e moerder/in werden koennte ...
welches "schwierige" psycho-potential da allerdings durch herkunfts-raub, dauer-heimlichkeiten betr. herkunft, dauer-abwertung der leiblichen herkunft, nevern-ending-opfer-rolle, extreme überstrapazierung des emotionalen faktors als bindungskit (der ja jederzeit - im gegensatz zur biologie - ins nichts zerbroesln koennte), der nicht selten in eine emotionale und intellektuelle dauererpressung des adoptierten menschen muendet, somit auch erzieherische dauerüberforderung der a-eltern, niederträchtige behandlung bei der herkunftssuche etc. etc. etc. ebenso dauernd erzeugt wurde, wird und werden wird, sollten sich die "verantwortlichen" fuer dieses fuer den adoptierten menschen unwuerdige adoptions- procedere einmal etwas naeher vor augen fuehren ... einmal ganz abseits einer suesslichen maerchen-welt (wir haben einander ja soooooo lieb, wie gluecklich duerfen wir alles ja sein ... wie sehr durfte da geholfen werden ....... ), welche - fuer die adoptierten wenigstens (jedenfalls spreche ich von mir selber!!!! - vielfach zu einer fluchtwelt aus einer schier unertraeglichen und knallharten dauerrealitaet geworden ist, an die man/frau sich mit allen kraeften klammert, um nicht endgueltig vom sumpf aus erniedrigung und qual verschluckt zu werden ...

Betreff des Beitrags: Re: Die Ehre des Adoptivkindes
Verfasst: So Jun 22, 2008 08:02
Zur Ehre eines adoptierten Menschen kann jedenfalls nicht die totale Entrechung hinsichtlicher der Herkunft gehoeren!!!!
Zur Ehre von adoptierten Menschen kann auch nicht gehoeren, sie bis zum Tod als Adoptiv"KINDER" zu bezeichnen, also auf sprachlicher Ebene wird seine Ehre verletzt!!!!

Betreff des Beitrags: Re: Soldaten und ihre "ausländischen" Kinder
Verfasst: Sa Jun 21, 2008 22:58
(...)
ist genau dieses faktum, und dasjenige, dass bestimmte soldaten - wie mein leiblicher vater - diesen umstand eiskalt ein leben lang fuer sich ausnutzen (denn schon "vor ort" wissen sie i.d.r. (im fall meines leiblichen vaters bin ich davon ueberzeugt!!!), dass dies so gehandhabt wird, was mehr oder weniger einem persilschein fuer die unterhalts-folgenlosigkeit in folge "notgedrungener" sexueller aktivitäten gleichkommt), also genau dieses faktum ist es im wesentlichen, das mich veranlasst hat, meinen leiblichen vater dermassen schonungslos auf meiner privaten hp zu outen!!!! es war meine einzige moeglichkeit, meine ohnmacht gegenueber ihm zu ueberwinden!!!!!

Betreff des Beitrags: Re: Adoptiveltern und das Katz und Maus Spiel
Verfasst: Sa Jun 21, 2008 15:10
(...) "die bevormundung geht also weit über den tod hinaus! demzufolge wurde das a-gesetze bewußt so angelegt, daß den darüber entscheiden könnenden kaum mehr (für betroffene) nachvollziehbare 'spiel'räume belassen sind ..."
und u.a. genau DIESE - fuer mich zunaechst in ihrer adoptierten-verachtenden dimension kaum realisierbaren - BESTIMMUNGEN UND PRAKTIKEN sind es, die mich in ein DAUERHAFT FASSUNGSLOSES ENTSETZTES UND IMMER WIEDER MICH BEINAH BETAEUBENDES "ERSTAUNEN" versetzt haben und versetzen ... es sind in alle "ewigkeit" die "anderen" "machthaber" (gesellschaftliche administratoren, a-eltern), welche die herkunft der/s adoptierten dauerkontrollieren ... !!!!!!!!!!!!!!!!! DAS IST EINFACH KAUM ZU FASSEN, WENN MAN/FRAU DIESEN FAKTEN GEDANKLICH AUF DEN GRUND GEHT UND ERKENNT, WO DIE EIGENE POSITION DABEI IST ... (denke dabei an die serie "roots", welche ich in letzter zeit gelegentlich in arte angesehen habe ... was haben die sklavenhaendler und -halter mit "ihren" ihnen gaenzlich unterworfenen u.a. gemacht? sie haben auch ganz gezielt ihre herkunft ausgeloescht und ihnen neue identitaeten verpasst ... ihnen jegliche herkunft enteignet, sie hatten nur mehr fuer den/die neuen herr/e/n da zu sein und in deren interesse zu funktionieren ... jeder ausbruchsversuch aus dieser "neuen welt" wurde bestialisch bestraft)
von den grundlegenden und dauerwirksamen strukturen her sind adoptierte ebenso restlos an die neue gesamtrealitaet bedingungslos ausgelieferte (nicht bedingungslos geliebte!!! wie uns gerne vorgegaukelt wird ... obwohl viele a-eltern ihre kinder sehr lieben, aber eben alles andere als selbst-los!!!) ... was u.a. erschwerend fuer sie dazu kommt ist, dass die abwehr des trauma des verlassen-worden-seins im interesse einer einigermassen fuer das alltaegliche noetigen stabilisierung des seelenlebens sowie eine radikale VEREINZELUNGSERFAHRUNG (sie sind die einzigen von familienclans abgetrennten, die in voellig fremder umgebung dauerhaft zurechtkommen muessen, sich dort NOTGEDRUNGEN an alles KLAMMERN, das ihnen auch nur irgendwie halt gibt; ihre gesellschaftliche ATOMISIERUNG ist auch m.e. die wichtigste ursache fuer mangelnde solidarisierungsfähigkeit unter adoptierten!!! aber das ist ja alles so von vornherein erkannt und gewollt, meine ich!!!) DEN WEG ZUR EIGENEN HERKUNFT ENORM VERSTELLEN bzw. IN DEN MEISTEN FAELLEN BEINAH VERUNMOEGLICHEN. natuerlich weiss die adoptionale seite (a-eltern und gesellschaftliche administratoren des adoptions-diktats), dass sowohl die starke dominanz der oberflaechlichen kulturellen einheimatung des adoptierten menschen - die ihm ja das ueberleben von tag zu tag ueberhaupt ermoeglicht - sowie die zuvor genannten traumatischen und dauer-re-traumatisierenden faktoren sowie das adoptionale entfremdungssyndrom in den allermeisten faellen GANZE arbeit geleistet haben und leisten beim endgueltigen ABTRENNEN der/des adoptierten von seiner/ihrer HERKUNFT ...
wie ... schon sagte: wer sich als adoptierte/r irgendwann rueckhaltlos im leben diesen grauenhaften fakten stellt, braucht den rest seines lebens, um mit den schockwellen, die aus diesen erkenntnissen und deren konsequenzen (niedertraechtiges behandeltwerden bei der suche; gesundheitliche dauerprobleme) resultieren, leben zu lernen ...

Betreff des Beitrags: Re: Adoptiveltern und das Katz und Maus Spiel
Verfasst: Fr Jun 20, 2008 19:15
nun, ich beispielsweise habe - gegen jahrzehntelange heftigste innere widerstaende - unter einsatz einer ungeheuren emotionalen und intellektuellen anstrengung gelernt, dass "blutsverwandtschaft" eine wesentlich bedeutendere rolle spielt, als ich ihr - bedingt durch das adoptionale entfremdungssyndrom und dem mit ihm einhergehenden rigorosen trennungstrauma-abwehr-haltungs-syndrom - jahrzehntelang bereit war zuzugestehen. alle adoptiv-eltern dieser welt muessten ja ihre hellste freude mit mir gehabt haben ob meiner geradezu "radikal" vollzogenen distanz gegenueber meiner leiblichen herkunft: emotional, intellektuell, sozial ... aus falsch verstandenem loyalitaets- verhalten meinen verstorbenen adoptiv-eltern gegenueber ... aus psycho-surviving-und- stabilisierungs-gründen, um mich nicht im vollen ausmass mit meinem vernachlaessigungs- und trennungstrauma (brennender schmerz beim dran-denken, herzrasen, schweissaus- brueche, albtraeume ...) auseinandersetzen zu muessen ... und habe die laengste zeit nicht realisiert, WIE LAECHERLICH ICH MICH MIT DER HERABWERTUNG (= ZUGLEICH EINE HERABWUERDIGUNG MEINER EIGENEN PERSON DURCH MICH SELBER!!!!) MEINER LEIBLICHEN HERKUNFT GEMACHT HABE (und jede/r adoptierte, der dies tut, macht sich im grunde in einem fort laecherlich in meinen augen ... und wie mir bekannt, nicht nur in meinen ...) ...
nein, nein, HERKUNFT hat eine VIEL, VIEL GROESSERE BEDEUTUNG, das WEISS ich jetzt, aus dem einfachen grund, weil mich das ja-sagen zu meiner herkunft (identiaet, geschichte, rechte) VERSOEHNT HAT MIT MIR SELBER und ICH BIN VIEL GESUNDER GEWORDEN ...
und noch was ist mir beim lesen des zitierten artikels besonders stark bewusst geworden (nicht das erste mal, aber wieder einmal): JEDE/R ADOPTIERTE MENSCH SOLLTE FUER SICH SELBER HERAUSFINDEN KOENNEN, WIE WICHTIG IHM/IHR DIE EIGENE HERKUNFT IST UND SEIN LEBEN DANACH EINRICHTEN!!!! DESHALB ist durch gesetzliche regelungen vorsorge zu treffen, dass adoptierte - SO SIE DIES WUENSCHEN - AUCH VON IHREN HERKUNFTSRECHTEN GEBRAUCH MACHEN KOENNEN ... für a-eltern, die ihre adoptierten kinder WIRKLICH lieben, muesste das eine selbstverstaendlichkeit sein!!!!! wie auch eine selbstverstaendlichkeit sein sollte, den herkunfts-eltern achtung und respekt entgegenzubringen!!!!!!
also, brigitte, bianka, witha, kummertroll, darky und und und ... und natuerlich meine bonnie und sherry ... ICH DARF MICH GLUECKLICH SCHAETZEN, EUCH HIER IM FORUM BEGEGNET ZU SEIN ... ICH DARF MICH EBENSO GLUECKLICH SCHAETZEN, MEINER HOCH-GESCHAETZTEN PSYCHO-THERAPEUTIN BEGEGNET ZU SEIN ... ohne euch, ohne therapeutische begleitung haette ich NIEMALS ZU MIR SELBER GEFUNDEN ...

Betreff des Beitrags: Re: Kinder v. US-Soldaten welche hier i. D stationiert waren
Verfasst: Fr Jun 20, 2008 00:11
hi ...,
mein leiblicher vater war ebenfalls us-besatzungssoldat in d, ich wurde 1955 in heidelberg gezeugt, 1956 geboren und in der folge sowohl vom leiblichen vater wie dann auch - in sehr auswegloser situation zurueckgelassen - von meiner leiblichen mutter fuer immer verlassen und in weiterer folge adoptiert. will hier nicht meine ganze geschichte nochmals ausbreiten. du kannst sie auf meiner hp (unten angegeben) unter dem menuepunkt adoption nachlesen.
ich wurde zweimal gesucht und gefunden, reunions verliefen beide male - fuer mich mit geradezu katastrophischen folgen - im sand ... (luegen, falsche versprechungen, adoptionale entfremdung, fehlende betreuung auf allen seiten etc.)
habe mit psychotherapeutischer unterstuetzung nunmehr zu zwei leiblichen verwandten (es gibt in den usa ungezaehlte von ihnen ;-))) einen etwas kontinuierlicheren kontakt aufbauen koennen: schwester und onkel!!!
us staatsbuergerschaft durch abstammung ist zwar prinzipiell moeglich, aber wird gerade den besatzungs-kindern nicht so einfach zuteil. hier spielt jenes us-recht eine rolle, welches dbzgl. zum jeweiligen zeitpunkt der geburt des besatzungs-kindes galt ... ums kurz zu machen: mit wehenden fahnen heissen die usa ihre b-kids nicht willkommen :-(((((
hier zwei links:
http://www.us-besatzungskinder.de/
http://www.admigra.de
ich persoenlich finde es einfach mehr als schaebig von der weltmacht usa, wie sie da - vor allem, wenn man/frau sich den politisch-moralischen selbst gegebenen und lauthals verkuendeten anspruch als leading nation in this world vor augen fuehrt - mit den EIGENEN MENSCHEN umgeht, sie einfach im feindesland verschmoren laesst, also das finde ich einfach unwuerdig in jeder hinsicht!!! es waere da auch an der zeit, dies wesentlich gezielter den damen und herren aus allen politischen lagern dort in washington in aller oeffentlichkeit ins bewusstsein zu bringen ...
so, das einmal fuers erste von mir
us-bk
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: Adoptiveltern und das Katz und Maus Spiel
Verfasst: Do Jun 19, 2008 20:53
...,
es hat sich moeglicherweise dahingehend etwas "zum postiven" im adoptions-un-wesen geaendert, als heute a-werber wesentlich differenzierter auf die biografie-"problematik" (euphemismus!!!) vor- bereitet werden und sie in vielen faellen tatsaechlich wesentlich "offener" mit der herkunfts-situation "ihres" a-kindes umgehen. (habe da letztens einmal eine doku gesehen, in der gezeigt wurde, wie die a-eltern den h-eltern auch mit ganz praktischer hilfestellung zur hand gehen ... das hat mich total beruehrt, muss ich ehrlich sagen ...)
ich denke, gerade solche a-werber waeren auch im vorfeld bestimmt bereit, sich mit einer herkunfts-situation zu arrangieren, die den h-eltern und den adoptierten angestammte rechte erhalten wuerden. aber ich vermute, das gros von a-eltern ist ebenso an der "radikalloesung" (= abtrennung der herkunft) interessiert wie die vermittelnden stellen, es ist so um sooooooo vieles "einfacher" FUER SIE!!!!!! ist ja nie ein schlechtes gefuehl, RECHTLICH AM LAENGEREN HEBEL ZU SITZEN, UND DAS TUN DIE A-ELTERN SCHLIESSLICH ALLEMAL!!!! (dies zu entdecken, bedeutete fuer mich eine ganz spezielle form der entwuerdigung!!!!! als adoptierte ... ja, da ist mir mein sklaven-dasein tatsaechlich mit einem grossen mich bis ins tiefste mark erschuetternden knall ins bewusstsein getreten ...)
dir und auch den andern herkunfts-muettern dankeschoen, dass ihr all meine dbzgl. ueberlegungen tatsaechlich aufgegriffen und ernst genommen habt ...
ich schliesse mich auch ... an: ihr habt mir geholfen, meine unbeschreibliche wut auf meine leibliche mutter und alle uebrigen h-muetter zu ueberwinden ...
liebe gruesse zu dir
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: Adoptiveltern und das Katz und Maus Spiel
Verfasst: Do Jun 19, 2008 15:21
ach lassen wir doch dieses gejammere, das hatten wir schon alles ...
es schreiben da gar nicht so wenige adoptierte und herkunfts-eltern ... gott sei's gedankt ...
und ... wo bleiben denn endlich die stellungnahmen von a-eltern zum thema RAUB DER HERKUNFT DURCH ADOPTION ...
es geht naemlich darum, adoption so zu gestalten, DASS DIESER RAUB NICHT - WELTWEIT - ZUR VORAUSSETZUNG VON ADOPTION GEMACHT WIRD ...
ODER: IST DIES GERADE DIE VORAUSSETZUNG, DASS ADOPTIV-WERBER BEREIT SIND, EIN KIND ZU ADOPTIEREN ... UND SIND SIE DESHALB GAR NICHT DARAN INTERESSIERT, DASS SICH DA AUF RECHTSEBENE - OFFENBAR ZU IHREN UNGUNSTEN - ETWAS AENDERT?????!!!!!
jedenfalls hat mir die diskussion hier in den lettzten jahren gezeigt, dass herkunfts-muetter SEHR WOHL BEREIT SIND, GENAU DARUEBER MIT ADOPTIERTEN ZU REDEN, JA SELBER EIN LEBEN LANG LEIDEN, WIE DA MIT DER ENTRECHTUNG AUF IHRER SEITE PER UNTERSCHRIFT EIN LEBEN LANG VERFAHREN WIRD!!!!!
jedenfalls muss sich das DENKEN betr. adoption grundsaetzlich veraendern: ALLEN SEITEN, den administrativ handelnden auf gesellschaftl. ebene, ABER AUCH DEN DIREKT BETROFFENEN H-ELTERN und A-WERBERN MUSS KLARGEMACHT WERDEN, DASS KEINEM EINZIGEN MENSCHEN IN DER WELT DIE EIGENE HERKUNFT (IDENTITAET; GESCHICHTE; RECHTE) GERAUBT WERDEN DARF ... EIN MENSCH IST WEDER EIN WEGWERFPRODUKT, NOCH AUSSCHLIESSLICH FUNKTIONSTRAEGER (naemlich auf GESELSLCHAFTLICHES GEHEISS JEMAND ANDERER SEIN ZU MUESSEN - KIND ANDERER/FREMDER - UM UEBERHAUPT EIN PAAR ANNEHMLICHKEITEN DES LEBENS ZU ERHALTEN ... mein gott, wie viele gehen an diesem luegen-leben-muessen innerlich ein leben lang zugrunde ...) ...
fuer diese problematik habe ich in diesem forum bislang AUSSCHLIESSLICH auf seiten von h-muettern (und natuerlich auch bei adoptierten!) gehoer gefunden!!!! (warum wohl????!!!)

Betreff des Beitrags: Re: Adoptiveltern und das Katz und Maus Spiel
Verfasst: So Jun 15, 2008 19:12
die grosse krux bei adoption ist das abtrennen des adoptierten von seiner gesamten herkunft (identität, geschichte, rechte!!!). dass wir (h-eltern, adoptierte) dies "gelernt" haben, als "rechtens" anzuerkennen, erschwert den klaren blick auf das gesamt-geschehen adoption ... ebenso wie der/die adoptierte der rechte an der herkunft verlustig geht (es ist raub!!!!), verlieren auch die h-eltern saemtliche rechte (und dies wird dann "gerecht""fertig"t mit einer vielfach direkt oder indirekt erzwungenen "unterschrift") ... adoptierte und die h-eltern sind auf dieser ebene die ganz grossen verlierer!!!! nur: DIE ADOPTIERTEN VERLIEREN ALLES!!!! auf dieser ebene!!!!(nun, warum unterschreiben denn fast keine a-eltern die petition, warum wohl?!!!!) (...)

Betreff des Beitrags: Re: Haben Adoptierte Hass oder Wut auf die Herkunftseltern?
Verfasst: Sa Jun 07, 2008 12:42
(...) eher empfinde ich diesen test als einen regelrechten befreiungsschlag in richtung meiner leiblichen herkunft!!!!

Betreff des Beitrags: Re: Haben Adoptierte Hass oder Wut auf die Herkunftseltern?
Verfasst: Sa Jun 07, 2008 10:49
mich hat beim wiedertreffen der leiblichen eltern eher der mangel an deren AUFRICHTIGEN interesse an mir und ihre LUEGENGESCHICHTEN ZUTIEFST und AM NACHHALTIGSTEN verletzt ... da war ich es, die GEWARTET UND GEWARTET UND GEWARTET hat (und sie sahen und wussten, wie gruendlich ich im weiteren leben von allem und allen (bis auf wenigste ausnahmen, menschliche bezugspunkte in der ferne allerdings) nochmals verlassen worden bin, von mir nochmals erwartet wurde, dass ich DEREN ERKLAERUNGEN, WERTE UND NORMEN schlicht akzeptiere, bis schliesslich der emotionale haushalt derart belastet war, dass mir nur noch eine FLUCHT NACH VORNE, die ENDGUELTIGE TRENNUNG half ... erst therpapeutische unterstuetzung bewirkte nach jahren, dass ich zu meinem onkel und zu einem von neun geschwister etwas kontinuierlicheren kontakt entwickeln konnte. dass dies zu den uebrigen geschwistern absolut unmoeglich wurde, dafuer haben dann jeweils schon wieder die leiblichen eltern gruendlich gesorgt ... therapeutische unterstuetzung und die unterstuetzung meines 2. adoptivvaters halfen mir, auch die rechtliche seite auf herkunfts-vaeterlicher-seite in ordnung zu bringen. nun ist auch das rechtsband wieder aufrecht!!!!
nachdem ich allerdings v.a. durch therapeutische aufarbeitung und mitschreiben hier im forum (nunmehr fast 8 jahre) die ADOPTIONALE WELT noch einmal NEU entdecken musste und ich ihre finsteren hinter- und abgruende mit schrecken zu sehen aushalten lernte, weiss ich mich von dieser seite EBENSO belogen und betrogen und gequaelt und missbraucht ... (wie gesagt, meinen a-eltern KANN ich nach wie vor keine vorwuerfe machen, mein leben wurde von ihnen gerettet und sie haben mich aufrichtig und spuerbar geliebt ...)
heute stehe ich beiden WELTEN (nicht meiner leiblichen herkunft!!!) mit GROSSER DISTANZ gegenueber und GEHE MEINEN EIGENEN WEG!!!!
erfreuliche notiz am rande: ein genealogischer dna-test hat mich muetterlicherseits immerhin mit 93 eng genetisch verwandten menschen in kontakt gebracht (vaeterlicherseits habe ich zu den gaengigen recherchemitteln gegriffen!). zudem habe ich auch über 5000 derartige kontakte, wo bei jedem einzeln zu 90% die möglichkeit einer genetischen verwandtschaft besteht. und von allen habe ich die mail-adi ... mein fazit: ich bin wieder in dieser meiner geliebten welt ZUHAUSE, denn ich habe ganz einfach viele, viele verwandte ... dna tragen wir in uns, niemand kann sie uns mehr wegnehmen, und WIR koennen sie untersuchen lassen, BENOETIGT wird lediglich UNSERE ZUSTIMMUNG! (sogar per e-mail) in kontakt gebracht und mir die herkunftsorte meiner vorfahren aufgezeigt.

Betreff des Beitrags: Re: angriffe
Verfasst: Do 22. Mai 2008, 12:18
hallo an alle interessierten,
in meinem hause weiss man/frau bis ganz nach oben hin bescheid ueber das, was ich tue. ich darf also durchaus davon ausgehen, dass mein dienstgeber im grunde immer schon besser ueber mich bescheid weiss, als ich selber :-)))), also schon ueber nun ca. acht jahre genauestens weiss, was ich in diesem forum schon geschrieben habe. ich habe mich auch sehr gut - ebenfalls im hause - mehrfach (!!!) erkundigt, was ich tun darf und was nicht ... also macht euch da einmal keine sorgen!!!!
wieso soll ich denn nicht als privatperson oeffentlich kundtun (schliesslich gehoere ich nicht zu jenen feigen kreaturen, die da aus den anonymen hinterhalten ihre miesen angriffe durchfuehren), fuer wie miserabel, ja, vom menschlichkeit-sstandpunkt aus verbrecherisch ich die herrschenden adoptionsregelungen halte, welche entsetzlichen folgen sie fuer mich und viele andere adoptierte hatten und haben. es muss erst wieder einmal ein UNRECHTSBEWUSSTSEIN in diesem bereich erzeugt werden. (sorry, wenn es religioese kreise fuer notwendig erachten, gegen abtreibung und die ent- sprechenden gesetzlichen regelungen zu felde zu ziehen, neuregelungen zu fordern, wieso sollen von adoption betroffene dies fuer ihren bereich nicht ebenso tun?!!!!)
so sehr haben sich gesellschaften weltweit daran gewoehnt, adoption als "segen" fuer das kindeswohl anzusehen, dass sie auch gleich gar nichts mehr dabei finden, wenn dem transferierten menschen seine ureigensten rechte und informationen abgesprochen werden (herkunftsidentitaet, herkunftsgeschichte, herkunftsrechte) ... und ... dass adoption eine der anerkannten moeglichkeiten von familienplanung geworden ist ... es ist unfassbar, dass kaum mehr jemand die dramatik dessen, was hier geschieht, wahrnimmt, wahrzunehmen bereit ist (aus den verschiedensten gruenden, bei den adoptierten und h-muettern wohl vielfach aus tiefster angst, das alte trauma wieder aufzu- wecken) ... die zugrundeliegende und perpetuierte grausamkeit einfach mit maerchengeschichten uebertuencht wird ...
gerade als aufmerksame staatsbuergerin (als beamtin habe ich hier auch einiges dazugelernt, das gebe ich gerne zu), ist es wichtig, auf gesetzliche maengel und missstaende aufmerksam zu machen, im interesse der betroffenen buerger und im rahmen des modernen rechtsstaates.
es ist natuerlich klar, dass hier jene aeusserst verbittert und aggressiv reagieren, die sich ihre - scheinbar - heile welt nicht durcheinandderbringen lassen wollen, und jene natuerlich, die ihr gutes geld mit adoptionen machen ... meine innerste instanz ist das gewissen, und dieses sagt mir mir nach wie vor (zu dieser aufrichtigkeit wurde erzogen): "greife niemanden an, aber sage die wahrheit!" und so tue ich dies eben ...
by the way: SEIT ICH DIES TUE GEHT ES MIR GESUNDHEITLICH ENTSCHIEDEN BESSER ALS ALL DIE JAHRZEHNTE DAVOR!!!!!!
leute, ich bin nicht gegen adoption, aber ich bin gegen die art und weise, WIE sie von statten geht ... was daraus fuer so viele menschen an leid erwaechst, kann einen doch nicht ungeruehrt lassen ...
liebe gruesse aus dem wunderbaren und sonnigen kreta, land der grossen mutter und der heiligen vaeter ...
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: Re: angriffe
Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 13:08
hallo ...
..., ich argumentiere hier bewusst weder als wissenschafterin noch in meiner berufsfunktion. ich bin eine betroffene und schwer ge- und beschaedigte durch adoption, v.a. im psycho-sozialen bereich. was rechtspositionen angeht, argumentiere ich aus meinem subjektiven rechtsempfinden heraus! (und bitt meine erkrankung nennt sich posttraumatische belastungsstoerung und ist soweit mir bekannt keine sog. geisteskrankheit ... ich bin zwar gesundheitlich bedient, jedoch war ich NOCH NIE ein fall fuer die klapse ... wenn ich das waere, haette ich dann - trotz FORTDAUERNDER erkrankung ein schwierigstes studium absolviert, ein kind ALLEIN grossgezogen (hat ebenfalls unter meinem "einfluss" ein studium absolviert), einem geregelten berufsleben nachgehen koennen, mein "haus" ordentlich bestellt, einen menschen ueber jahre hinweg bis zu seinem tod begleitet und betreut???? und gerade WEIL ich das geschafft habe, bin ich einigermassen zufrieden mit mir und ueberzeugt, dass in meinem hirnkasten eigentlich so ziemlich alles in guter ordnung ist. ja, ich bin geradezu stolz auf alles, das ich TROTZ erkrankung geschafft und erreicht habe, und ich nenne und benenne sie u.a. oeffentlich, da ich anderen adoptierten mut machen will, trotz aller moeglichen probleme eben nicht aufzugeben, ein selbstbestimmtes leben anzustreben. gerade mein geliebter vor kurzem verstorbener adoptivvater (der mich mit allem, was ich mit eingebracht habe, akzeptierte - so wie vice versa - und sich deshalb tatsaechlich mein VATER nennen darf) hat mir IMMER WIEDER versichert, dass ich im grunde ein absolut gesunder mensch bin!!!! (und sein wort hat fuer mich grosse autoritaet!!!!) und so weiss ich eben, dass ich von meinen voraussetzungen her ein kerngesunder mensch bin, ansonsten ich den ganzen MIR ZUGEMUTETEN IRRSINN nicht so ueberstehen haette koennen. KRANK gemacht und bleiben laesst mich die VERLASSENHEITS- und ADOPTIONSERFAHRUNG mit all ihren mikro- wie makrosozialen begleiterscheinungen und folgen ... also um meinen geisteszustand muss sich da niemand sorgen machen ... meine naechsten mitmenschen tun dies jedenfalls nicht ...
frage: wie soll man denn einen vorgang einschaetzen und bezeichnen, bei dem einem menschen seine gesamte herkunft (identitaet, geschichte, rechte) schlicht abgesprochen, ja geraubt wird, was geschieht denn mit dieser herkunft anderes, als dass sie eben regelrecht "abgeschlachtet" (bonnie hat - so mir erinnerlich - in einem beitrag diesen begriff verwendet, ich habe ihn dann antwortend auf ihren beitrag noch einmal aufgeschrieben, weil ich ihn fuer sehr treffend erachte!!!), d.h. auf grausamste weise vernichtet wird, also wie soll ich so einen vorgang anders empfinden und denken als VERBRECHERISCH ... die VERNICHTUNG VON HERKUNFT MACHT EBEN DAS ADOPTIONS-SYSTEM UND SEINE GLOBALE FUNKTIONSWEISE MIT ALL DEN SO ENTSETZLICH NEGATIVEN PRAKTIKEN ERST MOEGLICH!!!!! und noch etwas: mir geht es - es sei zum tausendsten mal wiederholt - nicht um persoenliche angriffe, sondern um die sichtbarmachung einer bestialischen seite im adoptions-vorgang, seiner grundlage, welche mit den - zugegebenermassen schoenen und angenehmen und foerderlichen seiten - so gerne (vielleicht aus berechtigtem schlechten gewissen heraus), geschickt, ja gezielt uebertuencht wird ...
und: meine geliebten adoptiv-eltern sind die allerletzten, welchen ich vorwuerfe machen wuerde und koennte, denn schliesslich hat mir meine mama schlicht das leben gerettet ... also, was soll das ... sie haben sich eben nicht nur ein kind gewuenscht, sondern um das leben eines halbverhungerten, geschaedigten, bruellenden buendels mensch gekaempft und es nach ihrem guten wollen geliebt und gefoerdert ... aber:vorwuerfe mache ich sehr wohl jenen gesellschaftlichen instanzen und institutionen, welche definitionen, rahmenbedingungen und durchfuehrungsbestimmungen von adoption geschaffen haben. vorwuerfe mache ich auch all jenen, welche einen adoptierten menschen immer wieder als zweit- bzw letztklassigen menschen behandeln ... DIESE muessen eben endlich WELTWEIT zur VERANTWORTUNG gezogen werden ...
liebe ..., ich hatte hier auf kreta zwei furchtbare albtraeume im im zusammenhang mit adoption BEVOR ich von den aktioenchen gewisser laecherlicher leutchen erfahren habe. also egal WO und WIE ich bin und sein werde, das THEMA arbeitet unausgesetzt in mir ... ich geniesse meinen urlaub unabhaengig davon ...
...,
ja, es muss mutige menschen geben, die es wagen, die wahrheit zu sagen (dem sinn nach nach tadeusz borowski), auch diejenige, die aus den untiefen der hoelle aufsteigen ...
...,
das wetter ist prima, mein urlaubsort geradezu paradiesisch ...
danke fuer euer mitgefuehl und eure anteilnahme!!!
liebe gruesse und ein wenig kretische sonne
margaretha rebecca

Betreff des Beitrags: angriffe
Verfasst: Di 20. Mai 2008, 17:10
stimmt es, dass da wieder einmal hasstiraedchen auf mich losgelassen worden sind ? jemand hat mir da mitteilung gemacht ...
ist es deswegen, weil fuer mich inkognito-adoption und ueberhaupt adoption auf basis der enteignung von herkunft, deren rechte und geschichte einem - gerade, wenn wir an die lebenslangen folgen fuer viele der adoptierten denken, bestialischen - verbrechen gleichzuhalten ist ?
da kann eine ein leben lang an diesen dingen krank sein, beinah mehrfach zugrunde gegangen sein, da kann sie erklaeren weiss gott noch was, das ist diesen adoptions"romantikern" vollkommen egal ... HAUPTSACHE BLOSS, IHRE SICHT DER DINGE KOMMT NICHT INS WANKEN ...
lange hat es gedauert, bis ich begriffen habe , warum ich so lange krank sein musste, dass ich ein leben lang nicht mehr frei davon sein werde ... dass mein gesamtes beziehungsleben daran krankt ... dass da ein wissen um entwuerdigtwordensein bzw andauernd entwuerdigtwerden in mir wueted, und ich DIESE stimme nicht mehr zum schweigen bringen kann und will ... (UND DA GIBT ES TATSAECHLICH NOCH LEUTE, die noch heute die vermessenheit und unverschaemtheit besitzen, mir zu sagen, wie froh ich denn zu sein habe, dass ich es dermassen unermesslich gut getroffen haette mit der adoption, ich spreche nun von meiner ersten ...)
ich schreibe dies aus meinem urlaub auf kreta, denn auch hier lassen mich die adoptionsbezogenen albtraeume nicht in ruhe ...
ja , so kommt es, wenn das einst so ueberangepasste (v.a. was die sicht der dinge betrifft) adoptivKIND ENDLICH ERWACHSEN WIRD, SICH GEDANKLICH SELBSTAENDIG MACHT UND SAGT, WAS SACHE IST ...

Beitrag: drohungen
Verfasst: Mo 28. Apr 2008, 14:56
wieder einmal sind mir fuer meine kritischen beitraege im forum auf indirektem wege drohungen uebermittelt worden sind.
ich kann dazu nur sagen: das hatten wir ja alles schon einmal!!!! auch andere forumsmitglieder waren schon gezielten denunziationen in ihrer persoenlichen umgebung durch forumsmitschreiberInnen ausgesetzt.
ich wiederhole zum x-ten male: was ich in diesem forum von meinen gedanken mitteile, sind meine persönlichen ansichten zum thema adoption, ich agiere hier seit nunmehr sieben jahren in folge als PRIVATPERSON. (das letzte mal habe ich dies vor einem jahr mittgeteilt!!!!)
ich wiederhole ebenfalls zum x-ten male: es geht mir nicht um persönliche angriffe, sondern um das herausschälen der grundlegenden strukturen des adoptionssystems, innerhalb dessen sich MEIN GANZ PERSOENLICHES LEBEN, WELCHES AUCH DESWEGEN UEBERWIEGEND ERLITTEN WERDEN MUSSTE, ZUGETRAGEN HAT. DIES MUSS ENDLICH GESCHEHEN, DENN ZU GROSS SIND LEID UND ELEND - INZWISCHEN GLOBAL - WELCHE DURCH DIESES SYSTEM ENTSTANDEN SIND UND WEITER ENTSTEHEN.
viele von uns adoptierten KOENNEN gar nicht authentisch ueber ihre situation berichten, obwohl sie ihnen unter der haut brennt ...
wie ich schon mehrere male hier sagte: ich bin ausgebrochen aus dem sklavenhaus adoption ... zwar bin ich freier geworden, aber die erinnerung daran bleiben fuer alles zeiten eingebrannt in mein gehirn und die folgen des wahnsinns muss ich tragen tragen tragen, ein leben lang ...
und WER ENTSCHÄDIGT MICH FÜR DAS ERLITTENE UNRECHT?

Beitrags: Re: mein alptraum ...
Verfasst: So Apr 27, 2008 14:42
so ist es ... ...
das gefaengnis, in das wir gesperrt wurden, hat sich in unser inneres verlagert ... und viele von uns sind geneigt, aus der beruehmten not die beruehmte tugend zu machen, sich damit eben - im interesse des eigenen ueberlebens und auch wohlbefindens (so weit moeglich) - zu "arrangieren" und - nicht selten - dem ganzen noch weiss gott was fuer positive zuege abzugewinnen ...
und, bitte, wer schon stellt sich den gerne den eigenen entwuerdigungen??????? und zur schlimmsten demütigung und entwuerdigung fuer einen menschen zaehlt m.e. die vermeintliche bzw. sicher festgestellte ablehnung durch die eigenen leiblichen eltern und verwandten ... und hier wiederum ist - bei einigermassen "ertraeglichen" adoptionalen alltagsbedingungen - der weg zur glorifizierung der adoptionssituation kein sehr weiter (ich spreche aus eigenerfahrung ;-)))))

Beitrags: Re: mein alptraum ...
Verfasst: So Apr 27, 2008 14:10
mir geht es um das muehselige herausschaelen - mir jahrzehntelang verborgener - adoptionsstrukturen ... und die sind - so wie ich es sehe und interpretiere - eben menschenverachtende, auch fuer jene, die - scheinbar - "gut" mit diesen "zurecht"-kommen ...
so lange der menschen(kinder)transfer ueber die vernichtung der herkunft laeuft, ist und bleibt das fuer mich nach meinem subjektiven rechtsempfinden ein abscheuliches verbrechen!!!!!
(es gelang schon so manchem sklaven die flucht, nur wenigen in ein leben in freiheit und wuerde!!!!)
ausserdem bin ich davon ueberzeugt, dass es mehr die a-eltern (und manche h-eltern, und hier wohl nicht wenigen h-vaeter!!!) sind, welchen das hier geschriebene hoechst unangenehm sein duerfte und weniger den a-"kindern", von denen so manche wohl eher froh sein duerften, zu lesen, was wir da schreiben, weil es womoeglich auch ihre eigene von ihnen so erlebte lebensrealitaet im a-zusammenhang zum ausdruck bringen duerfte. (gerade ich selber habe in der phase meiner pubertaet nichts so sehr hoeren wollen als die wahrheit, gerade in sachen adoption ...)
jene adoptierten, fuer die das nicht der fall ist, werden sich einfach rasch wieder abwenden und - so kommunikationsbedarf besteht - sich bequemeren foren zuwenden ... komischerweise mache ich mir als adoptierte um die a-"kinder" da weniger sorgen (vielleicht waere ich selber sogar dankbar gewesen, wenn mir da jemand frueher die augen geoeffnet haette ... by the way, auch dir lieben dank dafuer, enis!!!!) ...
meines erachtens liegt es wohl eher im interesse von - wahrscheinlich nicht wenigen - a-eltern (und da gibt es offenbar doch mehr "schwarze schafe", die zu ihren kindern ueber kinderklau, kinderhandel und sonstigen unglaublichen manipulationen kommen, als mir jemals "lieb" war anzunehmen), diese shocking-news besser unterm teppich weitermodern zu lassen ... also ... es ist die zeit vorbei, jedenfalls für mich, adoption über die lieb-und-brav-sein-schiene, auf dir wir ja als adoptierte programmiert und unter anwendung traumatisierender methoden gedrillt worden sind, "abzuhandeln" ...

Beitrags: Re: mein alptraum ...
Verfasst: So Apr 27, 2008 11:47
(...)
nun, ..., wenn DAS nicht für meine these spricht, dass adoptierte i.d.r. RESTLOS AUSGELIEFERTE an ihre adoptiv-eltern sind, DEREN WILLEN UNTERWORFEN auf gedeih und verderb, EIN LEBEN LANG!!!!
UND AUCH DAS IST BESTANDTEIL DES - GAR NICHT MEHR SO VERBORGENEN - GESELLSCHAFTLICHEN ADOPTIONS-"PLANS" ...

Beitrags: Re: mein alptraum ...
Verfasst: Sa Apr 26, 2008 22:53
(...)
aber gerade deshalb ist es sinnvoll, sich immer HEUTE SCHON gedanken ueber mgl alternativen zu machen ;-))))

Beitrag: Re: mein alptraum ...
Verfasst: Sa Apr 26, 2008 22:12
...,
dein einwand betr. des sprachgebrauchs ist zu einem teil durchaus berechtigt ...
1. duden, das herkunftswoerterbuch zu "adoptieren":
"an Kindes Statt annehmen", "Im 16. Jh. aus gleichbed. lat. ad-optare (eigtl. "hinzuerwählen") entlehnt, einem Kompositum von lat. optare 'wählen'; 'wünschen'"
2. stowasser zu "adoptatio (adopto) und ad-optio"
Annahme an Kindes Statt 3. stowasser zu "opto":
ausersehen, erküren, wählen; wünschen
4. duden, das herkunftswoerterbuch zu "Statt":
[Stand]ort, Stelle; im 12. jh 'Ortschaft' (eigtl. 'Wohnstätte')
die wortbedeutung von adoption laesst demnach mehrere assoziationen zu:
- annahme an kindes statt
- anstelle eines eigenen leiblichen kindess (weil kein leibliches kind ...)
- an die familiäre und rechtliche stelle eeines kindes
- optio
- hier kommt ein deutliches handlungsschweergewicht jener zum ausdruck, welche in der lage sind zu wuenschen, auszuersehen, zu erkueren, zu waehlen (also die "annehmenden"!!!!)
bei einer derartig wuchtigen bedeutungslast des wortes adoption waere wirklich zu ueberlegen, ob eine neudefinition i.s. einer menschengerechten adoptionspraxis überhaupt moeglich ist ...
fuer mich privat ist es moeglich, aber ob sich dies auch als gesellschaftlich durchsetzungsfaehig erweisen wuerde, wage auch ich einigermassen zu bezweifeln ... vielleicht muesste da mit einer kompletten neukonstruktion der sog. adoption auch ein neuer, den intentionen und regelungen entsprechender begriff gefunden bzw. geschaffen werden ... waere nicht das schlechteste, um sich von DERARTIGEN ALTLASTEN einmal befreien zu koennen ... (...)

Beitrag: Re: mein alptraum ... Verfasst: Sa Apr 26, 2008 21:31
(...)
genau darauf kommt es mir naemlich nach wie vor an, dass einem kind, das nicht in seiner herkunfts-umgebung verbleiben kann, eine neue familaere umgebung jene liebe, foerderung, zugehoerigkeit und sicherheit geben kann - und dazu braucht es auch starken rechtlichen schutz!!!!! - die es fuer sein aufwachsen braucht ...
aber eben nicht auf die weise, wie adoption gesellschaftlich, rechtlich etc. eingefuehrt ist, mit den ungeheurlichen menschenverachtenden und menschenzerstoerenden missstaenden und globalen auswuechsen, die wir uns vor augen fuehren muessen ...

Beitrag: Re: mein alptraum ... Verfasst: Sa Apr 26, 2008 21:26
(...)
da muesste ich mich - schande ueber mich, dass ich es noch nicht getan habe - einmal mit der gesamten wortbedeutung, v.a. auch aus historischer sicht auseinandersetzen ...
(...)

Beitrag: Re: mein alptraum ...
Verfasst: Sa Apr 26, 2008 21:20
doch ist es adoption, aber eben mit anderen rechtlichen voraussetzungen ... und im vorfeld, bei durchfuehrung und adoptions-leben vollkommen anderen intellektuellen, emotionalen und sozialen koordinaten ...
(...)

Re: mein alptraum ...
Verfasst: Sa Apr 26, 2008 21:16
nein ich bin fuer adoption, aber mit der gesamten herkunft ... identitaet, geschichte, rechte ... und mit der moeglichkeit fuer den/die adoptierte/n, diese auch wieder beenden zu koennen ... (was, wenn sie gut verlaufen ist, wohl kaum gewuenscht wuerde)
ich bin froh, nicht dauerverpflegt worden zu sein ...

Beitrag: Re: mein alptraum ...
Verfasst: Sa Apr 26, 2008 20:42
(...)
wenn ich zurueckblicke, ..., dann ... auch ich habe mich jahrzehnte nicht getraut, ueber adoption nachzudenken, geschweige denn schonungslos ... denn da geht es ja massiv an meine wuerde als mensch ... die mir von einer ganzen gesellschaft aberkannt wurde ...
und dann staendig dieses auf dankbar-sein-muessen-dafuer-dass-einem-gerade-einmal-das-lebensnotwendigste-gegeben-wurde-im-nicht-immer-goldenen-kaefig ... dankbar dafuer, dass man/frau das leben hat, dass einem zu essen gegeben wurde, dass man "angehoben" wurde in "niveauvollere regionen" als die eigene herkunft es vermuten liess ...
dankbar-sein-muessen fuer die emotionale dauer-versklavung, die selbstverleugnende selbstverachtung, die - zumeist - totgeschwiegene und somit fuer selbstverstaendlich erklaerte ausblendung=vernichtung der leiblichen herkunft ...
die "gesellschaft" wollte es so: "problem"eltern sollten ihre kinder "fuer einen guten zweck" und zwecks kostenersparnis abgenommen werden, eltern sollten zu kindern kommen, die neuen versorger und erzieher (die ich in meinem albtraum auch durchaus als "dompteure" schon erlebt habe) duerfen sich als gesellschaftskonforme umerzieher "problematischen erbgutes" sehen ... also in diesem sadistischen kontext hat die gezielte zerstoerung von herkunft durchaus "sinn" - kein sicherer ort fuer den/die adoptierten - die adoptiv-familie naemlich ... die "erzieherische" umpolung/neuprägung, emotionale und intellektuelle "befreiung" von den "altlasten" sind ja teil des gesamtplans ... wer von diesen gesellschaftsplanern sollte denn "verstaendnis" fuer unsere anliegen haben, denn zu genau wissen sie ja bescheid und wissen ebenso genau, was sie wirklich wollen ... einkalkuliert von ihnen sind da auch jene, die den zerstoerungsprozess an ihnen eben nicht "positiv integrieren" konnten in eine so segensreiche neue identitaet ...
tja, und dann ... niemand kann diese problem-adoptierten verstehen, denn ... sie hatten ja solches glueck, es ging ihnen - im vergleich - ja sooooooo gut ... aber wer will den schon mit ihnen wirklich zu tun haben ... sie sind ja im grunde vernachlaessigbare gesellschaftliche existenzen ... das wurde ihnen schliesslich schon am beginn des adoptionsvorganges ein fuer alle mal klar gemacht, naemlich das ihr herkunfts-leben - und somit sie selbst als der mensch, der sie sind - so gut wie gar nichts wert ist und keinen interessiert ...
bitte, es ist ja wirklich zum k...

Beitrag: Re: mein alptraum ...
Verfasst: Sa Apr 26, 2008 19:58
ja, du hast exakt auch meinen albtraum beschrieben, ... ...
je genauer mein eigenes nachdenken ueber adoption wird - in all den facetten der mit dem sog. "kindeswohl" euphemistisch verbrämten ungeheuerlichkeiten einer versklavungsmaschinerie, die menschen - i.d.r. h-muetter, manchmal auch h-vaeter, immer aber deren kinder, deren wohl fuer das wohl anderer "abgeschlachtet" wird - ins unglueck treibt und ...
..., auch mir ist UEBEL, nicht das erste mal ...

Beitrag: Re: Was geht in einer H-Mutter vor?
Verfasst: Do Apr 24, 2008 19:33
hallo ...,
ich an deiner stelle wuerde erst einmal fuer eine ganze weile auf fuer dich gesunde distanz zu deiner leiblichen mutter gehen. dass DU an ihrem lebensschlamassel "schuld" sein sollst, ist ein absolut absurder vorwurf, der lediglich auskunft darueber gibt, dass sie es ist, die einfach mit ihrem eigenen lebensdurcheinander noch arg innerlich und aussen zu kaempfen hat ... vielleicht ist ihr eben vom leben, von maennern ebenso uebel mitgespielt worden, wie dies hier so ziemlich viele der herkunfts-muetter berichten. das alles wuetet in ihr und weil die wirklich schuldigen ihr nicht greifbar sind, oder ihr nicht klar genug ist, wer da wirklich was zu ihrem unglueck beigetragen hat, geht ihre psyche den "bequemsten" weg und sie verlagert diese erklärung fuer diese schuld ganz "einfach" auf dich, weil du nun in ihr leben getreten bist und sie an alles wieder erinnert hast, was ihr angetan wurde, was sie womoeglich aus heutiger sicht selber nicht so ganz optimal gemacht hat etc. ...
ich finde es wunderbar, dass du ihr gedankt hast, dass sie dich empfangen und geboren hat, wirklich ... mehr gutes kannst du im moment fuer euren kontakt nicht tun ...
lass zeit in dein land kommen, stell dich ganz fest auf deine eigene seite, hole dir hilfe, wenn dich all das zu sehr schmerzt, schau, dass du so viel als möglich freude und glueck in dein eigenes leben reinholen kannst ... und vielleicht spaeter einmal wird wieder ein gespraech mit deiner leiblichen mutter moeglich, wenn ihr beide auf einer neu reflektierten und empfundenen ebene aufeinander zugehen koennt ...
alles gute und liebe gruesse
margaretha rebecca

Beitrag: Re: Schwere Entscheidung !!!
Verfasst: Di Apr 22, 2008 22:40
...,
lass das mit der adoption. das sind DEINE kinder, und die kinder haben ein recht auf dich und die rechte, die sie über dich erhalten haben ... auch wenn ihnen das im moment nicht voll bewusst sein duerfte ... im übrigen halte ich auch nichts von dieser vorschnellen verbalen verdrängung, indem da einfach zu jemand fremden angefangen wird, papa bzw. mama zu sagen, schliesslich bist du ja als papa noch da, oder?!!!!! ... ich weiss, wovon ich rede, ist mir - mit meiner stiefmutter - dann auch noch passiert ... lass dich da nicht so einfach ausbooten, DEINE KINDER BRAUCHEN GENAU DICH ... es werden viele saiten in ihren seelen zerreissen, wenn du sie in die adoption aufgibst ...
mach's gut und handle nicht vorschnell ...
lass dich nicht unter druck setzen ...
eines tages werden dir deine kinder dafuer dankbar sein!!!
... und du dir auch ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

Titel: Re: Eine Hompage
Verfasst: So Apr 20, 2008 19:59
auch ich verstehe (habe mir anjas hp gerade ein wenig angesehen), wenn eine leibliche mutter mit diesem biografischen hintergrund distanz sucht zur leiblichen tochter. immerhin hat sie sich ihr gestellt und fragen beantwortet. das ist es naemlich, wofuer ich IN JEDEM FALL als grundrecht fuer den adoptierten menschen eintrete, auch auf das recht, dem leiblichen vater begegnen zu koennen und fragen zu stellen (gerade solche vaeter sollten damit rechnen muessen, dass kinder, die sie de facto wie "sexuellen abfall" behandeln, indem sie ignorieren, davonlaufen, sich entledigen, die muetter maltraetieren etc., eines tages vor ihnen stehen und fragen stellen werden); auch hier akzeptiere ich nicht, wenn der leibliche vater - von wem auch immer - unterschlagen wird (distanz und schweigen kann vorerst eine notwendige schutzreaktion fuer die mutter sein, aber letztlich stehen jedem menschen die kenntnis der eigenen abstammung und die damit verbundenen rechte zu, da kann sich niemand (kein staat, keine gesellschaft, keine gruppe, kein mensch) darueber hinwegsetzen!!! gesellschaftliche institutionen haben sorge dafuer zu tragen, dass hier sowohl i.d.r. die betroffenen muetter unter- stuetzt und geschuetzt werden, aber ebenso die interessen der kinder gewahrt bleiben, und auch vaeter sind nicht einfach aus dem leben der kinder zu eliminieren!!!!! kinder brauchen BEIDE eltern, AUCH BEIDE LEIBLICHEN ELTERN ...
wenn die leibliche mutter von anja aber distanz will, sollte sie sich auch selber daran halten und sich nicht immer wieder bei der leiblichen tochter melden und ... hoffnungen wecken ... bei dieser das alte trauma wieder wecken ... macht-ohnmacht-konstellationen revitalisieren (nach dem muster: ich mache, was fuer mich stimmt, wie es dir dabei geht, ist fuer mich nachrangig ...) ... das fuehrt zur quaelerei am adoptierten menschen, der reflexartig sich nach der liebe, der aufhebung der universalen trennung sehnt, dem ende des auslieferungs-albtraums (gar nicht anders kann, als ... in der regel wenigstens ... dass es da adoptierte gibt, die mit einer entfremdungs- abgeklärtheit durchs leben wandeln, die von so manchen betroffenen kaum mehr nachvollzogen werden kann, wissen wir inzwischen ...) ... und dieser adoptierte mensch hat dann nur die wahl, sich selbst in ad-infinitum-warteschleife seelisch zugrunde zu richten, oder aber von sich aus den finalen trennungsstrich zu ziehen (dies auch unter ungeheuerlichen seelischen qualen, die zunaechst u.u. medikamentoes abgemildert werden muessen ...) ... dies habe ich gemacht ...
und ... es moege mir niemand sagen, ich soll doch "froh sein", dass ich am leben sei, denn "abtreibung" waere doch auch eine option gewesen (das thema abtreibung sollte gerade in gegenwart von adoptierten, die mit dem trauma des unerwuenscht-seins leiblicherseits sowie durch eine ganze gesellschat durchs leben wanken muessen, einiger- massen sensibel abgehandelt werden ... ich fuer meinen teil habe mir schon oftmals gewuenscht, ich waere abgetrieben worden (das, was da der ueberwiegende teil der "gesellschaft" mit mir ein leben lang veranstaltet hat, war fuer mich naemlich viel, viel schlimmer, denn die hat mich im grunde ein leben lang missbraucht und kleinweise hingerichtet ...) dies habe ich meiner leiblichen mutter vor jahrzehnten - ich wurde ja gefunden - sogar einmal muendlich am telefon mitgeteilt, als sie mich jenseits des grossen teichs kommunikativ aushungerte (weil sie wahrscheinlich auch ihre abgrenzungen brauchte, die ich aber als seelenfressendes toedliches "spiel" mit mir durchleben musste ... dass ich hier allein war und seelisch beinah "vor die hunde ging" wusste sie, es war ihr aber nicht wirklich wichtig genug) ... heute bete ich gelegentlich fuer meine leiblichen eltern, aber ich will sie niemals wieder sehen, will ihnen nicht einmal mehr "danach" begegnen ...

Titel: An alle Adoptivmütter und auch alle anderen!
Verfasst: So 6. Apr 2008, 21:49
"(...) Als sie das sagte, war für mich klar: Ich bleibe der Clown, der ich immer war!"
ich persoenlich empfinde momentan nur abscheu vor der "null-reaktion" deiner a-mutter ...
uebrigens ist mir wieder einmal klarer geworden, dass ich/wir an der beinah durchgängigen "null-reaktion" einer ganzen gesellschaft hinsichtlich der wirklich wesentlichen probleme von adoptierten bestenfalls in ein "clown-dasein" abgedrängt werden (ich habe auf meiner hp davon geschrieben, der "adoptions-trottel" zu sein für die sozietaet) ...
ich persoenlich bemuehe mich, aus der gesellschaftsrolle wohlversorgter clown (hascherl, das ein soooooooo gutes platzerl gott sei dank bekommen hat und soooooooo froh und lebenslänglich daaaaaankbar sein musssssssss!) konsequent auszusteigen ... bereitschaft zum rückfallverhalten scharrt aufgrund gründlicher prägungen unter surviving-stress-bedingungen allerdings permanent in meinen inneren startloechern ;-))))))
p.s.: meine zweite adoption hat sich, was DAS z.b. anlangt grundsätzlich unterschieden (vielleicht nicht fuer so manche "zuseherInnen", aber jedenfalls für mich, und das ist doch das wesentliche ...), ja, sie hat sogar einige gesellsch. fehlleistungen der ersten tatsaechlich in mir ausbuegeln koennen ...

Margaretha Rebecca Hopfner, Wien 2008

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