Vatersuche - US-Staatsbürgerschaft - Zum Leitfaden für US-Besatzungskinder

Margaretha Rebecca Hopfner

Beiträge zum Thema Adoption

im Diskussionsforum von adoption.de

2007

 

Seine persönliche Herkunft gehört zum Menschen und sie gehört dem Menschen!
Jeder Mensch hat das Recht auf seine Herkunft!
Die Anonymisierung von Menschen und Inkognito-Adoption
sind menschenverachtend! Sie machen aus Menschen (die ihre Herkunft tief innen immer in sich tragen!!!) zwangsläufig (moderne Nobel-)Sklaven und schaffen weltweit ein ungeheures Missbrauchspotential!!!!!!!
Herkunft darf also dem Menschen nicht vorenthalten, enteignet, geraubt werden!
Herkunft darf niemals vernichtet werden!!!
Adoption ist kein Instrument zur Familienplanung!
Adoption kann ein Weg sein, einem verwaisten Kind eine Familie zu geben.
Es müssen rechtliche Regelungen geschaffen werden, welche die Herkunft dem adoptierten Menschen auf allen Ebenen rechtlich bewahrt und gleichzeitig durch adoptional wirksame Bestimmungen sinnvoll ergänzt.
Adoption muss national und international rechtlich derart geregelt werden, dass die Menschenwürde aller Betroffenen gewahrt bleibt!
Kein einziger Mensch ist ein Bastard!!!!!
"DIE WAHRHEIT IST DEM MENSCHEN ZUMUTBAR."
Ingeborg Bachmann

Einige Jahre beteiligte ich mich an den Diskussionen im Forum von adoption.de. Es existieren dort bereits über Tausend registrierte Beiträge von mir, und die inhaltlich mir wichtigsten präsentiere ich ebenfalls seit Jahren auch hier. Die Beiträge habe ich im originalen Wortlaut sowie der von mir im Forum verwendeten Orthographie übernommen, Verschreibungen wurden absichtlich nicht wegkorrigiert. Es handelt sich bei meinen Beiträgen um jene Bruch-Stücke der "Dinge meines Lebens", die im fortgesetzten Prozess ihres vorläufigen und schließlichen "Erkennens" buchstäblich aus mir herausgebrochen sind! Mein Mitschreiben im Forum hatte wesentlichen Anteil am unumgänglichen Verarbeitungsprozeß zur Geschichte meiner Adoption. Ein Dankeschön an das Ehepaar Fasen, welches die so wichtige Webseite zum Thema Adoption geschaffen hat und betreut und an all jene Diskussionsteilnehmer, die im Lauf der Jahre einen Austausch zum Thema Adoption mit mir gepflegt haben. Nur in der direkten Kommunikation mit anderen Betroffenen war mir mein eigener Ausdruck in dieser Form erst möglich!!!


28.01.2007 - 18:57: AKTUELL
...,
kein mensch will adoptiv-eltern "per se" und pauschal in "misskredit" bringen.
ich stelle mir aber schon gelegentlich die frage, weshalb sich manche a-eltern bei kritischer berichterstattung zu manchen a-eltern gleich pauschal angegriffen fuehlen. das ist auch auch eine permanente "ueberreaktion", die unangemessen ist und jene, die eben auch ueber die negativen seiten von adoption berichten, deren es zahlreiche gibt, in misskredit bring/t/en soll ... das ist auch nicht gerecht und der sache dienlich!!!!
ich denke, weder adoptierte noch herkunfts-muetter/eltern, welche positive erfahrungen mit adoption und a-eltern gemacht haben, haben das geringste interesse daran, adoptiv-eltern "per se" in eine finstere ecke zu stellen ...
allerdings ist die zeit sehr wohl ueberreif, dass einmal all das unter dem teppich hervorgekehrt wird, das dort - von diversen seiten gewollt - jahrzehnte ein seelenruhiges modriges dasein gefuehrt hat ... (bis hinein in die albtraeume so mancher adoptierter hinein ...)
nur wenn da auf a-seite, die "dinge" wirklich in eine gute ordnung kommen, koennen herkunfts-muetter - wenn sie eben keine andere alternative haben und sehen - guten gewissens ihre kindern ihnen vollkommen fremden eltern in die haende geben, oder?!!!!
a-eltern sollten ebenso das allergroesste interesse daran haben, die "schwarzen schafe" in den eigenen reihen herauszufiltern, damit eben die a-eltern-schaft nicht als ganzes in misskredit geraet!!!!
liebe gruesse und alles gute
mr

27.01.2007 - 12:05: RE: weil ich es so schön finde
liebe ...,
(...)
ich denke da geht es im grunde um viel, viel mehr ... da geht es um "postmoderne" gesellschaftsvisionen und wie sie realisierbar sind, z.b. neben vielen anderen solchen, in welchen - in internationalen dimensionen unter internationalen rahmenbedingungen - den "problemmenschen" einfach ihre kinder abgenommen werden, um sie in gesellschaftlich akzeptierte gesettelte familien zu transferieren (neben anderen auch folgender "positiver" nebeneffekt: kinderlose ehepaare werden mit kindern versorgt!), damit sich die "probleme" nicht kontinuieren. dazu muss ebendiese herkunft bis auf ein paar biologische grundtatsachen eliminiert werden. bin sicher, dass diese INTENTION auch noch WISSENSCHAFTLICH NACHBEFORSCHT, BESTAETIGT und somit FUNDIERT WERDEN WIRD ... im zeitalter der scientokratie hat dies eben so zu sein ... wir ADOPTIERTE werden zu einem wichtigen EXPERIMENTIERFELD fuer die FAMILIENPLANUNGSMODELLE der ZUKUNFT. an uns u.a. wird AUSGETESTET, WIE WEIT DIE FAMILIENPLANER dbzgl. GEHEN KOENNEN, welche bedingungen hergestellt werden muessen beim/fuers transferieren von menschenkontingenten - i. diesen faellen heranwachsende - von a nach b. man/frau muss einmal die verschiedensten optionen gedanklich ausprobieren ... vor den ungeheuerlichsten gedanken nicht mehr zurueckschrecken ... dann kommen wir vielleicht der "wahrheit" ein stueck naeher ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

26.01.2007 - 22:43: RE: Gedanken, Briefe, Kontakt mit den Leiblichen Eltern
(...)
liebe ...,
wenn deine kinder zu ihren muettern einen freien kontakt entwickeln koennen - eben unter den rahmenbedingungen, die durch euer arrangement durch offene adoption festgelegt sind -, dann - so meine ich - entwickeln die kinder von ganz alleine IHR band zu ihren leiblichen muettern. dieses band wuerde ich eher eben als "existentielles" band denn als "mystisches" band bezeichnen, denn sie kennen schlicht und ergreifend den "grund ihres hierseins in der welt", sie erkennen zudem schlicht warum sie in vielem so sind, wie sie eben sind, in vielen bereichen, sie koennen diese existentiellen "abgleiche", "selbstvergewisserungen&q uot; in permanenz vornehmen, erfahren ... und ... sie wissen, dass ihre leiblichen muetter sie nicht ablehnen, sondern ihnen zugeneigt sind, so sehr sogar in liebe, dass sie es zulassen, dass sie bei dir/euch jene alltaegliche liebe, fuersorge, betreuung, foerderung bekommen, die sie fuer ihr gegenwaertiges und zukuenftiges leben brauchen. sie koennen auch erleben, dass dies von ihren leiblichen muettern so in liebe "toleriert" wird ...
vielleicht sehe ich das alles nun zu rosig, ich weiss nicht ... wie ich schon sagte, ich bin nicht sicher, ob ICH zu einer offenen adoption bereit waere, zu einer halboffenen fuer die zeit des aufwachsenen mit sicherheit, denn das u.a. wuerde ich als das mindeste an anstand gegenueber den herkunfts-eltern ansehen.
berichte einfach mehr aus eurem familienalltag, damit wir auch eine immer bessere vorstellung von deinen alltagssituationen erhalten ... es tut gut, davon zu erfahren
liebe gruesse
margaretha rebecca

26.01.2007 - 22:29: RE: Gedanken, Briefe, Kontakt mit den Leiblichen Eltern
ja ...,
ich schaetze die wissenschaft sehr, auch die naturwissenschaft (von dieser "selbsternannt" als sog. "leitwissenschaft" im vergleich zu den geisteswissenschaftlichen "orchideenfaechern" ;-)) gesprochen, aber gerade auch diese "schoenheit" hat es mir angetan ...), aber auch die naturwissenschaft befindet sich ja in einem permanenten fluss ... was heute anerkannter stand des wissens ist, kann sich in zehn jahren schon wieder relativiert haben, geschweige denn in hundert oder zweihundert jahren ...
aber lassen wir diese diskussion ...
ich nehme mir einfach meine "freiheit", und das tue ich bewusst und mit freude ueber meinen gedanklichen bewegungsspielraum. wenn ich mich im wissenschaftlichen bereich artikuliere, weiss ich schon, an welche argumentativen und sonstigen spielregeln ich mich zu halten habe ...
aber hier im forum bin ich nicht auf dieser ebene, und das eroeffnet mir sehr, sehr wertvolle kommunikative erfahrungen, die ich absolut nicht mehr missen moechte ...
einen schoenen abend noch
margaretha rebecca

26.01.2007 - 21:36: RE: Gedanken, Briefe, Kontakt mit den Leiblichen Eltern
es tut mir leid, aber - bei allem grossen respekt vor deinen erzieherischen bemuehungen - nehme ich deine art der darstellung deiner mehr-familien-situation so wahr, als haettest du erfolgreich - ueber den offenen weg - die herkunfts-eltern/familie/n "besiegt".
wieso stellst du das so gegenueber:
die h-mutter, die absolut nichts besonderes mehr ist und die a-mutter, die superabgeklaerte kinder durchs leben managed ...
geht es denn immer darum, wer "toller" ist?
so jedenfalls habe ich es wahrgenommen!!!!
p.s.: auch eine leibliche identitaet braucht erfahrungs-lern-prozesse, um sich als solche entwicklen, entfalten zu koennen ...
als von meiner leiblichen herkunft vollkommen abgeschnittene person hatte ich keine chance, eine solche leibliche identitaet zu entwickeln, vielleicht auch deshalb mein lebenslanges gefuehl von mir fremd-sein in meinem eigenen koerper ... und ... noch nach jahrzehnten laesst sich das kompensieren ... heute verfuege ich endlich ueber so etwas wie meine leibliche identitaet ...

26.01.2007 - 21:26: RE: Gedanken, Briefe, Kontakt mit den Leiblichen Eltern
hallo ...,
dieser beitrag gefaellt mir sehr gut und erinnert mich an eine bindungserfahrung mit meiner tochter nach der geburt, die sich so tief eingepraegt hat, dass sie ein leben lang vorgehalten hat: als ich mein maedchen bei mir liegen hatte nach der geburt (ich hatte rooming-in) habe ich ihr zwar gereinigtes aber noch nicht mit seife gewaschenes koepfchen gerochen. und dieser unbeschreibliche duft des fruchtwassers, der an diesem ersten tag mein kind eingehuellt hat, hat mich regelrecht betoert. ich wollte es immer und immer wieder riechen, so ein wohlgeruch war das ... und bis heute erinnere ich mich - so gerne - an diese situation, an diesen geruch, den ich fuer immer mit mir und "meiner" tochter verbinden werde ... vielleicht hat mir diese erfahrung auch bei der bewaeltigung von kritischeren zeiten wesentlich geholfen!!!!
so viel zu meiner instinkthaftigkeit ... die ich nicht missen will ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

25.01.2007 - 16:55: RE: Ich hab es noch nicht mal im 5.Monat gemerkt, Sie ...! oder zum Wert dieses Forums
:-)))) ich steh' mitten IM leben, und das ist sehr schoen !!!!!

25.01.2007 - 17:03: RE: Herkunftsmütter haben nichts für ihre Kinder getan!
und ICH gerade soll keine "ahnung" davon haben ... ich war ja selber so ein kind ... die albtraeume, die ich immer noch traeumen muss, noch nach jahrzehnten und viele andere beschwerden, "sagen" mir schon, was damals mit mir los war ...
von ihren eltern misshandelte, vernachlaessigte, verstossene kinder muessen "in sicherheit" gebracht werden, und dennoch muessen auch fuer diese kinder - im falle von adoption, sowohl herkunftsidentitaet, herkunftswissen, herkunftsrechte erhalten bleiben!!!! denn die zerstoerung der herkunft bedeutet eine lebenslange nachmalige schwere dauer-misshandlung ... so sehe ich das ...
zu meiner "gesinnung": ich bin christin, damit komme ich ganz gut aus :-)))), damit bin ich mit sicherheit zuerst auf der seite von sozial schwachen menschen, das ist ganz klar!!!!!
im uebrigen: ich praesentiere hier keine "einschaetzungen", sondern DENK-MOEGLICHKEITEN im sinne eines GEOFFNETEN DENKENS ... deshalb spreche so gerne im konjunktiv ... mein denken laesst sich nicht festlegen, einsperren in starre regeln, auch nicht von mir selber :-)))))) bestrimmte denk-regeln (bwz. regelsysteme) sind eben auch "nur" - bessere und weniger gute - moeglichkeiten, "welt" zu erkennen und zu beschreiben ...
im uebrigen - ganz wohlgemeint!!!! (nicht fuer ev. kalt-kalkulierende geschaeftemachende pr-macher gedacht!!!! denn die wissen ganz genau was sie tun, wenn sie boeses tun, und warum sie es wann wie wem gegenueber tun): ERWEITERT EIN WENIG EUREN HORIZONT :-)))

Registriert: 27.03.2004 Beiträge: 1270 25.01.2007 - 09:52: RE: Herkunftsmütter haben nichts für ihre Kinder getan!
aufgehoben ;-))))
(...) zum eindruck, den der mitleser gewinnen mag:
ich halte es auch durchaus fuer moeglich, dass zahlreiche mitlesende frauen, die daran denken moegen, ihr kind zur adoption zu geben, durch ado-bezogene-"standpunkte " "gewisser" derart abgeschreckt werden, dass sie von ihrem vorhaben, ihr kind in eine derart herkunfts-feindliche (ja hassende!) umgebung zu geben, abstand nehmen.
insofern haben diese statements, die per eigenem anspruch inhaltlich "ausbalanzierend" sein wollen, wohl eher einen dezidiert "aufklaererischen" wert. sie zeigen erschreckend deutlich auf, IN WELCHE umgebungen inkognito-adoptierte geraten KOENNEN!!!!! (bitte zur kenntnis nehmen, dass ich diese negativa KEINESWEGS ALLEN ADOPTIVELTERN PAUSCHAL UNTERSTELLE!!!!) und wie "gut" oder "schlecht" es diesen dort zu ergehen vermag ... insofern, mein ganz grosses kompliment an die "gewissen" ... da wird ja - wahrscheinlich ungewollt ;-))) - der aufklaerung ueber moegliche realitaeten im ado-system, der ado-realitaet ein wirklich grosser dienst erwiesen!!!!!!!
oder will man/frau moegliche "kunden" bei der "stange" halten bzw. nicht "vergraulen"? nur so ein gedanke ... in zeiten des schwunghaften internationalen kinderhandels wohl nicht zwangslaeufig abwegig, oder?!!!
DESHALB moeglicherweise diese - erst beim zweiten hinsehen - erkennbaren "kunden"orientierten (potentielle a-werber, a-eltern etc.) "signale":
- herkunfts-muetter sind die "schuldigen",, es ist demnach gerechtfertigt, sie "aus dem gesichtsfeld" der a-familie fernzuhalten bzw. zu eliminieren ... schaut euch manche dieser "exemplare" hier doch an, dann wisst ihr, wie recht "wir" haben
- adoptiv-eltern sind "retter" und "kultivvierer", sie tun ein gutes werk, ohne sie bleiben "alle" "verlassenen" kinder dieser welt in heimen oder gehen sonst wie zugrunde
- adoptiv-eltern sind "die wichtigeren" elltern, herkunfts-elternschaft ist von der bedeutung fuer das aufwachsen des a-kindes redundant
- adoptierte sind von ihrer herkunft her ggesehen, nicht determiniert, also keine bedenken haben wegen moeglicher negativer inputs; wenn "nichts da ist", kann nicht "unerwuenschtes" "hervorkommen", kann also nach belieben erzieherisch "geformt" werden ... nach dem bilde der a-eltern ... also macht euch keine unnoetigen sorgen wegen "dieser dinge", schliesslich koennen "wir" ja auch in "unseren" reihen auf ein "prachtexemplar" eines absolut und in jeder hinsicht "erfolgreich" sozialisierten (a-loyal, a-integer, a-dankbar, beruflich a-gesteuert erfolgreich etc. etc.) verweisen
- das instrument fuer eine erfolgreiche unnd zufriedenstellende a-praxis ist die inkognito-adoption
- den betr. adoptierten wird damit fuer allle zukunft vermittelt, von deiner lebensausgangslage her betrachtet BIST DU EIN NICHTS ("niemandskinder"), die umgebung, in die du hineingeholt worden bist, HAT FUER DICH ALLES ZU SEIN ... gehorche, sei dankbar, duldsam ohne ende und zufrieden mit deinem schicksal!!!!!!!!!!
- den betr. adoptierten wird damit und in verbindung mit den h-ausloeschenden bestimmungen und praktiken von inkognito-adoption klipp und klar gemacht ... DU - als der zum verschwinden gebrachte h-mensch - BIST FUER IMMER UNTERWORFEN, AKZEPTIERE DEIN SCHICKSAL UND LEHNE DICH DAGEGEN NICHT AUF!!!! andernfalls werden wir uns allerhand einfallen lassen!!!!! andernfalls werden wir uns allerhand einfallen lassen!!!!! dass wir uns u.a. beim "geschaeft" "mit der ANGST" gut auskennen (gezielt ho. deplazierte Drohgebaerden nicht uebersehen!!!!) - und wer weiss, bei was sonst auch noch!!!, duerfte nunmehr hinlaenglich bekannt sein!!!! jene "unterirdischen" "gestalten", die aus der kueche "plaudern" (z.b. hier, auf homepages usw.), werden wir so lange zur schnecke machen, bis sie froh und dankbar sich freiwillig verziehen und endgueltig den mund halten ....
- also potentielle a-"kunden" lasst euch ddurch das daemliche gequatsche in diesem forum nicht verunsichern und abschrecken, alles ist ok wie es ist und es wird auch so bleiben, wenn ihr euch an "unsere" "empfehlungen" haltet ... holt euch ruhig "eure" kinder ... alles bleibt unter "kontrollierten" bedingungen ... - das gesetz ist auf eurer seite, denkt daaran, ihr seit fuer immer die staerkeren ... - und ... liebe leute/"kunden": der absoluut ueberwiegende teil der "unterirdischen", deren biologischen nachwuchs ihr erwerbt, hat sowieso keinen blassen schimmer, geschweige denn eine realistische "chance", sich ein praeziges bild "der dinge" zu machen bzw. sich "ins bild"zu setzen, dazu ist ja der grossteil dieser leute zu schwach, zu "dumm", zu "doof" und zu "feige" ... seht sie euch doch an, diese "figuren" hier und auf ihren homepages, idiotischer geht's doch nicht, oder :-))) ... understatement, ist doch klar ... - denn ... WIR sind "qualifiziert" (psychoologInnen, aerzte, rechtsanwaelte, professoren etc.), "wir" sitzen an den heblen von MACHT und KONTROLLE ... - VERTRAUT UNS, "wir" sorgen schon dafuer,, dass alles "reibungslos" "ueber die buehne geht", "danach" muesst ihr euch nur noch an ein paar "regeln" zu halten ... (...)

25.01.2007 - 08:35: RE: Herkunftsmütter haben nichts für ihre Kinder getan!
(...)
wieviel intimitaet und privatheit einzelne hier preisgeben, muss ihnen selbst ueberlassen bleiben!!!
bianka ergaenzt ... ausfuehrungen sehr gut und macht auf einen u.u. sehr wichtigen faktor aufmerksam, der u.u. verhindern kann, dass schwangerschaften frueh genug von den schwangeren wahrgenommen werden koennen ... dies ist offenbar durchaus auch auf fachaerztlicher seite bekannt, und darauf hat bianka aufmerksam gemacht!!!
ein zusammenspiel von psychisch-intellektueller verdraengung und biologisch missverstaendlicher signale (weiterbestehen der menstruation, kaum bzw. nur ganz geringe und damit unauffaellige gewichtszunahme etc.) KOENNEN eben - wie aus beitraegen zu ersehen - die entdeckung einer schwangerschaft erst in einem sehr fortgeschrittenen statium moeglich machen ... da mir nun schon zwei "faelle" bekannt sind, in welchen dann als grund fuer die "abnahme" des kindes "vernachlaessigung im mutterbauch" geltend gemacht wurde, ist gerade mit hinblick darauf der hinweis von bianka und aschenproedel auf menstruations-"unregelmae ssigkeiten" gerade in einem forum wie diesem mehr als zulaessig, ja, diese hinweise sind eine wertvolle ergaenzung fuer das verstehen-koennen "kompliziert"-geword ener lebenssituationen!!!!

24.01.2007 - 19:59: RE: Adoptionsunterschiede
wasser und feuer sind nicht die einzigen "elemente" ...
und dass es doch geht, zeigt das leben selbst ... auch meines ...
das entweder - oder macht krank!!!!
mich hat's jedenfalls krank gemacht ...
seit ich ein sowohl - als auch lebe, bin ich auf dem weg der gesundung ...
seit ich mich mit meiner herkunft tief innen versoehnt habe, bin ich endlich mit meinem hiersein in der welt versoehnt ...
das leben ist schoen

24.01.2007 - 19:59: RE: Adoptionsunterschiede
(,..) wasser und feuer sind nicht die einzigen "elemente" ...
und dass es doch geht, zeigt das leben selbst ... auch meines ...
das entweder - oder macht krank!!!!
mich hat's jedenfalls krank gemacht ...
seit ich ein sowohl - als auch lebe, bin ich auf dem weg der gesundung ...
seit ich mich mit meiner herkunft tief innen versoehnt habe, bin ich endlich mit meinem hiersein in der welt versoehnt ...
das leben ist schoen

24.01.2007 - 18:56: RE: Adoptionsunterschiede
(...)
liebe ...,
nochmals danke fuer deine ausfuehrlichen gedanken zum thema.
zuerst zu ... einteilung: ich sehe darin einfach einen allerersten versuch ..., aus ihrer sicht adoptions"typen" zu differenzieren. es ist ihr gutes recht, dies zu tun, zumal zutage tritt, dass es eben auch sehr verschiedene hintergruende fuer adoption gibt. so eine kategorisierung laesst sich ja weiterentwickeln, und es ist ... entscheidung, dies zu tun oder nicht, ob sie das fuer ihre darstellungen zu adoption braucht oder nicht ...
genauso ist es eben dein gutes recht, dich dazu kritisch zu aeussern ... davon lebt ein guter austausch!!! wir duerfen niemals vergessen, dass wir hier in der absolut ueberwiegenden mehrheit als von adoption BETROFFENE und austauschen ... es finden (und das wird auch nicht verlangt) KEINE FACHDISKUSSIONEN statt ... aber gerade das erlebe ich persoenlich als adoptierte als die grosse bereicherung eines forums wie diesem!!!!
nun zu dem, was du zu inkognito-adoption schreibst: ja, das geht mir inzwischen mehr nahe als vieles andere bei adoption ... denn ich habe mich in den vergangenen jahren, in denen ich mich nun hier an den schriftlichen "gespraechen" beteilige, in meiner haltung dazu grundlegend gewandelt. in meinem gedankengebaeude zu adoption ist buchstaeblich kein stein auf dem anderen geblieben. meine dazugehoerigen empfindungen sind ebenfalls andere geworden.
wie du aus vielen beitraegen, die ich schon hier deponiert habe, bin ich inzwischen eine absolute gegenerin von inkognito-adoption, der ausloeschung von herkunftsidentitaeten - auch auf rechtlicher ebene - geworden ... verzeih mir bitte, wenn ich nicht mehr alle ueberlegungen wiederholen will, die man hier von mir nachlesen kann, es waere einfach zu viel, das alles noch einmal anzufuehren:
aber einfach aus meiner perspektive gesprochen - und du weisst, WIE SEHR ICH MEINE ADOPTIVELTERN LIEBTE UND LIEBE (in der tiefsten seele nicht aus adoptionspathologischer dankbarkeit, sondern aus nach wie vor tief empfundener liebe zu ihnen!!!!) - das "projekt", ausschliesslich "kind anderer eltern" zu sein, hat sich fuer mich in jeder hinsicht, v.a. in gesundheitlicher, als zerstoererischer bumerang erwiesen! erinnerst du dich vielleich!, als ich davon geschrieben habe, dass ich zeitlebens nichts anderes sein wollte (mit ganzem herzen!!!!!!), als ausschliesslich das kind meiner adoptiv-eltern, wie sehr ich alles liebte, was sie mir als kulturelles erbe gegeben haben etc.? welche enttaeuschung und wut ich jahrelang empfand, nachdem ich erfuhr, dass ich es nicht bin?!!! ja, so sah es bei mir aus!!! aber zum ersten kann kein mensch von seiner herkunft abgetrennt werden (sogar noch die reagenzglastechniker muessen von "irgendwo", also von konkreten menschlichen eltern, die dna holen, an der sie dann "arbeiten" koennen und das fliesst als geschichte in die werdung des menschen ein, den sie dann buchstaeblich "erschaffen" ... so eine geschichte moechte ich persoenlich nicht haben ... und ich frage mich natuerlich, wie sich solche geschichten auf die identitaetsentwicklung uns sonstige entwicklung von menschen auswirken, die sie in sich tragen!!!!), die herkunft, auch die rechtliche, bleibt - auch im falle des versuchs der totalen ausloeschung - irgendwo in diesem menschen ANWESEND!!! und heute gehe ich - die eben auch das rechtliche band wieder zur leiblichen herkunft hergestellt hat - so weit, zu sagen, die leibliche herkunft GEHOERT NICHT NUR ZU DIESEM MENSCHEN, SONDERN SIE GEHOERT IHM VON ALLEM ANFANG AN UND EIN LEBEN LANG, SIE DARF NICHT ENTEIGNET WERDEN!!!!
es geht nicht nur darum, dass ein kind "weiss", dass es adoptiert ist (welche verunsicherung schafft so ein wissen erst recht im adoptierten, wenn die dazugehoerigen informationen nicht verfuegbar, dem adoptierten zugaenglich und mit entsprechenden moeglichkeiten, diese informationen SELBSTAENDIG zu handhaben, in welcher form immer er/sie es will ...
eine a-mutter namens ... hat hier einmal etwas fuer mich sehr interessantes geschrieben ... sie moege mich korrigieren, wenn ich sie falsch wiedergebe!!!!: sie haelt es ihrem a-kind offen, sich es bei erreichen der volljaehrigkeit AUCH fuer die staatsbuergerschaft seiner herkunft zu entscheiden. das hat mir sehr imponiert, denn es zeigte mir, dass sogar einmal auf a-seite meinem leidenschaftlichen wunschdenken eines umfassenden (also auch auf rechts-ebene) "sowohl-als auch" "entsprochen" wurde ...
ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass eine adoptiv-familie fuer die zeit des aufwachsens der kinder ruhe ins alltagsleben bringen will (das wuerde ich genauso wollen als a-mutter), dass man einfach einmal die kinder aufwachsen lassen soll, sich entwickeln, ausbilden etc. ... aber spaetestens ab dem zeitpunkt der volljaehrigkeit sollte ein adoptierter mensch vollkommen selbstaendig entscheiden koennen, in welcher weise er sich auf die herkunft zubewegen moechte, und da sollten einfach die optionen offengehalten (und nicht ausgeloescht) worden sein. es kann nicht angehen, dass erwachsene (!!!) adoptierte die erlaubnis ihrer adoptiveltern brauchen fuer weiss gott was, die herkunft betreffendes ... das lehne ich inzwischen konsequent ab!!! ich denke hier muss sich das gesamte denken auf allen seiten aendern ... andere grundeinstellungen zu adoption erarbeitet und vermittelt werden ...
und ... nachdem mir klargeworden ist, dass es zahlreiche herkunfts-muetter gibt, denen tatsaechlich ihre kinder schaendlich abgepresst worden sind (z.b. durch zwangsadoptionen in der ehem. ddr ...), deren psycho-soziale und materielle notlage schamlos ausgenutzt wurde, um ihnen die kinder wegzunehmen, und die diese "erpressung" noch mit einer "unterschrift" euphemistisch in eine "freiwillige tat" umdeuten helfen mussten (tja, das ist fuer mich inzwischen zynismus pur ... besonders die geschichte von ... dient mir hier als beispiel ... wollte fruehr niemals so was annehmen, denn ich dachte mir stets, so etwas kann es doch unter "geordneten" "verhaeltnissen" amtsseits nicht geben ... ) ... also, ueber das leid DIESER frauen, welche - nehme ich inzwischen an - die ueberwiegende mehrheit der herkunftsmuetter adoptierter kinder ausmachen, bin ich mir erst in juengerer zeit klargeworden ... und auch jene frauen in problemsituationen, die "versagt" haben, und und und, sollten wir nicht in bausch und bogen verurteilen (als adoptiv-eltern eines kindes solcher eltern schon gar nicht, denn jede missachtung der leiblichen herkunft ist - so unverstaendlich dies zunaechst erscheinen mag - implizit eine missachtung dieses kindes ... ich habe es jedenfalls ein leben lang so erlebt und ein leben lang darunter gelitten!!! und habe mir schon in der pubertaet gesagt: und wenn ich von drogendealern, zuhaeltern, inzest und weiss was abstammten soltle, ich muesste und wollte einen weg finden, dazu "ja" zu sagen ... denn ich wollte damit ZU MEINER EXISTENZ JA SAGEN!!!)
so nun muss ich wieder einmal aufhoeren, sonst artet mein geschreibsel noch in "logorrhoe" aus ;-))) (na ja, wenns's das manchmal ist, ist's auch nicht so tragisch ...)
ich hoffe, dass du sehr wohl meine ernste bereitschaft zum austausch erkennen kannst, und nicht meine aeusserungen einen angriff in sachen adoption gegen dich erlebst ...
liebe gruesse ...
margaretha rebecca

21.01.2007 - 17:01: RE: Adoptionsunterschiede
hallo ...,
vielen dank fuer deine ausfuehrungen und anregungen zum weiter nachdenken.
ja, ich gebe dir recht, in vielen faellen ist es geboten, im interesse des gefaehrdeten kindes rasch und entschlossen zu handeln. mein fall war so ein fall.
wie wir in den vergangenen jahren gesehen haben, gibt es auch faelle, in denen amtlicherseits dieses handeln entweder nicht stattgefunden oder aber viel zu spaet gegriffen hat ... tote kinder sind die folge (ich meine nicht die toten neugeborenen babies) ...
meinst du aber, dass man diese hintergruende, die du geschildert hast, verallgemeinernd umlegen kann auf die mehrheit der adoptions-faelle?
ich denke inzwischen sehr wohl, dass es da "machenschaften" gibt, um muettern ihre kinder unter gezielter ausnutzung ihrer not-lage abzupressen, ohne dass entsprechende hilfsmassnahmen geboten werden. (in acht wochen bis zur endgueltigen unterschriftsleistung fuer eine adoption ist eine grundsaetzliche aenderung einer lebenssituation wohl nicht zu erwarten ...) oder ist das heute hierzulande wirklich so alles anders?
und wie sieht es mit den aus dem ausland adoptierten kindern aus, wie sieht es da mit den ursachen fuer die weggabe, wegnahme der kinder aus ... da vernimmt man ja gelegetnlich in dokus und sonstigen infos haarstraeubende vorgaenge: faelschung von herkunftsdokumenten etwa ...
wie ist das mit den zahlen hierzulande:
auf wievile adoptionswillige (und wie verteilen sich hier die gruende fuer den adoptionswunsch und -willen) kommen hierzuglade wieviele zur adoption gegebene kinder ... HEUTE ... (jemand sollte diese zahlen und fakten immer wieder hier hereinstellen) ...
mit besten gruessen
margaretha rebecca

21.01.2007 - 17:44: RE: Wir sind neu und hoffen auf einige Antworten
hallo ...,
(...)
das ist es ja gerade, was ich immer vermitteln will!!! es gibt fuer mich als adoptierte nur ein sowohl - als auch, niemals ein entweder - oder ... das einzige was mich stoert ist das "ganz und gar", denn das beinhaltet fuer mein empfinden und meine sicht eine ausschliesslichkeit ...
"ganz und gar" gehoert der adoptierte mensch mit seinem ganzen leben nur sich selbst, meiner auffassung nach jedenfalls
(...)
kann ich alles unterschreiben, aber ich wuerde eben anstatt "mein" kind "unser" kind sagen, in jeder hinsicht ... als das kind seiner leiblichen eltern und mit all der geschichte, die ihr gemeinsam habt (mit dem kind, vielleicht auch durch kontakt mit den leiblichen eltern, rechtsbestaende aus der herkunft ev.) ist es wieder - und das kann ich auch zutiefst bejahen - dein kind ... wenn du es mit all dem, was seine herkunft mitbringt, annehmen kannst, so ist es tatsaechlich in dieser hinsicht "dein" kind ... so jedenfalls wuerde ich es - so ich a-mutter geworden waere - auch versuchen zu leben ...
(...)
nein, nein, du hast, wie glaube ich, klar geworden ist, teilweise deine fragen schon selber beantwortet ... ... sowohl - als auch
aber zu dem fremd-sein will ich dir gerne noch etwas sagen: die fremdheit ist zunaechst ganz einfach ein faktum ... ein fremdes kind mit eigenen leiblichen eltern (natuerlich kommt es auch noch drauf an, wie fremdheit gesehen wird) trifft auf fremde adoptiv-eltern ... im zuge der gemeinsamen sozialisation wird auf diversen ebenen diese fremdheit zweifelsfrei ueberwunden, das kind waechst in seine neue umgebung hinein, und im positiven fall seinen a-eltern, a-geschwistern und a-verwandten ans herz ... sie sagen zu ihm, du gehoerst zu uns ... und genau das braucht auch dieses kind: ZUGEHOERIGKEIT auf wichtigsten lebensebenen ...
ABER: dennoch bleibt da seine leiblichkeit, die geschichte, die zu ihr gefuehrt hat, mitgebrachte identitaeten ... das kind stammt aus seinen eigenen leiblichen familien ab ... diese leiblichkeit sehe ich inzwischen als religioes-philosphischen connex zu meinem hier sein in der welt an, wenn du so willst, spiegelt sich darin auch die "heiligkeit des lebens" fuer mich ... und diese leiblichkeit ist und bleibt "das andere" im adoptiertem im neuen adoptionalen lebenszusammenhang ... im fall der tabuisierung und nicht bejahung - wie in meinem fall - das quaelend "fremde" ... es kommt also ganz und gar darauf an, wie ich diese fremdheit im adoptionalen zusammenhang integriere, ob ich sie achte und ihr damit den gebuerenden platz einraeume, oder ob ich sie total-vereinnahmend zu "meinem" mache ... ich denke, ein liebender abstand, damit diese herkunft auch in der adoptionalen situation "atmen", also leben kann, waere gut. der adoptierte mensch sollte erfahren: du wirst von uns so geliebt wie du bist und mit allem, womit du zu uns gekommen bist. wer auch immer deine leiblichen eltern und verwandten sind, du brauchst dich fuer absolut nichts zu schaemen. wir werden dir helfen, jedes wissen in liebe zu tragen ... ohne uns zu sehr in dich hineinzudraengen oder aufzudraengen ... wir koennen auch warten, bis du zu uns kommst, und uns aufforderst, ersuchst, dich zu begleiten, zu stuetzen ...
"Es interessiert mich aber sehr wie du als erwachsene Adoptierte diese Dinge siehst. Ich will ja schliesslich so viel wie möglich `richtig` machen :-)) und lerne immer gerne dazu."
liebe suki, danke dir fuer dein interesse und dein zuhoeren ... vielleicht kannst du das eine und andere fuer dich "gebrauchen" ...
aber natuerlich weiss auch ich: "im nachhinein ist jeder ein prophet" ...
wer weiss schon, ob ich das so supertoll mit einem adoptierten kind hinbekommen haette ...
alles gute fuer euch alle
margaretha rebecca

20.01.2007 - 13:27: RE: Rettet brbrbr ...
(...) zu einer adoptionalen-"schein" ;-wirklichkeit habe ich tatsaechlich fast saemtliche bezuege abgebrochen :-))) diese seifenblase ist geplatzt, und du hast auch hineingestochen :-)))) ... vielen dank im uebrigen!! mein ich ganz ehrlich!!!

20.01.2007 - 11:39: RE: Vorurteile richtung Adoeltern
immer dort, wo der kinderwunsch, der ueber adoption z.b. "befriedigt" werden will/soll, zu sehr im inneren und aeusseren vordergrund steht, geraet das kind selbst "in den hintergrund"!!!!
wohlstand ist zwar nicht unangenehm, aber keine voraussetzung fuer liebesfaehigkeit :-)))

20.01.2007 - 11:16: RE: Vorurteile richtung Adoeltern
(...)
hallo ...
ich freue mich so sehr mit dir, dass du adoptiv-eltern hattest, die dich MIT deiner leiblichen herkunft, also tatsaechlich um deiner selbst willen geliebt haben!!!
auch ich habe diese grosse liebe von meinen a-eltern stets gespuert, spuere sie immer noch, obwohl sie ebenfalls schon lange, lange tot sind.
ich denke mir, dass diese liebe sie - wie auch deine verstorbenen a-eltern - befaehigt, mich/dich in dem, was wir hier tun, zu verstehen, uns eben auch gerade damit zu lieben ...
denke ich mir halt, oder wuensche es mir einfach ... jedenfalls kann ich nicht anders, und will es auch nicht mehr ...
liebe gruesse
margaretha rebecca
p.s.: nein, hab die zahl nicht richtig geschrieben, sehe es gerade ;-))) ...

20.01.2007 - 11:02: RE: Vorurteile richtung Adoeltern
ich meine damit gerade auch, dass das verlassene kind auch vor "der gesellschaft" ungeschuetzt sein kann bzw. dies wohl zumeist ist ...
das ist es eben: mit einem allseits verlassenen kind glaubt so ziemlich JEDER, damit tun oder lassen zu koennen, was man/frau gerade will ... es ist buchstaeblich "freiwild" ...
das ist es, was mich besonders entsetzt

20.01.2007 - 10:39: RE: Vorurteile richtung Adoeltern
ja, das allseits verlassene kind gehoert zu den aller-aller-schwaechsten mitgliedern unserer gesellschaft. vor keinem missbrauch, keiner gewalttat welcher natur auch immer ist es jemals geschuetzt. wenn hier keine gesellschaftlichen schutzvorrichtungen fuer es vorhanden sind, ist dieser mensch - wem auch immer auf welche weise auch immer - ausgeliefert, zumeist ein leben lang ...

20.01.2007 - 10:11: RE: Vorurteile richtung Adoeltern
ich bin - mit rueckblick auf meine eigene lebensgeschichte - wohl die allerletzte, die sich gegen adoptionen ausspricht. ich bin die allererste, die sich von ihren leiblichen eltern und familien verlassene kinder in eine behuetete, foerderliche familiaere umgebung wuenscht. ja, es gelingt MIR eben nicht, meine aufmerksamkeit in richtung dieser kinder auszublenden ... meine tochter monierte schon wiederholt, dass ich mir entspr. dokus ueber eben solche verlassenen kinder schon buchstaeblich zum fruehstueck "reinziehe" ... jedesmal, wenn ich ein kind in einer gluecklichen kommunikation mit seiner mutter, seinen eltern sehe (strassenbahn oder wo auch immer), wenn ich sehe, dass dieses kind geschuetzt, unterstuetzt und gluecklich ist, dann ruehrt mich das an, ich bin froh und sage mir, gott sei dank!!! nicht ohne SOFORT an jene kinder zu denken, die genau das nicht haben, nie bekommen werden ...
ich bin auch die allerletzte, die sich gegen adoptiv-eltern wendet, die mit adoption i.s. wohlwollen in alle a-bezg. richtungen "ernst machen" wollen ... die das adoptierte kind mit der noetigen achtung vor seiner leiblichen herkunft annehmen, die dieses kind nicht primaer als "ihr kind" betrachten, sondern als menschen, den sie auf seinem ganz eigenen weg in ein eigenes leben hinein begleiten ...
was mir in den vergangenen jahren allerdings schon immer klarer bewusst geworden ist, ist die mir immer offenkundiger werdende tatsache, dass im gesamten adoptions-zusammenhang sehr vieles "im dunkeln" liegt und dass es systematische strukturen gibt, die genau das herbeifuehren und erhalten. dazu gehoeren auch die herkunfts-muetter/-eltern und ihre geschichten, von deren vielfachen übervorteilung, ausgrenzung bis hin zur gezielten denunziation dieses "system" eben auch "lebt".
es MUSS nicht nur gestattet sein, sondern es ist geradezu eine VERPFLICHTUNG, auf dieses hinzuweisen, die "verborgenen realitaeten" aufzuspuehren und aufzuzeigen ...
was mit menschen geschieht und vorgehabt wird, die bereit sind, genau das zu tun, kann in den auseinandersetzungen hier im forum geradezu "phantastisch klar" mitverfolgt und analysiert werden ...
als mensch, der/die seine/ihre adoptiv-eltern buchstaeblich - immer noch - ueber alles liebt/e und liebt, denke mir, diese aufklaerung kann auch nur positiv sein fuer all jene adoptiv-eltern, die sich der adoption mit jenem ernst zuwenden, die die verdient ...
alle seiten gehoeren ausgeleuchtet, alles gehoert aufgezeigt!!!! auch ueber den weg von vorlaeufigen fehleinschaetzungen, teilwahrheiten, ueberzeichnungen ...
wer auf a-seite die leibliche herkunft derart niedertraechtig behandelt, wie dies gerade in den letzten wochen und monaten durch einige mitschreibende zum ausdruck gebracht wurde, verfuegt eben ueber null qualifikation als eltern fuer ein weggegebenes, traumatisiertes kind ...
und wenn adoption tatsaechlich ueberwiegend - national und international - nach harten marktmechanismen funktioniert (was mir als adoptierter geradezu unertraegliche intellektuelle und emotionale zustaende bereitet) - dann gehoert das eben auch als solches aufgezeigt!!!!
ja ja, in DIESEN zusammenhaengen koennen a-"willige" tatsaechlich stets zu "ihrem" kind gelangen ... (resultiert daraus eine gewisse ho. sichtbar gewordene mitunter geradezu hemmungslose ueberheblichkeit auf a-seite?!!!)

19.01.2007 - 22:39: RE: Vorurteile richtung Adoeltern
"Patty schrieb:
Margaretha schrieb:
patty,
mir brauchst du rein gar nichts ueber verlassene kinder hier und heute weismachen wollen ...
Ich brauch dir das nicht weiß zu machen. Kinder wie meine wird es wieder geben. Die frage ist werden sie auch die Chance auf offene Adoption haben?
aber dieses ado-eltern-gejammere kann ich absolut nicht mehr ertragen ...
Ich jammere nicht, ich stelle fest!
zumal da ja doch etwas heftige und deftige ado-eltern-standpunkte zum vorschein kamen und kommen ... v.a. wenn ich da die haltung gegenueber der leiblichen herkunft ins auge fasse ...
Welcher Standpunkt wäre dir denn lieber?
gerade als adoptierte nicht, die weiss, zu welchen identifikations-anpassungs-lei stungen sie ueber die schiene der emotionalen dauererpressung gezwungen wurde ...
ja, sogar ich habe einmal zu meinem a-vater gesagt: "... dann haettet ihr mich eben nicht annehmen sollen ..."
nicht meine eltern, aber viele a-bewerber sollten wohl besser die finger von adoption lassen ...
Ich halte auch nicht alle für die Creme de la Creme
es gibt eben keinen verfassungsmaessig garantierten rechtsanspruch auf ein kind ...
Ja, den gibt es aber auch nicht für leibliche Eltern wenn sie ihn abgeben.
mfg
margaretha rebecca
Grüße
(...) die saetze habe ich weder geschrieben noch unterschrieben!!!! vgl. folgendes posting von patty: 19.01.2007 - 22:30: RE: Vorurteile richtung Adoeltern und folgendes posting von mir: 19.01.2007 - 22:10: RE: Vorurteile richtung Adoeltern patty, wenn nun DU auch noch zu ... anfaengst, disqualifizierst du dich nicht nur vor mir, sondern auch vor so einigen deiner eigenen ansprueche!!! bist ganz schoen ueberheblich in deiner a-eltern-rolle geworden, meinst du nicht? liebe gruesse margaretha rebecca

19.01.2007 - 22:10: RE: Vorurteile richtung Adoeltern
patty,
mir brauchst du rein gar nichts ueber verlassene kinder hier und heute weismachen wollen ...
aber dieses ado-eltern-gejammere kann ich absolut nicht mehr ertragen ...
zumal da ja doch etwas heftige und deftige ado-eltern-standpunkte zum vorschein kamen und kommen ... v.a. wenn ich da die haltung gegenueber der leiblichen herkunft ins auge fasse ...
gerade als adoptierte nicht, die weiss, zu welchen identifikations-anpassungs-lei stungen sie ueber die schiene der emotionalen dauererpressung gezwungen wurde ...
ja, sogar ich habe einmal zu meinem a-vater gesagt: "... dann haettet ihr mich eben nicht annehmen sollen ..."
nicht meine eltern, aber viele a-bewerber sollten wohl besser die finger von adoption lassen ...
es gibt eben keinen verfassungsmaessig garantierten rechtsanspruch auf ein kind ...
mfg
margaretha rebecca

19.01.2007 - 17:10: RE: Was bedeutet für euch adoptiert zu sein?
hallo pia84,
dein beitrag zeigt die furchtbare innere zerrissenheit vieler adoptierter auf. viele deiner gedanken und gefuehle habe ich selber auch schon gehabt!!!!
ich verstehe deine liebe zu deinen adoptiv-eltern ebenso gut, wie deine distanz zu deiner leiblichen herkunft. dennoch lese ich auch deine tiefe sehnsucht nach deiner leiblichen herkunft aus deinen worten, sogar dort noch, wo du abwertend ueber sie sprichst.
kein wort drueckt diese zerrissenheit besser aus, als "wurf-mama":
du sagst zu deiner leiblichen mutter mama ... zurecht, denn du hast das leben von ihr!!!
und du sagst etwas furchtbares: sie hat "geworfen", du verwendest ein wort, das bei der geburt von tieren auch verwendet wird ...
meinst du nicht, dass du ev. deiner leiblichen mama sehr unrecht tust damit ... und noch viel schlimmer, dass du damit auch ueber dich selber furchtbar negativ denkst und empfindest ...
ich wuensche dir, dass du deine leilbiche herkunft vielleicht doch kennen lernen und dein bild von ihr grundlegend aendern kannst ...
dieser prozess - so du ihn auf dich nehmen willst - wird nicht ohne grosse aengste, unsicherheiten und schmerzen fuer dich vonstatten gehen ...
alles, alles gute fuer dich
margaretha rebecca

19.01.2007 - 16:44: RE: Rettet brbrbr ...
liebe bianka,
magst du mir vielleicht ueber pasing-obermenzing etwas sagen? (auch per mail)
ich vermute inzwischen dass die freifrau-interessens- und bietergemeinschaft mit der geschichte eines adoptierten - mit oder ohne dessen wissen - "arbeitet". es werden identitaeten und persoenliche geschichten erfunden und/oder zu tarnungszwecken verfremdet:
aus freifrau wird freimann bzw. umgekehrt, man positioniert diese person/en geografisch weiter im sueden dtl.s (assoziations-hilfe: schwabing-freimann), der adoptierte, auf den bezug genommen wird, wird aelter gemacht, er wird als erfolgreicher adoptierter karriere-mensch dargestellt, der die selbst-positionierungen einer upper-class inhaliert zu haben scheint eine ganz und gar erfolgreiche adoptions-karriere im adoptions-normalitaets-program m absolviert hat ... er kann sich sehen lassen, mit ihm koennen sich seine a-eltern sehen lassen, sie haben an ihm ein perfektes adoptionswerk vollendet ... und dieser "erfolgreich" sozialisierte adoptierte bezieht position und preist das werk der adoptions-normalitaets-willige n ... was kann man/frau denn fuer einen "besseren" "beweis" fuer die funktionstuechtigkeit des gepriesenen adoptions- inkognito-systems praesentieren ...
was aber, wenn dieser adoptierte ein einfacher berufsschulabsolvent ist, sich vielleicht gar nicht so wunderbar mit seiner a-familie versteht und seine eigenen wege geht ... die es dann auch noch zu "kontrollieren" gilt ... dann tauchen da noch andere angebliche akademiker auf, deren ho. sprachliche und intellektuelle selbst-praesentation auch u.u. darauf schliessen lassen koennte, dass dem so ist. was ich aber eher vermute, ist, dass der adoptierte vielleicht ganz und gar eine gestalt "im hintergrund" ist, vielleicht werden er, sein name, sein u.u. eigener nick, den er schon andernorts verwendet haben mag, seine geschichte, einfach in diese pr-aktion verfremdet eingebaut. das verwirrspiel darum, wieviele wann daran beteiligt sind, haelt ja schon einige zeit an. ist interessant zu beobachten :-)))) vielleicht haben einige der hier sonst noch mitschreibenden (nicht du, harald!!!) auch einen leistungsbeitrag eingebracht. (uebrigens: da hatten wir doch auch schon jemanden, der im krankenhaus gearbeitet hat!!!) bemerkenswert ist jedenfalls, dass die anzahl der beitraege so mancher leute auffallend ruecklaeufig war. damit der zusammenhang aber nicht "ruchbar" wird, hat man/frau hin und wieder ein beitraeglein unter den urspruenglichen nicks plaziert.
sind nur gedanken, assoziationen, vermutungen dazu von mir ... also, bianka, lassen wir uns nicht beirren ganz liebe gruesse margaretha rebecca

18.01.2007 - 09:18: RE: Kinderklau
"(...)"
nur, um's in erinnerung behalten zu koennen :-)))
deutet dieser slang eventuell auf eine nicht verarbeitete leibliche herkunft bei einem adoptierten hin, der eigenlich ein ganz normales sandwich sein moechte? :-))))

18.01.2007 - 08:25: RE: Kenntnisname
"(...)"
he, mein stammbaum beginnt bei adam und eva ... kann bei www.rootsweb.com nachgelesen werden :-))))

17.01.2007 - 18:19: RE: Kinderklau
"(...)"
mhm, alles klar ... HERKUNFTSFRAUEN sind wohl per se "fundamentalistisch" ... kommt hier nicht wieder - auf geradezu wunderbare und wundersame weise - der eigene "tunnelblick", ja die eigene "fundamentalistische" ; einstellung gegenueber herkunfts-muettern zum vorschein ... ich frage ganz einfach ...
aber, aber, wo bleibt da die faehigkeit zur differenzierung ... akademisch gebildeten sollte diese faehigkeit jedenfalls nicht ganz und gar fremd sein ... aber auch sie sind gegenueber gehirnwaeschen intellektuell nicht immun ...

17.01.2007 - 17:54: RE: Adoptionsgesetz
(...)
aber neiiiiiiiiiiiiiin, kein missverstaendnis, wir wussten doch immer schon, WAS gemeint war :-)))
ich bin doch einfach gut, gib's zu ;-))) (jedenfalls waerst du nicht der erste, der/die mir das zutiefst aufrichtig und ueberzeugt zu verstehen gibt ... mhm ;-)))))
i feel good ...........yeah
... jetzt komm ich langsam drauf: egomanie koennte auch eine tugend sein ... auch ich darf ein wenig egoman sein nicht nur in sandwiches eingequetschte freie frauen und maenner und sonstige ...
egomanie-therapie waere vielleicht kein schlechter hinweis fuer adoptierte, denen die eigene persoenlichkeit derart verformt wird, dass sie ein leben lang nicht mehr wissen, wer sie eigentlich sind
... die mit ihrem schicksal zufriedenen adoptierten - und das meine ich wieder ganz, ganz ernst, will ich nicht aufschrecken ... die sollen das alles mit sich selber regeln ...!!!!

17.01.2007 - 13:42: RE: Adoptionsgesetz
in meiner grenzenlosen naivitaet kann ich einfach nicht anders, ich muss antworten :-))) ... ja zugegeben, es macht mir gelegentlich auch richtig spass!!!
"(...)"
ja, diese assoziation ist lustig, nun war der lacher auch wieder bei mir ...
"Schauen wir uns die Postings der Fraktion doch mal an, ..., ..., ...."
wie schon erwaehnt, ich mag diese drei ... gel. gewesene streitereien absolut inbegriffen ...
"völlig nedifrei zuzugestehenden sprachlichen Invention"
stammt teilweise von einem wiss. kollegen (hierarchiestatus: ganz oben) ... 11. und oberstes gebot in der zunft: du sollst dich nicht mit fremden federn schmuecken :-)))
bevor ich's vergesse:
nun endlich begriffen, dass ich "die wichtigste" bin?:-))) 6 mrd haben das begriffen, im universum, in sämtlichen paralleluniversen, megamultiuniversen und bis hinab in die elf dimensionen der strings ist das allen klipp und klar, also muss hier eine/r schon im koma auf seiner/ihrer leitung liegen, der/die das noch nicht kapiert (hat) ...
yeah, that's the way it is ...

17.01.2007 - 12:51: RE: Adoptionsgesetz
mein herz ist gross :-))))
im gemuesegarten gottes gedeihen ja die wunderlichsten "blueten" und - mitunter ganz schoen frechen - fruecht/ch/e/n :-))))

17.01.2007 - 07:43: RE: Adoptionsgesetz
"(...)"
aha, das habe ich aber ganz und gar anders in erinnerung ... im uebrigen hat mir die schreiberin dieses beitrages die augen geoeffnet darueber, wie "die dinge" da laufen bei der adoptionsvermittlung ... na ja, wenn marktmechanismen wie "angebot und nachfrage" hier "regulierend" am werk sind, und bei den behoerden "beziehungen" eine derart wichtige rolle spielen, wundert's mich nicht ...
leuten (nicht die schreiberin!), die andern empfehlen, nicht wie eine "nenandertalierin" zu "grunzen", die die niedertraechtigsten "tricks" des dirty campainings anwenden, um andere mit "dreck" bewerfen zu koennen, ist klar zu vermitteln, was davon gehalten wird ... und dies noch dazu einigermassen nuechtern ausgedrueckt ...
that's it ...

16.01.2007 - 22:41: RE: Adoptionsgesetz
betreffend zahlreiche beitraege "gewisser" schreibender:
es gibt ja diverse moeglichkeiten, seine geistige notdurft via dauer-logorrhoe zu verrichten :-))))
manchmal bin ich direkt froh, dass ich gewissen pseudo-intellektuellen durchknallern universitaetsseits nicht in die haende geraten bin ... wer weiss, ob ich da ohne geistige total-kollateral-schaeden davongekommen waere ...
oh, naiv, wie froh bin ich, dass ich es tatsaechlich in vielen bereichen sein kann, sein darf, bewahrt es mich doch davor, derartig boesartig zu werden (ja, obwohl ich viel boeses erlebt habe, bin ich nicht boesartig geworden), wie ...

16.01.2007 - 19:55: RE: Adoptionsgesetz
was habe ich in meinem vorigen beitrag geschrieben ;-))))
scheint alles zu stimmen ...
bloedheit ohne grenzen ...
ich schreibe ja auch nicht fuer freifrau und seine ANFraktion ;-))) dazu waere mir wirklich meine energie und zeit zu schade ... ganz recht, ich schreibe fuer ganz andere ...
ich bin nicht gegen adoption, aber ich bin fuer adoption zu anderen bedingungen ... an der veraenderung dieser bedingungen sollte gearbeitet werden!!!
ich gehoere zu jenen, die sich entschieden hat, nicht zu heiraten, ein kind in einer aufrechten partnerschaft zu bekommen und es schliesslich nach der trennung allein grosszuziehen ... auch das ist ein lebenswerter lebensentwurf!!!
p.s.: auch ich lache gelegentlich ausgiebig und schallend ueber die "abgefahrenen" "sager" von aggressiven spinnern mit ihren kampfhunden ;-)))

16.01.2007 - 16:59: RE: Adoptionsgesetz
"(...)"
mhm, das war mir immer schon klar ... allerdings wuerde ich eher GEGENDARSTELLUNG denn "richtigstellung" dazu sagen ...
"Und im Gegensatz zu vielen Anderen hier, ist es uns ziemlich "wurscht" was, die meisten hier von uns denken. So lange so nach und nach "ankommt", dass hier eigentlich an den zentralen Themen der Adoption vorbeidiskutiert wird, dieses Forum eine Platform für individuelle Profilierung (und auch in manchen Fällen Defizitbewältigung) in verschiedenste Richtungen geworden ist."
mhm, auch das ist mir sonnenklar ... es geht um Agitation ...
relevante themen werden m.e. eben von den betroffenen selbst als solche definiert und nicht von "normalitaets-neurotikern " ;-))) und solchen, die mit der adoptions-"normalitaet&qu ot; u.u. auch ihre "geschaefte" machen ... klar, fuer diese leute muss - zu den gegenwaertigen konditionen - ruhe bleiben im stall ...
adoptionsgesetze gehoeren weltweit geaendert, zu viele unmenschlichkeiten - vor allem gegenueber dem adoptierten menschen und seiner leiblichen herkunft - sind darin verpackt ...
ja, auch ich denke an die "kinder in not", welche im falle von adoption in diesen strukturen vielfach ein leben lang "in not" bleiben ...
und ich denke an die "mütter in not" ... dies kann nicht voneinander getrennt werden!!!
wissenschaftliche studien ueber herkunfts-muetter sind vonnoeten, oder gibt es die etwa schon? und wo sind studien über jene adoptierten, die an ihrer adoption ein leben lang kranken?
auch die verbannung von "negativen" einzelschicksalen (jene, die eben nicht ins gaengige adoptions-normalitaetsraster passen) in den bereich der "bedauerlichen" "ausnahmefaelle" ist gezielte argumentative irrefuehrung im propagandafeldzug und findet auch in allen moeglichen anderen bereichen taktische und strategische anwendung im jeweiligen propagandakrieg ...
mir liegt es allerfernst auch nur irgendjemandem den mund zu verbieten ... auch von "den dreien" kann man vieles ueber die schattenseiten von adoption lernen ... meinen besten dank ... dass dies in der umgekehrten richtung "weniger locker" gesehen wird, ich meine das mit der freien artikulation, daran zweifle ich allerdings nicht im geringsten ...
ich schreibe nun schon bald das sechste jahr in diesem forum mit, und der zeitpunkt, mit dem die adoptions-normalitaets-propaga nda (im wesentlichen getragen durch "die drei") gestartet wurde, faellt zusammen mit dem verstaerkten outing von verschiedenen herkunftsmuettern, wohl ermutigt durch eine, die ebenfalls seit jahren schon konsequent mitschreibt und sich nicht vertreiben hat lassen ... dieses forum wird offenbar fuer oeffentlichkeitswirksam angesehen, und so muss hier der propagandafeldzug gegen die von ihnen so titulierte HFraktion durchgezogen werden, wie wir gesehen haben, wird hier, was die zum einsatz gebrachten methoden anlangt, der griff in die untersten schubladen nicht selten gescheut ... aber auch dieses "normalitaets"geplae rre ist fuer mich als adoptierte sehr lehrreich ... ich stelle fest, dass diese leute mit einem zynismus ueber leibliche eltern und somit auch implizit ueber adoptierte herfallen, der SO - in dieser konfiguration, dieser systematik und zielgerichtetheit in der anwendung - noch nicht da war ... tja, DAS hat methode ...
mit gruessen und dank an die "ANFraktion" (i.e. adoptions-normatliaets-fraktion) ...
p.s.: was mich schon zum staunen bringt, ist diese pauschale verachtung und aechtung von herkunftsmuettern ... auch das ist, m.e. ein hinweis, dass da vieles bei adoption gezielt im dunkeln gehalten werden muss, das nach aufklaerung schreit ... aber inkognito ist ja ein probates mittel, um dies zu verhindern ...

16.01.2007 - 07:07: RE: Adoptionsgesetz
sie duerfen es mir ruhig "glauben" (:-)))), das alles habe ich durchaus "erkannt" ... ich kann dazu nur sagen, dass sie eben damit "rechnen" muessen, dass weiterhin zu ihren stellungnahmen ebenfalls stellungnahmen abgegeben werden ... (z.b. sehe ich das mit den "durchgeknallten" einigermassen "anders" ...)
und ... der zweck "heiligt" jedenfalls nicht "alle" mittel ... wer fuer sich bestimmte moralisch-ethische "standards" geltend macht, muss damit rechnen, dass er/sie auch selber daran gemessen wird!!!
wie vieles da im adoptionsbereich "im argen" liegt hat mir in diesem forum nicht zuletzt eine a-mutter klar gemacht ... fuer mich sind diese "dinge" dermassen entsetzlich, dass ich mich als adoptierte viel, viel lieber gar nicht weiter damit befassen moechte ... und je laenger ich in DIESEN "sumpf" hineinsehe, das eine und andere detail im "elektronenmikroskop" ; betrachte, umso uebler wird mir eigentlich ...
und vieles, was auch sie hier von sich gegeben haben (und wahrscheinlich noch werden :-))) bestaetigt in vielem, worauf "eine gewisse schreiberin" unbeirrbar aufmerksam machen will. ist ihnen das eigentlich schon einmal klar geworden?
und ist sich der adoptierte unter den freifrauen eigentlich im klaren, dass er von anderen "gewissen leuten" als "frontsoldat" missbraucht werden koennte, derweil diese sich ruhig zuruecklehnen und das ganze geschehen hier "interessiert" beobachten bzw. beobachten lassen?!!!!!!

15.01.2007 - 23:14: RE: Adoptionsgesetz
(...)
Freifrau, bei der ich seit dem sandwich-vergleich eigentlich eher wieder als von einer schreibenden person ausgehe, denn "normal" sein wie ein sandwich, laesst bei mir die assoziation aufkommen, dass ja diese "Einheit" aus grob gesehen drei "Untereinheiten" besteht, welche, dies zu erkennen, ueberlasse ich den sehenden ... frage mich nur noch, wo ich den adoptierten ausmache ... wahrscheinlich mitten in der schutzhuelle, also mittig ... :-))))
nur g'schwind zur bemerkung bzgl. sichtbarmachen: menschen in bestimmten positionen mit bestimmten moralisch-ethischen und sonstigen anspruechen, sollten sich schon auch ihrer verantwortung gegenueber den in sozial und wirtschaftlich unguenstigeren positionen befindlichen bewusst sein und nicht derartige verachtungs-tiraden auf sie niederprasseln lassen ... mein geliebter adoptivvater, mein däda, der selbst aus armem haus kam (und eine reiche heiratete), ein durch und durch konservativer mann, hat mir dies in seinen gesellschaftlichen rollen als schuldirektor und buergermeister konsequent so vorgelebt, dass ich mich bis zum heutigen tag, was diese dinge anlangt, an ihm orientiere ... er hat allen menschen, insbesondere aber auch den ärmeren stets selbstlos geholfen, buchstaeblich keinen hat er davon ausgenommen, er hat mich nie von aermeren menschen ferngehalten, mir niemals eine mir daher absolut fremde und befremdliche abscheu, wie ich das gelegentlich aus ihren beitraegen ersehe, Freifrau, vor benachteiligten menschen beigebracht, desgleichen meine a-mama ... was ich von meinen adoptiv-eltern als tiefste lebensbotschaft in mir trage, ist die achtung vor allem leben und vor JEDEM menschen ... mein vater hat benachteiligten stets geholfen, er hat diese menschen zugleich geachtet und geliebt ... so habe ich gelernt, dass die orientierung an einer christlichen moral und ethik vieles absolut ausschliesst, was sie hier gelegentlich als werthaltungen in bezug auf menschen von sich geben ...
aber wir alle sind unterwegs und lernen ein leben lang ...

15.01.2007 - 23:14: RE: Adoptionsgesetz
Freifrau, bei der ich seit dem sandwich-vergleich eigentlich eher wieder als von einer schreibenden person ausgehe, denn "normal" sein wie ein sandwich, laesst bei mir die assoziation aufkommen, dass ja diese "Einheit" aus grob gesehen drei "Untereinheiten" besteht, welche, dies zu erkennen, ueberlasse ich den sehenden ... frage mich nur noch, wo ich den adoptierten ausmache ... wahrscheinlich mitten in der schutzhuelle, also mittig ... :-))))
nur g'schwind zur bemerkung bzgl. sichtbarmachen: menschen in bestimmten positionen mit bestimmten moralisch-ethischen und sonstigen anspruechen, sollten sich schon auch ihrer verantwortung gegenueber den in sozial und wirtschaftlich unguenstigeren positionen befindlichen bewusst sein und nicht derartige verachtungs-tiraden auf sie niederprasseln lassen ... mein geliebter adoptivvater, mein däda, der selbst aus armem haus kam (und eine reiche heiratete), ein durch und durch konservativer mann, hat mir dies in seinen gesellschaftlichen rollen als schuldirektor und buergermeister konsequent so vorgelebt, dass ich mich bis zum heutigen tag, was diese dinge anlangt, an ihm orientiere ... er hat allen menschen, insbesondere aber auch den ärmeren stets selbstlos geholfen, buchstaeblich keinen hat er davon ausgenommen, er hat mich nie von aermeren menschen ferngehalten, mir niemals eine mir daher absolut fremde und befremdliche abscheu, wie ich das gelegentlich aus ihren beitraegen ersehe, Freifrau, vor benachteiligten menschen beigebracht, desgleichen meine a-mama ... was ich von meinen adoptiv-eltern als tiefste lebensbotschaft in mir trage, ist die achtung vor allem leben und vor JEDEM menschen ... mein vater hat benachteiligten stets geholfen, er hat diese menschen zugleich geachtet und geliebt ... so habe ich gelernt, dass die orientierung an einer christlichen moral und ethik vieles absolut ausschliesst, was sie hier gelegentlich als werthaltungen in bezug auf menschen von sich geben ...
aber wir alle sind unterwegs und lernen ein leben lang ...

15.01.2007 - 12:37: RE: Adoptionsgesetz
(...)
p.s.: meine herkunft ist in mir, gehoert zu mir und sie gehoert mir, ich habe und sehe darin keine "gegenseite" oder etwas gegen mich gerichtetes mehr ---

15.01.2007 - 07:23: RE: Adoptionsgesetz
ich weiss schon, was ich geschrieben habe, und ich stehe dazu, heute, morgen und uebermorgen ...
dass ich zu einer versoehnlichen inneren haltung zu meinen leiblichen eltern, insbesondere meiner leiblichen mutter finden konnte, danke ich hochqualifizierter psychotherapeutischer unterstuetzung, aber ebenso der direkten kommunikation mit herkunftsmuettern, die sich ueber dieses forum ergeben hat, weil sie den mut hatten, sich mit ihrer adoptionsbezogenen geschichte zu outen: aschenproedel, bianka, reni, ... etc. im speziellen von aschenproedel und bianka ist mir eine warmherzigkeit zuteil geworden, die ich mir von meiner leiblichen mutter zeitlebens gewuenscht habe, die sie mir aber - aus welchen gruenden immer - nicht geben konnte. diese warmherzigkeit, die mir von herkunftsmuettern entgegengebracht wurde, hatte tatsaechliche heilende wirkung fuer mich. keine noch so grosse liebe von anderer seite, die ich ebenfalls mehrfach, angefangen bei meinen adoptiv-eltern, empfangen habe, hat jemals DIESE wirkung auf mich entfaltet. deshalb: mein tief empfundener dank an alle diese frauen, die herkunftsmuetter in meinem leben!!!!!

15.01.2007 - 00:04: RE: Adoptionsgesetz
@Freifrau ich jedenfalls war zunaechst weder ungewollt noch niemandskind, ich hatte eine ganz bestimmte herkunftsidentitaet und mit ihr verbundene rechte, dies eben - zunaechst gesellschaftlich so vorgesehen - vom anfang meines lebens an. meine leibliche mutter wurde von meinem leiblichen vater belogen, betrogen, verlassen ... und dies, obwohl er von meiner werdenden existenz und meiner geburt in kenntnis war ... seine troestenden worte an meine leibliche mutter: "sei eine gute mutter" ... meine leibliche mutter hatte NIEMANDEN mehr, der sie gemeinsam mit mir unterstuetzt haette ... ich war in der damaligen gesellschaftlichen umgebung ein ami-besatzungs-bastard und sie ein ami-flittchen ... in ihr muss - nachdem sie von ihrer unmittelbaren umgebung dazu aufgefordert worden war, ihr geld mit sexuellen dienstleistungen zu verdienen, innerlich "etwas" zu bruch gegangen sein, sie wollte diesen vorschlag nicht in die tat umsetzen und den entschluss gefasst, sich davon zu machen ... mich allerdings hat sie bei genau diesem gesindel mit fuer mich absolut verhaengnisvollen folgen zurueckgelassen ... ich unterstelle ihr, dass sie eventuell damit kalkuliert hat, dass ich diese furchtbare "pflege" nicht ueberleben werde, zumal sie nach einem halben jahr, als ich bereits wiederholt im spital war (sie war darueber in kenntnis) und kurz vor einem weiteren spitalsaufenthalt meinerseits vor der behoerde einen antrag auf dauerpflege bei jenem gesindel mitunterschrieb, obwohl sie sah (oder hat sie es gezielt ausgeblendet aus ihrer wahrnehmung), in welch katastrophaler verfassung ich war ...
trotzdem weiss ich: meine leibliche mutter hat mich in liebe empfangen, sie wollte mich mit meinem vater gemeinsam aufziehen, sie hat sich auf der basis eines heiratsversprechens bei meinem leiblichen vater "eingefunden" ... meine leibliche mutter ist - obwohl in der kritischsten situation moralisch zerbrochen - kein "asoziales" ungeheuer, sie hat in weiterer folge sechs kinder erfolgreich grossgezogen, sie ist eine ganz und gar gesellschaftlich angepasste, fleissige und integre person ... ja sie hat mir gegenueber total versagt, damals und ein ganzes leben lang, aber ... soll ich sie deshalb ein leben lang vor den inquisitions-richter fuehren? soll ich mich ein leben lang damit quaelen, sie zu hassen dafuer ... nein, nein, damit ist jetzt schluss ... ich habe mich - weil ich es will, und weil es fuer meine seelische und sonstige gesundheit weit vorteilhafter ist - dazu durchgerungen, die guten seiten meiner mutter zu lieben und ihr das boese, das sie mir angetan hat, zu vergeben ... meine mutter soll nun tun und lassen, was sie will, ich will gar nichts mehr von ihr und sie hat mit ihrer luegerei und fortgesetzen kommunikationsverweigerung mein interesse an ihr verwirkt. aber sie ist und bleibt meine leibliche mutter, und ich bin gluecklich ueber das leben, das andere retten konnten, das ich aber von ihr erhalten habe ... so sage ich endlich ja zur art und weise wie ich hereingetreten bin in diese welt!!!! auch mit meinem leiblichen vater will ich nichts mehr zu tun haben ...
aber ich konnte nun endlich eine normale beziehung zu einigen meiner leiblichen verwandten aufbauen, verwandte, die mir mittlerweile viel bedeuten und die mir ebenfalls das gefuehl vermitteln, dass ich "connected" bin ... und dies war und ist mir nur moeglich, weil ich mir die kollossale anstrengung angetan habe, mich meinem ueber weisteste strecken geradezu ekelerregend anstrengenden leben zu stellen ... nachdem ich dezidiert jede nur denkbare anstrengung erfolglos unternommen habe, meine gesamte leibliche herkunft zu vergessen ... also dieser ganze herkunfts-ablehnungs/auslö ;schungs-quatsch interessiert mich einfach nicht mehr!!!!
noch was: hinter "Freifrau" verbirgt sich da womoeglich doch eine "bietergemeinschaft" (geboten wird pr-aktion gegen outingbereite herkunfts-muetter und alle jene, die diesen "gewogen" sind) bestehend aus mehreren individuen (wie ja einmal angedeutet wurde, dass ja freifrau und guteform sich den account teilen), die es sich zum ziel gemacht haben, mit dem gezielten einsatz von dirty-campaigning (unterste schublade!!! aber trotzdem auf die wirkabsicht hin durchaus systematisch durchdacht!!!) obgen. personenkreis oeffentlich aufs schaffot bzw. den scheiterhaufen zu verbringen ...
wenn in dieser truppe ein adoptierter mitmacht, was nicht unwahrscheinlich ist, dann hat sein gehirn schon so den einen oder anderen waschgang ueber sich ergehen lassen muessen, das laesst sich aus - den von mir vermutet diesem zuschreibbaren beitraegen semantisch - durchaus herausfiltern, schonwaschgaenge waren das nicht ...
ich neige inzwischen auch deshalb wieder zur annahme, dass da unterschiedliche personen (jedoch keine multiple persoenlichkeit) am werk sind, da sich die beitraege von freifrau in stil und inhalt erheblich voneinander unterscheiden. aber nun schluss damit ...
zum adoptionsgesetz ein ander mal ...

13.01.2007 - 19:00: RE: Muttermilch
patty,
ich spreche von mir und meinem leben und von meinen subjektiven ansichten. ich spreche zu allermeist von moeglichkeiten und versuche tunlichst, pauschalaussagen zu relativeren. in meinem vorangegangenen statement tue ich dies z.b. unter zuhilfenahme eines klammerausdrucks und der moeglichkeitsform.
"probleme" im adoptionalen zusammenhang haben/machen nicht nur die adoptierten und herkunftseltern/-muetter (letztere wurden ja vor nicht allzu langer zeit von jemand anderem als das eigentliche "problem" ausgemacht ...), sondern auch adoptiveltern. die haben u.u. ja noch ganz andere "probleme" als die eventuell gegebene eigene infertilitaet (von welcher seite auch immer gegeben).
so wie mir einmal von einer a-"verwandten" unverbluemt mitgeteilt wurde, dass ja die heutige medizin die fertilitaetsprobleme meiner a-mama laengst im griff haette und damit unausgesprochen mir mitteilte, "dann haette man ja dich nicht gebraucht!", so koennen wohl heutige kinderwunschdurchdrungene, jedoch in jeweiliger konstellation zur fortpflanzung auf "natuerlichem" wege nicht faehige durchaus mit hoffnungen auf die moderne medizin leben, die ja schon heftigst darum bemueht ist, die rolle leiblicher elternschaft unter ihre volle kontrolle zu bringen, und eines tages von vornherein zu potentiellen not-herkunfts-menschen ein tief empfundenes "und euch brauchen wir dazu auch nicht mehr" sagen ... das naemlich wuenschen sich bestimmt viele heute schon, viele aber auch nicht ... denn es sind ja mit diesen "wichtigen" "gesellschaftlichen" rollen hohe ebenso gesellschaftliche anerkennungswerte verbunden, die im andern fall unter den tisch fielen ...
"modern times" ...
ist meine sicht und gegen niemanden persoenlich gerichtet!!!!!
beste gruesse
margaretha rebecca

13.01.2007 - 17:38: RE: Muttermilch
"(...)"
oh ja, vielleicht sollte gerade DESHALB ueber diese unterschiede und ihre folgewirkungen in verschiedenen bereichen des menschlichen lebens gesprochen werden ... denn, und da duerfte ... ja nicht unrecht haben, duerfte doch wohl infertilitaet wichtigster grund fuer einen adoptions-willen/wunsch zu sein ...
denn gerade im bereich adoption sprechen ja hier zahlen - auch meinem eindruck nach - fuer sich selbst ... und infertilitaet der adoptiveltern KANN (nicht muss!!!) noch im alltag einer "normalen" adoptivfamilie geradezu verheerende auswirkungen auf die adoptierten haben ...
ueber eine sehr wesentliche in meinem leben zum beispiel: ich hatte massivste SCHULDGEFUEHLE, als ich selbst schwanger war, und meinte, ein eigenes leibliches kind stuende mir nicht zu, da ja meine geliebte adoptivmama auch keine leiblichen kinder gegoennt waren ... (ueberidentifikation meinerseits unter loyalitaetsgeneriertem ebensolchem psychischen ueberdruck? ich denke wohl, ja ...) ...
bestimmt gibt es da ja noch zahlreiche andere auswirkungen, auch in meinem leben ...

12.01.2007 - 20:43: RE: Muttermilch
wie gesagt, es ist mein subjektives empfinden!!!
wogegen sich in mir einfach instinktiv alles straeubt, ist diese - von mir so gesehene - vorrangige INSTRUMENTALISIERUNG des adoptierten kindes als QUELLE FUER MUETTERLICHE/ELTERLICHE GEFUEHLE BEI ADOPTIVMUETTERN/ELTERN ... und die DAMIT VERBUNDENE EBENSO GEZIELTE ABWERTUNG DER LEIBLICHEN HERKUNFT ... adoptivmuetter wollen damit zeigen, DASS SIE EBEN SCHON BEINAH AUF ALLEN EBENEN DIE LEIBLICHE MUTTER ERSETZEN KOENNEN ... und das halte ich fuer den/die adoptierten fuer UNGESUND ...ganz zu schweigen davon, wie sich eine herkunfts-mutter beim gedanken daran fuehlen mag, der ihr kind durch not abgepresst wurde ...
in anderen "sondersituationen" (krieg, ernaehrungsmangel etc. etc.) wuerde sowohl ICH meine still-bereite brust einem leiblich-fremden kind geben, wie auch meines von einer fremden frau stillen lassen ...

12.01.2007 - 20:22: RE: Unfruchtbar
hallo patty,
bei allem meinem grossen respekt dafuer, wie du deine/eure familien-geschichten tag fuer tag mit deinen adoptiv-kindern lebst (denn ehrlich gesagt weiss ich nicht, ob ich selber als a-mutter in diesem ausmass dazu bereit waere!!!), aber deine feststellungen ueber "ausbrueten" eines fruehgeborenen, die rolle von "dna" etc. haben mich - gelinde gesagt - schon irritiert ...
mit ersterem hast du meine eingewurzelten schuldgefuehle und den in damit in verbindung stehenden dankbarkeitskomplex als selber buchstaeblich gerettetem adoptiv"kind" gegenueber der adpoptivseitigen muetterlichen "ueberleistung" zwar nicht aktiviert, aber doch sehr stark angesprochen ...
und mit der herabwertung der rolle der dna, hast du zwar nicht direkt (denn du hast mich persoenlich ja nicht angesprochen in deinen postings) aber doch implizit auch meine leibliche herkunft als einigermassen redundant hinsichtlich deren folgen fuer meine entwicklung als mensch dargestellt ...
weil du eben vieles so machst, wie ich mir eben vorstellen kann, dass adoption unter solchen bedingungen - jedenfalls - besser gelingen kann, weil du die kinder MIT ihren herkunftsgeschichten und -menschen achtest, tag fuer tag (eine grosse herausforderung), hat's mir auch ein wenig weh getan (vielleicht habe ich auch ueberreagiert, kann sein ...)
vielleicht hat dir auch schon das eine und andere, das ich geschrieben habe, als adoptiv-mutter weh getan, das halte ich fuer moeglich ... in diesem fall koennte ich nur sagen, das tut mir sehr leid, aber ich kann kein wort von dem, was ich geschrieben habe ueber adoption, zuruecknehmen ... mitunter tut die wahrheit furchtbar weh, ich weiss ... uns adoptierten bekanntermassen, aber auch in einem viel groesseren ausmass, als gesellschaftlich vermittelt, unseren leiblichen eltern, den herkunfts-muettern vor allem ... und eben AUCH den adtopiv-eltern ...
ich wuensche dir jedenfalls fuer deine familie/n alles gute ... die richtung, die du eingeschlagen hast, ist auf alle faelle - aus meiner sicht - eine "richtige", eine allen seiten wohlwollende
liebe gruesse
margaretha rebecca

12.01.2007 - 19:57: RE: Aphorismen zur Adoption
(...)
in meiner darstellung nun pauschaliere ich ganz bewusst. dass die alltagssituationen, einzelschicksale viel, viel komplizierter, vielschichtiger, verzweigter etc. etc. sind, ist mir sonnenklar, und braucht nicht eigens betont zu werden ...
ich sehe in diesen "aphorismen" die verzweiflung von adoptierten ueber die aussichtslose situation, die ihnen vielfach durch eine "gesellschaft" aufgebuerdet wurde, die adoption als "kostensenkungsfaktor&quo t;, "abfallkuebel" bzw. herkunftsgeschichte-vernichtun gsinstrument und "weiterverwertungsagentur " benutzt ... inkognitoadoption ist ihr dafuer ein geradezu ideales instrument ...
die absolut negative einstellung von vielen adoptierten gegenueber ihrer herkunftsseite (auch in mir war sie angelegt) ist zum einen "erlernt" als teil des ebenso gesellschaftlich eingeforderten rollenverhaltens als adoptierter, auf psychischer ebene eine selbst-schutz-reaktion gegenueber der - eben vielfach vermeintlichen - ablehnung durch die leiblichen eltern, aber geradeso gut als kompensatorisches verhalten im staendig erlebten inneren loyalitaetsdruck gegenueber den a-eltern sein, und vieles mehr ... habe alles soeben aufgeschriebene selbst so erlebt ...
habe selbst jahrzehnte lang aphorismen in etwa solcher art aufgeschrieben (ueber 30 tagebuecher sprechen fuer sich :-)))) ...
heute wage ich zu sagen, dass ich DAVON HEUTE TATSAECHLICH FREI BIN, denn es war mir - mithilfe fachkundiger unterstuetzung - moeglich, meine GESAMTE (adoptiv-familie und herkunfts-familie gehoeren beide dazu) KENNENZULERNEN, mein gesamtes leben aus neuen perspektiven zu betrachten, die erfahrungen wahrzunehmen, zu verorten, neu zu interpretieren ... und bin in beide richtungen hinsichtlich der beziehung zu bestimmten personen in neue beziehungsqualitaeten getreten. dazu gehoert auch eine bewusst gewaehlte distanz zu meinen leiblichen eltern, die mir abermals die kommunikation verweigerten, aber heute ich meine distanz zu ihnen die eines innerlich in ihre richtung erwachsen gewordenen menschen, und nicht mehr die aufgezwungene aeussere distanz eines innen noch in seinem abgrenzungs-hass im grunde distanzlosen kindes ... dies war mir moeglich weil ICH es war, die diese beziehungen WIEDERHERSTELLTE, u.a. auch auf rechtlicher ebene ... und ICH war und bin es, die EIGENBERECHTIGT HANDELTE, GESCHAEFTSFAEHIG UND MUENDIG ...
HEUTE BEFINDE ICH MICH GEWISSERMASSEN AUF einer META-EBENE zu beiden mir verbundenen familiensysteme (a-familie, h-familie) ...
menschen, die endgueltig von ihrer herkunft auf saemtlichen ebenen fuer immer abgetrennt wurden (in wessen interesse auch immer), wird dies niemals moeglich sein ... und das prolongiert eben den aussichtslosen zustand, der in den gen. aphorismen dargestellt wird ...
nein, nein: ICH bin KEIN "niemandskind" MEHR!!!!
zufall und glueck haben dies bei mir so gefuegt, was vielen adoptierten von vornherein unmoeglich gemacht wurde ...

12.01.2007 - 19:21: RE: Muttermilch
dieses thema hatten wir bereits einmal in den vergangenen jahren im forum ... meine position als adoptierte dazu habe ich in der zwischenzeit nicht geaendert ...
so sehr ich meine a-mama liebte und nach wie vor liebe, ich moechte nicht von ihr gestillt worden sein. erinnere mich - mit ueberaus grosser wonne - allerdings an mit mama verbundene erinnerungen an jahre andauernde flascherlseligkeit meinerseits :-))) denke, dass ich das diesbezuegliche basis-beduerfnis voll und ganz befriedigt erhalten habe. denke auch, dass ich ausreichend nest- und koerperwaerme erhalten habe ...
ALSO ES GEHT AUCH MIT GANZ HERKOEMMLICHEN METHODEN, einem adoptierten kind das zu geben, was es in dieser lebensphase auf jeder basis braucht!!!
ich haette es wohl so empfunden, wuerde es so empfinden, meine a-mama haette sich mit ihrer gesamten leiblichkeit mir aufge- und in mich hineingedraengt ... fuer mich (meine subjektive perspektive, wie alles, was ich hier schreibe!!!) geradezu ABARTIG!!!!

07.01.2007 - 19:10: RE: ...und später doch Kinder?
[quote=Reni] (...) Ich wollte hier zwar erst meine Gedankengänge und Gefühle aufschreiben, aber mich kotzt es dermassen an, dass meine (und andere) Postings wieder total ins Gegenteil gedreht werden, nur damit [b]das Herkunftsmutterbild [/b]wieder in das Schema von Freifrau passt. Deshalb schreibe ich nichts. (...)
[/quote] liebe reni,
nochmals meine bitte: lass dich nicht von ... abhalten, hier deine gedanken und gefuehle in dem fuer dich vertretbaren mass weiter mitzuteilen.
[b]denn: es geht - neben anderen wichtigen erforderlichen veraenderungen bei adoption auch tatsaechlich um eine grosse gesellschaftliche korrektur des bildes der herkunfts-muetter!!!!![/b] die meisten herkunfts-muetter, die verzweifelt unter schwierigen bedingungen ihr kind zur adoption gegeben haben, [b]haben dies aus liebe und verantwortungsbewusstsein und in der annahme, das im rahmen der umstaende eben "beste" fuer ihr kind zu tun, getan[/b]. was DIESEN frauen dann durch die verschiedensten formen gesellschaftlicher verachtung und aechtung in der folge angetan wird, ist nicht nur quelle von re-traumatisierungen fuer sie, sondern stellt auch eine ungeheuerliche moralisch-ethische ungerechtigkeit dar. ich gehe sogar soweit, zu sagen, nicht wenige von ihnen wurden gezielt gerade an ihrer gut-herzigkeit "ueber den tisch gezogen", von wem, das lasse ich einfach offen im raum stehen ... jene verrohten leute, die ihre kinder schwerst misshandeln, vernachlaessigen etc., denen auch ihre kinder zu recht entzogen werden muessen, und denen die obgenannten herkunfts-muetter absolut zu unrecht summa summarum von "der gesellschaft" zugeordnet werden, meine ich, machen sich von vornherein nicht im mindersten dieses ausmass an gedanken um das wohl ihrer kinder, wie eben jene ueberwiegende mehrheit der herkunftsmuetter, die im fall guenstigeren umfeld-bedingungen sehr wohl in der lage waeren, ihren kinder selber jene liebe und betreuung und unterstuetzung zu geben, welche sie sich durch adoption von anderen eltern fuer ihre kinder von ganzem herzen erhoffen.
ohne auch nur im mindesten darueber aufgeklaert zu werden, welch schwere zeiten oftmals auf sie und ihre kinder zukommen werden!!!!
[b]liebe reni, ihr herkunfts-muetter verdient eine gesellschaftliche rehabilitation. ihr verdient sie und wir als eure leiblichen von euch immer geliebten kinder verdienen sie ebenso!!!! schreib doch weiter mit, tu es fuer euch und fuer uns!!!![/b] wie immer du entscheidest
ganz liebe gruesse von mir
margaretha rebecca
p.s.: ich zum beispiel moechte gerne noch viel, viel mehr ueber eure lebensschicksale erfahren!!!!!

06.01.2007 - 16:02: RE: Die verlorenen Maßstäbe
ich widerspreche:
eine mutter, die z.b. WEISS, dass sie ihr kind nicht aus eigener kraft ausreichend ernaehren und versorgen kann und es deshalb aus liebe - und in so einem fall sicher unter furchtbaren seelischen schmerzen - anderen sozialen eltern ueberlaesst, HANDELT ALS LIEBENDE ZU DIESEM KIND!!!!!
es gibt extremsituationen - kriege, fluechtlingsdramen, naturkatastrophen z.b. - in denen sich eltern von ihren kindern trennen, damit wenigstens ihre kinder eine ueberlebenschance haben ...
waere ich einer solchen leiblichen mutter begegnet, so haette ich VON VORNHEREIN KEINERLEI NEGATIVEN GEFUEHLE ZU IHR EMPFUNDEN!!!!
mit pauschalisierungen sollten "wir" doch vorsichtig umgehen ...

06.01.2007 - 15:42: RE: Die verlorenen Maßstäbe
meine leibliche mutter ist keine "HFrau" (klingt irgendwie so wie "weiblicher Brutkasten NR. ..."), sondern der MENSCH, der mir gemeinsam mit meinem leiblichen vater mein LEBEN geschenkt hat ... ihre familien haben GESCHICHTE ... die GESCHICHTE IHRER BEGEGNUNG, IHRER LIEBE HAT ZU MEINER EXISTENZ GEFUEHRT ... (ueber die negativen auswirkungen ihres verhaltens mir gegenueber weiss ich nur allzu gut bescheid, lasse mich aber nicht mehr von meiner grundsaetzlich positiven halten ihr/ihnen gegenueber abbgringen!!!!)
meine leiblichen eltern haben fuer mich - stark ausgedrueckt - religiös-philosphische bedeutung, mit ihnen ist mein HIER-SEIN und ein guter teil meines SO-SEINS in dieser welt UNMITTELBAR VERKNÜPFT ...
natuerlich ist das im zeitalter, in dem menschenliches leben im reagenzglas produzier- und designbar ist, nicht mehr so selbstverstaendlich zu vermitteln ...
ODER SOLLEN WIR ADOPTIERTE VIELLEICHT GERADE DESHALB MIT NACHDRUCK AUF DIE BEDEUTUNG UNSERER HERKUNFT HINWEISEN ... mhm, dieser gedanke gefaellt mir gut :-)))
noch was faellt mir ein: natuerlich muss auch ich mich immer wieder fragen und hinterfragen, warum ich tue, was ich tue ... (denn wozu tue ich mir einen derartigen spiessrutenlauf denn an, hm?)

06.01.2007 - 15:21: RE: Die verlorenen Maßstäbe
ich bin an einer wiss. diskussion ueber "glauben" und "wissen" in diesem kontext schlicht nicht interessiert (darueber habe ich mir - tatsaechlich - auch wissenschaftlich systematisch schon viele gedanken gemacht) ...
an einer bornierten "besserwisserei" nach dem motto, was wie ist, bestimme ich, ebenfalls nicht ...
ich orientiere mich beim thema adoption ganz einfach an meiner eigenen lebenserfahrung ... und fahre ganz gut damit :-)))) lerne auch gerne durch die erfahrungen, die andere von adoption betroffene gemacht haben, dazu ... bin offen in ALLE richtungen, wie bekannt sein duerfte ...

06.01.2007 - 15:06: RE: Die verlorenen Maßstäbe
sehe ich fast alles gaenzlich anders ...
gebe zu, dass ich in frueheren jahrzehnten vielen ihrer ansichten durchaus nahegestanden bin ... war aber meiner gesundheitlichen verfassung nicht zutraeglich ... seit ich mich in meiner GANZEN GESCHICHTE annehme geht's mit meiner gesundheit besser, DIESES argument ist fuer mich von bedeutung ...
meine tochter ist schlicht und ergreifend "stolz auf mich" (sind ihre worte), dass ich den mut hatte und habe, mich meiner lebensgeschichte so zu stellen, wie ich es tue ...
wir sind eben keine cd (teilsystem vom biologischer hardware), die man aus einem biologischen koerper rauszieht und dann in einem sozialen koerper mit psycho-sozialer und kultureller "software" bespielt ... DENN UNSERE BIOLOGISCHE HERKUNFT HAT EBEN AUCH GESCHICHTE ...
allerdings: biologistisch fundiertem sozialkonstruktivismus habe ich noch nie etwas abgewinnen koennen!

06.01.2007 - 14:48: RE: Die verlorenen Maßstäbe
an DIESEN zuschreibungen durch die adoptionale umgebung (nicht meine a-eltern!!!!) musste ICH ein aufwachsen lang und laenger LEIDEN ...
egal was sie getan haben, meine leibliche mutter ist meine leibliche mutter, mein leiblicher vater ist mein leiblicher vater ... beide sind keine sozialen aussenseiter gewesen und sind keine geworden, beide haben ein quasi-normales leben gelebt ... meine leiblichen eltern sind KEINE "asozialen" "ungeheuer", sondern im grunde unauffaellige normale menschen wie du und ich ... ich habe das wertvollste von ihnen erhalten, naemlich MEIN LEBEN ...
ich will ihr verhalten mir gegenueber nicht rechtfertigen, will meine liebe zu meinen adoptiv-eltern niemals schmaelern lassen, aber ich will sie eben als meine leiblichen eltern achten und lieben, wie ich meine adoptiv-eltern als meine sozialen eltern achte und liebe ... WEIL ICH ZU MIR UND MEINEM VON IHNEN STAMMENDEN ERBE IN MIR JA SAGEN KOENNEN WILL ... WEIL ICH ZU MIR ALS DEM KIND MEINER ADOPTIV-ELTERN UND IHREM EMOTIONALEN, GEISTIGEN UND KULTURELLEN ERBE JA SAGEN KOENNEN WILL ...
es gibt fuer mich als adoptierte kein entweder - oder, sondern nur ein sowohl - als auch ...

06.01.2007 - 13:09: RE: Der Umgangston
;-)))))
mit diesen komplimenten kann ich gut leben ...
auch meine tochter gesteht mir gelegentlich zu, dass da noch "kindliche" zuege in mir aufzufinden sind ... darueber bin ich allerdings sehr gluecklich, denn genau diese eigenschaft bringt mir - trotz allem, was ich erlebt habe - noch und immer wieder schoenes in mein leben ... denn - ich gestehe freimuetig - ich sehe die welt auch immer wieder mit den augen eines kindes ...
im uebrigen betrachte ich die wechselfaelle meines leben weniger als "ein aus der bahn geworfen worden sein", als vielmehr ein "kurs halten unter schwierigsten bedingungen" ... habe dadurch viel gelernt ... u.a. etwas "zuviel" "menschenkenntnis" gewonnen ... vielleicht auch deshalb meine gelegentliche zuflucht in kindliche wahrnehmungswelten ...

06.01.2007 - 08:46: RE: Der Umgangston |
(...)|
wenn meine "selbstdarstellung" von manchen leuten als "masslos" gesehen wird, sehe ich dies geradezu als kompliment an mich!!!! und ebenso als "aufforderung" an mich, genauso wie begonnen weiterzumachen ... |
schliesslich erhalte ich auch feed-backs von adoptions-betroffenen, die mich darin ebenso ermutigen ... und meine leiblichen verwandten - einschliesslich meiner eigenen tochter - haben gerade damit keinerlei probleme ... vielleicht liegt meine "sucht" zur selbstdarstellung auch in meinen genen, bin ja schliesslich eine "halbe" "ami" ... dass ich in den hiesigen breitengraden mich damit nicht "beliebt" mache, war mir von vornherein klar ...
aber wie ich festgestellt habe, gehen auch andere adoptierte mittlerweile konsequent diesen weg, sogar ueber den weg des mediums tv etc. ... da erreichen dann sehr konkrete "private" darstellungen noch eine viel, viel breitere oeffentlichkeit als in diesem forum, und das ist auch gut so und an der zeit, dass solches eben aufgezeigt ("geoffenbart") wird ...
wer einst zum verschwinden gebracht und dem vergessen ueberantwortet wurde, kann nur durch tabubruch (danke ..., dass du mir die sache mit dem tabu im zshg. von adoption so klar ins bewusstsein geholt hast) wieder "ins leben" zurueckgelangen!!!!! zudem gibt es leiderfahrungen, welche nur zu kommunizieren sind, wenn intimitaet preisgegeben wird ... adoptionsbedingte gehoeren dazu ... jahrzehntelang habe ich in der "todeszelle" des gezielten vergessen-werdens dahinvegetiert ... nun ist eben der zeitpunkt der befreiung - und mit ihr verbunden - der gesundung gekommen ...|
zynikern ist dies allerdings nicht zu "erklaeren", das weiss ich ... fuer sie schreibe ich das auch nicht auf ... mein "zeichen" geht in ganz andere richtungen ... und eine reaktion wie die obige zeigt mir, dass ich auf genau dem richtigen weg bin ...

06.01.2007 - 01:11: RE: Die verlorenen Maßstäbe
(...)
NEIN, und nochmals NEIN, SO sehen diese dinge NICHT WIRKLICH aus!!!!!
menschliche realitaeten sind - so meine ich jedenfalls - wesentlich differenzierter ...
und dermassen VERACHTEND herzuziehen ueber IN NOT GERATENE menschen, das kann ich beim besten willen nicht nachvollziehen ...
auch ICH trage schwer an allem, was das leben mir ZUGEMUTET hat, vor allem, was mir im adoptionalen zusammenhang dann noch angetan wurde, aber ich werde NIEMALS wieder mich in einen DERART NEGATIVEN SOG hineinziehen lassen, was die betrachtung und bewertung meiner lebensausgangslage und meiner leiblichen eltern und familien anlangt ...
meiner leiblichen mutter wurde von meinem leiblichen vater die heirat versprochen, sie liebte ihn und wurde von ihm wieder geliebt, so bin ich entstanden ... danach brach mein leiblicher vater sein versprechen und meine leibliche mutter zerbrach an der tatsache, dass sie VON ALLEN vollkommen im stich gelassen wurde ... ja, in einem gebe ich dir recht, das TOTALE OPFER damals war ich, aber ich bin mir vollkommen sicher, dass meine leibliche mutter mich behalten haette, so sie von ihrer familie unterstuetzung erhalten haette!!!!
womit ich viel mehr zu kaempfen hatte, war, dass mich meine leiblichen eltern tatsaechlich ein leben lang im stich gelassen haben, sie haben sich also "wiederholt" in ihrem verhalten mir gegenueber. hier ist eine soziale kaelte zum vorschein gelangt, die ich nur schwer ertragen konnte, zumal ich keinen von beiden gesucht habe ...
ABER: ICH WILL INNEREN FRIEDEN MIT MEINEN LEIBLICHEN ELTERN!!! ich will zwar nichts mehr mit ihnen zu tun haben, aber ich will ihnen dennoch vergeben, was sie mir angetan haben und ihnen danken, dass sie mein leben in liebe gezeugt haben. UND: ICH BIN GLUECKLICH, DASS ICH ZU EINIGEN FAMILIENMITGLIEDERN MEINER LEIBLICHEN FAMILIE VAETERLICHERSEITS EINEN ERFREULICHEN KONTAKT ENTWICKELN KONNTE!!! das empfinde ich als eine unglaublich schoene bereicherung meines lebens!!!!!!

05.01.2007 - 22:57: RE: Die verlorenen Maßstäbe
(...)
mhm ... da sind wohl auch einige massstaebe, die mir im umgang mit menschen ueberhaupt und mit menschen in schwierigen lebenssituationen - dazu zaehlen auch herkunfts-muetter - wichtig sind, ueber bord geworfen worden ...
warum denn dieser NACKTE HASS gegen die herkunfts-muetter ... ich koennte ihn noch "irgendwie" einordnen, wenn ich als quelle dafuer eine buchstaeblich verzweifelte sehnsucht eines adoptierten nach seiner leiblichen mutter dahinter erkennen koennte ... es muendet doch JEDER hass gegen die eigene leibliche herkunft in SELBSTHASS!!!!
wenn diese aussagen tatsaechlich von jemand von adoption gaenzlich unbeteiligten stammen, dann kann ich mich auch hier nur auf das tiefste angewidert von dieser darin zum ausdruck kommenden MENSCHEN-VERACHTUNG abwenden!!!!

02.01.2007 - 23:24: RE: an Freifrau
(...)
und WORUM es bei der ggwaertigen "kampagne" geht, erschliesst sich wahrscheinlich noch dem realitaetsentferntesten phantasten ...
ES GEHT UM DIE DISKREDITIERUNG DER HERKUNFTS-MUETTER (denn die sind ja "das problem", wie uns in dieser "exakten" form versichert wurde ...) ... es geht m.e. darum, anhand einer herkunfts-mutter ein sogenanntes "exempel" zu statuieren, um weitere outings von herkunfts-muettern zu verhindern!!!!!!!
als ADOPTIERTE weiss ich aus der erfahrung meines lebens heraus, dass NIEMAND das recht hatte, mir meine herkunfts-identitaet (inkl. der mit ihr verbundenen rechte) und herkunfts-geschichte vorzuenthalten, und dass mir NIEMAND den weg zu meiner eigenen herkunft zu versperren hat, einen weg, den ich AUF MEINE EIGENE WEISE GEHEN WILL - und dies gerade WEIL ICH ADOPTIERT WURDE ...
aus ueberlebenstaktischen gruenden kann es voruebergehend sinnvoll sein, identitaeten zu verbergen, allerdings duerfen sie auch in solchen faellen nicht endgueltig ausgeloescht werden!!!!!
ich liebe meine adoptiv-eltern (die "fast" alles gut gemacht haben, manche ihrer erziehungsfehler - naemlich die tabuisierung meiner herkunft - kann ich ihnen zwar von herzen verzeihen, an den folgen habe ich aber immer noch zu leiden!!!!), und ich liebe nun ebenso meine herkunfts-eltern, meine gesamte leibliche herkunft, in ihren mir guten seiten (den anderen seiten bleibe ich lieber weiterhin fern), ich BIN ihr kind, meine existenz verdanke ich der GESCHICHTE meiner leiblichen familien und der begegnung meiner leiblichen eltern, ich habe zahlreiche gute und wohl auch einige weniger angehehme eigenschaften von ihnen ererbt, und mehr GESCHICHTE, als ich jemals selbst zuzugestehen bereit gewesen waere ... UND ... ich stelle auch wieder das RECHTLICHE BAND zwischen mir und meinen leiblichen familien her, bzw. habe das bereits auf diversen ebenen getan ...
ALL DAS DIENT MEINER GESUNDUNG!!!

01.01.2007 - 13:26: RE: an Freifrau
(...)
ich habe meine ueberlegungen schon viele male dargelegt und bleibe ebenso bei meiner argumentationslinie ... im unterschied zu manch anderen schoepfe ich meine erkenntnisse aus den erfahrungen meines eigenen lebens als adoptierte, daraus ziehe ich meine schlussfolgerungen!
p.s.: WER definiert denn wohl das KINDESWOHL? etwa die kinder, um deren wohl es geht? bin ich denn etwa ein einziges mal gefragt worden, was zu meinem wohle gewesen waere? bin ich danach gefragt worden, ob ich meine herkunftsnamen, meine herkunftsRECHTE, meine herkunftsgeschichte, meine herkunftsfamilien, meine herkunftskultur her- bzw. aufgeben wollte ...
p.s.: im uebrigen frage ich mich, weshalb leute, die nach eigener aussage nichts mit adoption zu tun haben, sich bemuessigt sehen, sich dermassen fuer adoption zu interessieren (ist es ein thema, bei dem man sich unter dem schutz der tarnkappe anonymitaet ein wenig ueber die balkonbruestung lehnen kann und "denen da unten" beim buddeln zusehen kann ...)
p.s.: fuer gewisse leute, die vielleicht doch nicht so viel lesen: ich bin KEINE adoptionsgegnerin ... ICH BIN FUER ADOPTION MIT MENSCHENWUERDIGEN STANDARDS!!!!!standards jedenfalls, die dem MISSBRAUCH am adoptierten VORBEUGEN!

01.01.2007 - 03:40: RE: an Freifrau
(...)
inkognitoadoptionen sind GRUNDSAETZLICH MENSCHENVERACHTEND, WEIL DER MENSCH, der er identitaetsmaessig (mit dazugehoeriger geschichte) VON DER GEBURT HER IST, schliechtweg VERNICHTET WIRD ... das ist doch MORD AUF SYMBOLISCHER EBENE. und das was uebrigt bleibt von diesem menschen nach der EXISTENTIELLEN ENTEIGNUNG wird einem lebenslangen opfer- und missbrauchsdasein zugefuehrt ... so sehe ICH es als adoptierte HEUTE, nach jahrelanger befassung mit meiner eigenen biografie ... und das recht, dies auszusprechen, nehme ich mir ganz einfach ... zumal ich ueberzeugt bin, dass ich auch fuer viele dies ausspreche, die selber nicht reden koennen oder wollen, warum auch immer ...
adoption wird fuer die einen zum mistkuebel, fuer die anderen eine chance, endlich ein leben mit - irgendeinem fremden - kind leben, psychische und gesellschaftliche lücken schliessen zu koennen ... mit guten taten ihr jenseitskonto ein wenig aufzustocken ... und vieles mehr ...
immer wird das kindeswohl so in den vordergrund geschoben, aber in wahrheit stehen die interessen der erwachsenen beteiligten absolut im vordergrund ... und dies EIN LEBEN LANG!!!! schon die rechtslage gibt darueber eindeutige auskuenfte!!!!
den gluecklichen adoptierten ungeschmaelert ihr glueck ... will keinem seinen frieden stoeren ...


Margaretha Rebecca Hopfner, Wien 2002-2007

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