Vatersuche - US-Staatsbürgerschaft - Zum Leitfaden für US-Besatzungskinder

Margaretha Rebecca Hopfner

Beiträge zum Thema Adoption

im Diskussionsforum von adoption.de

2006

 

Seine persönliche Herkunft gehört zum Menschen und sie gehört dem Menschen!
Jeder Mensch hat das Recht auf seine Herkunft!
Die Anonymisierung von Menschen und Inkognito-Adoption
sind menschenverachtend! Sie machen aus Menschen (die ihre Herkunft tief innen immer in sich tragen!!!) zwangsläufig (moderne Nobel-)Sklaven und schaffen weltweit ein ungeheures Missbrauchspotential!!!!!!!
Herkunft darf also dem Menschen nicht vorenthalten, enteignet, geraubt werden!
Herkunft darf niemals vernichtet werden!!!
Adoption ist kein Instrument zur Familienplanung!
Adoption kann ein Weg sein, einem verwaisten Kind eine Familie zu geben.
Es müssen rechtliche Regelungen geschaffen werden, welche die Herkunft dem adoptierten Menschen auf allen Ebenen rechtlich bewahrt und gleichzeitig durch adoptional wirksame Bestimmungen sinnvoll ergänzt.
Adoption muss national und international rechtlich derart geregelt werden, dass die Menschenwürde aller Betroffenen gewahrt bleibt!
Kein einziger Mensch ist ein Bastard!!!!!
"DIE WAHRHEIT IST DEM MENSCHEN ZUMUTBAR."
Ingeborg Bachmann

Einige Jahre beteiligte ich mich an den Diskussionen im Forum von adoption.de. Es existieren dort bereits über Tausend registrierte Beiträge von mir, und die inhaltlich mir wichtigsten präsentiere ich ebenfalls seit Jahren auch hier. Die Beiträge habe ich im originalen Wortlaut sowie der von mir im Forum verwendeten Orthographie übernommen, Verschreibungen wurden absichtlich nicht wegkorrigiert. Es handelt sich bei meinen Beiträgen um jene Bruch-Stücke der "Dinge meines Lebens", die im fortgesetzten Prozess ihres vorläufigen und schließlichen "Erkennens" buchstäblich aus mir herausgebrochen sind! Mein Mitschreiben im Forum hatte wesentlichen Anteil am unumgänglichen Verarbeitungsprozeß zur Geschichte meiner Adoption. Ein Dankeschön an das Ehepaar Fasen, welches die so wichtige Webseite zum Thema Adoption geschaffen hat und betreut und an all jene Diskussionsteilnehmer, die im Lauf der Jahre einen Austausch zum Thema Adoption mit mir gepflegt haben. Nur in der direkten Kommunikation mit anderen Betroffenen war mir mein eigener Ausdruck in dieser Form erst möglich!!!


23.12.2006 - 01:13: RE: Das Schweigen aller Seiten
hallo bianka,
streitereien hat es hier - so lange ich mitschreibe - immer wieder gegeben ... sehr laute, laute, weniger laute ... all das hat dieses forum schon ausgehalten ... und ich bin davon ueberzeugt, dass trotz oder vielleicht auch gerade deshalb viele mitschreibenden und mitlesenden sehr, sehr vieles lernen konnte ueber adoption, weil sowohl a-eltern, adoptierte und - gott sei dank - in juengerer zeit etwas staerker - auch h-eltern (h=herkunft) authentisch ueber ihre erfahrungen mit und gedanken ueber adoption zum ausdruck brachten (gelegentlich in form von zitaten). endlich hoeren wir auch mehr von den herkunfts-muettern.
in letzter zeit laeuft m.e. eine ganz gezielte pr-aktion GEGEN diese herkunftsmuetter im allgemeinen, die da - weil sie einfach nicht mehr aufhoeren, oeffentlich zu reden - einfach als "fraktion" betitelt und "in die ecke gestellt" werden, in jene ecke zurueck, aus der sie sich befreien wollen ... ... ist durch ihr oeffentliches bekenntnis zu ihrer identitaet und ihr "hartnaeckiges" auftreten wohl am exponiertesten und eignet sich daher "am besten" fuer die "suendenbock-rolle" ... es soll ein exempel statuiert werden, in dem ihr - und damit ALLEN, die bereit sind, oeffentlich ueber sich selber zu reden - mit rechtlichen und sonstigen massnahmen gedroht wird ...
fuer mich als adoptierte ist dieser vorgang natuerlich sehr aufschlussreich, denn immer deutlicher zeichnet sich fuer mich ab, WAS DA WIRKLICH IN SACHEN ADOPTION "LAEUFT" ...
als adoptierte denke ich mir zuallererst: wer dermassen ueber herkunfts-eltern herzieht, der ausgerechnet soll das kompetenz-potential mitbringen, um deren kinder in liebe (und das bedeutet um der kinder mit allem, was sie einbringen, also auch ihre herkunft!!!) grosszuziehen? denn JEDE verachtung in richtung herkunft KOMMT EINER VERACHTUNG DES ADOPTIERTEN MENSCHEN GLEICH!!!!
das sind nun keine besonders freundlichen weihnachtsgedanken ... aber fuer mich ist mit jesus einer in die welt gekommen, der sich zuallererst den verachteten der gesellschaft angenommen hat ... und somit hat auch die gegenwaertige diskussion doch viel mit weihnachten zu tun ...
liebe gruesse fuer dich und danke fuer deine aufrichtigkeit
margaretha rebecca

19.12.2006 - 17:24: RE: Die Welt ist nicht groß genug.
als adoptierte war ich im zuge meines aufwachsens viele male gegenstand gossensprachlicher formulierungen: "drecksau", "zigeunerbalg" ... etc. etc. zu meiner lebensWAHRHEIT gehoeren diese worte, denn sie haben sich in mein empfinden als tiefe wunden eingebrannt, die nicht verheilen wollen ...

09.12.2006 - 13:44: RE: nachdenkliches zur weihnachtszeit
(...)
so besehen, bleib auch ich gern bei meinen grundwerten ...
die ermoeglichen mir u.a., dass ich nicht "auf die da unten" verbal "spucken" muss ... sie haben in mir eine ACHTUNG vor JEDEM EINZELENEN MENSCHEN - ungeachtet seiner herkunft und besonderen lebenssituation - eingewurzelt ... NOTLAGEN von menschen - so jedenfalls einer der wichtigsten grundwerte der erziehung, die ich von meinen a-eltern und deren "nachfolgern" erhielt, duerfen - WIE AUCH IMMER - NICHT GEGEN DIESE MENSCHEN VERWENDET WERDEN ...

07.12.2006 - 15:54: RE: Aufhebbarkeit der Adoption
(...)
ich kann gut verstehen, dass du deinen geburtsnamen wieder offiziell in dein leben hereinholst. m.e. sollte bei adoption sowohl geburtsname wie auch die gesamte herkunftsidentitaet und -geschichte rechtsverbindlich erhalten bleiben, gewissermassen "ummantelt" von der hinzugenommenen adoptionalen identitaet. juristen sind ja findige leute, bestimmt koennten gute legisten da etwas entsprechend sinnvolles konstruieren.
(...)

26.11.2006 - 15:14: RE: Die Enteuschung
(...)
... haeltst DU dich etwa fuer ganz besonders "gesund", "interessant", "zurueckhaltend", "intelligent" und herzens-gebildet?
... wenn meine beitraege DIR und menschen, die so denken wie du, "unertraeglich" werden, kann ich mich einer "kleinen inneren genugtuung" ehrlich gestanden nicht erwehren :-))) ...
... und ... meine beitraege erzeugen eben auch REAKTIONEN ... und ... meine beitraege erzeugen eben auch REAKTIONEN (auch die DEINE :-))) ... bringen menschen zum nachdenken ... auch das freut mich ...

26.11.2006 - 15:07: RE: Die Enteuschung
(...) und du, guteform, denkst im ernst, DEINE beitraege seien frei von negativen emotionen (so viel hass, arroganz und intellektuelle schein-ueberlegenheit, soviel zynismus und verachtung (hat dich die adoptionale umgebung gelehrt, derart boesartig und negativ auf die sog. "unterschichten" uund herkunfts-eltern zu sehen? hat sie dir damit etwas "gutes" getan? meinen adoptiv-eltern waere das im traum nicht eingefallen, und ... den fuer mich moralisch-ethischen nach wie vor gueltigen kodex hat mir meine adoptionale umbebung vermittelt ... die menschen, an denen ich mich orientert habe und orientiere, wuerden wahrscheinlich ebenfalls uber deine hasserfuellten aeusserungen geradezu entsetzt sein!!!!!) muss man/frau auch einmal zusammenbringen ... VON WO kommst DU denn? gehoerten deine leiblichen eltern zur "unterschicht" oder zu den "besseren kreisen" ... wenn ich richtig erinnere, wurdest du in deiner ersten lebensphase schwerst vernachlaessigt ... aber wie auch immer ... OHNE DEINE LEIBLICHEN ELTERN WAERST DU GAR NICHT AM LEBEN!!!) ... und DU meinst, mit deinen beitraegen aufzuzeigen, welch hervorragender kinderstube DU teilhaftig wurdest, dass du "sensitiv" agierst, dass du weisst, was "richtig" und "falsch" sei ... das glaubst du wohl alles selber nicht ...
und: WER DRISCHT HIER AUF WEN EIN ...
der guten ordnung (form) halber teile ich hier allen mitlesenden mit, dass ich NIEMALS irgendein "mail" an "guteform" gesandt habe ... ich gehe also davon aus, dass auf meine postings hier in diesem forum geantwortet wurde ...
ich wuensche dir nur das allerbeste, denn du traegst offensichtlich an einer sehr grossen inneren last ... moege es leichter fuer dich werden ...
margaretha rebecca

23.11.2006 - 16:29: RE: Die Enteuschung
"(...)"
guteform,
dein bla bla bla steigert sich in der tat von mal zu mal ... deine empfehlung hinsichtlich es erwachsenwerdens hast du wohl an dich selber gerichtet, hm?!!!!
ich argumentiere in diesem forum aus subjektiver perspektive heraus, und das tu' ich als von adoption BETROFFENE (adoptierte) mit gutem recht.
wenn du ahnung von wissenschaft haben solltest, wuerde dir dies klar sein ... oder soll ich vielleicht deine faehigkeit zur "rationalen distanz" anzweifeln ... insbesondere wenn ich deine emotionellen ausbrueche in richtung herkunfts-seite betrachte ... ?!!!!!:-))))
werde DU erwachsen, und stelle dich DEINEM EIGENEN LEBEN ...
ich wiederhole: bleib auf dem teppich, bzw. komme auf ihn zurueck ...
und: auf deine extremen beleidigungen kann zumindest ich mich nur von dir abwenden ... tut leid ...
dennoch, du bist adoptiert, traegst auch diese tiefe wunde des hergegeben-worden-seins in dir ... DAFUER hast du mein mitGEFUEHL!!!
ein wenig unvoreingenommener nachdenken wuerde dir gut anstehen ... und ... alles gute ... und ...
margaretha rebecca
p.s.: uebrigens, mit deiner bemerkung zum "unterschichts-geschwaetz" (antwort an aschenproedel: 23.11.2006 - 14:53: RE: Die Enteuschung) hast du dich ein weiteres mal entlarvt ... einfach abgrundtief widerlich!!!!!

21.11.2006 - 17:30: RE: Die Enteuschung
nochmal ... bla bla bla ... ganz und gar subjektiv und gezielt NICHT logisch ...
dein gerede von der "normalitaet" fuer die meisten adoptierten ist eben nichts anderes als selbstgefaelliges gewaesch ... wenn deine ansichten tatsaechlich "commone sense" sind, verstehe ich erst recht den aufschrei auf seiten der herkunfts-eltern und von vielen adoptierten ueber die barbarei bei den adoptions-praktiken ... gegen DIESEN commone sense muss tatsechlich vorgegangen werden ... SYSTEMATISCH und IM DETAIL ...
sei doch froh, wenn's dir so gut gegangen ist, vielleicht findest du ja doch einmal zeit, deine PSEUDO-"weisheiten" ein wenig zu hinterfragen ...
uebrigens guteform, bist vielleicht gar josann und auch einer dieser verkleidungskuenstler? gut, DAGEGEN habe ich eigentlich nichts, denn wie harald so schoen sagt: "in der gierde liegt die zierde" ... oder bist du gar eines jener moechtegern-scientokraetchen ... oder sind deine commone-sense-theorien in erster linie sozialkonstruktivistisch orientiert, vielleicht mit ein bisschen biologistischer fundierung ... was denn nun?!!!:-))) ... bist du engagiert worden, um den adoptions-normalitaets-konstru ktueren das wort zu reden? wer bist du ...
(es liegt mir allerfernst, eine/n adoptierte/n zu kraenken, allerdings fuehle ich mich durch bestimmte aeusserungen von guteform als adoptierte vera...t!)
ein guter rat: bleib auf dem teppich
liebe gruesse dennoch
margaretha rebecca

16.11.2006 - 12:43: RE: Trotz Ehepartner alleine adoptieren ?
es geht darum, dass im vorfeld von adoption saemtliche sinnvolle hilfsmassnahmen fuer eine mutter und ihr kind ergriffen werden, um ihr zu ermoeglichen, das kind, so sie das von herzen selber will, mit eigener kraft grosszuziehen.
so eine adoption angedacht wird, geht es darum, dass das gesamte adoptionsprozedere menschenwuerdig fuer alle betroffenen abgewickelt wird und adoption von allen nach menschenwuerdigen standards gelebt werden kann ...
JEDER mensch sollte in einem liebenden und foerderlichen umfeld grosswerden koennen ...
MENSCHENWUERDE darf aber im falle von adoption nicht auf der strecke bleiben!!!!

13.11.2006 - 19:06: RE: Trotz Ehepartner alleine adoptieren ?
es ist erstaunlich, auf WELCHE ideen leute so kommen, die adoptieren wollen wollen ...
adoption ist allerdings "ein bisschen" "was anderes", als ein leibliches kind "zu bekommen" ...
hat immer auch mit so was wie "sozialem engagement" zu tun ... wuerde ich ein kind adoptieren, so bestimmt auch mit der motivation "ihm beim start ins eigene leben hilfreich zu sein", allerdings - darum wuerde ich mich wohl sehr bemuehen - moeglichst frei von narzistisch motivierten altruismus-spielchen nach dem motto: seht her, was ICH fuer ein super-sozialer menschenfreund bin ...
solche hilfe muss in der tat selbst-los sein, d.h. tunlichst frei von selbstverliebten EGO-haetscheleien, die ihre nahrung von dem/derjenigen holen (dank, dank, dank, emotionale dauerbestaetigungen etc.), dem/der geholfen wurde/wird ... alles, was man/frau zu einer gesunden entwicklung und reproduktion eines positiven selbstbildes benoetigt, sollte aus anderen quellen kommen ...

03.11.2006 - 19:16: RE: Die Ängste beider Seiten
hallo bibi,
ich finde mich in aspekten in so ziemlich allen stellungnahmen jener adoptierten wieder, die dir bereits auf deine frage geantwortet haben.
ich denke, mit 17 ist ein mensch entwicklungsmaessig so weit, dass er auf keinen fall mehr uebergangen werden darf in einer existentiell fuer ihn so wichtigen frage. ich persoenlich war schon mit 17 (und bin es geblieben) ein mensch, der eigenstaendig "die dinge des eigenen lebens" in die hand nehmen wollte. stehe auch stark auf dem standpunkt, dass der/die adoptierte zeitpunkt, modalitaet und tempo des zugehens bestimmen koennen sollte, zumal er SEINERZEIT als kleinstkind ja keinerlei moeglichkeit hatte, an irgendeiner "loesung" von für sie/ihn so lebenswichtigen fragen mitzubestimmen. und wenn hier wieder die "anderen" (aemter, h-eltern, a-eltern) ueber den kopf hinweg handeln, ist da eben wieder bevormundung verpackt.
allerdings koennte es ja sein, dass dein sohn in einer lebensgeschichtlich "schwierigen" situation steckt und vorerst "seine ruhe" braucht, ich weiss es nicht ... allerdings habe ich inzwischen gerade bei h-muettern wie dir (und das sind wohl die meisten) groesstes verstaendnis, wenn sie nach ihren kindern suchen und endlich erfahren wollen ... um die eigenen qual des nicht-wissens und er ungewissheit und und und zu lindern ...
und es gibt adoptierte, die sich so sehr wuenschen, dass ihre h-eltern sie aufsuchen, die also sich nach einem zeichen des interesses und der zuwendung durch ihre leiblichen eltern sehnen, denen gerade durch ein zugehen der leiblichen eltern aengste vor einem neuerlichen abgewiesen werden beim finden genommen wuerden ...
was ich auch aus deinen ueberlegungen sehr wohl herauslese, ist, dass du bestimmt nichts tun moechtest, was deinem sohn noch einmal seelische qualen bereiten koennte ... und dass es dir zuerst um ihn geht ... dass du's ihm wohl meinst ... und das laesst mich vertrauen schoepfen, dass du bei einem zugehen auf deinen sohn - welches ich PRIMAER ALS EINE BEGEGNUNG ZWISCHEN DIR UND IHM ANSEHE, IN DIE WEDER AEMTER NOCH A-ELTERN HINEINZUPFUSCHEN HABEN - so behutsam sein mit ihm umgehst, dass ER AUCH SELBER SEINEN WEG ZU DIR FINDEN KANN ... DIREKT ZU DIR, DENN DAS IST SEIN EXISTENTIELLES RECHT!!! ICH DENKE, ES IST EINE SELBSTVERSTAENDLICHKEIT, DASS A-ELTERN DIES AUS LIEBE ZU UND RESPEKT VOR IHREM A-KIND SOWIE AUS UNABDINGBARER ACHTUNG VOR DEN LEIBLICHEN ELTERN UND VERWANDTEN ANERKENNEN!!!!!
so, jetzt lass ich wieder einmal los ...
alles, alles gute, bibi
liebe gruesse
margaretha rebecca

01.11.2006 - 16:44: RE: Einn bisschen Mut machen
wieso denn immer wieder diese - auf mich ausserordentlich zynisch wirkenden - hinweise an h-muetter: "ihr habt es eben nicht geschafft, ein gemeinsames leben mit eurem kind aufzubauen ...", implizit wohl mitgemeint: "das kommt halt davon, wenn frau ein ausschweifendes leben fuehrt und der vergnuegungssucht verfallen ist ...", "also, was soll nun dieses gejammere ..." ...
allzu leicht und gerne wird dabei die tatsaeche weggedrueckt, dass die "frucht" solch "amoralischen" verhaltens jemand anderem erst den "sonnenschein" ins leben bringt ...
ich freue mich fuer alle adoptierten, die NICHT bzw. KAUM unter ihrem a-status leiden, ich goenne ihnen von herzen ihr glueck und will es nicht ankratzen ... war ja auch ich zeitweis' sehr, sehr gluecklich mit meinen a-eltern ...
aber je genauer ich hinsehe auf "adoption", umso schrecklichere dinge fange ich an zu erkennen ... so ist das ... mein adoptions-"traum" ist jedenfalls "ausgetraeumt" ...
nach wie vor mein "ja" zu adoption, aber nur unter wahrung menschenwuerdiger standards fuer alle betroffenen und beteiligten ...

30.10.2006 - 20:21: RE: Einn bisschen Mut machen
hallo bibi und ...,
seit ich (und die uebrigen leser/innen) vor nicht allzu langer zeit in diesem forum seitens einer a-mutter ziemlich unverbluemt ueber die "praktiken" im rahmen des adoptions-"geschehens&quo t; "aufgeklaert" wurde ("beziehungen" - und ich vermute auch geld - spielen da wohl eine sehr bedeutende rolle in diesem zusammenhang), halte ich in der tat nichts mehr fuer unmoeglich ... ueberall "werken" und "wirken" menschen ... und menschen sind zu JEDER skrupellosigkeit, gesetzwidrigkeit und niedertracht insbesondere gegenueber schwaecheren "artgenossen" faehig, das war noch nie ein geheimnis ...
ich habe einmal eine dokumentation ueber organhandel (nieren aus pakistan) gesehen. da liess sich der empfaenger genauso dokumentieren, wie der spender, ganz offen wurde gefilmt die vorbereitungen des organ-empfaengers, sein weg durch medizinische instanzen, behandlungen, nachbetreuung nach erfolgter transplantation etc., und mit versteckter kamera wurde gefilmt, auf welche weise die organspender "vorbereitet" wurden, besser gesagt, auch welche weise sie gezielt und ausserordentlich rasch (rein zeitlich) dazu gebracht wurden, ihr organ zu verkaufen, es wurde ihnen nachsorge versprochen, es wurde ihnen versichert, dass ihnen durch den eingriff keine bleibenden gesundheitlichen schaeden und beeintraechtigungen erwachsen wuerden ... de facto blieben sie mit allen medizinischen folgeproblemen, die sogar dazu fuehrten, dass ihre soziale lage noch schlimmer wurde, als sie vorher war, denn die organentnahme hatte vielfach zur folge, dass sie gar nicht mehr in dem umfang mehr arbeitsfaehig waren wie vorher, medizinische nachbetreuung gab es keine ... aber ... das alles interessierte keinen menschen mehr, am allerwenigsten die seinerzeitigen akteure ...
was h-muetter ueber ihren leidensweg berichten, erinnert mich hinsichtlich der strukturell wirksamen gewalt, der sie unterworfen werden, geradezu fatal an das, was ich da in dieser doku ueber den nieren-handel gesehen habe ...
hier ist einer, der mit einer spender-nieder wieder sein wohl-habendes leben fortsetzen kann, alles sind gluecklich und zufrieden, reden sich von jeder verantwortung gegenueber dem armen organverkaeufer los, dort ist ein mensch, der gesundheitlich dauergeschaedigt worden ist und mit seiner familie in noch groessere probleme geraet, als dies vor dem organverkauf der fall war. kurzfristig konnten irgendwelche schulden teilweise beglichen werden, danach aber wurde das elend groesser als je zuvor, weil sogar noch die arbeitskraft extrem minimiert wurde und nicht einmal mehr der alltag bewaeltigt werden konnte ...
mit armen menschen wird nirgendwo grosses federlesen gemacht, egal wo ...
ich wiederhole mich:
"wer nie sein brot mit traenen ass ..."
liebe gruesse euch beiden
viel kraft weiterhin
margaretha rebecca

30.10.2006 - 18:18: RE: Einn bisschen Mut machen
hallo ...,
bring doch wieder einmal die zahlen: wieviele adoptionswillige stehen in deutschland wievielen potentiell "verfuegbaren" kindern gegenueber?
und was mich immer noch interessiert: bekommen adoptionsvermittler sondergeldleistungen fuer erfolgreich vermittelte adoptionen?
und noch etwas frage ich mich inzwischen: ist in deutschland inzwischen fuer manche menschen die materielle armut derart gross, dass sie auch hierzulande ihre - neugeborenen - kinder verkaufen muessen, um zu ueberleben?
weisst du, wie ich mich als adoptierte fuehle, je mehr ich erkenne, was da "hinter den kulissen" wirklich abgeht im adoptionsbereich? ich fuehle mich belogen und betrogen ... von ziemlich vielen ... ein leben lang ... um nicht zu sagen verraten und vera...t ...
und ... und ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

30.10.2006 - 17:13: RE: Einn bisschen Mut machen
@luca und suki: schön zu lesen, daß es auch hier Leute gibt, die normal über das Thema schreiben können ;-)) Danke!
na na, wenn das nun nicht wieder an die uns so wohl- und altbekannte ueberheblichkeit a-seits erinnert :-)))
bisschen vom hohen ross herabsteigen wuerde so manchem ganz gut tun ...
adoption basiert IMMER auf einer EXISTENTIELLEN TRAGOEDIE ... und GENAU DAS muss erst einmal in das oeffentliche bewusstsein hineingelangen ...
natuerlich versuchen auch wir, die wir traumen durch's leben schleppen, dieses leben moeglichst glueckerfuellt zu leben ... und es gelingt uns sogar!!!
aber ich jedenfalls lasse mich NIEMALS wieder von meiner LEBENSWAHRHEIT abtrennen, NUR DAMIT DAS LEBEN ACH SO "TOLL" SEIN KANN ...

30.10.2006 - 10:44: RE: Verschreckt |
hallo margareta,|
wie du weisst, ist es mir mit meinen leiblichen eltern aehnlich ergangen wie dir mit deinen, also sehe ich deine innere distanz zu deiner leiblichen mutter als ein surviving-muss fuer dich an ... geht mir in vielem genauso ...|
ich selber versuchte einfach zu vergessen, woher ich komme, wollte mit alle dem nicht einmal mehr in der "ewigkeit" zu tun haben ...|
ABER: ich konnte nicht vergessen, denn meine gesundheitlichen dauerbeschwerden haben mich an meine geschichte regelrecht gefesselt!|
mit therapeutischer hilfe erst habe ich einen weg gefunden, zu meiner leiblichen herkunft ja zu sagen und auch zu meinen leiblichen eltern, denn von ihnen habe ich das leben erhalten, das andere - meine a-eltern - dann auch buchstaeblich retten mussten, aber retten konnten sie nur, weil es schon einmal da war ...|
auch ich brauche immer noch eine grosse distanz zu meinen leiblichen eltern, nicht jedoch mehr zu meinen anderen leiblichen verwandten, die interesse an mir haben ... und genau das ist einer der ganz grossen gewinne fuer mich ... denn ich weiss jetzt, dass ich zu meinen leiblichen familie GEHOERE (...: connectedness zu den leiblichen familien ... ist tatsaechlich existentiell wichtig) ...|
margareta ich will dir gar nichts aufschwatzen, aber vielleicht resultiert dieses "schlechte gewissen" ganz einfach aus der existenz-bindung zwischen mutter/vater und kind ... und wir wollen zu unseren urspruengen einfach JA sagen, damit wir zu uns selber ja sagen koennen ... |
nichts, was dir deine leibliche mutter angetan hat, wirst du jemals vergessen oder beschoenigen, und das ist gut so ... aber vielleicht gibt es doch etwas in ihr, was du gerne haben kannst (klingt jetzt pervers, ich weiss), vielleicht gibt es immer noch die verstaendnislose frage des kindes, das sehnsucht nach liebe von seiner mutter hat: warum bloss, mutter, hast du mir das alles angetan ...|
ich wuensche dir alles gute |
margaretha|
(die mit "h")

30.10.2006 - 10:08: RE: Eine oder mehrere Fragen
die zahlen adoptionsinteressierter bzw. -williger sprechen doch eine eigene sprache. ... bringe sie doch wieder einmal ein. und bei dieser hohen zahl duerfte doch wohl infertilitaet die hauptursache fuer das adoptionsinteresse sein. ich ersuche um korrektur, wenn ich falsch liege.
die wenigen einzelschicksale von h-muettern/eltern, die hier im forum sichtbar geworden sind, zeigen "die andere" seite, naemlich die, welche gruende wirksam werden koennen, dass eine frau sich fuer adoption entscheidet ... bzw. sogar nicht selten geradezu dazu gezwungen wird ...
und das hat mich zugegebenermassen zu einem starken nachdenken veranlasst ...
zu einem starken nachdenken hat mich auch veranlasst, dass - bis auf ganz wenige ausnahmen - die meisten h-muetter, die hier jemals mitgeschrieben haben, wieder abgetaucht sind!!!
wo bleibt die sensibilitaet fuer die schweren schicksale dieser frauen von a-seite her ...
by the way: was mich auch noch interessieren wuerde ... was fuer kosten fallen bei einer ganz "normalen" inlandsadoption an ... erhalten adoptionsvermittler zusaetzlich geld fuer erfolgreich vermittelte adoptionen?

30.10.2006 - 10:44: RE: Verschreckt
hallo margareta,
wie du weisst, ist es mir mit meinen leiblichen eltern aehnlich ergangen wie dir mit deinen, also sehe ich deine innere distanz zu deiner leiblichen mutter als ein surviving-muss fuer dich an ... geht mir in vielem genauso ...
ich selber versuchte einfach zu vergessen, woher ich komme, wollte mit alle dem nicht einmal mehr in der "ewigkeit" zu tun haben ...
ABER: ich konnte nicht vergessen, denn meine gesundheitlichen dauerbeschwerden haben mich an meine geschichte regelrecht gefesselt!
mit therapeutischer hilfe erst habe ich einen weg gefunden, zu meiner leiblichen herkunft ja zu sagen und auch zu meinen leiblichen eltern, denn von ihnen habe ich das leben erhalten, das andere - meine a-eltern - dann auch buchstaeblich retten mussten, aber retten konnten sie nur, weil es schon einmal da war ...
auch ich brauche immer noch eine grosse distanz zu meinen leiblichen eltern, nicht jedoch mehr zu meinen anderen leiblichen verwandten, die interesse an mir haben ... und genau das ist einer der ganz grossen gewinne fuer mich ... denn ich weiss jetzt, dass ich zu meinen leiblichen familie GEHOERE (...: connectedness zu den leiblichen familien ... ist tatsaechlich existentiell wichtig) ...
margareta ich will dir gar nichts aufschwatzen, aber vielleicht resultiert dieses "schlechte gewissen" ganz einfach aus der existenz-bindung zwischen mutter/vater und kind ... und wir wollen zu unseren urspruengen einfach JA sagen, damit wir zu uns selber ja sagen koennen ...
nichts, was dir deine leibliche mutter angetan hat, wirst du jemals vergessen oder beschoenigen, und das ist gut so ... aber vielleicht gibt es doch etwas in ihr, was du gerne haben kannst (klingt jetzt pervers, ich weiss), vielleicht gibt es immer noch die verstaendnislose frage des kindes, das sehnsucht nach liebe von seiner mutter hat: warum bloss, mutter, hast du mir das alles angetan ...
ich wuensche dir alles gute
margaretha
(die mit "h")

30.10.2006 - 10:08: RE: Eine oder mehrere Fragen
die zahlen adoptionsinteressierter bzw. -williger sprechen doch eine eigene sprache. ... bringe sie doch wieder einmal ein. und bei dieser hohen zahl duerfte doch wohl infertilitaet die hauptursache fuer das adoptionsinteresse sein. ich ersuche um korrektur, wenn ich falsch liege.
die wenigen einzelschicksale von h-muettern/eltern, die hier im forum sichtbar geworden sind, zeigen "die andere" seite, naemlich die, welche gruende wirksam werden koennen, dass eine frau sich fuer adoption entscheidet ... bzw. sogar nicht selten geradezu dazu gezwungen wird ...
und das hat mich zugegebenermassen zu einem starken nachdenken veranlasst ...
zu einem starken nachdenken hat mich auch veranlasst, dass - bis auf ganz wenige ausnahmen - die meisten h-muetter, die hier jemals mitgeschrieben haben, wieder abgetaucht sind!!!
wo bleibt die sensibilitaet fuer die schweren schicksale dieser frauen von a-seite her ...
by the way: was mich auch noch interessieren wuerde ... was fuer kosten fallen bei einer ganz "normalen" inlandsadoption an ... erhalten adoptionsvermittler zusaetzlich geld fuer erfolgreich vermittelte adoptionen?

29.10.2006 - 21:12: RE: Einn bisschen Mut machen
"(...)"
sehe ich es aber richtig, dass die anonymisierten kinder aus anonyme geburten i.d.r. die adoptions"nachfrage" "bedienen"? oder liege ich hier auch falsch?
"(...)"
was WISSEN wir schon ueber die beweggruende fuer muetter, anonym zu gebaeren. vielleicht wird die eine und andere frau auch aus kommerziellen gruenden gezwungen, zu gebaeren, wer weiss es schon ... stichwort "babyhandel" ...
"Was ich oben sagen wollte, war einfach nur, daß mir hier im Forum die Adoptiveltern ein bissel arg schlecht wegkommen und immer wieder Vorurteile auftauchen, die nicht in jedem Fall so sein müssen."
das stimmt doch ueberhaupt nicht. wie viele male wird - auch von mir - mit hochachtung von a-eltern bzw. a-bewerbern gesprochen. ich jedenfalls habe von meinen eigenen a-eltern immer mit hochachtung und liebe geschrieben.
"(...)"
DAS ist es gerade, was MIR als ADOPTIERTER ein leben lang WEH GETAN HAT ... wie sehr mich meine a-eltern auch geliebt haben ... ICH WAR UND BLIEB ZWEITE WAHL ... alles klar? deshalb: MIR ist genau DIESER HINTERGRUND DER ADOPTIVELTERN EMOTIONAL NICHT ZUMUTBAR!!!
"(...)"
so es sich um die saetze in meiner signatur handelt, frage ich schlicht:
WIESO "schockierend"?
ICH finde es schockierend, wenn sie als schockierend gesehen werden. oder soll ich es vielleicht sogar positiv deuten (ja ja, auch ich kann positiv denken und empfinden, eine ganze menge sogar :-))) und feststellen: wenn diese saetze ein wenig aufruetteln, zum nachdenken bringen, ist ihrer intention gedient!!!
trotz allem:
sally, alles gute euch mit diesem menschen, der mit einer schweren fracht beladen bei euch gelandet ist. steht ihm bei und helft ihm, zu sich selber zu finden. vielleicht helft ihr diesem maedchen auch dereinst, seine leiblichen eltern ausfindig zu machen!!!! die positive einstellung zu den herkunfts-eltern ist bei euch ja - so lese ich - da ...
ADOPTION IST KEIN INSTRUMENT ZUR FAMILIENPLANUNG!
DIE ANONYMISIERUNG EINES MENSCHEN UND INKOGNITO-ADOPTION SIND MENSCHENVERACHTEND!
ADOPTION KANN EIN WEG SEIN, EINEM VERWAISTEN KIND EINE FAMILIE ZU GEBEN.
ADOPTION MUSS NATIONAL UND INTERNATIONAL RECHTLICH DERART GEREGELT WERDEN, DASS DIE MENSCHENWUERDE ALLER BETROFFENEN GEWAHRT BLEIBT!
DIE WAHRHEIT IST DEM MENSCHEN ZUMUTBAR. Ingeborg Bachmann

29.10.2006 - 19:35: RE: Eine oder mehrere Fragen
"BibiBlockstein schrieb:
'Liebe Margaretha,
wie schön, wieder von Dir zu hören. ... (...)
laß Dein Misstrauen nicht zu groß werden, es gibt immer solche und solche ;-)
Ganz liebe Grüße zu Dir!'"
hallo bibi,
bin auch froh, dass du hier wieder auftauchst!!!!
mein misstrauen wird mir wohl zeit meines lebens nicht mehr abhanden kommen ... DAS ist mit sicherheit schlicht adoptions-bedingt, zumal es mit der weggabe grundgelegt wurde und in der adoptionalen umgebung genaehrt wurde ...
auch ich sehe es immer noch, dass es solche und solche gibt, dass wir eben nicht einfach "alle" in "einen topf schmeissen" koennen, das auch gar nicht sollen ...
aber mittlerweile ist mir schon klar geworden, dass da im zusammenhang mit adoption tatsaechlich "mit system" vieles in bahnen gelenkt ablaeuft, das ich frueher niemals fuer moeglich gehalten haette ... und das eindeutig GEGEN die herkunfts-muetter/eltern/famil ien und die adoptierten gerichtet ist ...
lange jahre habe ich in einem adoptions"traum" gelebt ... heute WEISS ich, dass es auch gerade dieser "traum" war, der mich fortgesetzt traumatisiert hat ...
bibi, wie steht die sache mit deinem sohn
kannst mir auch gerne per mail antworten
liebe gruesse
margaretha rebecca

29.10.2006 - 19:25: RE: Eine oder mehrere Fragen
(...)
h-muetter haben ihre kinder verloren, sie wurden ihnen sogar enteignet, sie wurden im stich gelassen, SIE und IHRE KINDER sind es, die im adoptionszusammenhang vielfach zu OPFERN geworden sind und immer noch werden ...
immer wieder habe ich ueber die jahre betrachtet erlebt, dass sich h-muetter aus diesem forum wieder zurueckgezogen haben ...
eine von ihnen - ... - hat ueber lange zeit mausallein die stirn geboten (dass sie sich gelegentlich mit polemiken ueber wasser haelt, gestehe ich ihr mittlerweile gerne zu!!!) ...
auch mir ... bibi ist hinzugekommen, ein so ueberaus offener und liebenswuerdiger mensch, und auch sie wird inzwischen heftigst attackiert ... hoffe nur, sie laesst sich - wie ... - nicht wieder vertreiben ...
(...)

29.10.2006 - 18:38: RE: Eine oder mehrere Fragen
(...)
gott sei dank gibt es a-eltern - mein misstrauen in diese gruppe waechst zugegebenermassen, je mehr kommentare ich von diesen leuten lese - , die mit der noetigen achtung, dem noetigen respekt an diese fuer alle schwierige sache adoption gehen, die bereit sind, zuzuhoeren, die bereit zur offeheit sind, die bereit sind, sich selber immer wieder zu hinterfragen ... wenige sind es wohl, dennoch gibt es sie ... bianka hat mir kuerzlich einen solchen eindruck gemacht ...
jedenfalls bin ich froh, NICHT bei so manchen leuten zu einem aufwachsen bei ihnen VERURTEILT gewesen zu sein ...

29.10.2006 - 16:15: RE: Einn bisschen Mut machen
REALITAETSVERWEIGERUNG ist auch eine form, REALITAET ZU VERGEWALTIGEN ...

29.10.2006 - 15:09: RE: Einn bisschen Mut machen
adoptiertes "sonnenschein-kind-dasein " kann fuer diesen menschen auch zur lebensBUERDE werden ...

28.10.2006 - 18:27: RE: Neuigkeiten von meiner SA
(...)
hallo bibi,
lass' dich von niemandem, der dich gezielt kraenken will, emotional treffen und verunsichern.
du bist in diesem forum goldrichtig ...
und ausserdem bist du mir regelrecht ans herz gewachsen ... :-)))
hab dir zu deinem thread mails geschrieben ...
du weisst also, was ich dir sagen will ...
lass dich nicht beirren
alles, alles gute fuer dich und deinen sohn!!!
mit ganz lieben gruessen
margaretha rebecca
p.s.: wer den mut hat, oeffentlich und noch dazu mit seiner ganzen identitaet zu jenen lebenswahrheiten zu stehen, dies noch dazu auch nachhaltig tut, MUSS damit rechnen, zur zielscheibe von hass und haeme durch jene zu werden mit dem ziel, ihn/sie wieder zum schweigen zu bringen, die an der fortdauer des TABUS im zusammenhang mit adoption (i.s. wie ... dies schon oefter ausgefuehrt hat) interessiert sind ... und heute ist mir klar, das sind nicht wenige!!!!

28.10.2006 - 18:19: RE: Neuigkeiten von meiner SA
"Wenn du noch an Märchen glauben möchtest...
...ich nicht mehr."
ich ziehe meine augenbrauen zusammen, denke nach, und frage mich ernsthaft ... WER ist hier wohl daran interessiert, leuten MAERCHEN erzaehlen zu wollen, an die er/sie nicht im entferntesten selber glaubt :-))))
manch' maerchen hat mich in meinem leben schon entzueckt, tut es immer noch ... liebe maerchen ... die richtigen ...
PSEUDOGEFASEL, mit dem ich gezielt belogen werden sollte, habe ich frueher oder spaeter immer noch enttarnt ... that's life ... auch wenn's weh tut ...

28.10.2006 - 17:01: RE: Eine oder mehrere Fragen
(...)
hallo bianca,
es wuerde mich sehr freuen, wenn du diese deine haltungen zu adoption im fall einer adoption in deiner/eurer familie soweit dir/euch moeglich in die praxis umsetzen wirst!
wenn ein kind in eine - zunaechst - fuer es fremde familie aufgenommen wird, sollte immer mitgedacht werden, dass dieses kind zu einem leiblich familiaeren hintergrund gehoert, auch dann sogar, wenn kein gegenseitiges interesse dieser familie/n zu diesem kind und umgekehrt vorhanden ist, zu sein scheint etc. ...
wenn ich eines gelernt habe zu sehen, dass auf keinen fall das drama der im adoptionsprozedere betroffenen, i.d.r. der leiblichen muetter, unterschaetzt werden darf, im gegenteil, eine ganze gesellschaft muss lernen, diese dramen erst einmal wahrzunehmen!!! und mit JEDER adoption ist ein solch tragisches drama verknüpft ...
fuer dein vorhaben wuensche ich alles gute fuer alle potentiell beteiligten
liebe gruesse
margaretha rebecca

03.10.2006 - 13:11: an jene, die noch auf eine antwort von mir warten :-)))
es wird noch ein wenig dauern, bis ich die energie habe, wieder hier mitzuschreiben und meine privaten mails zu beantworten.
zur erklaerung: mein leiblicher onkel (vaeterlicherseits) aus den usa war mit seiner frau zu besuch bei uns in wien ... war sehr, sehr intensiv fuer mich, fuer uns alle ...
wunderschoen ... aber nun habe ich sehr, sehr viele eindruecke zu verarbeiten ...
bitte euch um verstaendnis, wenn ich mir noch ein wenig zeit fuer mich nehme ...
alles liebe und gute einstweilen und interssanten austausch euch
margaretha rebecca
ADOPTION IST KEIN INSTRUMENT ZUR FAMILIENPLANUNG!
DIE ANONYMISIERUNG EINES MENSCHEN UND INKOGNITO-ADOPTION SIND MENSCHENVERACHTEND!
ADOPTION KANN EIN WEG SEIN, EINEM VERWAISTEN KIND EINE FAMILIE ZU GEBEN.
ADOPTION MUSS NATIONAL UND INTERNATIONAL RECHTLICH DERART GEREGELT WERDEN, DASS DIE MENSCHENWUERDE ALLER BETROFFENEN GEWAHRT BLEIBT!

21.09.2006 - 19:26: RE: Single - Adoption?
hallo bibi,
bedenken sollten wir aber schon, dass die enorme "nachfrage" - v.a. in den industrielaendern - nach adoptierbaren kindern (zahlen sprechen hier eine eigene sprache!) mechanismen (marktmechanismen) ankurbelt, welche fuer das entsprechende "angebot" "sorgen" ... und hier kennt bekanntlich die skrupellosigkeit, mit der die not von menschen eigennuetzig gnadenlos instrumentalisiert wird, keinerlei grenzen mehr ...
"wer nie sein brot mit traenen ass ..."
aber wem erzaehle ich das ...
ganz liebe gruesse
margaretha rebecca

21.09.2006 - 18:54: RE: Single - Adoption?
"Wenn dies' hier ein Adoptionsforum ist, das für den Austausch Adoptionswilliger gedacht ist ..."
das ist es mit sicherheit nicht!!!! hier tauschen von adoption betroffene (und zwar von allen seiten) sowie an adoption interessierte ihre gedanken zum thema aus ... als sehr, sehr positiv sehe ich gerade in jüngerer zeit die staerkere beteiligung von herkunftseltern an der diskussion ... fuer mich als adoptierte geradezu von unschaetzbarem wert!!!!!
und ich bin vollkommen davon ueberzeugt, dass viele menschen, die hier auch nur still mitlesen, wertvolle denkanregungen erhalten haben ... und - im unterschied von manch anderen, die sich ohnehin nicht "aus ihrer selbstgefaelligen ruhe" bringen lassen - auch weiter nachdenken, und vielleicht das ein und andere in ihrem leben neu sehen etc. etc. etc.
schon seit jahren wissen die hier mitschreiben, dass - bedingt durch die emotionale aufladung durch das thema adoption - bei den betroffenen gelegentlich die emotionen "hochkochen" ... duerfen sie ruhig ... liegt eben am thema selber, das ja mitunter alles andere als "maerchenhaft schoene" aspekte zu bieten hat ...
hass, zynismus, arroganz, das sind dinge, die in einem forum wie diesem nichts verloren haben ...
an dieser stelle meinen dank an alle, die mir durch ihre authentische offenheit entscheidende impulse gegeben haben fuer meine eigene auseinandersetzung mit meinem lebensthema adoption!!!!

20.09.2006 - 15:57: RE: Single - Adoption?
und was ist mit den kindern, die ausserhalb einer familie geboren worden und - weshalb auch immer - ohne eltern und familien uebriggeblieben sind, und deren eltern nicht zu verheimlichen waren, jene die schon ein paar jahre alt sind ... etc. etc. etc. ????????????????????
ein anonymes zuckersuesses baby ist halt doch "ein bisschen" "pflegeleichter" und "sozialvertraeglicher" ...
ich kann nicht aufhoeren, an jene kinder zu denken, die durch alle netze fallen, egal in welchem kulturkreis ... vielleicht deshalb, weil ich seinerzeit selber so ein kind war und nur wie durch "ein wunder" buchstaeblich "gerettet" wurde ...
in einem stimme ich zu: adoption hat IMMER etwas mit einem sozialen engagement zu tun ...
ich persoenlich wuensche JEDEM kind, egal in welchem kulturkreis es das licht der welt erblickt, foerderliche bedingungen fuer sein aufwachsen, respekt und achtung von seiten "der gesellschaft", und JEDEM kind wuensche ich von ganzem herzen, dass es DIE EIGENEN LEIBLICHEN ELTERN AUF GUTE WEISE IN SEIN SELBSTBILD INTEGRIEREN KANN (vereinfacht gesagt!!!), ob es nun bei ihnen oder bei jemand anderem aufwaechst. letzteres ist aber nur moeglich, wenn die leiblichen eltern nicht anonym bleiben muessen fuer das kind und vice versa!!!

20.09.2006 - 12:34: RE: Niveaulos
suki schrieb:
"Nein, das Einzige worum es geht ist das Wohl der Kinder." DIESEN eindruck kann ich aber nicht gewinnen, wenn ich mir so manche im forum getaetigte aeusserungen von a-bewerbern und a-eltern in erinnerung rufe ...
liebe suki,
ich zweifle keinen augenblick daran, dass es viele a-eltern gibt, die sich allergroesste muehe geben fuer ihre a-kinder, die auch bereit sind, mit der herkunfts-seite achtungsvollen umgang zu pflegen.
mit meinen eigenen a-eltern verbindet mich ein band tiefer liebe ...
aber adoption hat für die herkunftseltern (zumeist die herkunftsmuetter) in den ueberwiegenden faellen schmerzhafteste begleitumstaende und -erscheinungen zur voraussetzung und folge, die im adoptierten weiterleben - bewusst oder unbewusst. es mag einige "abgebrühte" und "eiskalte" gestalten geben, die eben nicht weiss gott wie leiden und froh sind, ihre ungewollten kinder losgeworden zu sein, aber diese leute sind m.e. ein verschwindend geringer anteil unter den herkunfts-eltern.
und mit welcher "lockerheit" da immer wieder ueber diese entsetzlichen traumen auf seiten der herkunfts-eltern und der von ihnen gezeugten, geborenen und zu allermeist unter allergroestem zwang weggegebenen kinder, denen zu diesen traumen dann noch die permanente negation ihrer herkunftsexistenz und der mit ihr verbundenen identitaet, geschichte und rechte aufgezwungen wird (ueber sklaverei wieder ein ander mal mehr), noch einmal, dieses - so mein eindruck - gezielte ausblenden von all dem, also das akzeptiere ich auch nicht mehr unter dem "titel" naivitaet ... und ich gebe zu, je mehr ich erkenne, wie da "die dinge laufen und funktionieren", packt mich schon gelegentlich das blanke entsetzen ...
es geht aus meiner sicht nicht um generelle ablehnung von adoption (darum geht es auch m.e. auch nicht e(...) und ...), sondern darum, wenn ueberhaupt adoption, dann eben in richtung aller betroffenen unter wahrung der menschenwuerde jedes einzelnen.
mit guten wuenschen fuer dich und deine familie
margaretha rebecca

19.09.2006 - 22:51: RE: Niveaulos
bei allem respekt, aber dieser rotkohl-sager ist in der tat niveau vom allerletzten ...
und wenn ich ehrlich bin, druecke ich zu so etwas nur noch mein nacktes entsetzen aus, denn ich mag gar nicht weiterdenken, was solche leute noch so alles denken ueber adoptierte und woher sie wohl kommen und und und und ...
also in so einem zuhause, an so einem tisch moechte ich ehrlich gesagt nicht landen, da bliebe ich schon lieber beim angestammten rotkohl, wenn er mir denn mit ein wenig liebe serviert wuerde ...
schmusekurs in sachen adoption interessiert mich nicht mehr!

19.09.2006 - 19:45: RE: Single - Adoption?
by the way: kein einziger mensch wird von mir "verpflichtet", sich mit den von mir hier zum besten gegebenen tatsachen etc. zu meinem leben zu befassen ... also, wen's nicht interessiert etc. ... einfach wegsehen ... (wie man/frau ja ueber alles moegliche einfach wegsehen und hinweggehen kann ... ist ja auch der viel bequemere weg!!!)
ALS ADOPTIERTE - am lebensanfang voellig verwaist, von den leiblichen eltern, DIE BEKANNT WAREN, komplett im stich gelassen und verlassen, schwerst vernachlaessigt, todkrank etc. etc. etc., von zwei menschen ohne vorbedingungen aufgenommen und dem leben zurueckgegeben, bei und mit ihnen gluecklich gewesen, haette nur niemals eine andere sein muessen MUESSEN, als ich von geburt an war - BIN ICH TATSAECHLICH SCHOCKIERT, IN WELCHE HAENDE ICH DA GERATEN HAETTE KOENNEN ... BZW. WER MIR DA EINFACH AUS BESTIMMTEN GRUENDEN UNGERUEHRT BEIM VERRECKEN ZUGESEHEN HAETTE ... unfassbar ...
meine adoptiveltern haben mich trotz von der gesellschaft aufgezwungener psycho-sozialer und intellektueller verrenkungen im zuge des adoptions-alltags zutiefst als das akzeptiert und respektiert, was ich war und geblieben bin, naemlich das KIND MEINER LEIBLICHEN ELTERN ... ohne ein wort zu sagen, haben sie das getan ... und ich bin sehr froh heute, dass ich auch EINEN GUTEN INNEREN WEG ZU MEINEN LEIBLICHEN ELTERN GEFUNDEN HABE ALS DEN MENSCHEN, DIE SIE EBEN SIND ...

09.09.2006 - 18:12: RE: Inkognito-Adoption
so "behutsam" hab ich das thema adoption vor einigen jahren auch noch angefasst ...
DIESEN WERTEKANON KENNE ICH VON INNEN!!!!
HABE MICH BIS ZUR SELBSTVERSTUEMMELUNG DARAN GEHALTEN!!!!
JAHRZEHNTELANG!!!!
aber nicht alle betroffenen menschen hat adoption so behutsam "behandelt", tut das nicht und wird das nicht tun ... denn es sind schon auf struktureller ebene ZU VIELE BRUTALITAETEN VERPACKT ...
die betroffenen menschen, denen adoption derartige schmerzen und traumen zugefuegt hat, dass sie JAHRZEHNTE LANG tag fuer tag darunter LEIDEN, ist es gestattet, sich oeffentlich zu aeussern, auch unter preisgabe der anonymitaet ... auch - wenn's nicht anders geht - "jenseits des guten tons" ...
ICH BIN SO EIN MENSCH ...
vielleicht liegt's daran, dass ich eine "ami" bin, vielleicht will ich deshalb ad personam an die oeffentlichkeit :-)))) jedenfalls hat meine amerikanische verwandtschaft (onkel, schwester etc.) keine probleme damit ...
MEINE TOCHTER IST STOLZ AUF MICH, DASS ICH DIESEN WEG GEWAEHLT HABE (und die ist auch nicht gerade schlecht erzogen und ungebildet), WILDFREMDE MENSCHEN HABEN SICH BEI MIR SCHON DAFUER BEDANKT, z.b. in einem mail mit folgenden worten: "... meine hochachtung ..." etc. auch solche reaktionen gibt es ...
dieses forum ist keine beratungsplattform fuer "werdende" adoptiv-eltern, jedenfalls sehe ich diese funktion nicht ... sie ist eine plattform fuer den gedankenaustausch unter von adoption betroffenen und an adoption interessierten ... es wird von niemandem sachkompetenz und systematische darbietung eingefordert ... dieses forum ist keine plattform fuer den "rationalen diskurs" in sachen adoption ... und ... die gedanken sind frei ... immer noch ...
es gibt auch fuer jeden die FREIHEIT, sich BEI DIESEM FORUM NICHT ZU BETEILIGEN UND NICHT MITZULESEN ...
margaretha rebecca
p.s.: uebrigens meinen "blick auf die welt" hat meine adoption im ueberdurchschnittlichen mass geformt und ... sie und ihre vorgeschichte waren es, die mich zu einem nabelpunkt der weltgeschichte waehrend wkII getrieben haben (mein arbeitsergebnis wurde immerhin von sog. wiss. autoritaeten mit besten bewertungen abgesegnet). schliesslich bin ich zudem ein sog. "besatzungskind" im gefolge von wkII, gott sei dank adoptiert ... von zwei menschen, die sich ohne wenn und aber auf mich eingelassen haben, jedoch unter rahmenbedingungen, die mir auch noch grosse folgeprobleme bereitet haben ... deshalb stelle ich besten gewissens unmittelbare zusammenhaenge zwischen meinem persoenlichen background und meiner wiss. arbeit an diesen historischen ereignissen her.
aus welchem blickwinkel ich die dinge der welt betrachte, lasse ich mir von NIEMANDEM mehr diktieren ... nicht einmal mehr von der wissenschaft :-)))) ... und von sonstigen selbsternannten "autoritaeten" schon gar nicht ... :-)))
zudem hat - dies ist auch der wissenschaft glaub ich nicht verborgen geblieben - jeder einzelne seinen je eigenen einzigartigen "blick auf die welt" ... oder? :-)))
p.s.: man/frau hat mir in diesem forum schon mangelnde "soziale intelligenz" vorgeworfen. dazu kann ich nur sagen, dass ich ueberaus froh und dankbar bin, dass mir meine erzieher die "kunst" der auf entspr. sozio-klientel feinabgestimmte mastdarmakrobatik, des luegens, heuchelns und kriechens NICHT beigebracht haben ... ausserdem duerfte sie mir - nach kennenlernen meines leiblichen hintergrunds konnte ich mich davon ueberzeugen - nicht im blut liegen :-))))

09.09.2006 - 11:29: RE: Letzter Beitrag
vielen dank, ...,
vielleicht koenntest du aber auch etwas genaues ueber das procedere bei
I-Adoption (=inkognito-adoption)
hier einbringen ...
liebe gruesse und schoenes wo-ende
margaretha rebecca
mein standpunkt nun ist:
keinem menschen darf seine herkunft, mit allem, was zu ihr gehoert, vorenthalten, weggenommen, enteignet, geraubt werden!!! gerade die auseinandersetzung rund um das gerichtliche vaterschafts-feststellungsverf ahren, die auseinandersetzung mit den rechtslagen, national (oesterr.) und international (z.b. usa) und die rechtlichen zwangsfolgen fuer mich, haben mich inzwischen restlos von dieser meiner haltung ueberzeugt!!!!!

09.09.2006 - 09:56: RE: Letzter Beitrag
[quote=Margaretha][quote=Katharina][quote=Rolf K.]Darin ist eine Gefahr für andere die auch versuchen für sich aufzuarbeiten was ihnen das Leben auferlegte, die auch verändern möchten. [/quote]
[quote=Margaretha]besonders das genannte zitat, aber auch der ganze beitrag des/r schreiber/s/in ist fuer mich geradezu aufforderung, weiterzuschreiben [/quote]
Dieses Zitat stammt auch von einem Adoptierten. Er scheint männlich zu sein und nennt sich hier "Rolf K." Seine Meinung scheinst Du aber nicht zu akzeptieren. Genauso wenig, wie Du die Bitte einer Adoptierten schon aus Trotz einfach ignorierst.
Ich sehe es als Abwertung ihrer Gefühle und als Charakterlosigkeit an.
Katharina[/quote] wenn ich verletzt werde von einer/m anderen adoptierten, und dies noch dazu in aller oeffentlichkeit, bin ich es mir selbst schuldig, dass ich mich zur wehr setze!!!! mir mit einem entspr. ersuchen, eine antwortmoeglichkeit nicht zu nutzen, moralisch abzupressen, auf einen beitrag, zu einem thema, das ich im wesentlichen im forum eingebracht habe, und wo indirekt aussagen von mir entstellend wiedergegeben werden, empfinde naemlich ICH als umverschaemtheit!
[b] zur erinnerung, aus WELCHEM beitrag von "katharina" (wer sie immer auch sei) hier zitiert wird:[/b]
08.09.2006 - 13:58: RE: Letzter Beitrag
[quote=Regina-M]Hallo Monika,
ich finde es auch schade, das du dich zurück ziehen wirst. Kann aber verstehen, das du es tust. Wer seine Grenzen erkennt und spürt, der muss sie wahr nehmen.
Liebe Grüße Regina
(...)
[b]kann es sein, dass hier - zum wiederholten mal - ganz bewusst falsch zitiert wird? (vor kurzem musste ich bereits eine vermeintliche von mir an brokenwing gerichtete aussage als nicht solche enttarnen!!!
frage ist wohl, WER da charakterlos agiert, WER mit den emotionen anderer "spielt", sie versucht, gezielt zu manipulieren ... wer versucht, zu verleumden[/b]
uebrigens, wer da mit "Gefahr" argumentiert, gibt nicht nur auskunft ueber seine eigenes - moeglicherweise ganz realistisches (naemlich, dass sein verschleierungssystem enttarnt wird!) - angstszenario, sondern rückt den/den, aus dessen munde/feder diese moegliche "Gefahr" stammt, in den bereich des "gefaehrlichen", der/die schreibende wird somit auch indirekt als "gefaehrlich" "eingestuft" ... sind doch auch keine harmlosen begriffe und vorgangsweisen, oder ... ist doch auch eine nicht unproblematische wortwahl ... ist es nicht so? nur mal so gefragt ...
zur erinnerung:
05.09.2006 - 20:13: RE: Was soll dieses Forum bewirken? Was wird als belästigend empfunden?
[quote=Margaretha][quote=Katharina][quote=Margaretha]an BrokenWing
ich bewundere ... beinahe grenzenlos, denn sie hat sich durch deine hasstiraden......[/quote]
Ich habe hier fast alle einigermaßen lesbare Berichte gelesen und somit ALLE von BrokenWing - von Hasstriaden auf ... habe ICH von BrokenWing überhaupt nichts lesen können. Diese Unterstellung empfinde ich als Frechheit!
[/quote]
hallo brokenwing,
ich denke du weisst selbst, dass ich diesen satz nie an dich gerichtet habe.
er wurde - vielleicht mit manipulativer absicht ganz bewusst - aus einem an eine andere mitschreiberin von mir gerichteten posting herausgezogen.
kannst du weiter oben in diesem thread nachlesen:
05.09.2006 - 10:10: RE: Was soll dieses Forum bewirken? Was wird als belästigend empfunden?
WER wohl treibt's hier ein wenig "bunt" :-))), WER will da zwietracht saehen und missstimmung zwischen leute bringen? siehst, all das kann in einem forum wie diesem passieren!!!!!
liebe gruesse
margaretha rebecca[/quote] und:
05.09.2006 - 20:18: RE: Was soll dieses Forum bewirken? Was wird als belästigend empfunden?
[quote=Katharina]Sorry, du hast recht, Margaretha!
Habe mich verscrollt. Entschuldigung!
Katharina[/quote]
man/frau lese sehr genau den beitrag von rolf.k., dessen statement ich wichtig finde!!!!
[quote=Rolf K.]Hallöchen und sorry, dass ich mich einmische...
Ich finde es schade, dass hier ein kleiner Streit entbrannt ist.
Ich denke zu dem Ganzen, dass ein jeder die Meinung eines anderen tolerieren und respektieren sollte, denn jeder von uns hat nunmal seine eigenen Geschichten und Erfahrungen, die er hier mit einbringt und die sind eben schön oder weniger schön gewesen oder vielleicht beides.
So ist es logisch, dass wir alle hier in erster Linie unsere subjektiven Empfindungen kundtun, die auch, denke ich, genau so berechtigt sind, wie die eines/einer Anderen.
Es gibt nunmal glücklich Adoptierte und es gibt Adoptierte, die aufgrund von negativen Erfahrungen mit ihrem Schicksal hadern, denn niemand wünscht sich zunächst, von den leiblichen Eltern getrennt zu werden, es sei denn, man wird von diesen misshandelt oder vernachlässigt und selbst dann werden es immer die leiblichen Eltern bleiben.
Die glücklichen Adoptierten haben ein Recht darauf über ihre Adoption und ihre Adoptiveltern froh zu sein, obgleich ich behaupte, auch glücklich Adoptierte machen sich ab und zu Gedanken über ihre Herkunft und spinnen Phantasien über die Gründe ihrer Abgabe. Da ich mich als teils als glücklich,teils als unglücklich Adoptierter sehe, weiß ich, wovon ich spreche. Ich fühle mal so, mal so.
Auch das ist doch völlig in Ordnung.
Also gibt es keine Gründe, warum man das Meinungsbild des Anderen verurteilen sollte, denn wir alle haben das Recht zu einer eigenen Meinung.
So sollte sich auch keiner in den Schmollwinkel zurückziehen, solange die Diskussion sachlich und fair verläuft und niemand aufgrund seiner Meinung persönlich angegriffen wird!
Ich wünsche Euch, dass Ihr Euch vertragt und gegenseitig respektiert und toleriert und sich keiner angegriffen fühlen muss!
Liebe Grüße an Euch,
Rolf[/quote]
[b]danke Rolf!!!!![/b]
mit meiner pause wird's wohl nicht allzuviel werden :-)))
margaretha rebecca[/quote]

09.09.2006 - 08:44: RE: Letzter Beitrag
"Das ist für den Betreffenden bedauerlich, um so mehr dieser glaubt, er könne über das Herausschreien seiner Gedanken anderen mitteilen, das dies alles ein Produkt und Erkenntnis seiner gelungenen Aufarbeitung wäre. Darin ist eine Gefahr für andere die auch versuchen für sich aufzuarbeiten was ihnen das Leben auferlegte, die auch verändern möchten."
besonders das genannte zitat, aber auch der ganze beitrag des/r schreiber/s/in ist fuer mich geradezu aufforderung, weiterzuschreiben ueber die - de facto - unertraeglichen seiten von adoption ...
WER damit WARUM probleme bekommt aus meiner sicht, ist mir nicht nur klar, sondern kann ich auch gerne einmal ausfuehren!
die grausigen seiten von adoption (u.a. inkognito-adotpion) haben eben m.e. mit SKLAVEREI, GEFAENGNIS, STOCKHOLM-SYNDROM, ERPRESSUNG, AUSNUTZUNG VON NOTLAGEN, UNTERLASSENER HILFELEISTUNG, VORENTHALTUNG VON INFORMATIONEN und und und zu tun ...
aber BEVOR ich dies weiter ausfuehre, muss ich mir einmal eine kleine pause goennen, denn es strengt zugegebenermassen auch mich selber aufs aeusserste an ...

08.09.2006 - 19:34: RE: Letzter Beitrag
(...) auch ich kann deiner bitte, nicht zu posten, nicht nachkommen, denn ich erlebe sie als ein unfaires ansinnen und ausserdem noch verletzend. dies habe ich in deine richtung immerhin versucht zu vermeiden!
es ist mir klar, WESHALB du schreibst, WAS du schreibst, aber entschuldige, wie du die hier stattgefundene diskussion um das thema adoption - stockholm-syndrom - sklaverei - taeter - opfer wiedergibst, ist einseitig und verallgemeinernd ... ich habe immer von "bestimmten formen von adoption" (u.a. inkognito-adoptionen) gesprochen, und hier bleibe ich bei meinen statements.
obwohl ich im forum stets GANZ BEWUSST aus der ICH-perspektive schreibe, naemlich UM MEINE ANSICHTEN UND UEBERLEGUNGEN NICHT ANDEREN MIT IN DEN MUND ZU LEGEN, und weil ich sehr wohl weiss, dass diese eben meine ueberlegungen sind und nicht ergebnis einer systematischen recherche, analyse und interpretation, bin ich dennoch davon ueberzeugt, dass ich durchaus auch an bestimmten grundstrukturen nicht so ganz und gar vorbeirede ... JEDENFALLS IST DIESES THEMA NOCH LANGE NICHT VOM TISCH ...
und: WEIL ich mit ueberlebenden der konzentrationslager viele, viele gespraeche fuehrte und immer noch fuehre, weiss ich selbstverstaendlich um die grossen, ja oft unueberbrueckbaren (!) UNTERSCHIEDE bescheid, die sich auftun, wenn ueber andere formen von versklavung, tortur, wenn von der industriellen vernichtung von menschenmassen, vom gigantischen und kaum nachvollziehbaren ueberlebenskampf der diesem in dieser form bislang einzigartigen ueber jahre andauernden massen-massaker ausgelieferten gesprochen wird. habe ich nicht vor kurzem geschrieben bzw. angedeutet, dass mir im vergleich zu diesen menschen mein eigenes lebensschicksal relativ "harmlos" (ja, dieses wort habe ich verwendet) erschien ... aber an ihnen habe ich mich orientiert und mir gesagt, wenn menschen so etwas durchstehen konnten, dann kann ich mit meinen vergleichsweise viel kleineren problemen auch zurechtkommen ... dennoch: auch mein weg war ein HORRORTRIP ... (in dutzenden tagebuechern habe ich davon geschrieben ...)
und wie erloesend habe ich es empfunden, im forum hier auch von anderen adoptierten zu erfahren, dass sie ebenfalls sehr gelitten haben an der tatsache adoptiert zu sein ... das u.a. hat mir den mut gegeben, herauszutreten ...
ich wuensche dir und deiner familie alles gute
margaretha rebecca

08.09.2006 - 08:37: RE: Stockholm-Syndrom
ich nehme mir ganz einfach das persoenliche recht, meine assoziationen zuzulassen ... und ... da habe ich mir zum stockholm-syndrom eben meine adoptionsbezogenen gedanken gemacht ... ist also durchaus zulaessig!
denn adoption KANN vom/von der adoptierten - habe ich zumindest oftmals in foren von adoptierten wahrgenommen - als DAUERHAFTE GEGEN IHN/SIE GERICHTETE GEWALTANWENDUNG DURCH DIE ADOPTIONALE UMGEBUNG AUCH IM SINNE EINER FREIHEITSBERAUBUNG , DER ER/SIE VOLLKOMMEN HILFLOS UND DAUERHAFT AUSGELIEFERT IST ... wahrgenommen werden, und in DIESER situation muss der/die adoptierte sein ueberleben organisieren und sich mit der/den person/en eben auch "positiv" arrangieren, die als gewalttaeter bewusst oder unbewusst als solche erlebt werden ... stockholm-syndrom ist im zusammenhang mit adoption also gar nicht sehr "weit hergeholt"!

08.09.2006 - 07:08: RE: Stockholm-Syndrom
unter bestimmten voraussetzungen KANN ADOPTION FUER DEN/DIE BETROFFNENE/N zu einer LEBENSLANGEN TORTUR werden ...
"(...) Zusammenfassend ist festzustellen, daß die Adoptionssituation an sich möglicherweise einen speziellen Entwicklungsverlauf mit möglicherweise typischen psychopathologischen Phänomenen verursacht, im Sinne eines Adoptionssyndroms (Herzka, 1977).(...)
Herzka, H.S.: Das Adoptionssyndrom; In: Helv. paedriatr. Acta, 32,1977,S. 103-106 ..."
obiges zitat ist zu finden unter folgendem link: http://www.kinderpsychiater.or g/index.php5?x=/for496.php5
dies mit zynismen zu bagatellisieren kommt in gewisser weise einer OPFERSCHAENDUNG gleich!!!!
jedenfalls gibt zynismus auskunft ueber die SKRUPELLOSIGKEIT der person, die ihn anwendet ...

07.09.2006 - 19:24: RE: Stockholm-Syndrom
... schrieb:
Je mehr ich mich mit dem Stockholm-Syndrom befasse, umso mehr komme ich zu der Auffassung, dass in vielen Berichten Adoptierter gleiche und ähnliche Symptome geschildert werden.
ja, ich befasse mich zur zeit intensiv mit der geschichte von natascha kampusch. habe das gespraech gestern aufgezeichnet, mir wieder angesehen. lese die von ihr frei gegebenen aussagen in den medien. stelle mir ihre acht jahre vor ... mit DIESER tortur sollten tatsaechlich nicht leichtfertig "vergleiche" angestellt werden ... dieser AUFDRINGLICHKEIT will auch ich selbstverstaendlich mit ENTHALTEN!!!!
ich will diesem maedchen in keiner weise nahetreten, die letzten acht jahre gehoeren einzig und allein ihr selber ...
aber je mehr ich ueber dieses schicksal nachdenke, entdecke ich erschreckende parallelitaeten ... DRAENGEN sich diese assoziationen in mir auf ...
abgesehen davon, dass man mich am lebensanfang - so die mdl. information aus diversen quellen - verhungern lassen wollte, womit ich gewiss mit dieser vorgeschichte unter adoptierten nicht allein dastehe, sehe ich aehnlichkeiten zu meinem eigenen leben im empfinden, denken, handeln ... schon vor einigen monaten habe ich angefangen in diese richtung zu ueberlegen, aber erst jetzt hat es in mir "geklingelt" ...
ich fuehre es - bei mir als adoptierter - u.a. wesetnlich darauf zurueck, dass ich PER ADOPTION UND FORTAN FUER DIE GESAMTE GESELLSCHAFT NICHT MEHR ALS DER MENSCH WEITERLEBEN DURFTE, ALS DER ICH IN DIESE WELT EINTRAT (identität, geschichte, rechte),
bei aller liebe, all dem glueck und der schoenen zeit mit meinen a-eltern ... UM DAS ERLEBEN ZU DUERFEN, MUSSTE ICH SO TUN ALS SEI ICH EINE ANDERE ... DER MENSCH DER ICH VON DER HERKUNFT INNEN WEITERBLIEB, NUTZTE DIESE ANDERE IDENTITAET ALS SURVIVING-STRATEGIE ...
DIESER MENSCH WURDE IN WAHRHEIT AUCH IN MEINEM INNERESTEN NIEMALS AUSGELOESCHT, AUCH WENN ICH UEBER DIE BEWUSSTE REFLEKTION KEINEN ZUGANG MEHR ZU IHM HATTE ... WEIL ICH MEIN GESAMTES BEWUSSTES LEBEN ZUNAECHST IN DER ADOPTIONALEN IDENTITAET ZUBRACHTE ...
in WAHRHEIT war ICH damit von einer GANZEN GESELLSCHAFT fuer TOT erklaert worden ... DAHER MEIN GEFUEHL, ICH SEI LEBENDIG BEGRABEN ... DESHALB IN MIR SO LANG ICH DENKEN KANN, ZUM EINEN DAS GEFUEHL, ICH MUESSE STERBEN, BEVOR ICH ZU LEBEN ANGEFANGEN HABE, ZUM ANDEREN DIE SEHNSUCHT (viele male aufgeschrieben), HERAUSZUTRETEN UND ENDLICH MIT DEM LEBEN BEGINNEN ZU WOLLEN ...
meine psychotherapeutin war der allererste mensch, bei dem ich das gefuehl hatte, dieser mensch, der ich VOM ANFANG AN WAR, DARF LEBEN UND WACHSEN, sie hat FUER DIESEN MENSCHEN PARTEI ERGRIFFEN ... sanft und unaufdringlich ... und erst allmaehlich habe ich diese "solidaritaet" zugelassen ... und erst im laufe der jahre passierte dann so etwas wie eine TIEFE IDENTIFIKATION MIT MEINER HERKUNFT ... und seit ich diesen prozess zulasse, haben sich vollkommen neue perspektiven, wie ich mich in der welt sehe, verstehe etc., aufgetan, interpretiere ich vieles neu ... ES TUT SCHRECKLICH WEH, DENN ES FUEHRT MICH AN DIE ABLEHNUNG MEINER LEIBLICHEN ELTERN HERAN, ABER LETZTLICH FUEHRT NUR DIESER WEG ZUR GESUNDUNG ... von JAHRZEHNTELANGEN gesundheitlichen STOERUNGEN, deren URSACHEN ich immer gesucht habe, nie verstanden habe, was mit mir da passiert ist und WARUM ich in diese probleme geraten war ... HEUTE erst weiss ich einigermassen bescheid darueber ... erst heute erlebe ich mich endlich in einer empfundenen GANZHEIT, heute erst DARF ICH AUS MEINEM INNERSTEN WESEN HERAUS DIESES WESEN FREI ERLEBEN UND LEBEN!!!!
die inkognito-praxis bei adoption u.a. macht aus den adoptierten auch ausgelieferte sklaven, die EINKERKERUNG des HERKUNFTS-MENSCHEN passiert von anfang an, v.a. auf intellektueller und emotionaler ebene durch die EINTRICHTERUNG DER NEUEN ROLLE UND IDENTITAET ... das ist genau dann eine DAUERVERGEWALTIGUNG, wenn im gleichen zug die HERKUNFTSIDENTITAET DAMIT VERNICHTET WIRD, und dies in JEDEM LEBENSAUGENBLICK ...
die UEBERWACHUNG DER EINKERKERUNG des HERKUNFTSMENSCHEN wird mikro- und makrosozial KONSEQUENT UEBERWACHT (ich erinnere an ... ausfuehrungen ueber das TABU) und schliesslich wird aus dem/r adoptierten DER EIGENE KERKERMEISTER ...
und - im rechtsstaat, der mir meinungsfreiheit verfassungsmaessig garantiert, darf ich auch auf organisations"maengel&quo t; dieses staates hinweisen - aus meiner persoenlichen sicht als adoptierte bin ich als adoptierte AUCH eine durch staatliche regelungen EINER ART STAATLICH ORGANISIERTER UND ABSANKTIONIERTER SKLAVEREI (was ich damit meine, habe ich andernorts dargestellt) ausgelieferte PERSON geworden ... auch wenn jene, welche die gesetze geschaffen haben, diese gesetze vollstrecken, jene, die sich an ihnen orienteren und sich an sie halten (als beamtin bin auch ich dazu verpflichtet!) vermein/ten, im interesse des KINDESWOHLS gehandelt zu haben und zu handeln ...
und ... u.a. INKOGNITO-adoptionen oeffnen national und international jedem nur denkbaren MISSBRAUCH am adoptierten TUER UND TOR ... und dass dies in erschreckenden ausmass auch geschieht, davon liest und hoert man ja einiges ...
die REGELUNG der inkognito-adoption SELBST produziert mit der VERNICHTUNG der HERKUNFTS-IDENTITÄT SCHON EINEN MORD AUF SYMBOLISCHER EBENE!!!!
ich ersuche eindringlichst jede/n einzelnen, der/die mitliest, DIES NICHT ALS PERSOENLICHEN ANGRIFF ZU SEHEN, und auch nicht ALS EINGRIFF IN DIE JE EIGENEN IDENTITAETS-HANDLINGS-SYSTEME! es ist EINZIG UND ALLEIN MEINE EIGENE ANSICHT, GESCHOEPFT AUS MEINER EIGENERFAHRUNG, MEINEN EIGENINTERPRETATIONEN ZU MEINEM LEBENSTHEMA ADOPTION
..., sei doch so lieb, und stell mal hier ins forum, was du ueber die zusammenhaenge zw. stockholm-syndrom und adoption gefunden hast ... danke im voraus
margaretha rebecca

05.09.2006 - 21:30: RE: Ich bin H-Mutter
"ich selbst (adoptiert mit 2,5 Jahren) hätte es nicht gut gefunden, wenn meine leibl. mutter versucht hätte kontakt zu mir oder meinen eltern aufzunehmen. ich habe zum beispiel sehr lange gebraucht bis ich das überhaupt konnte und meine eltern haben nie schlecht über meine leibl. mutter gesprochen. für mich war es wichtig, das frei entscheiden zu können, ob und wann ich den kontakt herbeiführen wollte;"
als zweimal gefundene (erstes mal mit 20 von muetterlicher seite und das zweite mal mit 30 von vaeterlicher seite), bei der die reunions in beiden faellen nicht geglueckt sind, nicht gut verlaufen sind, habe ich genau diesen standpunkt immer vertreten.
ich kann heute aber viel besser die sehnsucht der h-muetter verstehen, ihre kinder zu suchen, und so ihnen die kinder unter druck abgepresst wurden, denke ich sollten sie schon ab einem gewissen zeitpunkt die moeglichkeit haben, ihre kinder zu kontaktieren. mit dieser ansicht bin ich von meiner bisherigen sehr harten haltung zugegebenermassen abgewichen, wobei mich immer wieder zweifel anfallen. allerdings erwarte ich mir beste vorbereitung auf h-seite und groesste vorsicht beim zugehen auf den/die adoptierte/n.
zudem gibt es zahlreiche adoptierte, die sich nichts sehnlicher wuenschen, als dass ihre h-muetter(eltern) sie suchen und finden.
"ich habe mir auch lange vorstellen können, die ganze sache auf sich beruhen zu lassen."
ich auch. ich wollte EVENTUELL suchen, aber erst zu einem zeitpunkt, wenn ich meine primaeren lebensziele erreicht haben wuerde, einigermassen gesettelt gewesen waere. etc. so haben mich in sehr unsicheren persoenlichen konstellationen die reunions getroffen wie tsunamis und die negativen folgewirkungen waren innen und aussen entsprechend verheerend.
"dass er von deinem persönlichen leid erfährt (dass m.e. nach nicht in die öffentlichkeit gehört, sondern ins engere persönliche umfeld)(dass m.e. nach nicht in die öffentlichkeit gehört, sondern ins engere persönliche umfeld)"
wieso denn nicht. ich haette DAMIT wahrscheinlich keine probleme gehabt. (oder vielleicht doch? weiss nicht ...) mit dem generellen informationentzug zu meiner herkunft, dem vermutungen (so habe ich zum beispiel schon als pubertierende zu mir selbst gesagt - denn mit mir wurde nicht ueber meine herkunft gesprochen, alles blieb in meinen vorstellungen - auch wenn meine leiblichen eltern und verwandten huren, verbrecher oder inzestverwandte sein sollten, muesste und wollte ich einen weg finden, zu ihnen ja zu sagen ... ), phantasmen, mit den LUEGEN, die mir von den leiblichen eltern aufgetischt wurden, hatte ich allerdings die groessten probleme.
und noch eine lanze breche ich fuer die oeffentlichkeit: LEIDENSGESCHICHTE, LEIDENSBERICHTE, noch dazu solche, die SYSTEMATISCH von "der gesellschaft" VERURSACHT werden, gehoeren AN DIE OEFFENTLICHKEIT ...
DENN URSACHEN FUER LEIDEN SOLLTEN FESTGESTELLT UND TUNLICHST BESEITIGT WERDEN!!!

05.09.2006 - 20:57: RE: Was soll dieses Forum bewirken? Was wird als belästigend empfunden?
hallo bibi,
BibiBlockstein schrieb:
Meiner Meinung nach sind die Unterschiede zwischen leiblichen und adoptierten Kinder gar nicht so groß.
ich moechte nur kurz antworten:
leibliche kinder und adoptierte kinder durchlaufen einen identitaetsfindungsprozess. waehrend bei den leiblichen kindern i.d.r. hier grundinformationen nach der herkunft und alles im zusammenhang damit klar ist, ist die bei adoptierten i.d.r. NICHT der fall. und DARAUS ergeben sich i.d.r. SEHR VIELE KOMPLIKATIONEN!!!!
natuerlich, auch leibliche kinder empfinden dankbarkeit fuer ihre eltern etc. aber bei adoptierten haengt beim dank an die eltern gleich dieses - entsetzliche - gefuehl dran, ueberhaupt DA sein zu DUERFEN, nicht abgetrieben worden zu sein, im heim verblieben zu sein (uebrigens: was mich sehr geschockt hat war, dass adoptierte berichteten, man habe ihnen bei erziehungsproblemen immer wieder mit der rueckgabe ins heim gedroht!!!!) in der umgebung sein zu duerfen, all das erhalten zu duerfen etc. etc. etc. DENN NICHTS VON ALLE DEM IST EINE SELBSTVERSTAENDLICHKEIT! jedenfalls habe ich es so sehr stark empfunden ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

05.09.2006 - 20:57: RE: Was soll dieses Forum bewirken? Was wird als belästigend empfunden?
hallo bibi,
"BibiBlockstein schrieb:
Meiner Meinung nach sind die Unterschiede zwischen leiblichen und adoptierten Kinder gar nicht so groß."
ich moechte nur kurz antworten:
leibliche kinder und adoptierte kinder durchlaufen einen identitaetsfindungsprozess. waehrend bei den leiblichen kindern i.d.r. hier grundinformationen nach der herkunft und alles im zusammenhang damit klar ist, ist die bei adoptierten i.d.r. NICHT der fall. und DARAUS ergeben sich i.d.r. SEHR VIELE KOMPLIKATIONEN!!!!
natuerlich, auch leibliche kinder empfinden dankbarkeit fuer ihre eltern etc. aber bei adoptierten haengt beim dank an die eltern gleich dieses - entsetzliche - gefuehl dran, ueberhaupt DA sein zu DUERFEN, nicht abgetrieben worden zu sein, im heim verblieben zu sein (uebrigens: was mich sehr geschockt hat war, dass adoptierte berichteten, man habe ihnen bei erziehungsproblemen immer wieder mit der rueckgabe ins heim gedroht!!!!) in der umgebung sein zu duerfen, all das erhalten zu duerfen etc. etc. etc. DENN NICHTS VON ALLE DEM IST EINE SELBSTVERSTAENDLICHKEIT! jedenfalls habe ich es so sehr stark empfunden ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

05.09.2006 - 19:00: RE: Was soll dieses Forum bewirken? Was wird als belästigend empfunden?
hallo brokenwing,
Brokenwing schrieb:
"Was dieses Forum soll weiß ich nicht."
ich habe in den vergangenen fuenf (!!!) jahren viel in diesem forum ueber adoption dazugelernt, habe einige wertvolle menschen kennengelernt. habe gelernt, gemeinsam mit anderen ueber meine erfahrungen, gedanken und gefuehle zu adoption zu berichten ...
manche menschen haben mich auch enttaeuscht, aber ich sehe es positiv, das gehoert immer zum leben ...
mit manchen menschen habe ich mich gestritten und dann auch wieder verstanden ... fuer mich eine sehr wichtige erfahrung ...
von manchen menschen, denen ich mich nahe glaubte, habe ich mich wieder getrennt ... auch das war fuer mich wichtig ...
ich habe die verschiedensten menschentypen in den verschiedensten situationen hier kennengelernt ...
ich habe gelernt, dass man unnachgiebig sein muss im bemuehen um den eigenen standpunkt und hartnaeckig, wenn dieser standpunkt es einem wert war/ist, ihn auch mitzuteilen ... ich habe gesehen, dass harte reaktionen und attacken von den verschiedensten menschen in unterschiedlichsten situationen ausgehen, dass harte konfrontationen passieren und danach die gespraeche zwischen den teilnehmern wieder ruhiger werden ...
ich habe extrem rechthaberische leute kennengelernt, aber genauso offnene und konfliktfaehige menschen ...
ich habe gelernt, dass man nicht alles gleich hoechst persoenlich nehmen sollte und sich einen inneren schutzmantel zulegen ...
es hat fuer mich besonders schoene begegnungen in forum gegeben und gibt sie noch ... zum beispiel diejenige wie zuletzt besonders mit bibi, ich muss zugeben, dass mich diese gespraeche besonders bewegt haben und viel gutes in mir ausgeloest!!!
ich koennte das noch endlos fortsetzen ...
VON ALLEN teilnehmern habe ich GELERNT!!! inhaltlich und mehr ... von manchen weniger, von andern mehr, aber jeder kontakt - auch der negative - war fuer mich im grund eine bereicherung!!!! DESHALB GEHT WIRKLICH MEIN - ganz normaler - DANK AN ALLE!!!!
ich koennte das noch endlos fortsetzen
"Ich weiß nur, dass ... ständig das selbe schreibt, dass sie eine Sicht der Angelegenheit hat, die sie allen anderen aufzwängen will-"
empfinde ich persoenlich nicht so!
"und dass sie massiv verletzend wird, wenn man ihre Ansicht nicht teilt"
da ist sie weiss gott nicht die einzige hier
"Ich würde mir wünschen, wenn sie aufhören würde, Adoptierten einzureden, ihre A-Eltern wären wie "Geiselnehmer" oder "Sklavenhalter"
entschuldige: ICH habe diese sklaven- und stockholdiskussion vom zaun gebrochen ... im rahmen meiner eignen ueberlegungen, die ich zu meiner persoenlichen lebensgeschichte als adoptierte - eine schoene, aber auch schwerste und schwierigste lebensgeschichte - anstelle und anstelle, weil ich den menschen hier herinnen schon jahrelang zugehoert habe ...
brokenwing, bitte sprich mir nicht ab, selbstaendig denken zu koennen und zu duerfen, das tue ich naemlich wirklich ... und gerne ... sogar vielleicht ist nachdenken meine lieblingsbeschaeftigung ...
und ich schrecke vor meinen gedanken nicht zurueck, auch nicht vor den schrecklichen ...
"Ich hab es echt satt, dass MANCHE (!!!!) H-Mütter allen (Ado-Eltern, JuA's, ihrer Familie.....) anderen die Schuld für das Leid geben, dass sie erleiden und dass sie ihren Kindern angetan haben!"
meinst du nun, alle h-muetter die hier mitschreiben, oder nur "manche" von diesen?
Und ich habe es satt, dass man nicht sagen darf, dass man seine A-Eltern einfach wesentlich mehr liebt als die fremde H-Mutter! Und dass man ihnen auch DANKBAR ist (da ist es wieder, das böse, böse Wort!).
das sage ich doch auch dauernd, genaugenommen schon fuenf jahre lang, noch niemand hat es mir verboten! aber DANKBARKEIT ist wirklich ein komplexes thema fuer adoptierte, meinst du nicht? wenn du kein problem damit hast, will ich dir keins einreden ... aber bei mir habe ich neben meiner ganz normalen dankbarkeit zu meinen a-eltern, die eine antwort der liebe fuer empfangene liebe ist auch schon enormen DANKBARKEITSDRUCK von seiten der gesellschaft wahrgenommen und ihm unzaehlige male in vorauseilendem gehorsam entsprochen, und DAVOR schrecke ich mittlerweile zurueck!!!
"Ich habe es satt, dann per Pseudo-Ananlyse erklärt zu bekommen, dass ich ja nur Opfer einer Gehirnwäsche wurde, ..."
die gehirnwaescherei wurde ... von einer anderen forumsteilnehmerin vorgeworfen, worauf ICH mir die gegenfrage erlaubt habe, ob den diese gehirnwaesche nicht auch von der anderen seite der a-welt ausgehen koenne ... und ich bin ueberzeugt, dass da schon von manchen a-eltern gewaltige anstrengungen diesbezueglich unternommen werden, insbesondere von jenen, die ihre a-kinder sich auf illegalem wege besorgt haben, die kinder regelrecht gekauft haben etc. also, die koennen doch ihren kindern niemals die wahrheit sagen ... und der adotpionsmarkt scheint zu florieren, was man so hoert ...
"Nur weil ich sehe, wieviel meine A-Eltern für mich getan haben, auf was sie alles für mich verzichtet haben, wieviel sie mir gegeben haben- und wie wenig meine H-Mutter für mich getan hat."
genauso empfinde ich auch fuer meine a-eltern, die ich nach wie vor buchstaeblich ueber alles liebe, viele male in meinem leben hatte ich das gefuehl, ich liebe sie mehr als mich selber ... sie sind so frueh von mir wieder weggegangen (mama starb, als ich 8 1/2 war und daeda als ich 18 1/2 war) und in schlimmsten zeiten wollte ich "zu ihnen gehen" ... mein kind und mein lebenswunsch haben mich davor zurueckgehalten ...
DENNOCH ist es mein gutes recht, MIR KLAR DARUEBER ZU WERDEN, IN WELCHE STRUKTUREN DIESE BUCHSTAEBLICHE LIEBES-BEZIEHUNG ZWISCHEN MIR UND MEINEN A-ELTERN EINGEBAUT WAR ... und seit ich dies tue, begreife ich, dass vieles so wie es aufgrund von regelungen gelebt wurde, nicht so gelebt haette werden duerfen, denn es waeren mir ZAHLREICHE FOLGEPROBLEME damit erspart geblieben!!!
AN MEINER LIEBE ZU MEINEN A-ELTERN HAT SICH ABER DURCH DIESEN MEINEN ERKENNTNISPROZESS IN KEINEM EINZIGEN AUGENBLICK ETWAS GEAENDERT!!!
gerade adoptiv-eltern, die ihre kinder lieben, muessen BESONDERS DARAN INTERESSIERT SEIN, DASS KRANKMACHENDE UND MENSCHENVERACHTENDE GRUNDSTRUKTUREN GEAENDERT WERDEN, und adoptiveltern, die ihre a-kinder lieben, werden ihnen NICHTS VON IHRER HERKUNFT WEGNEHMEN, DENN SIE WISSEN, DASS DIESE HERKUNFT MIT ALLEM, WAS SIE AUSMACHT, ZU "IHREM" A-KIND GEHOERT, DASS IM INTERESSE DES KINDES UND DAMIT IM INTERESSE EINER WAHRHAFTIGEN UND LIEBEVOLLEN BEZIEHUNG ZWISCHEN IHNEN UND "IHREM" A-KIND MIT DER HERKUNFTSSEITE EIN ACHTUNGSVOLLER UMGANG GEPFLOGEN WERDEN MUSS!!!!
ich hoffe, dich nicht verletzt zu haben, denn ich weiss aus eigenem; WIE verletzt wir adoptierte sind (oftmals schon hatte ich das gefuehl, MEIN GESAMTES ICH ist nur EIN EINZIGER SCHMERZ!!!)
liebe gruesse
margaretha rebecca

05.09.2006 - 11:36: RE: Was soll dieses Forum bewirken? Was wird als belästigend empfunden?
liebe bibi,
ein grosses D A N K E fuer deinen beitrag jetzt ... wie fuer ALLE deine beitraege ...
es tut so gut, dass es dich jetzt gibt in diesem forum, es tut so gut, dass es deine homepage gibt!!!!!
DURCH DICH GANZ BESONDERS ist EINE VERSOEHNUNG IN MIR IN RICHTUNG MEINER EIGENEN LEIBLICHEN MUTTER EINGETRETEN.
DANKE, BIBI, DANKE, DANKE, DANKE
ganz liebe gruesse
margaretha rebecca

04.09.2006 - 19:39: RE: Single - Adoption?
"Ebie schrieb:
Hallo Margaretha ,
eigentlich habe ich mich(H-Mutter) in der Vergangenheit als Täter gefühlt. Ich habe eine Entscheidung getroffen die unwiderruflich war. (Inkognito Adoption) Warum auch immer ich diese Entscheidung treffen musste, ich habe sie getroffen.
Lieber Gruß
Ebie"
liebe ebie,
ich bitte dich, schreibe uns mehr ueber deine geschichte, wenn du es schaffst. so viel als moeglich, so lange du dazu den willen und die kraft hast. es ist so unendlich wichtig - auch fuer mich als adoptierte - mehr von herkunfts-muettern und ihren geschichten zu erfahren.
meine leibliche mutter hat sich zunaechst wohl auf mich gefreut, dann wurde sie schmaehlich von meinem leiblichen vater - nach versprochener heirat - sitzengelassen mit ihrem besatzungs-balg, und das 1956. und dann hat meine leibliche mutter MICH nicht mehr gewollt ... trotz zeitweiligem "so tun als ob" ein leben lang nicht mehr ... ok, damit muss ich leben ... sie duerfte an ihrer schweren situation damals zerbrochen sein, ist aber in ihrem weiteren leben eine ganz normale ehefrau und mutter geworden, die alle ihre kinder wunderbar grossbekommen hat!!! mit sicherheit waere es mir bei ihr auch gut gegangen, wenn ...
es faellt mir immer schwer, mich mit den geschichten der h-muetter zu befassen, aber ich bin nun (nach jahrzehnten der inneren abwehr) dazu bereit, sie mir anzuhoeren ... und ich will versuchen, ohne moralisieren, zu verstehen ... natuerlich hoere ich immer gerne, wenn h-muetter ihre sehnsucht ausdruecken nach ihrem weggegebenen kind, denn wie sehr haette ich mir gewuenscht, dass meine h-mutter nach mir sehnsucht hat ... aber ich will auch besser verstehen, was eine frau dazu bringt, zu "erkalten" ... wobei ich damit bitte nicht dich meine, ok?!
wenn ich von taetern und opfern gesprochen habe, von sklaven etc., dann meinte ich v.a. zugrundeliegende strukturen (z.b. rechtslage), praktiken im zusammenhang von adoption, die zwangslaeufig "opfer" und "taeter" produzieren, auch wenn so manche/r beteiligte sich dessen ueberhaupt nicht bewusst ist und nicht im entferntesten so etwas will ...
was ich immer versuche, ist, menschen in ihren inneren und aeusseren zusammenhaengen wahrzunehmen und mir daraus - ohne grosses moralisieren ein bild von ihnen und ... wenn vorhanden ... ihrer notsituation zu machen ... (katharina, so du die bist, die du uns hier vorstellst: dies versuch/te ich immer auch in bezug auf dich, denn eine situation wie die deinige ist mir alles andere als "wurscht" ... aber anonymisierung des kindes auf lebenszeit wird fuer mich NIEMALS ein ausweg sein ... ich kann mir andere schutzmechanismen fuer die mutter in der notlage denken!)
sag also nicht, dass du dich als taeterin gesehen hast: erzaehle doch einfach einmal, wie alles fuer dich war und abgelaufen ist, bitte ...
ganz liebe gruesse
margaretha rebeca

04.09.2006 - 19:14: RE: Single - Adoption?
(...) ad feed-backs zu meinen beitraegen: bin nicht sonderlich applausinteressiert, denn ich weiss, dass vieles, was ich denke und schreibe "nicht gesellschaftsfaehig" ist ... it misfits ... hab schon genuegend ablehnende kommentare ausgehalten und mich natuerlich gefreut, wenn menschen hin und wieder positiv reagiert haben ... aber ich schreibe dieses meins ganz gewiss nicht, damit ich dafuer "akzeptiert" oder gar "geliebt" werde von irgendwem ... diese zeiten sind vorbei, fuer immer ... (...)

04.09.2006 - 18:21: RE: Single - Adoption?
(...) du wirst es vielleicht nicht glauben, aber ich selber bin im alter von einigen monaten von meinen spaeteren a-eltern buchstaeblich als halbverhungertes und dem tode nahes wrack gerettet worden. ich freue mich also mit dir, wenn du gute eltern gefunden hast und gluecklich mit ihnen sein kannst. vielleicht ist es dir auch noch nicht aufgefallen, dass ich keine prizipielle adoptionsgegnerin bin, ich wende mich allerdings gegen menschenverachtende gesetzliche regelungen und praktiken im rahmen von adoption. das sehr wohl!!! und ... ich habe die unverfrohrenheit ... meine eigene adoptionsgeschichte in einem kritischen, nicht wissenschaftlich systematischen!!!! aufarbeitungsprozess zu durchleuchten ... und entdecke dinge, du wirst es mir vielleicht wieder nicht glauben, die mir einfach immer weniger gefallen an meiner position als adoptierte ... und ... ich teile dies mit ... auch wenn dies manchen leuten gar nicht gefaellt ... ebenso teile ich mit - in monsterlangen saetzen (nicht wohlstrukturierten auf-saetzen, frohlockungs-dankbarkeits-hymn en an a-eltern etc.) - was ich mir so im allgemeinen dazu denke, was mir eben durch den kopf geht ... werde ich weiter tun ... auch dir gebe ich den rat: lese einfach einmal tiefer hinein in meine beitraege, sind inzwischen ueber 900 im forum, dann erfaehrst du etwas mehr darueber, was ich wirklich alles denke ...
(...) na bitte, dann lass hoeren, was die wissenschaft zum thema hier so alles zu sagen hat, interessiert mich ganz besonders ... wissenschaft finde ich immer super ... (manchmal ein bisschen weniger super, aber im grossen und ganzen ok) ... uebrigens: was du da ueber die toepfe der erkenntnis, heuristiken und halbwissen von dir gegeben hast, gefaellt mir auch ... habe zur wissenschaft und ihrer bedeutung fuer die menschheit (ein atomphysiker hat mir vor kurzem einmal gesagt, die wissenschaft sei das allerhoechste, was die menschheit jemals hervorgebracht habe ... ich habe gewagt, zu widersprechen :-)))) zwar ein sehr respektvolles, allerdings auch einigermassen "gelaeutertes" verhaeltnis ... gehe in sachen adoption mit meinem denken und ausdruck an meinen eigenen erfahrungen entlang und an denjenigen, die sich mir hier beim mitschreiben durch die beitraege anderer erschliessen ... systematisches hineinlesen in dieses thema, tja, dazu habe ich ... nicht den nerv ... adoptionsbezogene totalschaeden, schaeden, halbschaeden wuerde ich einfach einmal ganz salopp sagen ... soviel zu meinem wissen bzw. halbwissen ;-)))

04.09.2006 - 17:00: RE: Single - Adoption?
(...) ich bleibe dabei: bestimmte formen von und praktiken im rahmen von adoption haben sehr viel mit aspekten von sklaverei zu tun. auch das sog. stockholm-syndrom, die ueberidentifikation von opfern mit ihren tätern hat mit gewissen aspekten in diesem rahmen seinen durchaus berechtigten platz.
dies hat sich mir als betroffene so erschlossen. es handelt sich hierbei um meine persoenliche ansicht. dies habe ich immer wieder seit ich mitschreibe, betont. dies ist schliesslich auch der grund, weshalb ich so oft in der ich-perspektive schreibe (was mir ja auch schon mehrfach vorgeworfen wurde ... ja ja, sogar freuen soll es mich, wenn ich mich am meinem unglueck labe, mir oeffentlich die wunden lecke :-))))) na ja ...
denkt nach, die ihr so aufschreit! (...)

04.09.2006 - 16:49: RE: Single - Adoption?
"Glaubst Du, dass alle von ihren Adoptiveltern positiv begleiteten Adoptierten, die gesucht und gefunden haben und denen es gut damit geht hier nur deshalb nicht posten, weil es sie nicht gibt?"
und glaubt der/die schreiber/in dass es die vielen adoptierten nicht gibt, die an ihren adoptionsbedingten erfahrungen - beinah - zugrunde gehen, bloss weil sie keine kraft haben, hier mitzuschreiben?

04.09.2006 - 16:32: RE: Single - Adoption?
tut mir leid,
"stockholm" und "sklaverei" GEHOEREN ZUM THEMA ADOPTION ... in den verschiedensten bereichen, auf den verschiedensten ebenen ...

04.09.2006 - 16:21: RE: Single - Adoption?
(...) solange man als adoptierte den a-eltern huldigt ist man/frau hochwillkommen, ja, dankbarkeit zeigen nicht vergessen ... oh mein gott, wie dankbar bin ich in liebe meinen a-eltern und WIE SEHR EKELT MICH im gegensatz zu meiner natuerlichen liebevollen dankbarkeit INZWISCHEN DIESER ADOPTIONAL AUFOKTRUIERTE DANKBARKEITSKULT AN ... solange man ihnen also huldigt und dankt, koennte man seiten ueber seiten fuellen und niemals enden wollende halleluja-rufe ernten ...
wenn man aber anfaengt, die adoptionsbezogenen grausamkeiten beim namen zu nennen, tja dann wird man auf den scheiterhaufen geschickt ...!

04.09.2006 - 16:08: RE: Single - Adoption?
(...) darstellung diversester schicksale von adoptierten in diesem forum im lauf der letzten jahre (missbrauch, brutalste misshandlungen und beschimpfungen etc. an adoptierten durch ihre a-eltern) berechtigen zum o-genannten vergleich!!!!
zudem: adoptierte sind - wie sich mir erst nach und nach erschloss - noch auf eine viel, viel verhaengnisvollere art und weise - insbesondere auch auf rechtlicher ebene schon - ihren "annehmenden" ausgeliefert, als leibliche kinder ihren leiblichen eltern gegenueber ...
ich habe auch immer wieder betont, dass es a-eltern gibt, die - trotz unmenschlicher rechtslage etc. - menschenwuerdige standards in alle richtungen - versuchen zu - leben!!!!
wann begreift ihr endlich, dass ich niemanden persoenlich angreife bzw. angreifen will.(...)

04.09.2006 - 16:00: RE: Single - Adoption?
(...) dein beitrag ist sehr konstruktiv,
vielen dank.
dieser AUFSCHREI MUSSTE KOMMEN,
denn was ich schreibe ueber sklaverei und
adoption ist EBEN KAUM AUSZUHALTEN,
AUCH FUER MICH SELBER NICHT.
ABER ES MUSS EINMAL GESAGT WERDEN!!!!!
gerade DEIN BEISPIEL, die RECHTLICHE AUSWEGLOSIGKEIT IN DER DU DICH BEFINDEST, ABER AUCH, WAS ANDERE ADOPTIERTE SCHON AN DBZGL. PROBLEMEN GESCHILDERT HABEN, hat bei mir einen wesentlichen denkanstoss in die richtung gegeben, in der ich mich jetzt mit meinen gedanken wieder finde.
es ist und bleibt eine ungeheuerlichkeit, ein verbrechen, wenn einem die herkunft geraubt wird, wenn man funktionalisiert und umprogrammiert wird auf allen ebenen ... das ist eben so ... leider
es muss tatsaechlich an den grundfesten der rechtlichen regelungen geruettelt werden, diese muessen geaendert werden, damit adoption menschenwuerdig gelebt werden kann, von allen ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

04.09.2006 - 15:45: RE: Single - Adoption?
(...) adoptiveltern, die sich ihre kinder auf dem - illegalen a-markt einkaufen, sind zum beispiel fuer mich sehr wohl als taeter zu klassifizieren!!!! und ihre a-kinder sind eindeutig opfer.
die praxis der inkognito-adoption fuehrt auf legalem weg unweigerlich zu einem verbrechen am betroffenen kind und seinen herkunftseltern (i.d.r. den muettern). hier wird ein zentraler teil von ihm, naemlich seine gesamte herkunftsidentität zum allergroessten teil VERNICHTET. obwohl die akteure und betroffenen selbst es nicht wollen, machen die ZUGRUNDE LIEGENDEN STRUKTUREN sehr wohl aus ihnen opfer und taeter ...
es kann doch wohl nicht ... sein, dass das im sinne der menschlichkeit "rechtens" ist.
... etwa, MIR macht es spass, auf all diese ungeheuerlichkeiten draufzukommen?
es wird mir immer klarer, WAS mir das ZUGEMUTET WURDE - von wem auch immer - , DASS ICH NICHT ALS DER MENSCH EXISTIEREN DURFTE, ALS DER ICH GEBOREN WURDE.
AUCH DARUEBER ENTWICKLE ICH MITTLERWEILE EINE ZIEMLICHE WUT, WENN ICH GANZ EHRLICH BIN!!!! die ich allerdings gut unter kontrolle halte, keine sorge ...
weisst du, es ist sehr gut, DIESE FAULSTELLEN IM ADOPTIONSBEREICH EINMAL AUFZUSTOCHERN ... denn mit dem kindeswohl oder gar mit liebe hat DAS, naemlich die vernichtung der herkunft, GAR NICHTS MEHR ZU TUN!!!!

04.09.2006 - 12:29: RE: Single - Adoption?
WAS ICH ABER SEHR WOHL WILL, IST, JENEN DENKANSTOESSE ZU VERMITTELN, DIE BEREIT SIND ZUZUHOEREN UND IMMER WIEDER NEU NACHZUDENKEN ...
UND INKOGNITO-ADOPTION IST M.E. EINE FORM MODERNER SKLAVEREI ... dies ist wohl den allermeisten beteiligten und betroffenen nicht bewusst, das aendert aber rein gar nichts an den grundtatsachen ...
ich frage mich natuerlich auch, was dagegen einzuwenden ist, wenn bei adoption herkunftsidentitaet, herkunftsgeschichte und herkunftsrechte mitgenommen und in die neue identitaet integriert werden ... und wenn die rechte von herkunfts-eltern am kind staerker beruecksichtigt bleiben ... wuerde ich adoptieren, waere das fuer mich eine selbstverstaendlichkeit!!!!!!! !!!!!!
so dies noch nicht aufgefallen ist:
ich bin nicht gegen adoption, aber ich bin gegen bestimmte formen von adoption, z.b. inkognito-adoptionen!

04.09.2006 - 09:41: RE: Single - Adoption?
(...) bestimmte formen von adoption (inkognito ...) sind eben MENSCHEN-VERACHTEND, VERSKLAVEND UND KRANK-MACHEND. UND ICH SCHAEME MICH NICHT MEHR, DIES ALS BETROFFENE - die mit professioneller therapeutischer hilfe und durch aussprechen all der mit adoption verbundenen ungeheuerlichkeiten sich auf dem weg der GESUNDUNG befindet, ein JAHRZEHNTELANGES LEIDEN endlich gemildert wird - EINZUBEKENNEN. ich bin sicher, dass ich es nicht fuer alle, aber fuer viele andere adoptierte tue!!!! im grunde bin ich naemlich ein KERNGESUNDER mensch!!!! wie sonst haette ich dann all das schaffen koennen im leben, was ich trotz erkrankungen und miesesten rahmenbedingungen geschafft und erreicht habe!!!!!!!!!!! dies wurde mir auch von professionellen seiten bestaetigt!!!!

04.09.2006 - 09:25: RE: Single - Adoption?
vielen dank fuer die heftigen und deftigen reaktionen :-))))
so leid es mir - auch fuer mich selber und die menschen, die ich liebe - tut, ich muss bei meinen ausgesprochenen gedanken bleiben und diese weiter denken, und sehen, wo ich hinkomme ...
das entfuehrte maedchen im uebrigen hat mich auf gewisse "parallelen" (stichwort: stockholm-syndrom) aufmerksam gemacht!
(wahrscheinlich gar nicht so selten stehen ganz reale entfuehrungen - in den laendern der dritten welt - am beginn so mancher adoption ... stichwort: kinderhandel!!!!!!!!!!!!!!!!)
nach wie vor bin ich davon ueberzeugt, dass adoption so rechtlich geregelt und umgesetzt werden kann, sodass der gedanke an "sklaverei" gar nicht auftaucht! aber nur dann, wenn die herkunft des/der adoptierten auf allen ebenen erhalten bleibt.
bei loeschung/vernichtung der herkunft muss ich eben weiter an sklaverei denken. die inkognitopraxis oeffnet allen moeglichen formen von missbrauch am/an der adoptierten geradezu tuer und tor!
dass betroffene durch diese assoziationen geschockt reagieren, ist mir absolut nachvollziehbar. schliesslich war ich es auch ... und bin es noch!!!!!!!!!!!!!!!!! mit euphemistischen umdeutungen laesst es sich eben leichter leben, weiss ich aus eigener erfahrung!!!!!!!!!!!!!!!!!
schoenen tag auch allseits, auch all den "besserwisserInnen", denn diese brauchen das ganz besonders ...

03.09.2006 - 22:52: RE: Single - Adoption?
Adoptierte=Sklaven?
(...)
http://de.wikipedia.org/wiki/Sklave
der link ist toll, danke dass er wieder gebracht wird ... dunkel erinnere ich mich, dass ich ihn auch schon einmal hereingestellt habe, kann mich aber auch irren!!!!
ein/r adoptierte/r wird/hat
- seiner herkunftsidentität beraubt
- seiner herkunftsgeschichte beraubt
- seiner herkunftsrechte beraubt
- seiner handlungsfreiheit hinsichtlich innformationsgewinnung zu seiner herkunftsdaten etc. vollkommen eingeschränkt
- hinsichtlich identität und rechtsperson den jeweils annehmenden unterworfen, sie sind es, die seine h-informationen VOLLKOMMEN kontrollieren ...
- einer rolle unterworfen, die bis zu diessem zeitpunkt nicht die seine ist, naemlich das kind fremder menschen zu sein, er/sie wird total funktionalisiert, es wird ueber ihn vollkommen verfuegt!!!!!!!!
- zum zeitpunkt, wenn all das mit ihm/ihr rechtlich etc. finalisiert wird i.d.r. keinerlei einflussmoeglichkeit, in diesen prozess mit eigenem willen einzugreifen. und zu einem spaeteren zeitpunkt ist dies fuer sie/ihn de facto nicht mehr moeglich!
so ist der/die adoptierte - zumindest rechtlich gesehen, aber m.e. insbesondere auch auch psycho-sozialer ebene - ein leben lang an die annehmenden total auf gedeih und verderb ausgeliefert ausgeliefert ausgeliefert ...
sollten wir uns in diesem zusammenhang nicht auch mit dem sog. "stockholm-syndrom", das sich im laufe der zeit so mancher adoptierter (ich zaehle mich jedenfalls dazu!) bemaechtigt, naeher befassen?
wenn ich - es tut mir besonders weh, dies als adoptierte, die ihre adoptiv-eltern liebe und liebt, festzustellen - hier nicht zuege von "sklaverei" in geradezu klassischem sinn feststellen kann ..................
vielleicht muesste der begriff "sklaverei" quasi definitorisch modernisiert werden, um die neuen varianten in entsprechender differenzierung semantisch abbilden zu koennen
warten deshalb so viele adoptierte mit der herkunftssuche etc. oftmals/meistens so lange, bis die a-eltern verstorben sind?
ich bin auch davon ueberzeugt, dass dies vielen a-bewerbern und a-eltern in dieser weise nicht bewusst ist, manchen jedoch sehr, sehr wohl ...

03.09.2006 - 18:45: RE: Single - Adoption?
"gefährliche Gehirnwäsche und Manipulation"
frage ist, VON WELCHER SEITE das ausgeht!!!!!
"denn jeder durch solche Machenschaften total verunsicherte Adoptierte ist einer zuviel!"
koennte es nicht auch heissen: ein jeder aus der a-sklaverei entlaufene ist einer zuviel, denn ... er weiss einfach auch zu viel ... ?

02.09.2006 - 19:30: RE: Single - Adoption?
gerade viele deiner beitraege,
...,
hatten in den vergangenen jahren einen ENTSCHEIDENDEN BEITRAG, dass ICH eine viel, viel kritischere und reflektiertere haltung zu adoption erhalten habe, DU u.a. hast mit DEINEN AKTIONEN gegen manche hier herinnen, angefangen ueber suse seinerzeit, e(...), irma, einfach allen, von denen du dich "kritisiert" sahst, mein zuvor GERADEZU IDEALISIERTES BILD VON ADOPTIVELTERN AM NACHHALTIGSTEN ERSCHUETTERT!!!! DU hast mir letztlich klargemacht, wie "die dinge" in den jugendaemtern im zuge der adoptonsvermittlung ueber "beziehungsschienen" laufen, wer da wie bevorzugt "bedient" wird etc. ...
... wurde unglaubliches angetan im zuge der adoption ihres sohnes, sie muss dies nach und nach erkennen, und was tust DU mit ihr die allermeiste zeit, wenn sie hier schreibt? DU faellst ueber sie her, dass es einem geradezu uebel werden koennte. aber es ist eben ein verhalten, das ich an dir hier schon oft beobachtet habe.
ich bewundere ... beinahe grenzenlos, denn sie hat sich durch deine hasstiraden NICHT AUS DEM FORUM VERTREIBEN LASSEN ... und dies als von der gesellschaft verachtete herkunfts-mutter ... sie hat es gewagt, mitunter ganz allein auf weiter flur weiterzuschreiben, unnachgiebig und scharf formuliert eben, ihren standpunkt mitzuteilen. sie hat in der folge dann immer schaerfer re-agiert, aber das gestehe ich ihr - so besehen - gerne zu!
manche provokanten formulierungen ... lassen eben die FAULSTELLEN in diesem ganzen adoptions-zirkus viel deutlicher sichtbar werden ... und da ist VIELES einfach FAUL
... im unterschied zu dir - und das hat sie dir ganz klar auch gesagt - hat sie durch adoption EIN KIND VERLOREN, du hast eins erhalten. sie gehoert zu jener gruppe bei adoption, die auf der verliererebene steht, denn die meisten herkunfts-muetter duerften wohl aehnlich um ihr kind gebracht worden sein und werden, wie dies bei ihr der fall war ... ... gehoert zu den im rahmen von adoption betrogenen h-muettern ...
und noch etwas halte ich ... ausserordentlich zugute: sie gehoert zu den ganz wenigen mitschreibenden hier, die das adoptionsbezogene unglueck so vieler adoptierten wirklich ernst nimmt. und als h-mutter muss ihr dies ganz besonders schwer fallen!!!!!!!!
vielleicht weil ich selbst so oft in der ecke der verachteten stand, stelle ich mich eben auch deshalb hier ganz klar an ... seite ... und sie hat mir in einigen dingen mit ihrer beharrlichkeit die augen geoeffnet ... ich gestehe ihr eine ganz enorme portion wut zu, um mit dem ueber die runden zu kommen, was sie erdulden musste und muss ... und noch etwas, sie ist sehr wohl ein mensch, der sehr versoehnlich sein kann, auch dann noch, wenn man nicht immer ihre meinung teilt ...
so ...,
das musste ich dir einmal sagen, nachdem ich mich in den vergangenen jahren ganz bewusst nicht mehr persoenlich an dich gewandt habe. von dir bin ich im grunde am allermeisten hier enttaeuscht worden, zumal ich dich eine ganze zeitlang sehr geschaetzt habe und ... dir vertraut habe. so ist das eben im leben.
schau dich selber einmal im spiegel an und frage dich, ob wirklich alles so superrichtig ist, was du tust und sagst.
dennoch auch dir und deiner familie alles gute von mir. suche den frieden IN DIR ...
margaretha rebecca
bevor es ich vergesse: VIELEN DANK FUER DEINE BEITRAEGE AN MEINER WEITERENTWICKLUNG, SOWOHL IN DIE EINE WIE IN DIE ANDERE RICHTUNG!!!!

02.09.2006 - 07:59: RE: Jugendämter
hallo diana2,
ich habe immer wieder betont, dass ich adoption - so sie unter menschenwuerdigen standards fuer alle betroffenen geregelt ist, sehr wohl als eine sinnvolle moeglichkeit halte, einem verwaisten kind eine familie zu geben.
ebenso habe ich immer wieder gesagt, dass ich sogar - unter entsprechenden voraussetzungen - selbst ein kind adoptierten wuerde, dass ich aber jetzt mit 50 jahren - auch aus subjektiver sicht - zu alt dazu bin.
ich habe immer wieder mich aeusserst positiv ueber meine eigene adoption geaeussert und dass ich sehr wohl meinen adoptiv-eltern - nach wie vor - in grosser liebe verbunden bin. dass aber rahmenbdingungen und entsprechendes handling auch bei meiner adoption absolut negative auswirkungen auf mich gehabt haben.
ich habe mich im forum immer wieder sehr erfreut gezeigt, wenn ich feststellen konnte, dass adoptiveltern bemueht sind, eben trotz unmenschlicher rechtslage und sonstig ueblicher menschenverachtender praktiken im zusammenhang mit adoption menschenwuerdige standards fuer alle betroffenen zu leben.
es ist aber an der zeit, das mit adoption zusammenhaengende ELEND und LEIDEN auf herkunftsseite und bei den adoptierten AUFZUZEIGEN!
kann es sein, diana2, dass du mich gezielt missverstehen wolltest?!!! wenn nicht, dann gut, hast halt auch nicht differenziert genug in meine beitraege hineingelesen ...
margaretha rebecca
p.s.: ... wird fuer sich selbst eine antwort finden, so sie es fuer notwendig erachtet
ADOPTION IST KEIN INSTRUMENT ZUR FAMILIENPLANUNG!
DIE ANONYMISIERUNG EINES MENSCHEN UND INKOGNITO-ADOPTION SIND MENSCHENVERACHTEND!
ADOPTION KANN EIN WEG SEIN, EINEM VERWAISTEN KIND EINE FAMILIE ZU GEBEN.
ADOPTION MUSS NATIONAL UND INTERNATIONAL RECHTLICH DERART GEREGELT WERDEN,
DASS DIE MENSCHENWUERDE ALLER BETROFFENEN GEWAHRT BLEIBT!
DIE WAHRHEIT IST DEM MENSCHEN ZUMUTBAR. Ingeborg Bachmann

01.09.2006 - 19:31: RE: Single - Adoption?
(...)"Wieso denkst du das wir A-Eltern so gefühlskalt sind und nur an uns denken."
also ich denke, dass ich ganz klar geschrieben habe, was ich denke, und dies schon einige zeit tue, ein paar jahre lang zumindest. immer wieder hat es menschen gegeben auf allen seiten des a-dreiecks, die diesem geschriebenen durchaus auch positives abgewinnen konnten.
ich habe auch immer wieder - ebenso zuletzt - geschrieben, dass ich nicht verallgemeinere!
bitte, etwas genauer lesen und ... tatsaechlich auf ausgesprochene einwaende eingehen, kritik zulassen und nicht einfach daran vorbeigehen ... das stelle ich mir unter einer diskussion vor ...

01.09.2006 - 19:19: RE: Single - Adoption?
reni,
es wird in unseren breitengraden - so weit mir bekannt - KEIN MENSCH GEZWUNGEN, ein kind zu adoptieren.
wenn kein leibliches kind kommt, dann sollte man/frau sich doch einfach auch damit zufrieden geben koennen. eine adoptiv-mutter hat vor einigen monaten ein diesbezueglich interessantes posting gemacht, ich glaube es war cami: sie sagte dem sinn nach, dass sie sich durchaus auch ein glueckliches und gegluecktes leben ohne kind vorstellen konnte, bevor sie ein kind adoptiert hat. cami hat dann auch geschrieben, wenn ich mich richtig erinnere, dass sie ihrem a-kind die moeglichkeit der doppelten staatsbuergerschaft offenhalte, dem kind dann in einem entsprechenden alter entscheidungsfreiheit offenhalte etc. etc. dass kontakt mit der h-familie gepflegt werde.
es wird niemand gezwungen, behinderte und kranke kinder anzunehmen. waehrend verwaiste kinder, in besonderem mass behinderte und kranke kinder, ANGEWIESEN auf entsprechende foerderliche HILFSANGEBOTE sind!!!!
ich will mich - ehrlich gesagt - auch als adoptierte nicht mehr mit unerfuellten sich ins pathologische steigernden (so jedenfalls die fachliteratur) kinderwuenschen kinderloser befassen muessen, auch das ist mir eindeutig zu viel geworden ... lange genug habe ich mein leben in den dienst der sache adoption in ihrer mich pervertierenden und vergewaltigenden form gestellt, es reicht mir ...
es ist so wichtig, dass wir immer mehr erfahren ueber das schicksal von herkunfts-muettern, denn immer mehr ueberzeugen mich ... argumente, dass da eine STRUKTURELLE GEWALT gegen herkunftsmuetter vor und nach der adoption wirksam ist!!!! waehrend adoptierte schon oefters sich oeffentlich aeussern, tun dies h-eltern noch viel, viel zu wenig ... sie haben es am schwersten, denn die vorurteile gegen sie wirken am wuchtigsten!!!!
erzaehle uns mehr ueber dich, reni ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

01.09.2006 - 16:58: RE: Single - Adoption?
Ich finde es schade, daß man als zukünftige A-Eltern immer gleich mit Vorwürfen und Beleidigungen beworfen wird.
und ich finde es schade, dass a-bewerber und a-eltern so selten bereit sind, sich wirklich ernsthaft auf das elend, unglueck, die menschenunwuerdige, allein ihre interessen dauerhaft schuetzende rechtslage bei adoption und ueberhaupt auf all die traumatisierungsfaktoren im zusammenhang bei adoption auf seiten der h-muetter (-eltern) und ihrer weggegebenen kinder einzulassen.
DENN WORUM GEHT ES IHNEN: SIE WOLLEN ELTERN SEIN, UM JEDEN PREIS!!!!
allerdings: ich verallgemeinere hier nicht!
deshalb sehe ich als adoptierte diese scheinbar harmlosen anfraeglein mit immer groesser werdenden persoenlichen missfallen.
es ist einfach unglaublich, mit welcher "souveraenen" geste ueber all das grauen hinweggeredet und -gesehen wird ...
sehe mich selber heute gewiss nicht mehr als opfer, denn besondere umstaende (die den wenigsten adoptierten zur verfuegung stehen) haben mir eine lueckenlose aufarbeitung meiner h-geschichte sowie die psycho-soziale und rechtliche anknüpfung an ihr ermoeglicht, schliesslich zu dem zeitpunkt, ALS ICH SELBST ES WOLLTE.
lange hat es auch gedauert, bis ich es wagte, mir selbst erlaubte, all die entwürdigenden und demütigenden und krankmachenden umstaende im zusammenhang mit meiner adoption zu sehen, zu erkennen, mich in diesen zusammenhaengen zu erkennen als die, die ich TATSAECHLICH war, und nicht die, welche ANDERE WOLLTEN, DASS ICH SEI!!!! jahrelange niemals mich in irgendeine richtung pushende psychotherapeutische begleitung hat dies erst moeglich gemacht.
gute-nacht-geschichten zum thema adoption, anonym, inkognito etc. haben nicht mehr die entsprechende wirkung auf mich ... bin aber sehr froh darueber ...
ADOPTION IST KEIN INSTRUMENT DER FAMILIENPLANUNG!
ADOPTION KANN EIN WEG SEIN, EINEM VOLLKOMMEN VERWAISTEN KIND ZU EINER FAMILIE ZU VERHELFEN.

31.08.2006 - 19:54: RE: Single - Adoption?
SYSTEMATISCHE AUSBLENDEN DES UNGLUECKS IM FALLE VON ADOPTIONEN, IM SPEZIELLEN VON INKOGNITO UND ANONYMADOPTIONEN, GEHOERT BEENDET.
DANN ERST WIRD NICHT MEHR GLUECK AUF DEM UNGLUECK ANDERER AUFGEBAUT!!!

31.08.2006 - 19:41: RE: Jugendämter
liebe diana,
zuerst: bist du juristin?
vom gedanken, dass herkunfts-eltern tatsaechlich ihre entscheidung zur weggabe ihrer kinder in die adoption "in freiheit" treffen, sollten wir uns doch endlich trennen. zu viel INNERER UND AUSSERER DRANG UND ZWANG IST DA AM WERK!!! das zeigen uns die geschichten von herkunftseltern (v.a. muetter) die oeffentlich werden, auch die in diesem forum bekannt werden.
adoption ist in meinen augen NUR NOCH DANN EINE LEGITIME INSTITUTION, wenn ZUNAECHST alles sinnvolle versucht wird, die kinder bei ihren leiblichen eltern, verwandten und derem kulturkreis zu belassen, und wenn eben adoption, dann nur unter der voraussetzung, dass HERKUNFTSIDENTITAET, HERKUNFTSGESCHICHTE UND HERKUNFTSRECHTE MITGENOMMEN WERDEN KOENNEN, rechtlich aehnlich konstruiert etwa die eine doppelte staatsbuergerschaft. juristen habe ich als durchaus kreative legisten schon kennengelernt!!!!
INKOGNITOADOPTION, ANONYMISIERUNG, ENTRECHTUNG UND ENTEIGNUNG VON HERKUNFTSELTERN FUEHREN ZWANGSLAEUFIG IN KATASTROPHISCHE VERHAELTNISSE ... AUS DEM MENSCHEN, DER ER VON SEINER HERKUNFT HER IST UND BLEIBT, WIRD DER ADOPTIERTE EIN TOTALER SKLAVE (entrechtet, enteignet, funktionalisiert, ausgeliefert, total kontrolliert und gesteuert v.a. durch die vollkommene entmuendigung hinsichtlich zugang zu information und rechten der herkunft ...)in diesem fall KANN von herkunftsseite (auch das ist in selteneren faellen nicht auszuschliessen, und h-muetter moegen mir verzeihen, dass ich das ausspreche) auch als MISTKUEBEL fuer PRODUKTE VON SOZIALEM FEHLVERHALTEN benutzt werden. oder hoeren wir nicht andauernd davon, wie stark schwangere in schwierigen situation unter druck gesetzt werden, von ihren partnern, eltern etc., sie sollen doch abtreiben oder adoptieren lassen, also auch abtreiben ...
was - und das will ich betonen - auch auf a-seite oder a-vermittlern (..., ich vernehme schon deinen aufschrei!!! und verstehe ihn mittlerweile!!!!) sehr gut gemeint sein kann, wird fuer so viele adoptierte zu einem neverending HORRORTRIP ... aber mir ist sonnenklar, wer die leute sind, die das eben ueberhaupt nicht interessiert!!!!!!!!! ich zaehle dich, diana, nicht zu ihnen, denn soweit mir erinnerlich, hast du auch im forum schon geschrieben, dass der "betroffene personenkreis" sich um eine aenderung der gesetzeslage betr. inkognitoadotpion bemuehen sollte ... ist auch meine meinung ...
ADOPTION IST KEIN FAMILIENPLANUNGSINSTRUMENT!!!
MIT ADOPTION SOLL EINEM TATSAECHLICH VERWAISTEN KIND EIN ZUHAUSE GEGEBEN WERDEN, ALS DEM MENSCHEN, DER ES VON GEBURT HER IST ... was dann noch HINZUKOMMT, kann sinnvoll gelebt und gestaltet werden von allen beteiligten ...
als adoptierte, die so gerne "wie mama", die a-mama, war, alles liebte und liebe, was von ihr zu mir gekommen ist, weint es in mir, dass ich jemand anderer werden musste, um es zu erhalten, dass ich es nicht erhalten habe, als der mensch DER ICH IMMER WAR UND GEBLIEBEN BIN. und es weint in mir, weil ich soooooooooooo weit weg verbracht wurde von meiner herkunft, um überleben zu können. um diesen schaden als solchen zu erkennen, habe ich am allerlaengsten gebraucht!!!!!!! DIE HERKUNFT, IHRE GESCHICHTE UND IHRE RECHTE GEHOEREN UNTRENNBAR ZU UNSERER IDENTITAET, WAS IMMER DANACH NOCH FOLGEN MAG, HERKUNFT DARF NIEMALS AUSGELOESCHT WERDEN AUF KEINER EBENE!!!!
mit freundlichen gruessen
margaretha rebecca

31.08.2006 - 19:10: RE: Identität von Adoptierten
hallo diana,
bibi hat voellig recht. ich wollte dir auch so etwas aehnliches antworten.
identitaetsprobleme gehoeren zu den zentralsten "problemen" von adoptierten, je nach art der adoption, der form, wie der umgang mit der herkunfts gepflegt wird und ... wie der/die adoptierte in der lage ist, all das psychisch und intellektuell etc. zu verarbeiten, oder aber nicht ...
es gibt hier eine ganze reihe von threads, die sich mit diesem speziellen thema befassen, vielleicht liest du einmal hinein!!!!
margaretha rebecca
(dieser name ist ausdruck einer BI-POLAREN identitaet :-))))

31.08.2006 - 19:01: RE: Single - Adoption?
hallo illuminati,
ob fake oder nicht so ganz illuminierte studentin, dieser beitrag zeigt mir eines ganz deutlich:
wie LOCKER da inzwischen mit adoption umgegangen wird, so als waere sie das "natuerlichste" - familienplanungsinstrument - der welt. so nach dem motto: ich bin ok, du bist ok, wir alle sind ok, adoption ist ok, alles ist ok, wenn's dem eigenen wohlbefinden dient ...
und das wiederum haengt wesentlich mit der totalen verdraengung der duesteren seiten von adoption - dem elend und leid der herkunftseltern und der adoptivkinder - zusammen, ohne welches adoption gar nicht zustandekommen wuerde und moeglich waere ...
die propaganda laeuft in diese richtung: den h-eltern tut man gutes, den a-kindern tut man sooooooooooooooooooooooooooooo oooooooooooooooooooooooooooooo ooo viel gutes, inkognito und anonym ist auch nicht so dramatisch, diese paar identitaetsproblemchen kriegt man auch in den griff, denn identitaet ist ja ein sozialisationsprodukt (und damit eben beliebig produzierbar!!!), und ausserdem: DIE ZUKUNFT FUER UNS ALLE IST JA SOOO WUNDERBAR UND BIETET ALLEN SEITEN NOCH SOOO VIEL SCHOENES. also liebe a-kinder seit endlich zufrieden und fuegt euch froh, gluecklich und dankbar in euer schicksal, denn ihr seit ja keine normalsterblichen mehr, sondern erwaehlte, die eine ganz besondere mission zu erfuellen haben, und ausserdem habt ihr ja "das grosse los gezogen", werdet "gut erzogen" und damit "kultiviert", lebt in saus und braus, wird euch "alles geboten" und werden euch alle wuensche von den augen abgelesen, wenn ihr "brav" "unsere kinder" seid; ihr herkunfts-eltern trauert halt ein wenig, wenn's nicht anders geht, und loest euch endlich innerlich von euren "frei"gegebenen kinder (die konkret gesprochen bei inkognito und rechtlicher totalvernichtung in einer ebenso totalen "nobel"-sklaverei gelandet sind), schliesslich kann man/frau ja "trauer"-"arbeit" "leisten" und damit probleme "bewältigen" (kommt nur drauf an, ob man/frau von diesen "problemen" einst nicht restlos "ueberwaeltigt" wurde!!!!) ... und ... GENIESSEN WIR DOCH ALLE UNSER LEBEN ...
ich habe ein kind - woher es kommt, interessiert mich eher nur am rande bis gar nicht - ich muss zuerst auf mich schauen - meine beduerfnisse sind das wichtigste und gestillt - mir geht es gut ...
mit all dem geht es mir als adoptierte eher nicht so toll ... an deiner haltung, wie sie bei mir herueberkommt, ist fuer mich fast gar nichts ok ... lass die finger von adoption ... zumindest so lange, als du dermassen auf dich selber fixiert bist ...
trotzdem alles gute fuer dich
ist sicher wichtig, wenn du dich einmal in sinnvollerweise mit dir selbst befasst
margaretha rebecca


hallo ...,
ich danke dir fuer deine an mich gerichteten zeilen.
du weisst, dass ich in vielen aspekten heute deiner sicht der dinge sehr nahe, wenn nicht sogar gleicher ansicht bin!
ich verstehe deine verbitterung sehr, sehr gut, meine ich, kann auch inzwischen mit harten reaktionen von dir besser umgehen (zumal ich von mir selber weiss, dass auch ich ganz schoen ruppig werden kann, wenn es zeit dafuer ist ...) ...
ich bin ueberzeugt, dass du auf der suche nach der wahrheit bist ... und ebenso bin ich davon ueberzeugt, dass du wahrheiten entdeckst, erkennst und kommunizierst ...
was meinst du? wollen die menschen, will die menschheit wirklich die wahrheit über sich selbst erfahren?
ganz liebe gruesse
und weiter kraft und mut
margaretha rebecca

28.08.2006 - 15:21: RE: Ich bin H-Mutter
(...) das mit der dankbarkeit ist tatsaechlich eine vielgesichtige sache bei adoptierten, davon kann ich selber ein lied singen, auch ueber jene aspekte, die ... zurecht aufzeigt!!!
als eine adoptierte, die ihre a-eltern immer (noch) abgoettisch liebt/e, empfinde ich auch eine ganz natuerliche dankbarkeit zu ihnen fuer all die buchstaebliche LIEBE, die sie mir geschenkt haben.
ABER: ebenso bin ich - vielleicht immer noch - in einem geradezu "pathologischen" dankbarkeitswahn gefangen, dem ich sogar gewisse aspekte des stockholm-syndroms an die seite gebe!!! wenn das ADOPTIONSPROCEDERE zu einem ENTEIGNUNGS- UND ENTRECHTUNGSVORGANG auf HERKUNFTSSEITE und ADOPTION zu einer VERSKLAVUNG des ADOPTIERTEN fuehrt, DANN HABEN WIR ES MIT EINEM HIMMELSCHREIENDEN UNRECHT ZU TUN, DAS STEHT AUF JEDEN FALL FEST. und dann gibt es eben OPFER und TAETER ... wobei ich meine a-eltern - ganz jenseits von stockholm - tatsaechlich von jeglicher "schuld" "freispreche"!!!!!!! ! die gebe ich anderen (meiner h-mutter auch nicht mehr in dem mass wie frueher!) (...)

28.08.2006 - 13:01: RE: Ich bin H-Mutter
an den biografischen schilderungen ... hatte ich noch nie zweifel!!! ihren analysen habe ich nicht immer zugestimmt, aber nach wie vor bin ich ueberzeugt, dass sie eben einer gnadenlosen wahrheit auf der spur ist und diese zug um zug stueck fuer stueck erkennt, was ihr selber einige gnadenlosigkeit sich selbst gegenueber abfordert ...
liebe ..., du hast einmal von den ausgestochenen augen auf seiten der adoptierten geschrieben ... in der tat, durch deine schilderungen und berichte sind die meinen jedenfalls da und dort aufgegangen ... und in ein beinah unertraegliches licht getaucht worden ... die unertraeglichkeit einer wahrheit ist es u.a. warum sie menschen so schwer nahezubringen ist ... und das ist auch die grosse chance fuer jene, die sie lieber im verborgenen lassen wollen
wo bleibt hier das mitgefuehl fuer ... tragisches schicksal im zusammenhang mit adoption?
eines muss man/frau sich natuerlich schon bewusst bleiben: unter dem schutzmantel der anonymitaet kann im grunde JEDE/R erzaehlen, was er/sie will ... und da achtet man/frau dann eben sehr genau darauf, WAS geschrieben steht!!!!!!! ich leiste mir nicht den "luxus" der anonymitaet, und soweit ich es ueberblicken kann, tut ... dies auch nicht ...

27.08.2006 - 23:39: RE: Junge Mütter
mein ueberlebenskampf in diesen jahren hat/te fuer mich re-traumatisierende qualitaeten aus bekannten gruenden, er hat ganze seelenbezirke in mir fuer immer zerstoert ... und von all jenen, die mich in jenen zahlreichen jahren wissend im stich gelassen haben, habe ich mich nicht nur zutiefst angewidert sondern regelrecht angeekelt und mit aufrichtigst empfundener großer verachtung fuer deren (nicht-)handeln innen und aussen fuer immer getrennt!
so daemlich bin ich tatsaechlich nicht zu glauben, ich waere mit einem schweren schicksal alleine in der welt ... in diesen jahren hat mich naemlich gerade neben meiner tochter das wissen, dass menschen noch viel, viel schwierigere situationen durchstehen mussten, sie es irgendwie geschafft hatten, weitermachen lassen ... DAGEGEN ist mir mein eigenes schicksal relativ "harmlos" erschienen ... DENNOCH WAR MEINS UEBER WEITESTE STRECKEN EIN HORRORTRIP, DEN ICH KEINEM EINZIGEN MENSCHEN WUENSCHEN WUERDE ...
katharina, fuer dich und deine familie wuensche ich dir wirklich nur das allerbeste. aber deine werbung fuer anonyme geburt und babyklappe interessiert mich nicht!!! dagegen werde ich mich immer zur wehr setzen. denn ich VERABSCHEUE DIE ANONYMISIERUNG EINES MENSCHEN!!!!!

27.08.2006 - 23:02: RE: Junge Mütter
ich persoenlich wuerde es nicht wagen, derartige berichte jenen vorzuhalten, die genau das nicht geschafft haben oder - aus welchen gruenden - nicht schaffen koennen!!!!!!! abgesehen davon, dass mir diese geschichten schon einigermassen unrealistisch vorkommen.
in der ueberzeugung, dass auch mir selber etwas beinah unmoegliches gelungen ist (jedenfalls hat in meiner unmittelbaren umgebung jahrelang KEIN MENSCH daran geglaubt, dass ich es schaffen kann!!!!! schliesslich habe ich nicht dem entsprochen, was die "tonangebende gesellschaft" fuer diesen fall als krisenmanagement - naemlich weggabe des kindes - vorgesehen hat, und genau dafuer wird frau dann noch extra in form von fallengelassenwerden auf den diversesten ebenen fuer das mehrfache "fehlverhalten" bestraft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!), naemlich, dass ich trotz allerwidrigster umstaende mein kind selber aufgezogen, mein studium abgeschlossen habe, meiner tochter ein studium ermoeglicht habe etc., KAEME ICH NIEMALS AUF DIE IDEE, JEMANDEM ZUZUMUTEN, WAS ICH SELBER WAEHREND DIESER ZEIT DURCHGEMACHT HABE!!!! ZU BRUTAL WAREN DIVERSE DETAILS DAY BY DAY ... DASS ICH ES GESCHAFFT HABE, WAR MEHR GLUECK UND ZUFALL ALS VORHERSEHBAR!
mit einigem genuss reibe ich es aber sehr wohl all diesen instinktiv oder bewusst ohne jegliches takt- und feingefuehl mit ihren zeigefingern auf arme menschen zeigenden moralisierenden besserwisserInnen unter die nase, denn auch ich habe mich ohne trauschein (dass ich zum damaligen zeitpunkt gar keinen wollte, mein damaliger partner ebenso nicht, steht auf einem anderen blatt) - in den 70ern - "hingegeben", war in den augen "gewisser" wie meine leibliche mutter (und wie es schon die pfarrerskoechin in meinem dorf fuer mich prophezeihte) ein "gefallenes maedchen" ... und es trotzdem allein mit meinem kind geschafft ...

27.08.2006 - 19:42: RE: Grabenkrieg im Forum
in london exisitiert - so las ich einst - sogar ein "institut fuer lachforschung" und ... in indien wurden "lachclubs" gegruendet, von einem arzt!!!!
nun ein bissi was ernsteres ...
wuerde ... die eigene und die anderer ... ein weiser mensch sagte einmal:
"WER NICHT IN DIE TIEFSTE ERNIEDRIGUNG GERATEN IST, WIRD NICHT DAS SOGENANNTE HOEHERE BEGREIFEN!" (fast aber nicht ganz woertlich wiedergegeben) ... wobei ich NIEMANDEM das erdniedrigtwerden durch einen anderen menschen wuensche, das moechte ich schon auch klar sagen!!!!
und noch etwas: IN JEDEM MENSCHEN WOHNT WUERDE, SOGAR NOCH IN IHRER ZERSTOERUNG WIRD SIE SICHTBAR!!! erziehung hin oder her ... (besonders "wohl"-erzogene haben mir die schlimmsten dinge angetan!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!)

27.08.2006 - 16:56: RE: Abtreibung oder Adoption
so hart es klingt, ich sage dies hier nicht zum ersten mal, aber in den finstersten stunden und tagen meines lebens habe ich mir viele male gewuenscht, nicht geboren worden zu sein ... ich habe mich von meinen leiblichen eltern ein leben lang abgetrieben gefuehlt und tue dies immer noch ...
mittlerweile habe ich aber wieder guegend positive anhaltspunkte im leben gefunden, die mein leben mir - trotz allem - als sehr, sehr lebenswert erscheinen lassen ...
am allerschlimmsten habe ich jene zeiten in erinnerung, als ich mit meinem ganzen inneren elend und den aeusseren problemen tag fuer tag mir selbst ueberlassen blieb, nachts in kissen schrie und irgendwie weitermachte ...
abtreibung ist toetung eines schutzlosen ungeborenen, aber lebenslange abtreibung ist ebenfalls eine form von mord!!!!
meine antwort: wenn garantiert ist, dass adoption nach MENSCHENWUERDIGE STANDARDS geregelt, praktiziert wird und gelebt werden kann, dann waere ich wohl auch fuer adoption ...
gerade deine erfahrungsberichte (und natuerlich auch diejenigen der anderen h-muetter!), bibi, erlebe ich als sehr, sehr positiv, sie tun mir gut, denn ich erlebe ein wenig versoehnung in mir mit diesem meinem lebensbereich. DANKE!

26.08.2006 - 20:07: RE: Grabenkrieg im Forum
vielleicht waere der thread besser bezeichnet mit GRABENKEIFEREI im forum :-)))))
mein gott, die "annehmenden" sind ja auch auf allen ebenen im vorteil ... das einzige, das ihnen zumeist fehlt, ist ein kind ... da hat ... schon recht ... auch mit ihrer unnachgiebigkeit, mit der sie genau darauf aufmerksam macht!!!!
ja klar, es gibt auch jene herkunfts-muetter, die nicht einen lebensschmerz mit sich herumtragen durch die weggabe ihres kindes, jene, die fuer immer nichts mehr mit ihren kindern zu schaffen haben wollen, aber ... DAS IST WOHL EHER EIN VERSCHWINDEND GERINGER PROZENTSATZ, wenn wir das umlegen auf die adoptionszahlen insgesamt ...
also halten wir frauen wie bibi, reni und ... nicht staendig jene h-eltern vor, die genauso NICHT FUEHLEN, DENKEN UND HANDELN wie der grossteil der h-muetter ... es ist einfach unfair!!!

26.08.2006 - 14:43: RE: Ich bin H-Mutter
hallo bibi,
von herzen dank fuer deinen offenen und authentischen bericht!!!!
nun ist es an mir zu weinen ...
ja, hinter adoptionen stecken einfach unfassbar traurige schicksale ... und all das weint in uns adoptierten weiter ...
ich wuensche dir, dass eines tages (d.h. so bald irgend moeglich) sich ein guter kontakt zwischen dir und deinem kind ergibt und daraus eine liebevolle beziehung entstehen kann ...
margaretha rebecca

26.08.2006 - 13:53: RE: Ich bin H-Mutter
die themenvielfalt zu adoption, ueber die in diesem forum geschrieben wird, bestimmen schon ALLE hier mitschreibenden und nicht bloss einige wenige ...
in all den jahren kann ich im forum bei einer gewissen klientel auch nicht gerade auf allzuviel verstaendnis dafuer erkennen, dass das adoptionsrecht - und zwar weltweit - zugunsten der adoptierten und der herkunftsseite geaendert gehoert ... warum denn wohl?!!!!
wie schon gesagt, von gewissen leuten erwarte ich kein verstehen mehr ... hab gelernt, eben NICHT MEHR AN DIE FALSCHEN TUEREN ZU KLOPFEN ... aber ... vielleicht geschehen ja noch zeichen und wunder ... (..., ich weiss, du wirst mich gleich wieder in die schranken weisen :-))))))))))) ... und davor soll man/frau sich nicht verschliessen ... :-)))))
übrigens: ich bemuehe mich sehr wohl, mich in DIVERSESTE notlagen werdender muetter hineinzudenken. ich tue es, will es tun, um meine eigene leibliche mutter besser verstehen zu koennen. und gerade bibi (die ja von einer verdrängung der schwangerschaft schreibt), reni und ... u.a. h-muetter, die bedauerlicherweise nicht mehr mitschreiben, haben mir wertvolle einblicke gegeben.
allerdings: in einem und anderen fall hege ich doch meine zweifel am einen und anderen detail der schilderung, da ich meine, eine gewisse "unverfrohrenheit" zu erkennen, will heissen, dass weniger das konkrete schicksal (fuer dessen tragische aspekte auch ich hochsensibilisiert bin) selbst im vordergrund steht, sondern WOFUER MIT IHM GEWORBEN WERDEN SOLL ...
facit: DER ZWECK HEILIGT EBEN NICHT ALLE MITTEL!!!!

26.08.2006 - 10:18: RE: Ich bin H-Mutter
hallo reni,
es ist gut wenn du weinen kannst ... schau aber auch, dass du nicht immer alleine weinst, sondern dass da jemand da ist, der dich in den arm nimmt, mit dir spricht ueber alles, immer wieder, so lange eben, wie du es brauchst ...
dann denke dran, du warst ein 16 jahre junges grosses kind, das von den eigenen eltern auf dem altar der gesellschaftlichen ehre regelrecht hingerichtet wurde, und mit dir haben sie dein kind ausgestossen ... wie haettest du dich denn innerlich und aussen behaupten koennen, welche chancen haettest du denn gehabt, dein kind selber GROSSZUZIEHEN, es zu ernaehren, auszubilden, und das nicht ueber einen zeitraum von ein paar monaten, sondern ueber zwei jahrzehnte hinweg!!!! (das wird von diesen ach so hilfsbereiten leuten auch gerne uebersehen bzw. ist man dann eben wohl rasch und gerne mit der adoptions-"loesung" praesent ...)
ich sage dies v.a. als mutter einer mittlerweile 28 jaehrigen leiblichen tochter, die ich, als ich 22 jahre alt war, bekommen und in folge weitestgehend allein grossgezogen habe, und ich kann ueber die schwierigkeiten dabei in der tat viel erzaehlen ... und ich stelle mir meine tochter mit 16 vor, und wie sie ein kind erwartet und ... weisst du, dass ich aus genau diesem grund mir eine etwas groessere wohnung genommen habe, damit sie - in diesem fall - immer gewusst haette, WO sie mit dem kind einen platz zum leben haette?!!!
und was haben deine eltern mit dir, einem pubertierenden, heranwachsenden, in weiss gott was fuer entwicklungsumbruechen sich befindenen jugendlichen menschen, einer nach orientierung, halt und verzweifelt hilfe suchenden in not geratenen jungen werdenden mutter getan?!!!!
ueberlege einmal ...
mein verstaendnis und mitgefuehl - als adoptierte - hast du allemal ...
sei verstehend und guetig mit dir selber!!!
margaretha rebecca

25.08.2006 - 20:26: RE: Ich bin H-Mutter
(...) wenn ich an die gesetzliche regelung von adoption denke, so wird mir - so weit ich das ueberblicken kann - nach wie vor schlecht, denn aus einem menschen mit einer herkunftsgeschichte und herkunftsidentität (zumeist, jedoch nicht immer, was auch ein verbrechen ist!!!) wird eine tabula rasa, eine quasi neu formatierte festplatte produziert, in jeglicher hinsicht, die ganz einfach neu bespielt werden kann ... der mensch, der er von der herkunft her ist, wird i.d.r. zum geschichts- und namenlosen sklaven herabgewuerdigt, total funktionalisiert, kontrolliert und gesteuert ...
vom grausamen elend auf h-seite (v.a. der h-muetter) - von dem wir durch bibi, reni und nicht zuletzt durch ... eindrueckliche beschreibungen und einblicke erhalten haben - einmal ganz zu schweigen ...
RECHTLICH GESCHUETZT, und das AUF DAUER, werden ZUALLERERST DIE INTERESSEN DER A-SEITE!!! da laesst es sich gemuetlich zuruecklehnen und den anderen - den entrechteten - beim zappeln, jammern und schimpfen zuzu"sehen", zuzu"hoeren", beruhigungsgeschwafel ueber diese auszugiessen und - fern jeglicher selbstlosigkeit - altruistische gute ratschlaege zu erteilen, man/frau kann ja gewiss sein, dass sich an der rechtslage so rasch nichts aendern wird ... ist nur einmal eine salopp formulierte vermutung meinerseits ...
zunaechst: REDEN UEBER ALL DAS, DAS SYSTEMATISCHE SCHWEIGEN (das in weiten bereichen teil der gesamtstrategie istund ein begriff, auf den ich durch ... aufmerksam wurde!) DURCHBRECHEN, DAS SIND DIE ERSTEN WICHTIGEN SCHRITTE ... in meinem eigenen leben hat sich dadurch sehr vieles zum positiven gewandelt!(...)

23.08.2006 - 16:57: RE: Altersproblem
beim thema adoption rede ich als betroffene, naemlich als adoptierte, gerade immer dann und dort mit, wo ICH es fuer wichtig erachte. von NIEMANDEM lasse ich mir da den mund verbieten ... (das wuerde manche gerne, ich weiss ... :-))))
adoption ist im grunde ein einziger haufen aus ELEND, i.d.r. lebenslanges leiden auf h-seite und auf seiten des/r adoptierten. wen, bitte schön, interessiert das aber wirklich? da braucht man dann ein paar protagonistInnen, die staendig vom so grossen glueck und den zu vernachlaessigenden problemen reden, damit dieses ganze UNGLUECK wieder UEBERZUCKERT und somit ALLSEITS SYSTEMATISCH IGNORIERT werden kann ...
so sehe ich es jedenfalls heute ...

22.08.2006 - 11:49: RE: Russische Kinder krank?
meiner ueberzeugung nach braucht gerade ein schwer krankes und geschaedigtes kind ABSOLUTE SICHERHEITEN, um eine chance auf foerderliche und glueckliche entwicklung zu haben. das "ausprobieren" "am kind", ob's zu schaffen ist oder nicht, bringt lediglich neue totalversunsicherungen fuer dieses kind, was seinem gesundungsprozess sicherlich nicht foerderlich sein kann.
ICH SELBST BIN SO EIN KIND!!!! (war nah am tod, als ich von meinen a-eltern aufgenommen wurde)
meine a-eltern haben um mich und mit sich selbst gekämpft (ich habe anscheinend fuer meine umgebung bis zur unertraeglichkeit um mein leben gebruellt, war abgemagert etc. etc. !!!) und mich behalten. fuer sie waere nicht in frage gekommen, ein kind "probeweise" aufzunehmen ... (dies wurde mir glaubhaft versichert)

22.08.2006 - 11:35: RE: Altersproblem
mein eindruck ist schon auch immer mehr der, dass elend und leid, die "hinter" einer adoption stehen, ja deren voraussetzung sind, die meisten a-willigen und a-eltern nicht sonderlich "interessieren" (bewusst verallgemeinere ich hier nicht, denn es gibt jene, die sich dessen sehr wohl bewusst sind und bleiben und entsprechend handeln!!!!), hauptsache sie kommen zu "ihrem" kind, mit dem sie "auf familie machen" koennen ... (koennte man/frau denn so happy sein, wenn man dauernd "an diese furchtbaren dinge" denken muesste, wuerde etc. .... ?????)
scharfzuengige und pointierte kommentare mancher mitschreibenden entschleiern eben diese de facto grausamkeiten und verstecken sie nicht hinter einem beruhigungs-gerede ...
heftigste aggressionen anderer mitschreibenden konnten ueber die jahre hinweg auch gerade bei jenen festgestellt werden, wenn ihnen auch nur irgendwie bzw. nachhaltig schlicht widersprochen wurde, welche sie wiederum bei anderen besonders rasch zu erkennen vermeinen ...
uebrigens: lange hat es gedauert, bis ich mir eingestanden habe, dass ich in sachen adoption am allermeisten MICH SELBST BELOGEN habe ... ALLES TEIL DES ADOPTIONSSPIELS ... was wiederum REIN GAR NICHTS AN MEINER LIEBE ZU MEINEN A-ELTERN UND VICE VERSA AENDERT, auch diese LIEBE ist ein unumstoessliches FAKTUM ...

13.08.2006 - 23:02: RE: an bibi
hallo bibi,
meine leibliche mutter hat nicht selber gesucht, es war ihr onkel (bei dem sie aufgewachsen ist), und der hat dann den kontakt zwischen ihr und mir hergestellt. ich bin heute ziemlich sicher, dass meine leibliche mutter mich nicht gesucht haette. dafuer gibt es einen sehr wichtigen grund, naemlich ihr - sehr problematisches - verhalten mir gegenueber in den ersten lebensmonaten ... da hat sie eine sehr grosse schuld auf sich geladen ... so gross jedenfalls, dass sie sie nicht mehr als solche kommunizieren kann und will ... leider war es an mir, das schliesslich herausfinden zu muessen ... dennoch ... ich hasse sie nicht ... im gegenteil, ich versuche sie und ihr verhalten zu verstehen ... schliesslich hat sie meinen leiblichen vater geliebt und mich in liebe gezeugt ... auch sie wurde "hinters licht gefuehrt" von meinem leiblichen vater und schliesslich von der gesamten verwandtschaft und gesellschaft radikal im stich gelassen ... sie war blutjung und hat wohl nur noch einen weg fuer sich selbst gesehen ... DAVONLAUFEN SO WEIT ALS NUR MOEGLICH ... UND OHNE ZURUECK ZU SEHEN ...
mein leiblicher vater hatte bereits zum zeitpunkt der schwangerschaft kenntnis von mir und ... sein heiratsversprechen NICHT eingeloest ... er hat sie nicht wie versprochen zu sich in die usa geholt ... ein halbes jahr nach meiner geburt hat er im bewusstsein, dass es mich gibt und dass er meine leibliche mutter einfach sitzengelassen hat, eine andere frau geheiratet, die der von frueher kannte ... diese frau hat dann einige jahre nach der eheschliessung von mir erfahren und ist damals aus allen wolken gefallen, hat ihm sogar vorgeschlagen, mich in die familie zu holen, aber da war ich schon adoptiert ... jedenfalls gab es danach grosse eheprobleme und bei vielen streitereien hat sie ihm gedroht, den gemeinsamen kindern von mir zu erzaehlen. als sie sich dann schliesslich scheiden liess, hat mein leiblicher vater das gesetz des handelns an sich gezogen und den kindern selber von mir erzaehlt. allerdings eine geschichte, die ihn in seiner positiven vaeterlichen autorität nicht in frage stellen sollte, kurzum er hat seinen kindern (und auch jener frau, die mich in seinem auftrag suchte) erzaehlt, wie dann auch mir, dass er von mir zum zeitpunkt der schwangerschaft nichts gewusst habe, dass er erst viel spaeter davon erfahren habe ... nun, das habe ich damals meiner leiblichen mutter erzaehlt, die dies entschieden in abrede gestellt hatte und betonte, er habe sehr wohl gewusst. damit habe ich meinen leiblichen vater 1986 konfrontiert, woraufhin er wuetend wurde und mir ins gesicht sagte: it would have been better never to come to europe and to meet maria ... zu diesem zeitpunkt hat er wohl beschlossen, mich wieder nach europe zu verfrachten und dort zu belassen ... hat also das gemacht, was er exakt dreissig jahre zuvor schon einmal gemacht hatte, naemlich sich eines menschen schlicht und ergreifend entledigt ... natuerlich musste er dies anders anstellen, denn seine familie wusste ja von mir ... so hat er mich halt auf "lange baenke geschoben" ... auf den diversen ebenen ausgehungert, bis ich es nach ca. 1 1/2 jahren nicht mehr ausgehalten und den kontakt mit ihm beendet habe ... von meiner leiblichen mutter kam in dieser zeit - in der ich nicht nur seelisch beinah krepiert bin - nicht die leiseste unterstuetzung!!!!
jetzt ist es wieder einmal ein bisschen lang geworden.
ich will dich auf keinen fall entmutigen, dich auf dein kind zuzubewegen. allerdings tue es nur, wenn du bereit bist, ihm die wahrheit zu sagen, sie ihm mit liebe zu sagen, und die ganze wahrheit. und wenn du bereit bist, ihm - so er in einer grossen not ist und deine hilfe braucht - jetzt zur seite zu stehen!!! und gib ihm zeit (seine gefuehlswelt ist schwerst durcheinandergeraten!!! wahrscheinlich ...)
ich wuensch dir fuer dich alles gute und lass nicht nach in deinem bemuehen, berate dich mit menschen, die aehnliches durchmachen, wie du!!!
liebe gruesse
margaretha rebecca

10.08.2006 - 15:25: RE: Ich bin H-Mutter
bibi,
du hast einen schritt gesetzt in richtung deines kindes. das ist zunaechst das entscheidende. du hast dich BEWEGT, nachdem du so lange in einer dir AUFGEZWUNGENEN LAEHMUNG verharrt hast.
(wie auch bei suchenden adoptierten) es ist alles offen ... stelle dich auf alle moeglichen eventualitaeten ein ... und hole dir fuer dich eine gute unterstuetzung, du sollst nicht noch einmal allein mit allem bleiben!!!
sollte sich dein kind auf dich zubewegen wollen, habe geduld, verstaendnis und immer wieder geduld mit ihm ... dieser mensch bewegt sich zwischen zwei welten, und keine von beiden ist mehr die, die sie einmal war ...
alles gute und viel kraft
margaretha rebecca

10.08.2006 - 13:45: RE: Ich bin H-Mutter
(...) zum schreien ueberhaupt: solange ich "nach innen" geschrieen habe wegen meines inneren elends, war ich fuer viele wohl eine "angenehmere" zeitgenossin (ich hielt es fuer eine kardinaltugend, "alles schwere schweigend zu ertragen" ....) als seit der zeit, in der ich "schrei"-richtung und deren lautstaerke bewusst geaendert habe ...
nach innen schreien u.a. hat mich in einer dauererkrankung ausharren lassen, und ich zitiere noch so einen vielfach aufgeschriebenen satz aus meinen tagebuechern jener jahre: "ich gehe an inneren erstickungen zugrunde" ... ich denke, dass ich beinahe an meinen lautlosen schreien damals erstickt bin ... (wenn ich es nicht mehr ausgehalten habe, habe ich in ein kissen hineingeschrieen ... damit mich NIEMAND hoert ... leider kein witz ...)
der ganze adoptions-"himmel" droehnt von den stummen schreien so vieler a-kinder und h-muetter ...
margaretha rebecca

10.08.2006 - 13:27: RE: Ich bin H-Mutter
hallo bibi,
trotzdem dass gerade ich mit meiner h-seite so meine "probleme" hatte und habe wegen immer wieder eingetretener ZURUECKWEISUNGEN(!!!!) durch meine h.s, ich - aus heutiger sicht - in der tat lieber selber gesucht haette, mir suizidale gedanken in den schwersten krisenzeiten nicht gerade fremd waren, zumal ich im gefuehl lebte, dass es mich gar nicht geben soll, dass ich schuld bin an meinem leben etc. ... also, noch einmal von vorn ... trotzdem, dass ich ... ... SUIZIDGEFAEHRDET WAR ICH ZU KEINEM ZEITPUNKT, ALS ICH DEN EINDRUCK HATTE, MEINE LEIBLICHEN ELTERN INTERESSIEREN SICH FUER MICH, SIE MOEGEN MICH UND SIE WOLLEN, DASS ES MIR GUT GEHT ... soviel zu deinen dbzgl. gedanken ...
liebe gruesse
margaretha rebecca

08.08.2006 - 21:39: RE: Anonyme Geburt / Babyklappen
"Dass ... NUR Opfer ist, glaube ich allerdings auch nicht."
ich gestehe ... zu, dass in ihr ein unglaublicher schmerz wuetet, den sie - bis heute jedenfalls, so mein eindruck - nicht verarbeitet hat und nicht verarbeiten kann. es ist der schmerz ueber den verlust ihres kindes, der schmerz und die demuetigung, gezielt hinters licht gefuehrt und betrogen worden zu sein, vom ehemaligen partner, aber auch von behoerden und sonstigen "drahtziehern", die da schicksalsfaeden manipuliert haben ... es wuetet die bitterkeit in ihr, in dieser situation vollkommen allein gelassen worden zu sein ... dann kommt die enttaeuschung nach der wiederbegegnung hinzu, dass ihr kind eine ihr "fremde" person geworden ist, also die erfahrung eines nachmaligen verlustes, der die wunden des ersten verlustes immer wieder aufreisst ... und all das wuetet in ihr und frisst in ihr tag fuer tag ... je mehr sie erkennt, umso mehr ...
allmaehlich hat sich all das ungeheure, das ihr angetan wurde, erst vor ihren augen enthuellt, begreift sie immer mehr und mehr davon ...
sie wird schon wissen, was sie selbst an ihrer lebensrealitaet und was andere da verursacht haben ...
das ist meine persoenliche einschaetzung und muss nicht mit ... lebensrealitaet uebereinstimmen!!!
ich persoenlich will mich ihr keinesfalls aufdraengen, habe keine wie auch immer gearteten erwartungen an sie, aber gestehe ihr eine schoene portion wut zu, damit sie sich psychisch ueber wasser halten kann ...
was ich - trotz allen gegensaetzen zu ihren positionen, die ich habe - an ihr schaetze, ist die konsequenz, kompromisslosigkeit und unerbittlichkeit, mit der sie "ihre" wahrheit sucht und kommuniziert, eine wahrheit, die wohl zuallererst ihr selber am meisten weh tun muss ...
diesen wesenszug erkenne ich auch an mir selber!

06.08.2006 - 23:00: RE: Anonyme Geburt / Babyklappen
ich bin restlos ueberzeugt, dass eine "liebevolle betreuung" und unterstuetzung fuer werdende muetter in schwierigsten situationen moeglich sind OHNE DEN AUSWEG IN DIE ANONYMITAET DES KINDES!!!!!!!
bei allem RESPEKT vor schwierigen situationen, in die schwangere mitunter geraten, in denen sie ALLEN SCHUTZ UND ALLE UNTERSTUETZUNG erhalten sollen, die fuer sie hilfreich sind, kann ich einrichtungen NICHT GUTHEISSEN, welche der ANONYMISIERUNG EINES MENSCHEN und SOMIT LEBENSLANGEM LEIDEN auf seiten des anonymisierten wie seiner mutter VORSCHUB LEISTEN!!!!
PROPAGANDAFELDZUEGE FUER ANONYME GEBURT UND BABYKLAPPEN SIND EBEN ALS SOLCHE ZU WERTEN!!! und propagandamethoden sind kritisch zu hinterfragen! wie auch deren pr-leute ...

06.08.2006 - 22:36: RE: Ich bin H-Mutter
"Reni schrieb:
Liebe Margaretha,
in welchem Alter wurdest Du adoptiert? Weisst Du, ich denke da wahrscheinlich nicht weiter, ich ging von einem Säugling aus. Ich stelle es mir für etwas ältere Kinder schon schwieriger vor, sich in einer fremden Familie zurechtzufinden. Je älter das Kind ist, desto schwieriger ist es, nehme ich an. Ich kann mir leider überhaupt nicht vorstellen, wie sich ein adoptiertes Kind fühlt. Möchtest Du mir einen kleinen Einblick in Dein Leben gewähren?
Reni"
hallo reni,
gerne gebe ich dir einblick in mein leben. bevor ich aber jetzt seitenlang noch einmal aufschreibe, was fuer mich da sache ist, darf ich dich - ich hoffe, du bist nicht boes' - auf meine homepage verweisen, welche du auch am ende meiner beitraege hier (internet-kugel) einfach anklicken kannst:
http://de.geocities.com/margar etha_hopfner/
ich bin ein sog. us-"besatzungskind" und kam im alter von gut sieben monaten zu meinen spaeteren a-eltern zunaechst in pflege ...
habe meine a-eltern dann sehr geliebt und sie mich auch, habe auch sehr schoene kindheitsjahre verbracht ... und auch eine einigermassen solide ausbildung erhalten (welche die kinder meiner leiblichen eltern vaeterlicher- wie muetterlicherseits auch alle erhalten haben!!!).
bin von den leiblichen eltern und verwandten zwei-mal gefunden worden. die reunions sind allerdings nicht positiv verlaufen. deshalb vertrete ich heute auch den standpunkt, dass ich selber haette suchen sollen. hat naemlich alles grauenhaft weh getan!!!!!
habe allerdings infolge der gesamten herkunfts- und adoptionsgeschichte massive und jahrzehntelang andauernde gesundheitliche beeintraechtigungen hinnehmen muessen. erst therapeutische unterstuetzung in verbindung mit medikamentoeser therapie hat entscheidend weitergeholfen! in der zwischenzeit ist eine (ich!) relativ unkritische adoptions-befuerworterin (die allerdings NIEMALS ein eigenes kind - ich habe eine leibliche tochter, die ich weitgehend allein grossgezogen haben - zur adoption gegeben haette, denn zu viele negative erfahrungen habe ich selber trotz allem machen muessen!!!!!) zwar eine adoptions-befuerworterin geblieben, allerdings unter vollkommen gewandelten voraussetzungen, die ich an adoption ueberhaupt stelle! heute trete ich dafuer ein, dass - bevor eine adoption in erwaegung gezogen wird - ALLE SINNVOLLEN MASSENAHMEN ERGRIFFEN WUERDEN MUESSEN, DASS DAS KIND BEI DEN LEIBLICHEN ELTERN BZW DEREN VERWANDTEN BLEIBEN KANN, dass h-identitaet und h-geschichte auf alle faelle dem/r adoptierten erhalten bleiben MUESSEN und dass ein achtungsvoller umgang mit der leiblichen verwandtschaft (die nicht alle rechte am kind verlieren darf) gepflegt werden muss!!!
so viel einmal fuer's erste
schoenen abend noch
margaretha rebecca

06.08.2006 - 22:01: RE: Ich bin H-Mutter
die "ausgangsposition" fuer adoptierte in der fuer sie x-beliebigen umgebung ist zunaechst einmal die, dass sie unter dauer-survival-stress gesetzt sind. sie muessen sich in einer völlig fremden umgebung anpassen, im falle der vernichtung ihrer herkunfts-identitaet und herkunfts-geschichte um dem preis der permanenten selbst-negation ... so rosig sind diese ausgangsbedingungen nun auch wieder nicht ...

06.08.2006 - 21:49: RE: Ich bin H-Mutter
im vergleich zu so manch salbungsvollem wogengeglaette sind mir inzwischen gelegentliche verbal-haerten "sympathischer" ... sie sind fuer mich naeher an dem, "was wahr ist" ...

06.08.2006 - 18:48: RE: Ich bin H-Mutter
auch wenn ... harte statements mitunter schwer zu ertragen sind, so respektiere ich ihren konsequenten widerstand gegen jeglichen "beschoenigungskurs" in sachen adoption!!!
zu den stellungnahmen der fachleute betr. adoptierten: in vielen erkenne ich tatsaechlich gewisse problemkonstellationen auch bei mir selber wieder! allerdings verwahre ich mich als adoptierte, ausschliesslich als "problembuendel" betrachtet und eingeordnet zu werden. dagegen wehrt sich meine selbstachtung, denn - so wie ich es sehe - habe ich mein leben durchaus "im griff" ... und das auf positive, konstruktive art und weise ...

31.07.2006 - 19:39: RE: Meine Meinung zum Kinder-Adoptieren |
aus meiner subjektiven sicht als adoptierte halte ich fest, dass ADOPTION KEIN MITTEL VON FAMILIENPLANUNG sein kann.|
denn es geht bei einer adoption in erster linie darum, einem kind, das aufgrund seiner herkunftsgeschichte in eine sehr schwierige lebenslage geraten ist, eine faire chance auf ein moeglichst förderliches und glueckliches aufwachsen in familiärer umgebung gegeben wird, mit sicherheiten, wie sie eben die familie ihren mitgliedern bietet!|
mit eigenen problemen beladene adoptiveltern (unverarbeitete kinderlosigkeit, schwere krankheiten, eheprobleme, psychische probleme etc. etc. etc.) sind eine denkbar unguenstige voraussetzung, um die besondere familiaere situation positiv, wuerdig und konstruktiv fuer alle betroffenen (also auch die herkunftseltern und -verwandten!) zu handeln, die durch eine adoption immer geschaffen wird und ein hohes mass an adoptions-adäquaten konfliktmanagement fuer eben diese besonderen aus der adoptionssituation resultierenden "eventualitaeten" erfordert.|
jede/r, der sich mit dem gedanken an adoption traegt, sollte ZUERST MIT ALL DEN EIGENEN PROBLEMEN MOEGLICHST INS REINE GEKOMMEN SEIN, BEVOR ER SICH DIESEM VORHABEN GANZ KONKRET ZUWENDET!!!

29.07.2006 - 18:47: RE: @Harald
hallo harald,
ich kann dir ganz ehrlich versichern, dass es NICHT dir gegolten hat!!!!
ich habe mich einfach schon einige beitraege, und frueher auch schon, zur wehr gesetzt gegen vorwuerfe, ich wuerde mich mit meinem mitteilungsdrang ungebuehrlich "wichtig machen" ... ich gehe auch nicht einmal automatisch davon aus, dass ... mich gemeint haben koennte!
wer sich auch nur ein wenig mit den fakten meines lebens bekannt gemacht hat, weiss, dass ich seit vielen, vielen jahren ziemlich "am rand" der gesellschaft lebe, und dass ich mir die sog. "wichtigen leute" "besonders genau ansehe", bevor ich ... dies gerade auch deshalb, weil ich inzwischen klar durchschaut habe, WELCHE rolle ich in den "besseren kreisen" des adoptionalen umfeldes gespielt (FUER MICH eben kein spiel, sondern ein ununterbrochener UEBERLEBENSKAMPF!) habe: ich war und bin die KIND-ERSATZ-PUPPE fuer meine a-eltern (fuer diese war ich jedoch ZUERST ein MENSCH!), ICH SELBST habe dort so gut wie NIEMANDEN interessiert und tue dies nach wie vor nicht!!!!
also mach' dir kein kopfzerbrechen und bring weiter deine kompetenz in sachen adoption hier ein!!!
gruesse
margaretha rebecca

29.07.2006 - 17:41: RE: @Harald
@... & ...
ich habe es schon einmal gesagt: ich habe NUR die kraft zum hier mitschreiben. zu mehr reicht es bei mir - vorlaeufig - in sachen adoption nicht!!!
aber: ich schreibe in diesem forum auch deshalb mit und bringe meine sicht der dinge ein, weil ich durchaus denke, dass doch zahlreiche leute hier mitlesen, gerade auch solche, die - wie auch immer - von adoption betroffen sind, damit "zu tun" haben in beruf und gesellschaft etc. etc. vielleicht loesen unsere kritischen beitraege doch beim einen und anderen nachdenkprozesse aus!!!
und ich sehe MEINEN BEITRAG als eine BEWUSST GESETZTE GEZIELTE MASSNAHME, eben ALS MEINEN BEITRAG, DAS SYSTEMATISCHE SCHWEIGEN, DAS MIR ALS ADOPTIERTER AUFERLEGT WURDE, AN WELCHES ICH VIELERORTS ANRENNE, ZU DURCHBRECHEN! mehr kann ich zur zeit nicht tun! in meiner sicht ist JEDER mensch WICHTIG! und jede/r der sich ernsthaft mit den "dingen seines lebens" befasst und dies kommuniziert, verdient es, ERNST GENOMMEN zu werden!!!! p.s.: krankhafte minderwertigkeitskomplexe sind mir aus eigener adoptionsgeplagter erfahrung nicht unbekannt. allerdings kann ich nur dazu raten, sich - eventuell mit hilfe - davon zu befreien! das leben wird dadurch in der tat lebenswerter!

29.07.2006 - 10:31: RE: @Harald
es geht nicht ausschliesslich um muetter in not, sondern IMMER AUCH um die betroffenen KINDER, denn sie sind zweifelsohne der SCHWAECHERE PART!!!
der schutz der mutter - vor der "lynchmentalitaet" (lynchen kann man auf den verschiedensten ebenen!) einer "gesellschaft" - kann m.e. auch ueber jahre hinweg gewaehrleistet werden ohne die FINALE ENTSORGUNG des kindes in die anonymitaet!
wer einen wehrlosen menschen anonymisiert, hat KEINE ACHTUNG vor ihm als MENSCH und leistet vorschub, dass "die gesellschaft", dass ein "jeder" in weiterer folge mit diesem menschen meint tun und lassen zu koennen, was er/sie will!!!! und das wird dann auch noch - von wem auch immer - unter dem titel "kindeswohl" verkauft ...
wohl nicht nur ich kann ein "lied davon singen", was da mit einem geschieht, wenn man zum immerwaehrenden spielball der interessens-gezeiten anderer gemacht worden ist!!!!!!!!!!!!!!!!!
immer wieder stelle ich als adoptierte, der viele jahre das wissen um die herkunft gezielt vorenthalten wurde, fest, wie wichtig es ist, sich emotional und intellektuell IN DISTANZ zu adoptions- wie auch herkunftsseite zu begeben (denn es besteht fuer mich kein zweifel, WESSEN interessen da zuallererst und AUF DAUER geschuetzt werden ... jedenfalls nicht die des kindes!!!!), um endlich erspueren und feststellen zu koennen, was denn zum EIGENEN WOHL IST ...

29.07.2006 - 09:17: RE: @Harald
... applaus, applaus ... :-))))
propagandaMETHODEN sind IMMER zu hinterfragen!
um das geht es:
DIE ANONYMISIERUNG EINES MENSCHEN IST EIN VERBRECHEN!
und DAGEGEN trete ich ein!!!
zahlloses lebenslanges leid auf seiten betroffener kinder ... UND ... ich bin sicher ... von betroffenen muettern - vielleicht auch vaetern - verlangt dies!

28.07.2006 - 18:20: RE: @Harald
DIE VERKNÜPFUNG ANONYM ODER TOD IST IN DIESER WEISE NICHT ZULAESSIG, SIE IST EIN UEBLER PROPAGANDATRICK!!!
wenn da so ungeniert FUER die anonymisierung von menschen ins propaganda-feld gezogen wird, dann darf es niemanden wundern, wenn ich DAGEGEN ins gleiche feld ziehe!!!
DIE ANONYMISIERUNG EINES MENSCHEN IST UND BLEIBT EIN KAPITALVERBRECHEN!!!
DENN DEM KIND WIRD SEIN RECHT AUF DIE HERKUNFTSIDENTITAET TOTAL VERWEIGERT, WELCHES IHM WENIGSTENS IN DER KINDERRECHTSKONVENTION DER UN ZUGESPROCHEN IST!
ZUDEM IST DIE GEZIELTE ANONYMISIERUNG EIN EBENSO GEZIELT GEPLANTER UND DURCHGEFUEHRTER MORD AUF SYMBOLISCHER EBENE ... EIN LEBENSLANGER SEELENMORD!!!
(wen von den anonymitaetsverfechtern interessiert denn das endlose seelische leid von vielen, vielen betroffenen menschen ... wenn ich DARAN denke, kann ich mich - auch wenn ich an bestimmte zeiten in meinem leben denke - nur zutiefst angewidert von diesen leuten, die in meinen augen einem dem UNGEHEUERLICHEN VERBRECHEN TUER UND TOR OEFFNEN, abwenden!)
DER MENSCH IST KEIN WEGWERFPRODUKT!!!
p.s.: zudem kann ich es mir - als mutter einer leiblichen tochter - beim allerbesten willen nicht vorstellen, dass man/frau dieses schicksal einem eigenen kind zumuten will, NACHDEM frau mehrere kinder GEBOREN hat und diese LIEBT ... wenn ich ehrlich bin, macht mich an einer derartigen geschichte schon EINIGES stutzig!
p.s.': und dafuer, dass frau angeblich wegen vieler, vieler familialer und sonstiger aktivitaeten kaum zeit fuer irgendetwas, geschweige denn fuer sich selber hat, bleibt erstaunlich viel zeit uebrig, die eigenen gedanken und die diversen spezialita zur eigenen person hier auszubreiten (bitte, habe ich gar nichts dagegen!!! allerdings erinnere ich mich daran, dass mir die vorhaltung zuteil wuerde, ich haette wohl ein wenig zu viel zeit, um ueber mich selbst und mein schicksal nachzudenken , und ich haette wohl nichts anderes im kopf als mich selbst - was leute "im kopf haben", die sich in derartige laecherlichkeiten versteigen, behalte ich vorerst einmal lieber fuer mich selber ... finde einfach, dass da gelegentlich einiges nicht recht "zusammenpasst" ...)

28.07.2006 - 11:46: RE: @Harald
wie ich schon sagte,
es gibt KEIN UNRECHTSBEWUSSTSEIN hinsichtlich der ANONYMISIERUNG eines - kleinen, hilflosen, sprachlosen - MENSCHEN ... (eine adoptionspraxis, die auf der ausblendung bzw. vernichtung der herkunftsidentität beruht, hat daran wohl den groessten anteil!!)
dieses UNRECHTSBEWUSSTSEIN gilt es HERZUSTELLEN ...
dass muetter in ausnahmesituationen des schutzes beduerfen, steht fuer mich ausser diskussion, allerdings beduerfen die NOCH HILFLOSEREN KINDER EBENFALLS DES SCHUTZES DURCH DIE GESELLSCHAFT!!!
ich bin sicher, es gibt gute LOESUNGEN FUER ALLE BETEILIGTEN AN EINEM SOLCHEN DRAMA, DIE OHNE ANONYMISIERUNG AUSKOMMEN. in diese richtungen sollte ueberlegt werden!
die in permanenz vorgebrachte verknüpfung ANONYM ODER TOT (mistübel, blumentoepfe etc. etc.) stimmt m.e. so nicht und ist fuer mich ein gezielter emotional "reisserischer", jedoch auch gut zu durchschauender und platter argumentativer trick!
p.s.: leider kann ich mich des eindruckes nicht erwehren, dass hier - und nicht nur hier!!!! - geradezu ein kleiner "propagandafeldzug" für die "anonymen varianten" etc. stattfindet ...

26.07.2006 - 17:13: RE: Auslandsadoptierte
ja ja, die dankbarkeit ...
vielleicht ist sie doch gelegentlich eine "falle" fuer uns adoptierte ...
das mit der "dankbarkeits-falle" (eine andere forums-schreiberin) hat schon was fuer sich ...

26.07.2006 - 17:09: RE: @ Michael Fasen
wie wahr ...
ich sitze ... schwitze ... und schreibe im dampf der adoptions-schwüle ...

26.07.2006 - 08:39: RE: @ Michael Fasen
na ja,
es gibt ja auch die besonders eloquenten, die den anderen gerne das reden verbieten moechten ...
die gruende kennen wir ...
wenn man diesen damen- und herrschaften wortspendend akklamiert, koennte das eigene ICH wohl in endlos-sprachschleifen ausgebreitet werden ... oder?!!!
:-))))
schreien-muessen vor schmerzen ist halt nicht kompatibel mit dem "guten ton" ...
vielleicht wuerden auch mehr adoptierte gerne oeffentlich "schreien", koennen aber nicht, duerfen nicht, wollen einfach nicht ... (ich persoenlich kenne viele gruende dafuer aus eigener erfahrung!!!!)

26.07.2006 - 08:34: RE: Was "kostet" eine Adoption?
auch ich DANKE meinen a-eltern!!!
NATUERLICH TUE ICH DAS - AUS GANZEM HERZEN! UND ICH NEHME SIE IN SCHUTZ GENAUSO WIE SIE MICH SEINERZEIT IN SCHUTZ GENOMMEN HABEN!!!
eines habe ich auch gelernt in meinem leben: gegen MENSCHLICHE DUMMHEIT (sowohl die intellektuelle wie die moralisch-ethische!) und MENSCHLICHE ROHHEIT ist "kein kraut gewachsen" :-)))))
und: WEISHEIT bedarf keines akademischen zertifikates!

25.07.2006 - 18:52: RE: Was "kostet" eine Adoption?
es scheint mir geboten, abermals auf meine grundsaetzlich positive haltung zu adoption zu sprechen zu kommen:
ich BEJAHE adoption, allerdings NUR NOCH unter beibehaltung der herkunftsidentitaet und -rechte, rechtlich vergleichbar vielleicht einer "doppelten staatsbuergerschaft" konstruiert. HERKUNFTSIDENTITAET UND HERKUNFTSGESCHICHTE DUERFEN KEINESFALLS ELIMINIERT UND DEM/R ADOPTIERTEN VORENTHALTEN WERDEN. spaetestens ab dem zeitpunkt der volljaehrigkeit sollte der/die adoptierte vollkommen EIGENSTAENDIG darueber verfuegen koennen. UND: bevor adoption ins spiel gebracht wird, sollten alle sinnvollen möglichkeiten ausgeschöpft werden, das kind bei seiner leiblichen mutter, bzw. bei leiblichen verwandten aufwachsen zu lassen!!!!!
die praktiken von adoption, die im wesentlichen auf der AUSBLENDUNG der herkunftsidentitaet und -geschichte basieren, gehoeren SCHONUNGSLOS DEMASKIERT. JAHRZEHNTELANGE LEIDENSGESCHICHTEN VON VIELEN ADOPTIERTEN ERFORDERN DIES SOWIE DAS BESTREBEN, EIN DERARTIGES SCHICKSAL ALLENFALLS BETROFFENEN MENSCHEN ZU ERSPAREN.
dies ist der grund, weshalb ich fuer die darstellung bestimmter sachverhalte eine ebenso schonungslose und harte sprache verwende ... als zu brutal und schonungslos MIR GEGENUEBER als adoptierte habe ich sie im lauf der jahrzehnte wahrnehmen muessen, war ich diesen BRUTALITAETEN SELBST AUSGELIEFERT!!!!
wie ich schon mehrfach sagte: ICH SELBST WUERDE EIN KIND ADOPTIEREN! (mein alter spricht allerdings nunmehr gegen mich als a-mutter) sogar mir selber ist gegoennt gewesen, adoption NEU zu erleben, denn ich bin tatsaechlich ein zweites mal adoptiert worden. mein jetziger a-vater hat einen entscheidenden satz gesagt, der genau meine haltung zu einem adoptierten (welchen alters immer) charakterisiert und bestaetigt: "du musst bleiben, die du bist!" dieser satz hat BASIS-HEILENDE wirkung für mich!!!!!zudem war er es, der in mich - gegen meine intention - in den vergangenen jahren immer wieder ermutigte, die leibliche herkunft wertzuschaetzen, die kontakte zu den leiblichen verwandten zu kultivieren, hat mir beigestanden beim vaterschafts-feststellungsverfahren betr. leiblichem vater etc. etc. etc.
und wieder nehme ich trotz meiner inzwischen so kritischen haltung auch meiner eigenen ersten adoption gegenueber meine so sehr geliebten "ersten" adoptiv-eltern in schutz, denn nie - auch wenn sie tatsaechlich bedeutende fehler gemacht haben, die zeitbedingt waren - wuerde ich ihnen NIEMALS einen vorwurf meinerseits anlasten. SIE HABEN M I C H, ja tatsaechlich MICH, aufrichtig GELIEBT. das habe ich gespuert und spuere es immer noch!!!!!!!
ich wuensche mir adoptionen, die GLUECKEN KOENNEN, und bei denen die MENSCHENWUERDE AUF ALLEN SEITEN GEWAHRT WIRD!!!!

22.07.2006 - 17:30: RE: Was "kostet" eine Adoption?
deshalb, aber nicht nur deshalb, sehe ich EINEN moeglichen sinn meiner beitraege darin, um zu einer DIFFERENZIERUNG DER SICHTWEISEN IN ALLE MIR MOEGLICHEN RICHTUNGEN beizutragen

22.07.2006 - 15:05: RE: Was "kostet" eine Adoption?
"... schrieb:
Besonders erfreulich für diese Menscheningenieure ist die Zustimmung, derartig kreierter Menschen oder von Adoptierten, wie ich sie im Gästebuch meiner Homepage gefunden haben. Natürlich ohne Angabe einer Absenderadresse!
„Ich bin heute 29 Jahre alt und wurde im Alter von 3 Monaten adoptiert. Ich liebe meine Eltern (meine Adoptiveltern sind für mich meine Eltern - sonst niemand) über alles. Wir sind eine tolle Familie. Da ich bereits im Alter von knapp 4 Jahren erfahren habe, dass ich adoptiert bin (meine Tante war schwanger und ich stellte die Fragen aller Fragen: Mama, war ich auch in deinem Bauch?) ist das für mich was völlig normales. Es kommt sogar vor, dass ich im Fernsehen irgendwelche Berichte sehe und noch nicht mal dran denke, dass ich "ja auch so ein Kind bin". Den Drang, meine Erzeuger zu suchen hatte ICH bisher noch nie. Das sind für mich fremde Menschen, die nicht zu mir gehören. DANKE MAMA UND PAPA, FÜR ALLES!!!“ Alex
ich als adoptierte, die ihre a-eltern ebenfalls buchstaeblich "ueber alles" (offenbar mehr als mich selber :-((())) liebte und liebt, empfinde alex' (koennte auch eine junge frau sein!!!) kommentar aus mehreren perspektiven "schluessig":
- alex liebt seine/ihre a-eltern: es muss offenbar ein band der liebe existieren (habe ich auch so erlebt!), die erwiesene dankbarkeit aus diesem motiv heraus ist etwas normales!!! (dankbarkeit ist nicht per se eine huendische unterwerfungshandlung, sondern auch ein akt freier zuneigung!!!); es ist allerdings richtig, auch dies ist mir von mir selber nur allzu gut bekannt, adoptierte neigen dazu, uebertrieben oft ihre dankbarkeit auszudruecken, und das haengt nun mit der "unselbstverstaendlichkei t", der x-beliebigkeit (es haetten ja auch ganz andere a-eltern eltern des adoptierten werden koennen) ihrer ganzen psycho-sozialen situation zusammen, und das geht - ich weiss das - mitunter in den pathologischen bereich ... und zwar als immerwaehrende unterwerfungshandlung in form einer "dauer-kompensation" fuer das "froh-sein-muessen, dass ... fuer ... alles ..."
- alex empfindet seine/ihre h-eltern als ffremde: dies ist aus ENTWICKLUNGSpsychologischer sicht eine logische folge der fehlenden gemeinsamen sozialisation, trotz gemeinsamer ursprungsgeschichte und gemeinsamen anlagen (die ja bei einem nicht-kennen-lernen nicht als solche wahrgenommen und identifiziert werden koennen!!!!!)
- der fehlende wunsch, den h-eltern zu beggegnen, mag im gefuehl der fremdheit liegen, aber genauso gut resultiert es m.e. aus einer posttraumatischen reaktion: vermeidung der begegnung mit einer ehemals als extrem traumatisch erlebten situation (und das ist die trennung von den leiblichen eltern IMMER) ... es mag auch eine folge davon sein, dass eine unter survival-stress-bedingungen erbrachte sozialisations-anpassungsleist ung durch den/die adoptierten die neu erworbene psycho-soziale und materielle sicherheit nicht mehr durch eine begegnung mit der instinktiv erspuehrten und als traumatisch erfahrenen vergangenheit in frage gestellt werden will. im grunde also auch eine posttraumatische reaktion mit dem zweck der vermeidung einer begegnung mit dem trauma bzw. einem instinktiven ausweichen einer moeglichen REtraumatisierung!!!!!!! zudem ist das weggegeben-worden-sein ja auch i.d.r. mit dem gefuehl einer KOLOSSALEN DEMUETIGUNG verbunden, der man/frau sich als solcher ja auch tunlichst nicht mehr aussetzen moechte!!!! (ich spreche hier ebenfalls aus meiner subjektiven erfahrung.) das unentwegte versichern der liebe zu den a-eltern ist auf diesem hintergrund auch gleichzuhalten mit einer offenbar psychisch notwendigen ununterbrochenen vergewisserung und rückversicherung der "gesicherten" position hier und heute und hoffentlich auch in zukunft.
... bei diesen seelischen "hintergruenden" kennen sich die psycho-techniker, die sozial-techniker und ... wohl so manche a-eltern sehr, sehr gut aus ... und vervollkommnen ihre MACHTTECHNIKEN gegenueber der/dem ja im grunde RESTLOS ausgelieferten adoptierten (welchen hintergrunds immer!!!!) ... der allergroesste SIEG ueber ein/e unterworfen/e besteht ja darin, wenn diese/r sich mit der SICHTWEISE des siegers identifiziert und seine rolle mehr oder weniger "zufrieden", vielleicht sogar hie und da "gluecklich" akzeptiert. auch dies haben machttechniker aller zeiten zur perfektion ausgereift und natuerlich souverän angewendet!!!! deshalb wohl auch diese fortwaehrenden hinweise, wie dankbar und zufrieden so viele adoptierte mir ihrem status denn seien!!! m.e. ein gezielter apell an den schuld-dank-komplex des/r adoptierten, drohender fingerzeig i.s. "was waere, wenn ..." und "rute im fenster" als "wir koenn/ten ja auch noch "ganz anders mit euch verfahren ...". all dies vermag wohl die meisten adoptierten, deren selbstbewusstsein noch im unteren bereich der skala angesiedelt ist, in sekundenbruchteilen buchstaeblich innerlich "erstarren" lassen!!!
- dass ein solches a-"kind" (in der tat, wwir sind durch die gesamte a-konstruktion zum kind-sklaven-bleiben regelrecht verurteilt, psychisch, sozial, rechtlich etc.) sich mit seinen dbzgl. gedanken in das gaestebuch einer h-mutter bewusst einschreibt, drueckt m.e. nichts als seine "nackte"sehnsucht nach den eigenen h-eltern aus, nach dem eigenen ursprung, nach der eigenen geschichte und somit der EIGENEN IDENTITÄT ... es ist ein SCHREI nach den h-eltern und die verzweifelte FRAGE, WARUM IST MIR DAS ALLES GESCHEHEN, WARUM HABT IHR DAS ZUGELASSEN ...

22.07.2006 - 11:14: RE: Was "kostet" eine Adoption?
... der mensch in seinem ursprung auf biologisches potential reduziert ...
... präimplantiv/pränatal designt und diagnostisch selektiert ...
... die zucht-frucht - noch - in einem weiblichen brut-koerper ausgereift, um danach ihrer psycho-sozialen zweckbestimmung zugefuehrt zu werden ...
... narzisstische ewigkeitsphantasieen durch endlos-klonungen befriedigt ...
ekelerregend fuer mich, WAS da "kreierten" und deshalb total beherrschbaren MENSCHEN schon HEUTE an IDENTITAETS-"ARBEIT" zugemutet wird ...
aber es gibt sie ja schon, diese diskussionen, wem denn noch ueberhaupt der status als "mensch" zugeordnet werden kann und wer als "artefakt" ("monster") anzusehen ist ...
frage: sind die heutigen "adoptierten" das experimentierfeld für die familienplanungsvisionen der zukunft?

21.07.2006 - 21:42: RE: Was "kostet" eine Adoption?
wie gut tut es mir, MICH endlich in MEINER EIGENEN GESCHICHTE wahrzunehmen, in MEINER und nicht bloss meinen SEELENMATSCH, HINEINGEZWÄNGT IN EINE MIR VÖLLIG FREMDE IDENTITÄT ...
wie FROH bin ich - MEINER THERAPEUTIN SEI DANK - dass ich ENDLICH ZU MIR GEFUNDEN habe ...
wie GERNE spreche ich es heute aus ... ICH BIN ICH, ICH BIN, DIE ICH BIN ...
p.s.1: niemand wird unter todesandrohung gezwungen, meine beitraege zu lesen! und niemand sollte beleidigt sein, wenn ich es fuer nicht noetig erachte, direkt auf jemanden einzugehen ... so wichtig bin ich doch nun wirklich nicht (nur eine ... na ja ... so sind sie eben ... :-))))))
p.s.2: natuerlich sind schmeichelweiche und doch ach so dank-dank-dankbare ado-childs, denen alle ja so wohl-gewollt haben, totalamnesiert, die man sich hineintrimmt in die eigenen faserschmeichel-kommunikations -"gepflogenheiten" pflegeleichter, also "dankbarer", als so eine "ruppige" rüpelhafte "problemgestalt", die nicht aufhoert, von den "unangenehmen" und "unanständigen" "dingen" zu reden, die weder a noch h - und schon gar nicht jene, die ihr leben möglichst störungsfrei mit dem "eigenen kind" "geniessen" wollen - hoeren wollen ...
p.s.3: zur beruhigung mancher: ich bin kein satanisches egomanes monster, es gibt eine ganze reihe von menschen, die mir eine ausgesprochen "soziale ader" zusprechen :-))))
p.s.4: zu den "kämpfen" ... "viel feind, viel ehr'!" :-)))
p.s.5: wer das "adoptionsspiel" beginnt zu durchschauen ... der erschaut ... eine ... FRATZE ... und als adoptierter schwinden mir gelegentlich auch noch die allerletzten "wohl"-gefühle ...

21.07.2006 - 19:11: RE: Was "kostet" eine Adoption?
ich stelle hiermit ausdruecklich fest, dass ich NIEMANDEN PERSOENLICH angegriffen habe.
die gegenueberstellung TOD ODER ANONYM stimmt so nicht! sie dient in dieser plakativen plattheit der gezielten IRREFUEHRUNG!
jahrzehntelang habe ich das ADOPTIONSSPIEL im wesentlich ÜBERBRAV mitgespielt ... und gerade darin war ich einem ebenso jahrzehnte dauernden UEBERLEBENSKAMPF ausgeliefert. man/frau erzaehle mir besser nicht, was dies bedeutet, DENN ICH WEISS SEHR GUT, WIE ES SICH TAG FUER TAG ANFUEHLT, JAHRELANG UNGESCHUETZT, TOTAL SICH SELBST UEBERLASSEN, ALLEIN MIT EINEM KIND, OHNE FAMILIE, OHNE FREUNDE, IN GRAVIERENDSTER GESUNDHEITLICHER SOWIE PSYCHO-SOZIALER AUSNAHMESITUATION - IN WEITGEHENDER SOZIALER ISOLATION ALSO - VON ANDEREN NOCH BEKAEMPFT ANSTATT UNTERSTUETZT zu werden. meine tochter ist meine zeugin ... vor kurzem hat sie sehr richtig erkannt zu mir gesagt: "ich war es dir wert, dass du (dich) nicht aufgegeben hast." denn waere ich in jenen JAHREN, in denen ich im alltag KEINERLEI unterstuetzung fuer mich und mein kind hatte und ich ebenso tag fuer tag nur IRGENDWIE WEITERMACHEN KONNTE/MUSSTE, endgueltig zusammengebrochen, haette KEIN HAHN MEHR NACH MIR GEKRAEHT!!! (und da hat es leute gegeben, die auf MEINEN zusammenbruch gewartet haben!!!! - deshalb kann ich die wut und demuetigung jener muetter in schwierigen situationen so gut verstehen, bei denen potentielle a-eltern schon in den startloechern stehen und nur auf das endgueltige misslingen warten, um selber als heorische retter auf den plan treten zu koennen ... diese muetter moegen mir ruhig glauben, ich KANN sie sehr gut verstehen, und keine einzige, die eine aehnlich situation wie die meinige nicht schafft, verurteile ich dafuer, was ich mir allerdings schon erwarte, ist, dass sich diese muetter mit aller ihnen verfuegbaren kraft bemuehen, dass ihre kinder bei ihnen bleiben koennen ... fuer mich war allerdings auch nur der GEDANKE, meine tochter zur adoption freizugeben, auf grund meiner eigenen lebenserfahrung VOLLKOMMEN TABU!!!!)... ohne jegliche therapeutische unterstuetzung jedweder art musste ich fuer meine tochter und mich "so tun, als ob alles normal sei" (wieder einmal, nichts neues in meinem leben), und habe dies buchstaeblich "irgendwie" geschafft ... nicht ohne grund also habe ich in jenen jahren - tagebuchschreiben war NEBEN DEM GEBET ZU GOTT meine einzige selbsthilfequelle geworden - immer wieder den satz aufgeschrieben: "ich bin zutod erschoepft durch das leben!"
ich WIEDERHOLE meine mir sehr hart erarbeiteten positionen, so oft ich es fuer richtig halte. ebenso SPRECHE ICH HIER UEBER MEINEN ADOPTIONSBEDINGTEN SCHMERZ SOOFT ICH ES FUER NOTWENDIG ERACHTE ...
ICH TUE ES AUCH FUER JENE, DIE AEHNLICHES WIE ICH ERFAHREN HABEN, AEHNLICH DENKEN UND EMPFINDEN UND ... AUS WELCHEN GRUENDEN IMMER ... NICHT ZUR SPRACHE FINDEN ...
DENN ICH BIN AUSGEBROCHEN AUS DEM SKLAVENHAUS ADOPTIONSOKTRUIERTEN SCHWEIGENS ... SCHREIEN IST EBEN MITUNTER DIE EINZIG ANGEMESSENE AUSDRUCKSFORM ...

21.07.2006 - 07:38: RE: Was "kostet" eine Adoption?
wie soll denn anonymitaet ein "anfang" sein? etwas absurderes habe ich in letzter zeit hier nicht gelesen ... aber ich schreibe ganz gerne gegen windmuehlen ... :-)))
wer anonymitaet plant, plant einen MORD auf symbolischer ebene und eine ABTREIBUNG AUF LEBENSZEIT ... die geplante ANONYMISIERUNG eines MENSCHEN, die GEWALTSAME ENTEIGNUNG SEINER HERKUNFTSIDENTITÄT UND HERKUNFTSGESCHICHTE IST AUS MEINER SICHT EIN KAPITALVERBRECHEN!!!!!!
wenn ich den einen und anderen voellig einseitigen, brutalen und menschen-lebensverachtenden kommentar hier lese, kommen mir ehrlich gesagt schon zweifel ueber die urteils- und entscheidungsfaehigkeit so mancher leute ... wenn ich an meine eigene lebens-ausgangsgeschichte denke ebenfalls ...
@irma
vielen dank fuer deine antwort an molli, ich schliesse mich dieser an ...
zu weiterem nur so viel:
wieso soll ich denn nicht von meinem glauben an gott schreiben? ich "weiss" - nicht zu verwechseln mit dem wissenschaftlichen wissensbegriff ... vor wissenschaft habe ich grossen respekt, aber ich erwarte mir keinerlei antworten mehr von ihr auf meine zentralen "lebensfragen" ... - ebenfalls, wovon ich spreche ... wenngleich ich mich keiner "orthodoxie" verpflichtet weiss ...
in diesem bereich halte ich es mit edith stein:
"Gott ist die Wahrheit. Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht." so gesehen, sind wir ein leben lang suchende und findende ...
und immer deutlicher erkenne ich fuer mich, wie wichtig es für mich als adoptierte ist, mich aus dem INTERESSENS-GEFLECHT von h-eltern, a-eltern und der sog. "gesellschaft" herauszarbeiten, um zu mir und MEINEN UREIGENSTEN INTERESSEN zu finden, zu ihnen zu stehen und diese oeffentlich zu kommunizieren, um endlich das GEFAENGNIS, in das mich h, a und die "gesellschaft" geworfen haben, verlassen zu koennen!!!! margaretha rebecca

16.07.2006 - 22:45: RE: Was "kostet" eine Adoption?
ich bezweifle sehr stark, dass eine schwangere in einer prekaeren situation tatsaechlich in der lage ist, zu erkennen und zu entscheiden, was denn wirklich "zum wohle ihres kindes" ist ... hat sie ja zuallererst ihr eigenes wohl und dasjenige der ihr nahestehenden im sinn ...
anonyme geburt ist NIEMALS ein ausweg WEDER FUER DIE MUTTER NOCH FUER DAS KIND, es ist eine ABTREIBUNG AUF EIN GANZES LEBEN ... AUF BEIDEN SEITEN!!!
adoption KANN eine praktikable loesung sein, allerdings nur unter jenen bedingungen, die ich zuletzt immer wieder ins spiel gebracht habe ...

16.07.2006 - 12:05: RE: Was "kostet" eine Adoption?
ich betrachte mich und jedes lebewesen als VON GOTT GEWOLLT UND GELIEBT.
leibliche eltern haben NICHT die letzte verfuegungsgewalt ueber das leben ihrer kinder. diese ungeheure MACHT ueber LEBEN UND TOD steht auch ihnen nicht zu!!! dafuer hat sehr wohl die gesellschaft und ein entsprechendes rechtssystem zu sorgen.
auch VOR den LEIBLICHEN ELTERN muessen deren kinder mitunter IN SCHUTZ GENOMMEN werden!!!!
wie befreiend und segensreich, dass ich mich aus den verfuegungsGEWALTEN von A und H und sonstigen ... herausgearbeitet habe ... nicht zuletzt weil ich mich meinem GOTT anvertraut habe (nachdem mich so mancher menschenverachtende, brutale, pseudo-intellektuelle schwachsinn, dem ich jahrelang aufgesessen bin, beinah in den untergang getrieben hat!!!) ...
waere es nicht vernuenftig, das, was dabei sternipark scheinbar möglich war, anderweitig organisatorisch zu verankern, allerdings ohne ausweg in die anonymitaet. wenn ich geschrieben habe, dass ich mir vorstellen kann, dass schwangere muetter in schwierigen situationen im "geschützten" raum agieren koennen sollen, habe ich auch durchaus an eine moeglichkeit gedacht, die ihnen schutz gegenueber der gesellschaft garantiert, u.u. jahre der ruhe gewaehrt, waehrend ihr kind - ebenfalls in ruhe - aufwachsen kann. ALLERDINGS sollte trotzdem jeder mutter klargemacht werden, dass das kind ein RECHT auf seine HERKUNFTSIDENTITÄT und die damit verbundenen RECHTE hat, weil das zu seiner identität als mensch gehoert. dies sollten sich auch alle VAETER dieser kinder klar sein und bewusst bleiben MUESSEN. EIN MENSCH IST KEIN WEGWERFPRODUKT. und dass sie mit den jahren werden rechnen muessen, dass das kind wieder einmal auf sie zukommt!!!!

15.07.2006 - 17:57: RE: Was "kostet" eine Adoption?
es gibt inzwischen sehr viele anonym geborene,
jede/r von ihnen ist von m.e. von gott gewollt und geliebt ...
ABER eine JEDE ANONYMITAET ALS LEBENSLANGE LAST FUER DIESE MENSCHEN IST EINE ZUVIEL UND EIN UNGEHEUERLICHES UNRECHT!!!!!
auch leibliche eltern duerfen nicht einfach ALLES mit ihren kindern tun!!!! der gesetzgeber verbietet auch ihnen, ihre kinder zu torturieren, jetzt schon ... ANONYMITAET IST EINE ENDLOSE TORTUR!
dass die verknüpfung ENTWEDER ANONYME GEBURT ODER TOD SO EINFACH NICHT STIMMT, ist nicht bloss meine ueberzeugung!!!! trotz babyklappen und ... landen tote babys in "mistkübeln" ... in gravierenden psycho-sozialen ausnahmesituationen finden muetter offensichtlich auch nicht zu babyklappen ...
LEBEN JA ... aber auch LEBEN WIE!!!!!
ich habe dieses gefuehl, froh sein zu muessen, ueberhaupt am leben zu sein - und bei mir ging es tatsaechlich am lebensanfang um ein entweder-oder - auch als ueber weiteste strecken aeusserst widerwaertig und erniedrigend erlebt!!! froh sein muessen, atmen zu duerfen, froh sein muessen, dass man das essen erhaelt, froh sein muessen fuer einfach alles ... und dabei nicht wissen, jeder denkbar widerlichen oder auch schoenen zuschreibung von anderen als projektionsflaeche dienen muessen, sich selbst in fragen und ueber fragen zu zermartern ... und immer ... ja ... froh sein MUESSEN, DASS MAN UEBERHAUPT LEBT ...
gott sei dank bin ich DAVON nun auch endlich FREI!!! frei, weil ich MEINE GESCHICHTE KENNE UND MICH NUNMEHR ZU MEINER HERKUNFTSIDENTITÄT BEKENNE, MEIN LEBEN IN MEINE E I G E N E N HAENDE GENOMMEN HABE, ENDLICH MEINE EIGENEN ENTSCHEIDUNGEN U N A B H A E N G I G VON A UND H TREFFE ... MEIN LEBEN LEBE ... im falle von anonymitaet haette mein JAHRZEHNTELANGER leidensweg NIEMALS ein ende gefunden ...
(wirklich zuende ist er ja nicht, denn auch ich brauche nach wie vor unterstuetzung, um all das weiter ertragen und tragen zu koennen!!!)
auch so einen weg sollte man zuvor selbst gegangen sein, bevor man/frau sich anmasst, ihn jemand anderen zuzumuten ...

15.07.2006 - 13:52: RE: Was "kostet" eine Adoption? |
hinsichtlich der anonymisierung von menschen scheint ÜBERHAUPT KEIN UNRECHTSBEWUSSTSEIN VORHANDEN zu sein!!!! moeglicherweise eine der nebenwirkungen der - legalisierten - praxis von inkognito-adoptionen!!!!|
es gibt vielerlei "ausnahmesituationen" ; im menschlichen leben, in denen ebendiese menschen in entsetzliche unrechts-handlungen schlittern oder getrieben werden koennen. gerade auch aus diesem grund braucht die gesellschaft ein funktionierendes und in jeder hinsicht - v.a. in moralisch-ethischer hinsicht - hochwertiges rechtssystem und entsprechende massnahmen eines menschenFREUNDLICHEN konflikt- und krisenmanagements ...|
ich bezweifle, dass jemand aehnlich offen von einem in einer "ausnahmesituation" entwickelten "plan" über die vorgehabte ermordung eines menschen berichten wuerde.|
es geht darum, aufzuzeigen, dass die enteignung, der raub der herkunftsidentität und -rechte eine eklatante unrechtshandlung am betroffenen menschen darstellt! und dass das gewaltsame umformen in eine neue identität sowohl folge davon wie auch eine weitere unrechtshandlung darstellt. NIEMAND hat dazu das recht!!!!|
ich kann mir gut vorstellen, dass es krisensituationen im leben von menschen, von muettern gibt, in der es ihnen auch moeglich sein muss, im geschuetzten bereich zu agieren, ABER dann ist von allen betroffenen, auch und zuerst vom gesetzgeber, sorge dafuer zu tragen, dass die substantiellen rechte des kindes, des SCHWÄCHSTEN teils im geschehen, fuer sein LEBEN gewahrt bleiben. herkunftsidentität, herkunftsrechte, herkunftswissen haben bewahrt und aufbewahrt zu werden, damit sie dem/rjenigen, dem/der sie gehoeren, verfügbar bleiben!!!!! da gibt es, davon bin ich ueberzeugt, eine ganze reihe von moeglichkeiten, die die interessen ALLER betroffenen ausgewogen schützen!!! |
so sehe ICH die dinge, seit ich sie - als adoptierte - KLAR SEHE ...|
margaretha rebecca

13.07.2006 - 18:54: RE: Was "kostet" eine Adoption?
dass werdenden müttern in schwierigen situationen jede nur moegliche hilfe zuteil werden soll, steht vollkommen ausser frage, ich meine, dass jeder mutter, die ihr kind selber aufziehen will, dies auch ermoeglicht werden soll!!!!!!!!!!!!!
aber ebenso muss mit aller entschiedenheit gegen eine ANONYMISIERUNG - gemeint ist die AUSLOESCHUNG DER LEIBLICHEN HERKUNFT AUF JEDWEDER IDENTITÄTSRELEVANTEN EBENE - des menschen gekämpft werden, welche gerade im rahmen von INKOGNITO ADOPTIONEN geradezu gebraucht werden ... die zum SEELENMORD und ZWANGSLAEUFIG in den UNIVERSALEN MISSBRAUCH AM SOLCHERART ANONYMISIERTEN FUEHRT ...
ein mensch ist nicht nur biologisches rohmaterial, mit dem irgendwelche andere menschen bzw. "die gesellschaft" machen können, was sie wollen ... ein mensch ist kein wegwerfartikel ...
ZUR IDENTITÄT DES MENSCHEN GEHOEREN SEINE LEIBLICHEN ELTERN, MUTTER UND VATER (auch auf rechtlicher ebene), SIE DÜRFEN NICHT ZUM VERSCHWINDEN GEBRACHT WERDEN, VOM WEM AUCH IMMER ... auch nicht von den leiblichen eltern selbst ... wenn dies getan wird (wie und von wem auch immer), so ist das m.e. ein UNGEHEUERLICHES VERBRECHEN an diesem MENSCHEN!!!!!!
margaretha rebecca

05.07.2006 - 16:51: RE: Was "kostet" eine Adoption?
crycorner schrieb:
"In dem Punkt finde ich Deine Einstellung etwas extrem. Umprogrammierung klingt sehr hart und trifft es auch nicht. Eine Adoption MUSS rechtlich geregelt sein, um alle beteiligten entsprechend zu schützen. Inwieweit die Rechtslage befriedigend ist, kann ich nicht beurteilen, da würde ich mich auf Glatteis begeben. Was Du mit intellektueller Umprogrammierung meinst, kann ich nicht nachvollziehen. Kannst Du das konkretisieren?
hallo cc :-)))
glaub mir, es IST ein umprogrammieren und eine gewalttat. erst nach jahrzehnten bin ich faehig, diese entsetzlichen fakten auch zu meinem grossen entsetzen also solche zu erkennen, so sehr war mein hirn vom adoptionsnebel eingehüllt ... so überperfekt habe ich das adoptionsspiel mitgespielt ... bis in die totale selbst(gemeint ist meine leibliche herkunft)-negation habe ich gemimt, NUR das kind meiner a-eltern zu sein ...
ich aber bin und bleibe das kind meiner leiblichen eltern mit allem drum und dran und erst als solches kann ich im fall einer geglückten adoption das kind meiner a-eltern werden ...
ganz recht, adoption muss rechtlich geregelt sein, aber auf das WIE kommt es eben an ... die derzeitigen rechtlichen regelungen machen aus dem adoptierten einen sklaven bzw. - so mein empfinden - einen juristischen "krüppel" ...
mit intellektueller umprogrammierung meine ich das konsequente und gewaltsame eintrichtern der neuen personalen "verfasstheit" als adoptierte/r, bei dem es kaum ein entrinnen gibt ...
margaretha rebecca

05.07.2006 - 16:02: RE: Was "kostet" eine Adoption?
hallo crycorner
(ein eigenartiger name, kannst du mir erklaeren, weshalb du diesen gewaehlt hast?)
crycorner schrieb:
"Auch Dich habe ich offensichtlich mit diesem Thema aufgebracht und es tut mir leid. Generell habe ich den Eindruck, dass hier viel mehr Adoptierte aktiv sind, als A-Eltern, von denen ich zu diesem leidigen Thema eine klare, ehrliche Antwort erhofft habe."
ich kann dich beruhigen, das hast du nicht ... ueber dieses stadium bin ich inzwischen gott sei dank hinaus ... habe ich in diesem forum gelernt :-))))
ich sehe es so, dass es noch viel zu wenige a-betroffene, v.a. h-eltern gibt, die ihre a-kritische sicht hier einbringen, fernab der adoptions schalmeienklaenge ...
"Ich verstehe wirklich, dass die „Kostenfrage“ gerade für Adoptierte belastend ist, aber leider muss sie gestellt werden, weil bei einer Auslandsadoption nicht unerhebliche, leider durch die Höhe auch entscheidungsrelevante Kosten auftreten. Das ist leider so und lässt sich nicht verschweigen."
wie wir alle wissen, gibt es einen schwunghaften internationalen adoptionshandel, in den eine ganze menge ansonsten hochanstaendiger menschen als kinderkaeufer auftreten ...
das kind als ware ... das in ihm steckende totaltrauma interessiert KEINEN mehr, schon gar nicht die kaeufer, denn die wollen ja nur auf glueckliche eltern und familie machen ... das AUSGANGSDRAMA auf HERKUNFTSSEITE im vorfeld einer JEDEN adoption und dessen FOLGEN im adoptierten und seinen leiblichen eltern/verwandten interessiert wohl auch nicht allzuviele a-eltern, die auf sog. legalem wege zu "ihren" kindern gelangen. jedenfalls habe ich festgestellt, dass ich und meine meinung in diesen dingen umso weniger "konvenieren", je klarer und überzeugter ich mich zu meiner leiblichen herkunft BEKENNE, nachdem es mir nicht mehr bloss "genügte", sie "zu kennen" ... die frage nach kosten, wartezeiten etc. zu stellen, ohne gleichzeitig darueber zu sprechen, dass man eigentlich auf das naechste unglueck wartet, um zu seinem produkt kind zu kommen, wirkt doch etwas makaber, oder?!!!
"Zum Thema Herkunft: Ich bin absolut dagegen, einem Adoptivkind seine Herkunft vorzuenthalten. Und ich halte es für extrem wichtig, sich mit den Problemen aus der Herkunftssituation auseinanderzusetzen. Kinder, die adoptiert werden, hatten immer eine schlimme Vergangenheit, die sich festsetzt. A-Eltern haben daher die Aufgabe (meine Meinung), alles Menschenmögliche zu tun, um mit dem Kind an diesen Problemen zu arbeiten und mit dem Kind eine Lösung zu finden, das das Kind will."
da geht es eben auch nicht ohne die h-eltern einzubinden (wie auch immer), wenn man bei der ganzen wahrheit bleiben will ...
"Von der rechtlichen Seite her verstehe ich Deinen Standpunkt" das adoptionsrecht gehoert total revidiert, denn die derzeitige handhabe macht aus dem/r adoptierten das, was ich oben beschrieben habe, eine/n SKLAVEN/IN
"aber eine Versklavung sehe ich generell nicht"
wie soll denn die gewaltsame und funktionelle "UMPROGRAMMIERUNG" eines menschen auf rechtlicher, psychischer, intellektueller und sozio-kultureller ebene anders bezeichnet werden. die folgen der enteignung aller rechte, die mit der h-identität verbunden sind, diejenigen der bestimmungen, die das recht des adoptierten auf eigenmächtigen zugriff auf die informationen zur herkunft, ausloeschen und vom good will der a-eltern und irgendwelcher beamter und sachbearbeiter abhaengig machen ... ? die adoptionale "programm"-erfü llung auf saemtlichen ebenen ohne die leiseste möglichkeit irgendeiner wahlfreiheit mit"spielen" müssen, nämlich auf immer das kind "neuer" eltern zu sein ...
"Zum Thema Egoismus: Da stellt sich jetzt die Frage, ist der Kinderwunsch generell egoistisch?"
der unerfuellte kinderwunsch (leibliches kind), der sich gerade dadurch ins pathologische steigern kann, sollte nicht zum tragen kommen, wenn man/frau sich entscheidet, ein kind aus einer notlage herauszuholen; da geht es ZUERST IMMER UM DIESES KIND UND SEINE BEDUERFNISSE ...
"Eigentlich bin ich nicht allzu weit weg von Deiner Meinung, teile aber nicht Deine Generalisierungen, die Stimmungsmache und die extreme Ausrichtung."
dann lies doch ein wenig auf meiner homepage nach, was ich schon alles (und das ist weiss gott nicht wenig) schon zum thema in alle moeglichen aspekte mich hineindenkend und -schreibend zu adoption von mir gegeben habe ... in diesem forum existieren von mir schon hunderte beitraege ...
margaretha rebecca

04.07.2006 - 20:04: RE: Was "kostet" eine Adoption?
zu den fragen nach "kosten", "wartezeiten" etc. bei einer adoption:
hierzu kann ich im grunde nur eines als adoptierte sagen: die schamlosigkeit mit der diese "markt"-fragen da zum "produkt" kind gestellt werden, treibt mir die schamröte ins gesicht ... mein uralter schmerz meldet sich, der darauf aufmerksam machen will, dass voraussetzung fuer jede adoption ein furchtbares existenzdrama auf der herkunftsseite (inkl. dem kind!!!!) ist ... das steckt im adoptierten, ist abgespeichert ... und natuerlich leben die allermeisten h-muetter (wenn auch nicht alle!) und vielleicht so manche h-vaeter mit ihrem trauma ebenso allein weiter ... adoption macht in meinen augen nur dann sinn, wenn das kind mit seiner h-identitaet und geschichte aufgenommen wird, wenn sichergestellt ist, dass ihm seine daraus resultierenden rechte vielleicht ähnlich dem konzept einer doppelten staatsbürgerschaft erhalten bleiben. und wenn absolut JEDE sinnvolle moeglichkeit ausgeschoepft wurde, der mutter, dem vater das kind zu erhalten, und dass sie - im falle einer adoption - ihre rechte am kind nicht restlos verlieren. die herkunft darf auf keiner ebene aus dem leben des adoptierten MENSCHEN eliminiert werden und das kind nicht aus dem leben der leiblichen eltern !!!! nur wenn adoptiveltern DAZU fähig sind bzw. befaehigt werden koennen, sind sie tatsaechlich als geeignet für ihre a-elternschaft anzusehen ...
dieses gewürge um klaerende gespraeche, diese massiven aengste deuten doch auf die absurditäten bei der adoptionspraxis hin. kinder FREMDER menschen koennen eben nicht einfach zu EIGENEN umfunktioniert werden, wenn auch noch so sehr versucht wird, dieser verhängnisvollen ILLUSION nicht nur zu huldigen, sondern über "ein so tun als ob" auf saemtlichen ebenen (psychisch, intellektuell, sozial, rechtlich ...) eine SCHEINrealitaet zu erzeugen!!!!! und hier findet eben aus meiner sicht der ungeheure MISSBRAUCH und die VERSKLAVUNG der/s adoptierten statt: sein verdinglichung zur - wie von jemand anderem so aehnlich hier benannt - "gesamtkörperorgansp ende", zur biologischen hardware, die beliebig mit sozio-kultureller software zweckdienlich bespielt werden kann.
und noch was: aus "egoismus" würde ich NIEMALS ein kind adoptieren. dass ich mit mir selbst guten, bejahenden umgang pflege und meine gesamtpersonale situation möglichst positiv für MICH gestalte, kann kein motiv sein, einen fremden menschen aus einer konfliktuoesen situation heraus zu holen, um ihm foerderliche bedingungen fuer sein aufwachsen zu geben. dieser mensch will UM SEINER SELBST WILLEN auf- und angenommen sein, NICHT MEHR, ABER AUCH NICHT WENIGER!!!!
DANK/DANKBARKEIT sind vollkommen normale reaktionen auf erhaltene LIEBE ...
ERST WENN SIE DIREKT ODER INDIREKT ERZWUNGEN WIRD, WIRD ES ABSOLUT WIDERWAERTIG ...
ein vollstaendiges UMDENKEN zu den GRUNDLAGEN (ethisch, moralisch, rechtlich, psycho-sozial etc.) von adoption hat stattzufinden, der auf wissenschaftlicher ebene schon längst erkannten "doppelten elternschaft" sollte schleunigst auch auf rechtlicher ebene entsprochen werden!!!!!! dann wird es diesen "gespraechsnotstand" in den bisher bekannten formen wohl nicht mehr geben muessen ...
margaretha rebecca

02.07.2006 - 20:17: Adoptionskinderhandel, Sklaverei etc. etc. etc.
http://www.businessportal24.com/de/a/35018
http://fsgeschichte.spiritus.ch/files/Geschichte_der_Sklaverei.pdf
http://www.socialtimes.de/nachricht.php? nachricht_id=1894&newsrubrik_id=5
http://www.ius.unibas.ch/pieth/mp-ss04.htm
http://www.ers1.de/prowo98/sklaverei.html
http://www.dradio.de/download/4065
http://library.fes.de/pdf-files/iez/01455.pdf
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1428278,00.html?maca=de-rss-reader-themen-369-rdf
http://www.stopchildtrafficking.org/site/uploads/media/deutsch/kinderhandel.pdf
sind jedoch adoptionskinderhandel und sonstige illegale praktiken bei adoptionen die einzigen formen, die in eine regelrechte versklavung der/des adoptierten MENSCHEN fuehren?

Margaretha Rebecca Hopfner, Wien 2002-2006

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